Letzte Beiträge

 

12/07/2018: Geringfügige Beschäftigung konnte auch 2017 wieder zulegen

 

Bei den Minijobs hielt die vertraute Entwicklung auch im zweiten Halbjahr 2017 an. Der Rückgang bei den ausschließlich geringfügig Beschäftigten traf auf eine ungebrochen steigende Nachfrage nach Minijobs im Nebenjob. Unterm Strich wurde damit zum Jahresende sogar das hohe Niveau von 2014 übertroffen - trotz Mindestlohn.

 

06/07/2018: Befristete Beschäftigung erreicht neuen Höchststand

 

Über neun Prozent mehr befristet Beschäftigte innerhalb eines Jahres, das sorgt für einen Rekordstand bei den Verträgen auf Zeit. Vor allem die Befristungen ohne Sachgrund legen kontinuierlich zu. Dagegen will die Bundesregierung endlich vorgehen, doch ihre Pläne bleiben arbeitsmarktpolitisches Stückwerk.

 

28/06/2018: Wenn man für den Mindestlohn nur das Mindeste übrig hat

 

1,4 Millionen Beschäftigte werden ab Januar einen höheren Mindestlohn erhalten. Wieder hat die Mindestlohnkommission mit den Tarifabschlüssen jongliert, um zu den jetzt vorliegenden Zahlenkompromissen zu gelangen. Das reicht nicht, um Geringverdienende vor Erwerbs- und Altersarmut zu schützen.

 

21/06/2018: Reallöhne blieben auch Anfang 2018 leicht im Plus

 

Die Nominallöhne sind auch im ersten Quartal 2018 moderat angestiegen. Dank der seit Anfang 2017 merklich höheren Inflationsrate bleibt es aber dabei, dass die Beschäftigten nur noch ein geringes Reallohnplus für sich verbuchen können.

 

Presseschau: aktuelle Medienberichte

  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn in Weiterbildung steigt

 

Wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Freitag mitteilte, wird der Branchenmindestlohn für das pädagogische Personal in der beruflichen Weiterbildung weiter angehoben. Darauf habe man sich zusammen mit Verdi und den Unternehmern geeinigt.

 

Für die nichtpädagogischen Mitarbeiter gilt der Branchenmindestlohn auch weiterhin nicht. Die GEW bezeichnete dies als »Wermutstropfen«.

 

Quelle: junge Welt online vom 17.07.2018

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  • TEILZEIT:

Trotz Lehrermangels arbeiten Tausende Lehrer in Teilzeit

 

Trotz Lehrermangels arbeiten Tausende Pädagogen in Mecklenburg-Vorpommern nur Teilzeit. Im gerade zu Ende gegangenen Schuljahr wurden an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen im Nordosten 5431 Teilzeitverträge mit Lehrkräften abgeschlossen.

 

Im Schnitt leisteten die Teilzeitlehrer 18,6 Wochenstunden. Vollzeit bedeutet zum Beispiel für einen Lehrer an der Regionalen Schule oder am Gymnasium 27 Unterrichtsstunden pro Woche. Grundschullehrer müssen 27,5 Stunden unterrichten.

 

Quelle: Focus online vom 16.07.2018

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  • NIEDRIGLÖHNE:

Spahn für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege

 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Pflegebranche angemahnt. Gehälter bis zu 3000 Euro im Monat und damit deutlich mehr als derzeit "sollten möglich sein", sagte Spahn.

 

Mit Blick auf den hohen Anteil an Leiharbeitern in der Pflege sagte Spahn, er hätte "lieber weniger Leiharbeit". Allerdings profitierten viele der derzeitigen Leiharbeiter wegen der hohen Nachfrage (...). Zugleich verteidigte Spahn private Investitionen in der Branche.

 

Quelle: Welt online vom 16.07.2018

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  • WERKVERTRÄGE

Gewerkschaft will im Namen von Werkvertrags-Arbeitern klagen

 

Niemand weiß genau, wie viele Menschen in Deutschland über einen Werkvertrag ihrer Arbeit nachgehen. Eines aber steht sehr wohl fest: Es gibt in vielen Branchen immer wieder Probleme mit dem arbeitsrechtlichen Instrument.

 

Angesichts anhaltender Missstände im Umgang mit ausländischen Werkvertragsarbeitern will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) wenn nötig für diese vor Gericht ziehen. (...) „Nur so kann sichergestellt werden, dass Mängel auch abgestellt werden (...)."

 

Quelle: NOZ.de vom 14.07.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Lohn der Tagesmütter liegt weit unter dem Mindestlohn

 

Nach Verbandsangaben betreuen Kindertagesmütter derzeit mehr als 20 000 Kinder im Südwesten. (...) Da sie in der Regel selbstständig arbeiten, fallen sie nicht unter den gesetzlichen Mindestlohn. Bezahlt werden sie von den Kommunen.

 

Unterm Strich verdienten die Tagesmütter und -väter in Baden-Württemberg aber durchschnittlich nur 4,08 Euro brutto pro Stunde, wie Philipp Liedl von der Steinbeis Angewandte Systemanalyse GmbH sagte, die eine repräsentative Studie erstellt hat.

 

Quelle: Badische Zeitung online vom 13.07.2018

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  • WERKVERTRÄGE

Studie: Noch viele Missstände im Umgang mit Werkarbeitern

 

Vor fünf Jahren hat eine Brandkatastrophe in Papenburg mit zwei toten rumänischen Arbeitern der Meyer Werft eine bundesweite Diskussion über den Umgang mit osteuropäischen Werkarbeitern angeheizt.

 

Es habe sich seitdem einiges geändert, aber es gebe auch noch viele Missstände, sagte Stefan Sell, Professor an der Hochschule Koblenz, der (...) eine Studie zum Thema Werkverträge erstellt hat. Es gebe zu wenig Kontrollen und die Strafandrohungen für die Unternehmen seien zu gering.

 

Quelle: Welt online vom 13.07.2018

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  • BEFRISTUNG

Hamburg stoppt Lehrerentlassungen über die Ferien

 

Verbesserungen für Lehrer mit befristeten Arbeitsverträgen in Sicht: Eine neue Regelung ermöglicht es, befristete Lehraufträge künftig auch über die Sommerferien hinaus abzuschließen.

 

Möglich wird das, wenn der Vertretungsbedarf, etwa für Elternzeit, Mutterschutz oder Erkrankung, über ein ganzes Schuljahr oder länger besteht. Eine Arbeitslosmeldung während der Ferienzeit durch die betroffene befristet eingestellte Lehrkraft entfällt damit.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 13.07.2018

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  • BEFRISTUNG

CSU hält an Befristung von Lehrerstellen fest

 

Fünf Prozent der bayerischen Lehrer – insgesamt 7000 – haben nur befristete Verträge. Wer während des Schuljahres eingestellt wird, meldet sich im August arbeitslos. Die SPD wollte diese Praxis beenden, scheiterte aber an der CSU-Mehrheit im Landtag.

 

Für SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen braucht Bildung ein Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Schülern und keine befristeten Verträge. Die Praxis, dass sich auch heuer wohl wieder fast 900 Lehrer im August arbeitslos melden, will Kohnen per Dringlichkeitsantrag stoppen:

 

Quelle: BR.de vom 12.07.2018

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  • PREKARISIERUNG

„Der Mindestlohn muss steigen“

 

Der Sozialverband VdK dringt darauf, Konsequenzen aus dem Landessozialbericht zu ziehen. Der hessische VdK-Landesvorsitzende Paul Weimann spricht im Interview über den Zusammenhang einer veränderten Arbeitswelt mit Armut.

 

"Wir sind dafür, dass es den Menschen in der Erwerbsphase möglich ist, eine ausreichende Altersvorsorge aufzubauen. Bei Teilzeitarbeit, Minijobs, Leiharbeit oder befristeten Arbeitsverhältnissen ist das nicht gewährleistet."

 

Quelle: FR online vom 12.07.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Wer verdient viel, wer wenig

 

Das geringste Gehalt beziehen in der aktuellen Gehaltsanalyse deutschlandweit Restaurant- und Küchenhilfen. (...) Auf Platz zwei der deutschen Geringverdiener folgt der Berufsstand der Frisöre mit einem Jahreseinkommen von 23.200 Euro gefolgt von Kellnern mit 23.600 Euro.

 

Erstmals tauchen auch Pflegekräfte in der Liste der zehn Berufe auf, die am wenigsten verdienen. Mit einem jährlichen Einkommen von 30.357 Euro verdienen Pflegeberufe damit noch weniger als Berufskraftfahrer, die mit 30.467 Euro jährlich leicht mehr erhalten.

 

Quelle: FAZ.net vom 11.07.2018

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  • BEFRISTUNG

Befristete Lehrerverträge sorgen für Frust

 

Nachdem der Thüringer Landtag den Doppelhaushalt 2018/2019 beschlossen hatte, gab sich Bildungsminister Helmut Holter (Linke) zuversichtlich. Damit könnten (...) Kolleginnen und Kollegen mit befristeten Verträgen unbefristete Stellen angeboten werden.

 

Das klang vielversprechend. Aber auch nicht mehr. Von der Realität werden die ministeriellen Ankündigungen kaum ­gedeckt. Erst 49 der 300 in den vergangenen beiden Jahren befristeten Verträge wurden entfristet.

 

Quelle: Thüringer Allgemeine online vom 11.07.2018

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  • BEFRISTUNG

Tausende Lehrer werden über die Sommerferien arbeitslos

 

Die Arbeitslosenquote bei Lehrern liegt im Jahresschnitt bei 1,3 Prozent (...). Alle Jahre wieder, im Sommer, aber verändert sich dieses Bild: Dann macht die Zahl arbeitsloser Lehrer einen gewaltigen Sprung, um im Herbst, wenn das neue Schuljahr beginnt, wieder abzusinken.

 

Die Ursache für den saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit, so formuliert es die Bundesagentur für Arbeit, "dürfte in befristet geschlossenen Arbeitsverträgen zu suchen sein". (...) Betroffen sind vor allem junge Lehrer:

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 10.07.2018

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  • BEFRISTUNG

Lehrerverband nennt Befristungen für Lehrer "schwer erträglich"

 

Tausende Lehrer werden zu Beginn der Sommerferien in die Arbeitslosigkeit entlassen - um danach wieder eingestellt zu werden. (...) Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält den Umgang mit befristet angestellten Lehrern (...) für einen Skandal.

 

"Viele Betroffene konnten gar kein Arbeitslosengeld beantragen, weil sie zu kurz beschäftigt waren, um überhaupt anspruchsberechtigt zu sein." Meidinger nannte es zudem "schwer erträglich", dass die Betroffenen zudem oft monatelang völlig in der Luft hingen, ob es einen Folgevertrag gebe.

 

Quelle: RP online vom 10.07.2018

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  • BEFRISTUNG

Der größte Befrister will weniger befristen

 

Die Bundesregierung will Arbeitgebern, die Arbeitsverträge befristen, zu Leibe rücken und realisiert dabei, dass sie selbst einer der größten Befrister ist. (...) Nun will sie daran allerdings etwas ändern, wie sich dem aktuellen Entwurf des Bundeshaushalts 2019 entnehmen lässt:

 

In den Ministerien und Behörden sollen insgesamt 16.000 neue Dauerstellen entstehen. Sie würden „auch zur Umwandlung von sachgrundlos befristeten Beschäftigungsverhältnissen in reguläre Beschäftigungsverhältnisse genutzt“, legt Finanzminister Olaf Scholz (...) dar.

 

Quelle: FAZ.net vom 09.07.2018

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  • BEFRISTUNG

Über 2000 befristete Arbeitsverträge - Senat will das ändern

 

Berlin beschäftigt in seinen Betrieben nach eigenen Angaben derzeit 2152 Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen, ohne einen konkreten Sachgrund für die Befristung zu nennen. Damit nutzt der Berliner Senat das umstrittene Instrument (...) bei rund der Hälfte aller ihrer Befristungen

 

Die Berliner Abgeordneten haben im November 2017 beschlossen, dass (...) für die Beschäftigten in den landeseigenen Unternehmen künftig grundsätzlich auf sachgrundlose Befristungen verzichtet werden soll. Nun hat der rot-rot-grüne Senat den Weg dafür endlich frei gemacht.

 

Quelle: Berliner Morgenpost online vom 09.07.2018

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  • BEFRISTUNG

Tausende Lehrer in Ferien ohne Gehalt

 

Im Südwesten wird über eine umstrittene Praxis für Vertretungslehrer debattiert. Das Land Baden-Württemberg etwa lässt befristete Arbeitsverträge von 3300 Lehrern zum Ende des Schuljahres für die Ferienzeit auslaufen.

 

Die Zahl bestätigte das Kultusministerium in Stuttgart auf Anfrage. Die meisten Betroffenen müssen sich deshalb für die Ferienzeit arbeitslos melden. Es sei keine Änderung an diesem Vorgehen geplant, erklärte eine Ministeriumssprecherin dieser Zeitung.

 

Quelle: Mannheimer Morgen online vom 09.07.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Mindestlohn im Schneckentempo

 

»Die Beschäftigten werden nun an der guten Lohnentwicklung der letzten Jahre teilhaben«, so DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. (...) Trotz dieser positiven Einschätzung bleibt das Grundproblem: Der Mindestlohn ist zu niedrig.

 

Im Vergleich zu westeuropäischen Ländern bleibt selbst der für 2020 vorgesehene Betrag von 9,35 Euro hinter den aktuellen Mindestlöhnen in Belgien (9,47 Euro), Irland (9,55 Euro), Niederlande (9,68 Euro), Frankreich (9,88 Euro) und Luxemburg (11,55 Euro) zurück.

 

Quelle: neues deutschland online vom 08.07.2018

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  • BEFRISTUNG

Befristete Arbeit in Bremen auf Höchststand

 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat aktuelle Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zur Entwicklung der befristeten Beschäftigung im Land Bremen ausgewertet. Das Ergebnis: ein neuer Höchststand.

 

Inzwischen seien 9,6 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse befristet, so der DGB. Die befristete Beschäftigung habe sich in den letzten 20 Jahren mehr als vervierfacht(...): 1996 waren laut DGB nur zwei Prozent aller Arbeitnehmer befristet beschäftigt.

 

Quelle: Weser Report online vom 07.07.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Keine Einigkeit beim Mindestlohn

 

Ist der Mindestlohn nun gut oder schlecht? Darüber streiten sich derzeit die Ökonomen (...). Dabei ist manches Thema rund um den Mindestlohn noch gar nicht so gut erforscht, wie eine Konferenz beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) diese Woche in Berlin zeigte.

 

Zum Beispiel die Auswirkung der Lohnuntergrenze auf Solo-Selbstständige. Ein Team des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) arbeitet derzeit dazu. Doch ist es bisher sehr vorsichtig mit seinen Erkenntnissen.

 

Quelle: neues deutschland online vom 06.07.2018

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  • MINIJOBS

Pschierer fordert höhere Lohnobergrenze für Minijobs

 

Minijobber sollen wegen des steigenden Mindestlohns mehr verdienen dürfen, fordert Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU). Denn wenn es bei der bisherigen Lohnobergrenze von 450 Euro bleiben sollte, hätte die Anhebung des Mindestlohns negative Folgen.

 

Minijobber würden nicht mehr verdienen, sondern müssten weniger arbeiten, was wiederum negative Folgen für die Arbeitgeber habe.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 06.07.2018

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  • TEILZEIT

Brückenteilzeit: Länder sind dafür

 

Ohne Änderungswünsche hat der Bundesrat der von der Bundesregierung geplante Einführung einer sogenannten Brückenteilzeit zugestimmt. (...) Der Entwurf wird nun an den Bundestag weitergeleitet, der ihn nach der Sommerpause erstmals beraten wird.

 

Die Brückenteilzeit soll es Teilzeitbeschäftigten ermöglichen, leichter in einen Vollzeitjob zu wechseln. Umgekehrt können danach aber auch Vollzeitbeschäftigte leichter auf Teilzeit gehen.

 

Quelle: Handwerksblatt.de vom 06.07.2018

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  • BEFRISTUNG

Hunderte Lehrer sind mit Ferienbeginn arbeitslos

 

In Hamburg enden nach Angaben der Schulbehörde in diesen Tagen 590 Verträge von befristet angestellten Lehrern an öffentlichen Schulen - für wie viele es nach den Sommerferien weitergeht, ist offen.

 

„Der Schulbehörde geht es einzig darum, zu Lasten der Lehrkräfte Geld zu sparen“, sagte GEW-Vize Frederik Dehnerdt. „Die meisten Lehrkräfte bekommen nach den Ferien erneut eine befristete Anstellung, so dass es überhaupt keinen sachlichen Grund gibt, hier mit Fristverträgen zu arbeiten.“

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 05.07.2018

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  • MINDESTLÖHNE

"Der Mindestlohn steigt nur unzureichend"

 

Die jetzt beschlossene Erhöhung ist unzureichend. Sie gewährt nur einen Inflationsausgleich. Die Arbeitnehmer werden überhaupt nicht am aktuellen Wohlstandszuwachs beteiligt.

 

Rückblickend waren die von der Kommission festgesetzten 8,50 Euro in jedem Fall zu niedrig angesetzt. Deswegen hätte die Erhöhung jetzt viel deutlicher ausfallen müssen. (...) Es gibt keinen ökonomischen Grund dafür, den Arbeitnehmern nicht auch einen Anstieg ihrer realen Kaufkraft zu gewähren.

 

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung online vom 05.07.2018

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Mehr Jobs – unter miesen Bedingungen

 

Im vergangenen Jahr hatten demnach 1,4 Millionen Menschen in Berlin einen sozialversicherungspflichtigen Job – fast 400 000 mehr als vor zehn Jahren. Gleichzeitig hat aber die atypische Beschäftigung zugenommen:

 

Fast vier von zehn Stadtbewohnern haben mittlerweile einen Minijob, einen Leiharbeitsvertrag, sind befristet angestellt oder in Teilzeit. Was sie eint, sind niedrigere Löhne und weniger Weiterbildung als Normalangestellte. Sie sind kaum abgesichert und haben oft Zukunftsängste.

 

Quelle: Tagesspiegel online vom 04.07.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Arbeitsminister will Rentenbeiträge für Geringverdiener senken

 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Bezieher geringer Einkommen entlasten durch niedrigere Rentenbeiträge ab dem kommenden Jahr. „Geringverdiener müssen mehr Geld in der Tasche haben“, sagte der SPD-Politiker.

 

Müssen bislang ab 850 Euro Monatseinkommen volle Sozialabgaben gezahlt werden, so solle diese Grenze auf 1300 Euro angehoben werden – ohne dass dabei die spätere Rente sinke. (...) Profitieren würden von der Idee ungefähr fünf Millionen Beschäftigte mit niedrigem Einkommen.

 

Quelle: FAZ.net vom 04.07.2018

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  • MULTIJOBBER

Arbeiten und Geld verdienen im Minijob

 

In keinem anderen Bundesland arbeiten so viele Menschen, die eigentlich schon einen Job haben, parallel noch in ­Minijobs wie in Baden-Württemberg. Das geht aus einer Auswertung des Statistischen Landesamts hervor.

 

Demnach übten 2017 (...) 10,7 Prozent der 4,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nebenher noch einen Minijob aus. (...) Das liegt an dem hohen Angebot einerseits und den hohen Lebenhaltungskosten andererseits, sagt eine Sprecherin der regionalen Arbeitsagentur.

 

Quelle: Stuttgarter-Nachrichten.de vom 04.07.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Stundenlohn rauf, Arbeitszeit runter

 

Die Menschen im Niedriglohnsektor verdienen deutlich besser. Doch eine Studie kommt nach SPIEGEL-Informationen zum Schluss: Das liegt nur zum Teil am Mindestlohn - denn der allein sorgt nicht für höhere Monatseinkommen.

 

Der Mindestlohn hat die Stundenlöhne deutlich nach oben getrieben (...). Allerdings hat er gleichzeitig dafür gesorgt, dass seine Empfänger nun kürzer arbeiten. (...) Nicht geklärt ist allerdings die Frage, weshalb die Arbeitszeit in dem Maße sinkt, in dem die Stundenlöhne steigen.

 

Quelle: Spiegel online vom 04.07.2018

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  • BEFRISTUNG

So viele befristete Arbeitsverträge wie nie

 

Die Zahl der Beschäftigten mit einem befristeten Arbeitsvertrag hat im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) waren im Jahr 2017 etwa 3,15 Millionen Menschen befristet beschäftigt.

 

Die Bundesregierung will laut dem Koalitionsvertrag den Anteil sachgrundloser Befristungen bei Arbeitgebern mit mehr als 75 Mitarbeitern auf 2,5 Prozent der Beschäftigten beschränken und die Höchstdauer dieser Befristungen von 24 auf 18 Monate verkürzen.

 

Quelle: Spiegel online vom 03.07.2018

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  • MINDESTLÖHNE

So wirkt sich der Mindestlohn auf das Wachstum aus

 

Der Mindestlohn in Deutschland erhöht Forschern zufolge das Wirtschaftswachstum um bis zu einem halben Prozent. Das geht aus einer Studie des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hervor.

 

Durch die höheren Löhne steige der Konsum um 0,5 bis 0,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt liege über einen Zeitraum von zehn Jahren durchgehend um 0,25 Prozent höher als ohne Mindestlohn.

 

Quelle: FAZ.net vom 03.07.2018

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  • TEILZEIT

Brückenteilzeit: Was das neue Gesetz im Detail beinhaltet

 

Wer nach (...) Teilzeit wieder in die ursprüngliche Vollzeit zurück wollte, war bislang auf die Kulanz des Arbeitgebers angewiesen. Den Wunsch auf Rückkehr in die Vollzeit musste dieser nur berücksichtigen, wenn eine freie Stelle zu besetzen war. Das wird sich nun ändern:

 

Arbeitnehmer, die mit dem Gedanken spielen, beruflich kürzer zu treten, sollten sich vorher genau erkundigen, welche Auswirkungen eine Verringerung der Stundenzahl auf das Gehalt haben würde. Denn wer Teilzeit arbeitet, verdient weniger und zahlt auch weniger in die gesetzliche Rente ein.

 

Quelle: Focus online vom 03.07.2018

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  • MINIJOBS

Verschwundene Millionen

 

Im deutschen Steuersystem verschwinden jährlich um die 60 Millionen Euro genau dort, wo es besonders unbürokratisch zugehen soll: bei den Minijobs. (...) Um (...) das Steuersystem transparenter zu machen, soll ein elektronischer Datenaustausch (...) eingeführt werden.

 

Der Bundesrechnungshof kritisierte schon im November 2010, dass der Fiskus bei Minijobs im Jahre 2008 etwa 60 Millionen Euro weniger eingenommen hatte, als zu erwarten gewesen wäre, wenn für alle diese Arbeitsentgelte Steuern abgeführt worden wären.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 02.07.2018

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  • MINIJOBS

Viele Mitarbeiter kennen ihre Rechte nicht

 

Insgesamt gehen hierzulande rund 7,5 Millionen Menschen einer geringfügigen Beschäftigung auf 450-Euro-Basis nach. (...) Rechtlich gesehen sind geringfügig Beschäftige Arbeitnehmer wie alle anderen auch.

 

„Wenigen ist bewusst, dass geringfügig Beschäftigte als Teilzeitbeschäftigte gelten“, sagt Kati Kunze (...). Viele geringfügig Beschäftigte bekommen keinen Arbeitsvertrag (...), und deshalb nehmen viele an, dass sie jede Arbeit erledigen müssen, die ihnen der Vorgesetzte aufträgt.

 

Quelle: Tagesspiegel online vom 02.07.2018

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  • MINDESTLÖHNE

DGB Nord rechnet mit mehr Mindestlohn-Kontrollen

 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Nord erwartet bei Unternehmen verstärkte Kontrollen zur Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns. Hintergrund ist der im Haushalt der Bundesregierung beschlossene Stellenausbau beim Zoll.

 

Der DGB Nord geht davon aus, dass fast jeder zehnte Arbeitnehmer in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, der Anspruch auf den Mindestlohn hat, zu wenig Lohn erhalte.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 01.07.2018

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  • BEFRISTUNG

Befristete Vertretungslehrer sind im Saarland die Ausnahme

 

Befristete Jobs für Lehrer sollen im Saarland die Ausnahme bleiben: Ziel des Bildungsministeriums sei es, möglichst alle Lehrkräfte unbefristet zu beschäftigen, teilte ein Sprecher des Ministeriums in Saarbrücken auf Anfrage mit.

 

Ein Großteil zunächst befristet Beschäftigter, die für die angestrebte Schulform voll ausgebildet seien, werde nach einer Dauer von ein bis zwei Jahren unbefristet übernommen, sagte der Ministeriumssprecher.

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung online vom 01.07.2018

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