Letzte Beiträge

 

15/08/2018: 4,17 Mio. Vollzeitkräfte haben 2017 zu Niedriglöhnen gearbeitet

 

Wie erste Zahlen für 2107 zeigen, bleibt der Niedriglohnsektor von der konjunkturellen Hochphase am Arbeitsmarkt nahezu unbeeindruckt. Trotz erneut leicht rückläufiger Tendenz arbeitet immer noch fast jede fünfte Vollzeitkraft zu Niedriglöhnen. Wer das ändern will, muss bei den institutionellen Rahmenbedingungen Hand anlegen.

 

03/08/2018: Sommerhoch am Arbeitsmarkt dank fragwürdigem Teilzeitboom

 

Die Beschäftigtenzahlen erreichen Höchststände, doch beruht der Jobboom weiterhin vor allem auf der Zunahme von Teilzeitarbeit. Treiber der Entwicklung ist die steigende Erwerbstätigkeit von Frauen, die jedoch oft unfreiwillig in der Teilzeit stecken. Daran wird auch das Recht auf Brückenteilzeit wenig ändern.

 

23/07/2018: Leiharbeit blieb auch 2017 stramm auf Expansionskurs

 

Seit der weitgehenden Deregulierung 2003 ist die Leiharbeit auf Expansionskurs, von dem spätere Gesetzesnovellen sie bislang nicht abzubringen vermochten. Das war im Jahr 2017 nicht anders. Neue Rekordmarken wurden erreicht, und ein Ende ist nicht in Sicht - auch weil die Reform vom April des Jahres eine Mogelpackung darstellt.

 

12/07/2018: Geringfügige Beschäftigung konnte auch 2017 wieder zulegen

 

Bei den Minijobs hielt die vertraute Entwicklung auch im zweiten Halbjahr 2017 an. Der Rückgang bei den ausschließlich geringfügig Beschäftigten traf auf eine ungebrochen steigende Nachfrage nach Minijobs im Nebenjob. Unterm Strich wurde damit zum Jahresende sogar das hohe Niveau von 2014 übertroffen - trotz Mindestlohn.

 

Presseschau: aktuelle Medienberichte

  • MINDESTLÖHNE

"Der Mindestlohn gilt nicht für Pflichtpraktika"

 

ZEIT Campus: Gilt der Mindestlohn eigentlich immer? Friedrich: Nein, für Pflichtpraktika und freiwillige Praktika, die kürzer als drei Monate sind, gilt der Mindestlohn nicht.

 

Und Minijobber, die monatlich 450 Euro verdienen, sollten darauf achten, dass sie nicht mehr als rund 50 Stunden pro Monat arbeiten, sonst würden sie pro Stunde weniger als den Mindestlohn verdienen.

 

Quelle: Zeit online vom 18.08.2018

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  • MINIJOBS

CSU will Anhebung der Verdienstgrenze bei Minijobs

 

Die CSU im Deutschen Bundestag fordert die Anhebung der Verdienstgrenze bei Minijobs von 450 auf 470 Euro und erhöht den Druck auf Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

 

Wer Ja sagt zur Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes, der muss auch Ja sagen zur Anhebung der Verdienstgrenze bei den 450-Euro-Jobs", sagte der sozialpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe, Stephan Stracke.

 

Quelle: Passauer Neue Presse online vom 17.08.2018

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  • BEFRISTUNG

Befristete Jobs meistens zermürbend

 

Laut einer DGB-Sonderauswertung von Februar 2018 ist deutschlandweit fast jeder Zehnte befristet angestellt. Bei den Neueingestellten ist es sogar fast die Hälfte. Das wirkt sich auch auf die Psyche aus.

 

Studien belegen, dass befristet Angestellte deutlich unzufriedener in ihrem Job sind und häufiger von psychischen Leiden geplagt sind. Ebenso ist die Sorge um die berufliche Zukunft bei Personen mit befristeten Verhältnis doppelt so stark verbreitet wie bei Personen ohne zeitliche Anstellung.

 

Quelle: FR online vom 17.08.2018

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  • BEFRISTUNG

Neuer Höchststand bei Befristungen in 2017

 

Rund 3,15 Millionen oder 8,3 Prozent der Beschäftigten hatten im Jahr 2017 einen befristeten Arbeitsvertrag. Damit erreichten Befristungen im Jahr 2017 einen neuen Höchststand.

 

Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, den Anteil sachgrundloser Befristungen bei Arbeitgebern mit mehr als 75 Beschäftigten auf 2,5 Prozent der Beschäftigten zu beschränken und die Höchstdauer sachgrundloser Befristung von 24 auf 18 Monate zu verkürzen.

 

Quelle: Bergedorfer Zeitung online vom 15.08.2018

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  • SOLO-SELBSTSTÄNDIGE

Ausbeutung auf dem Bau

 

In Frankfurt arbeiten nach Einschätzung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) immer mehr Solo-Selbstständige. (...) Doch viele Ein-Mann-Firmen beuteten sich selbst aus, arbeiteten ohne soziale Absicherung und kämen auf Einkommen, die teils unter dem Mindestlohn lägen.

 

Sich selbst ausbeutende Selbstständige erhöhten zudem den Preisdruck für Betriebe, die ihre Leute ordentlich bezahlten und Sozialabgaben bezahlten, sagt Rodrigues.

 

Quelle: FR online vom 14.08.2018

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  • LOHNENTWICKLUNG

Offensive Lohnpolitik erfolgreich

 

»Unter Berücksichtigung der im 1. Halbjahr 2018 abgeschlossenen Tarifverträge und der in den Vorjahren für 2018 bereits vereinbarten Tariferhöhungen steigen die Tariflöhne in diesem Jahr um durchschnittlich 3,1%«.

 

Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Lohnpolitik für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Im vergangenen Jahr trug der private Konsum die Hälfte des Wirtschaftswachstums, er macht über 50% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus.

 

Quelle: Sozialismus.de vom 13.08.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Sozialwohnungen? Ja - aber bitte nicht hier

 

Viele Geringverdiener finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Endlich steuert die Politik um - doch ausgerechnet die Proteste von Anwohnern bremsen den sozialen Wohnungsbau vielerorts aus. (...) Viele Menschen wollten keine Sozialwohnungen in ihrem Viertel.

 

"Die Proteste gegen den Bau sozialer und bezahlbarer Wohnungen haben sich spürbar verstärkt." (...) Lieberknecht spricht von einem "Not in my backyard"-Phänomen: Die Menschen seien zwar im Prinzip für mehr sozialen Wohnungsbau - aber eben nicht vor ihrer Haustür.

 

Quelle: Spiegel online vom 11.08.2018

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  • BEFRISTUNG

Tausende Lehrer in den Sommerferien arbeitslos

 

Deutschlandweit werden Tausende befristet angestellte Lehrer von den Bundesländern für sechs Wochen in die Arbeitslosigkeit geschickt. Demnach haben sich laut Bundesagentur für Arbeit in den Sommerferien etwa 5000 Lehrkräfte arbeitslos gemeldet

 

Damit sparen einzelne Länder umfangreiche Gehaltszahlungen – bis zu mehr als zehn Millionen Euro im Jahr. Der Deutsche Lehrerverband kritisiere die Praxis scharf als „Ausbeutung“ und „arbeitnehmerfeindliche Regelungen“.

 

Quelle: Ostsee-Zeitung.de vom 10.08.2018

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  • MINIJOBS

Brangs will Debatte über auskömmliche Löhne

 

Sachsens Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Brangs (SPD) fordert eine Diskussion über auskömmliche Löhne statt einer Debatte um eine höhere Einkommensgrenze für Minijobs.

 

«Man muss klar machen, was sind Minijobs: Jobs, wo Menschen weniger Rechte haben, weniger Lohn bekommen und später auch weniger Rente», sagte Brangs. Nötig seien aber Löhne, von denen Beiträge in die Sozialversicherung abgeführt und Ansprüche auf eine auskömmliche Rente erworben werden.

 

Quelle: FreiePresse.de vom 09.08.2018

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  • MINIJOBS

450-Euro-Grenze für Minijobs soll bleiben

 

Die Einkommensgrenze für Minijobs soll trotz des steigenden Mindestlohns bei 450 Euro im Monat bleiben. Das hat das Bundesarbeitsministerium mitgeteilt. Eine weitere Anhebung sei derzeit nicht vorgesehen und auch nicht Gegenstand des Koalitionsvertrages.

 

Wirtschaftsvertreter (...) fordern eine jährliche Anhebung der Einkommensgrenze für Minijobs entsprechend der Lohnentwicklung. (...) Die Sprecherin des Arbeitsministeriums sagte dazu, es sei von Beginn an sei die Maßgabe gewesen, eine Ausweitung der Minijobs zu begrenzen.

 

Quelle: Ihre-Vorsorge.de vom 09.08.2018

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  • BEFRISTUNG

Kirche in NRW schränkt sachgrundlose Befristungen ein

 

Wie katholisch.de (...) erfahren hat hat der Vermittlungsausschuss (...) beschlossen, dass künftig nur noch maximal 2,5 Prozent der Arbeitsverträge in kirchlichen Einrichtungen mit mindestens 75 Mitarbeitern sachgrundlos befristet werden.

 

Die zulässige Höchstdauer der Befristung wird von 24 auf 18 Monate reduziert. Die Regelung gilt ab dem 1. Januar 2019 so lange, bis neue bundesgesetzliche Regelungen zur sachgrundlosen Befristung in Kraft treten.

 

Quelle: Katholisch.de vom 08.08.2018

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  • LEIHARBEIT

Rund 1.200 Leiharbeiter verlieren ihren Job bei Daimler

 

Daimler stellt eine Produktionslinie um und drosselt deshalb den Arbeitstakt. (...) „Die Daimler-Beschäftigten aus der geschlossenen Produktionshalle wechseln dann in die andere Halle und die Leiharbeiter, die derzeit dort arbeiten, müssen gehen“.

 

„Mit der Anwendung des Systems der Leiharbeit lagert der Konzern die notwendige Flexibilität vollständig auf den Rücken der Leiharbeiter aus“, sagt Maßfeller.

 

Quelle: Badische Neueste Nachrichten online vom 08.08.2018

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  • MINIJOBS

Forderungen nach Anpassung der Einkommensgrenze für Mini-Jobs

 

CDU-Politiker und Wirtschaftsvertreter haben gefordert, die Einkommensgrenze für Minijobs jährlich der Lohnentwicklung anzupassen. Die Anhebung der 450-Euro-Grenze sei „längst überfällig“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges.

 

Sie verwies ebenso wie der CDU-Wirtschaftspolitiker Joachim Pfeiffer auf die regelmäßige Anpassung auch des Mindestlohns. Diese führt dazu, dass Unternehmen Mini-Jobber weniger Stunden als früher beschäftigen können.

 

Quelle: Täglicher Anzeiger online vom 08.08.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Midi-Job-Reform entlastet Geringverdiener kräftig

 

Die geplante Ausweitung der Midi-Jobs wird Geringverdiener kräftig entlasten. Dies zeigen Berechnungen des Finanzwissenschaftlers Frank Hechtner von der TU Kaiserslautern.

 

Die Bundesregierung will ab Anfang 2019 die Grenze, ab der Bürger volle Sozialabgaben zahlen müssen, von 850 auf 1.300 Euro Monatseinkommen anheben. (...) „Der Vorschlag ist reine Symbolpolitik“, heißt es in einem Positionspapier des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

 

Quelle: Hasepost.de vom 07.08.2018

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  • LOHNDUMPING

IG Bau warnt vor Lohnbetrug und Schwarzarbeit

 

Die Bau-Gewerkschaft in Deutschland warnt vor dem Anwerben von Arbeitnehmern aus Drittstaaten. Es bestünde die Gefahr, dass die Schwarzarbeit und der Lohnbetrug völlig außer Kontrolle gerät.

 

Obwohl in Berlin ein Bauboom herrscht, wird mehr als die Hälfte nur Teilzeit gearbeitet. Das ist jedoch völlig unglaubwürdig. Vielmehr geht man von Lohndumping aus. In der Praxis sieht das so aus, dass die Beschäftigten in Vollzeit arbeiten, dafür aber weniger als den Mindestlohn bekommen.

 

Quelle: Meistertipp.de vom 07.08.2018

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  • MULTIJOBBER

Ein Job reicht in Frankfurt oft nicht mehr zum Leben

 

In Frankfurt werden im Schnitt sehr gute Gehälter gezahlt. Das gilt aber nicht für alle Arbeitnehmer. Immer mehr müssen sich etwas hinzuverdienen, weil ihr Einkommen nicht reicht. Die Zahl der Menschen mit zwei oder mehr Jobs hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt.

 

Zu Beginn der Hartz-Reformen, als sogenannte geringfügig bezahlte Beschäftigungsverhältnisse aus der Steuer- und Sozialabgabenpflicht herausgenommen wurden, waren 24 557 Arbeitnehmer mit Nebentätigkeit in Frankfurt gemeldet. Bis 2017 ist diese Zahl auf 52 482 gestiegen.

 

Quelle: Frankfurter Neue Presse online vom 06.08.2018

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  • AUFSTOCKER

Unterstützungsbedarf trotz Vollzeitjob

 

Arbeiten und trotzdem Unterstützung vom Jobcenter bekommen? Das ist laut einer Mitteilung des Kreises Gütersloh alles andere als ein Einzelfall. Und zwar nicht nur bei Menschen, die in Teilzeit arbeiten, sondern auch bei Vollzeitbeschäftigten.

 

„Und vom Mindestlohn von 8,84 Euro die Stunde kann in Deutschland wenn überhaupt nur ein Single leben.“ Sobald Partner und vor allem Kinder mit im Spiel sind, muss das Jobcenter aushelfen.

 

Quelle: Die Glocke online vom 05.08.2018

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Immer mehr Nürnberger haben unsichere Jobs

 

(...) atypische Beschäftigung nimmt zu: In Nürnberg liegt dieser Anteil (gemessen an allen Beschäftigungsverhältnissen) bei 38,1 Prozent, in Erlangen bei 36,4 und in Fürth bei 36,8 Prozent.

 

Die drei mittelfränkischen Städte liegen damit leicht unter dem bayernweiten Schnitt von 38,3 Prozent. Betroffen davon sind vor allem Handel, Gastronomie, Bau, Pflege, Gebäudereinigung oder auch die Weiterbildungsbranche.

 

Quelle: Nordbayern.de vom 05.08.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Zahl der Sozialwohnungen sinkt weiter

 

Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland ist im letzten Jahr weiter gesunken. 2017 gab es nur noch 1,223 Millionen Wohnungen mit Mietpreisbindung für Geringverdiener und damit rund 46 000 weniger als im Vorjahr.

 

Im Jahr 2006, als die Zuständigkeit für den sozialen Wohnungsbau vom Bund auf die Länder überging, waren es noch rund 2,1 Millionen. Die Länder bekommen zwar Milliarden vom Bund für Sozialwohnungen, die Mittel sind bisher aber nicht zweckgebunden.

 

Quelle: N-TV.de vom 04.08.2018

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  • BEFRISTUNG

Die schlechten Jobs der NGOs

 

Das Bundesarbeitsministerium will sachgrundlose Befristungen einschränken. Dies könnte aber die Arbeit von NGOs und Ökoverbände erschweren. (...) Stellen im Ökobereich (...): Knapp 30 Prozent der ausgeschriebenen Stellen waren befristet.

 

Im NGO-Bereich ist ohnehin ein großer Teil der Stellen mit Grund befristet, weil es sich um Projektfinanzierungen handelt. Das neue Gesetz würde daran nichts ändern.

 

Quelle: taz.de vom 03.08.2018

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  • LOHNENTWICKLUNG

Verdienste in Deutschland gehen stark auseinander

 

Die Verdienste der Arbeitnehmer in Deutschland gehen regional weiter stark auseinander und bleiben im Osten klar unter dem Niveau im Westen. (...) Das geht aus einer Auswertung neuer Daten der Bundesagentur für Arbeit durch die Linke-Bundestagsfraktion hervor.

 

Im Ländervergleich Spitze sind die mittleren Verdienste in Hamburg mit 3619 Euro, wie die Statistik der Arbeitsagentur weiter ergab. (...) Schlusslicht der Länder ist Mecklenburg-Vorpommern mit 2391 Euro, knapp davor liegen Thüringen (2459 Euro) und Sachsen (2479 Euro).

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung online vom 03.08.2018

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  • TEILZEITFALLE

Ein neues Bündnis will die Altersarmut von Frauen bekämpfen

 

Ein neues Bündnis gegen Frauenaltersarmut engagiert sich gegen das soziale Abseits, das vielen Frauen im Alter droht. Der Initiative geht es auch darum, die Frauen frühzeitig auf die Gefahr der Altersarmut aufmerksam zu machen und zur Prävention anzuhalten.

 

Den ersten Schritt in Richtung Altersarmut machen Frauen nicht selten mit einem großen Glück: der Geburt eines Kindes. Das heißt nämlich für viele, dass sie als Mütter längere Zeit zur Erziehung zu Hause bleiben, in Teilzeit arbeiten und nie mehr in die Vollzeit zurückkommen.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 02.08.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Mindestlohn: Mehr Verstöße in NRW

 

Die (...) Zollverwaltung hat in Nordrhein-Westfalen 2017 deutlich mehr Verstöße gegen das Mindestlohngesetz entdeckt als im Vorjahr. Insgesamt seien deshalb im vergangenen Jahr (...) 489 Ordnungswidrigkeiten-Verfahren im Zusammenhang mit dem Mindestlohn (...) eingeleitet worden.

 

Die Zahl der Ordnungswidrigkeiten und die Höhe der Geldbußen nahm damit deutlich zu. Im Jahr 2016 führten die Untersuchungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit im gleichen Zusammenhang lediglich zu insgesamt 779 Ordnungswidrigkeitenverfahren, rund 500 weniger als 2017.

 

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger online vom 02.08.2018

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  • WERKVERTRÄGE

Umstrittener Werkvertrag für Leiharbeiter

 

Der Maillinger Käseabpacker Frischpack will nach Informationen unserer Zeitung ab sofort 30 Arbeitskräfte aus der Zeitarbeit nur noch über Werkverträge weiter beschäftigen. (...) Frischpack bezeichnet die Werkverträgler als „zeitgemäße Personalstruktur“.

 

Zum Hintergrund: Im Zuge der Reform des Arbeitgeberüberlassungsgesetzes (AÜG) vom April 2017 soll Zeitarbeit ab Oktober auf maximal 18 Monate begrenzt werden. Bislang durften Zeitarbeiter „vorübergehend“ überlassen werden, doch dieser Begriff war nie geregelt worden.

 

Quelle: OVB-online.de vom 01.08.2018

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  • MINIJOBS

Minijobben im Ruhestand ist bittere Realität

 

Dem jüngsten Armutsbericht der Bundesregierung zufolge gingen 2016 rund 1,4 Millionen Rentner einer Erwerbstätigkeit nach. In wachsender Zahl sehen sich Ruheständler gezwungen, durch Minijobs etwas hinzuzuverdienen.

 

Auch in Brandenburg ist das Thema Altersarmut längst angekommen. (...) 2016 waren in Brandenburg 8,9 Prozent der über 65-Jährigen von Armut bedroht, mehr als im ostdeutschen Durchschnitt (7,8).

 

Quelle: neues deutschland online vom 01.08.2018

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| © Markus Krüsemann | Kontakt: webmaster[at]miese-jobs.de