Letzte Beiträge

 

06/12/2017: Millionen Beschäftigten wird der Mindestlohn vorenthalten

 

Beschäftigung unterhalb des Mindestlohns ist dank vieler Ausnahmeregelungen und großzügiger Übergangsfristen immer noch weit verbreitet. Hinzu kommen illegale Umgehungspraktiken. Sie sorgen mit dafür, dass die Zahl der Menschen, denen der Mindestlohn vorenthalten wird, weiterhin deutlich höher ist als offiziell vermutet.

 

01/12/2017: Warum viele Erwerbstätige unfreiwillig in Teilzeit arbeiten

 

Gut jede/r zehnte Erwerbstätige muss sich statt des gewünschten Vollzeitjobs mit einer Teilzeitstelle begnügen. Zuletzt hat derart unfreiwillige Teilzeit an Bedeutung verloren, doch ein nur auf diese Form der Unfreiwilligkeit fokussierter Blick übersieht eine Reihe von weiteren Zwängen, die vor allem Frauen in die ungewünschte Teilzeit treiben.

 

14/11/2017: Fast jede/r Zehnte von Erwerbsarmut betroffen. Und nun?

 

Eurostat-Daten zeigen, dass seit drei Jahren in Folge fast jede/r zehnte Erwerbstätige trotz Arbeit von Armut bedroht ist. Über die Ursachen dieser Entwicklung herrscht mehr oder weniger Klarheit. Wenn eine gegensteuernde Arbeitsmarktpolitik aber weiterhin ausbleibt, was bedeutet das für den generellen Stellenwert von Arbeit?

 

06/11/2017: Aufstocker - Das langsame Schrumpfen ging Anfang 2017 weiter

 

Seit einigen Jahren nun schon geht die Zahl der erwerbstätigen EmpfängerInnen von Hartz IV-Leistungen langsam aber recht stetig zurück. Doch gerade bei den Aufstockern mit höheren Erwerbseinkommen und bei den in Vollzeit Beschäftigten tut sich zu wenig. Abhilfe könnte von der Politik kommen.

 

Presseschau: aktuelle Medienberichte

  • LOHNENTWICKLUNG

Gehälter steigen schneller als Verbraucherpreise

 

Die Tarifbeschäftigten in Deutschland können auch in diesem Jahr damit rechnen, dass ihre Gehälter schneller gestiegen sind als die Verbraucherpreise. Mindestens drei von vier Arbeitnehmern sollten so preisbereinigt mehr Geld in der Tasche haben als im vergangenen Jahr.

 

Einschließlich der kollektiv vereinbarten Sonderzahlungen sind 2017 die Bruttogehälter im Schnitt um 2,3 Prozent gewachsen (...). Damit liegt die Verdienstentwicklung der Tarifbeschäftigten im Jahr 2017 rund 0,6 Punkte oberhalb der Preissteigerung. Ihre Reallöhne steigen.

 

Quelle: Handelsblatt online vom 12.12.2017

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  • BEFRISTUNG

Befristete Jobs sind in 20 Jahren um eine Million gestiegen

 

Die Zahl der befristet Beschäftigten in Deutschland hat innerhalb der vergangenen 20 Jahre um mehr als eine Million auf rund 2,8 Millionen im vergangenen Jahr zugenommen. Das geht aus einer Antwort des Statistischen Bundesamtes auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor.

 

Der Anteil der befristet Beschäftigten an allen abhängig Beschäftigten stieg seit 1996 von 6,4 auf 8,5 Prozent. Der Anteil wuchs mit leichten Schwankungen bis 2006 auf 8,4 Prozent und schwankte seither zwischen 8,2 und 8,9 Prozent.

 

Quelle: neues deutschland online vom 11.12.2017

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  • BEFRISTUNG

Befristung im Job erhöht Armutsrisiko

 

Befristet Beschäftigte verdienen deutlich weniger als Arbeitnehmer mit unbefristetem Vertrag, wie das gewerkschaftsnahe Forschungsinstitut WSI in einer Studie festgestellt hatte. So seien 2015 15,5 Prozent der befristet Beschäftigten zwischen 20 und 34 wegen eines Haushaltseinkommens unter 60 Prozent des Durchschnitts von Armut bedroht gewesen – aber nur 7,5 Prozent derjenigen mit Dauervertrag.

 

Betroffen seien besonders Menschen ohne Berufsausbildung sowie Uni-Absolventen – seltener dagegen Absolventen einer dualen Berufsausbildung oder einer Fachhochschule.

 

Quelle: T-Online.de vom 11.12.2017

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  • MINIJOBS

Rentenbeitrag im Minijob erhöht Rentenansprüche

 

Minijobs sind versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. (...) Der Minijobber selbst zahlt in der Regel zusätzliche 3,7 Prozent seines Gehalts an die Rentenkasse (...). Um diese Beiträge zu sparen, lassen sich Minijobber häufig von der Versicherungspflicht befreien.

 

Doch das kann ein Fehler sein, denn die Zeiten, in denen Minijobber selbst einzahlen, werden voll auf die Versicherungszeit angerechnet. Auf diese Weise können zum Beispiel Schüler und Studenten mit einem Minijob bereits etwas für ihre Altersvorsorge tun.

 

Quelle: Thüringer Allgemeine online vom 11.12.2017

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  • SOLO-SELBSTSTÄNDIGE

Selbstständig am Existenzminimum

 

Mit seinen Blumen bringt es Müller auf dem Markt, dreimal die Woche von sieben Uhr morgens bis drei Uhr mittags, auf kaum mehr als 1200 Euro brutto im Monat. Er ist geringverdienender Selbstständiger, trotz 50-Stunden-Woche:

 

In dieser Situation hadert der 48-Jährige am meisten mit den Beiträgen an die Krankenkasse: Als Selbstständiger freiwillig gesetzlich versichert, zahle er (...) 410 Euro monatlich. Der Gesetzgeber geht nämlich pauschal davon aus, dass Selbstständige rund 2230 Euro im Monat verdienen.

 

Quelle: FR online vom 09.12.2017

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  • MIESE JOBS

Ist jede Arbeit besser, als arbeitslos zu bleiben?

 

Eine britische Studie, die im August im International Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, macht nun klar, dass Arbeiten um jeden Preis vielleicht für Arbeitgeber und Steuerzahler gut sein mag, aber nicht für denjenigen, der sie ausführen muss.

 

Das Ergebnis bestätigt, dass der Wiedereintritt ins Arbeitsleben mit einem Job schlechter Qualität zu höheren Biomarkern für chronischen Stress führt als das Verbleiben in der Arbeitslosigkeit. Allerdings sieht das bei der körperlichen Gesundheit anders aus.

 

Quelle: Heise.de vom 08.12.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Bremer Mindestlohn bleibt

 

Der Mindestlohn in Bremen steigt leicht, von 8,80 Euro pro Stunde auf 8,84 Euro. Künftig wird im Bund bestimmt, wie hoch die Untergrenze hier ist. Doch an einer Stelle geht Bremen weiter als der Bund.

 

Bremens Mindestlohn gilt auch für zwei Gruppen, für die der Bundesmindestlohn nicht greift: Für junge Arbeitnehmer unter 18 Jahren und für Langzeitarbeitslose, die eine staatlich geförderte Beschäftigung aufnehmen.

 

Quelle: Weser Kurier online vom 07.12.2017

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  • MINIJOBS

Gewerkschaft fordert Sozialversicherungspflicht für Minijobs

 

Gewerkschaften im Norden haben eine Sozialversicherungspflicht für Minijobs gefordert. „Ab dem ersten Euro muss in die Sozialversicherung eingezahlt werden“, sagte der Vorsitzende des DGB Nord, Uwe Polkaehn, am Donnerstag in Kiel.

 

Nach 45 Jahren in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis entstehe aufgrund Versicherungsfreiheit nur ein Rentenanspruch von gut 163 Euro. Bei einer Sozialversicherungspflicht stiege die Summe laut Gewerkschaft auf etwa 225 Euro.

 

Quelle: SHZ.de vom 07.12.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Neuer Mindestlohn 2 für Dachdecker

 

Für Dachdecker gelten ab Anfang nächsten Jahres zwei unterschiedliche Mindestlohnstufen. (...) So gilt der bisherige Mindestlohn für Dachdecker künftig nur noch für Ungelernte. Gewerbliche Facharbeiter erhalten dagegen den neuen Mindestlohn 2.

 

Dabei wird der Mindestlohn von derzeit 12,25 Euro pro Stunde auf 12,20 Euro reduziert. (...) Der Mindestlohn 2 beläuft sich auf 12,90 Euro ab 1. Januar 2018 und erhöht sich ab 1. Januar 2019 auf 13,20 Euro pro Stunde.

 

Quelle: Meistertipp.de vom 07.12.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Arbeitgeber tricksen beim Mindestlohn

 

Mehr Menschen als bislang bekannt arbeiteten in den vergangenen Jahren unterhalb des Mindestlohns. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

 

Demnach seien 2015, direkt nach der Einführung der gesetzlichen Lohnuntergrenze, noch 2,1 Millionen Beschäftigte schlechter bezahlt worden als 8,50 Euro pro Stunde. Auch im ersten Halbjahr 2016 hätten 1,8 Millionen Menschen keinen Mindestlohn bekommen.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 06.12.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Linksfraktion will Selbstständige in der GKV entlasten

 

Die Linksfraktion hat einen Antrag in den Deutschen Bundestag eingebracht, um geringverdienende Selbstständige (...) zu entlasten. In dem Antrag (...) wird auf dringenden Handlungsbedarf bei den etwa sechs Millionen freiwillig in der GKV Versicherten verwiesen.

 

Das Problem liegt (...) im Mindestbeitrag. So werde bei Selbstständigen grundsätzlich angenommen, dass sie ein fiktives Einkommen von 4.425 Euro im Monat haben (...). „Hunderttausende Selbstständige haben aber tatsächlich ein deutlich geringeres Einkommen“.

 

Quelle: Versicherungsjournal.de vom 06.12.2017

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Barmer: Leiharbeit und befristete Jobs machen krank

 

Arbeitnehmer in Leiharbeit und befristeten Beschäftigungsverhältnissen sind besonders stark von psychischen Erkrankungen betroffen.

 

Laut dem neuen Gesundheitsreport der Barmer Krankenkasse lagen 2015 die Krankenstände wegen psychischen Störungen­ bei Arbeitnehmern in Leiharbeit sowie in befristeten Beschäfti­gungs­verhältnissen um 30 Prozent höher­ als bei Arbeitnehmern in unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 06.12.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Geringverdienern droht Altersarmut

 

Geringverdiener haben es in Deutschland nicht nur während ihres Arbeitslebens schwer - im Rentenalter sind sie im Vergleich zu Arbeitnehmern in anderen Industriestaaten besonders schlecht abgesichert. Das geht aus einer neuen Studie der (...) OECD hervor.

 

"Die enge Verbindung von Einkommen und Rentenansprüchen sowie das Fehlen von Grund- und Mindestrenten bedeuten, dass Niedrigverdiener und solche mit geringen Beitragszeiten von Altersarmut bedroht sind", heißt es dazu.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 05.12.2017

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  • BEFRISTUNG

Lehrer klagt gegen den Freistaat

 

Golla ist einer von hunderten fertig ausgebildeten Lehrern in Bayern, die keine feste Stelle haben. (...) Er hat den siebten Jahresvertrag, der im September 2018 ausläuft. (...) Im Schnitt sind nach Angaben des Ministeriums rund drei Prozent der Lehrer an Bayerns Schulen befristet.

 

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) kalkuliert mit ganz anderen Zahlen. Der stellvertretende Verbandsvorsitzende Gerd Nitschke schätzt, dass in Spitzenzeiten bis zu zehn Prozent der Lehrer keinen festen Vertrag haben.

 

Quelle: Augsburger Allgemeine online vom 05.12.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Rund 900.000 Hessen von Armutsrisiko betroffen

 

Rund 900.000 Menschen gelten in Hessen als armutsgefährdet, das ist jeder siebte Hesse. Sie beziehen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens von zuletzt 988 Euro im Monat. Das geht aus dem Landessozialbericht vor, den Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Montag in Wiesbaden vorgestellt hat.

 

Das Armutsrisiko ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. (...) Alleinerziehende Mütter sind besonders bedroht, da sie oft ohne gute Ausbildung und im Niedriglohn-Sektor beschäftigt sind.

 

Quelle: Hessenschau.de vom 04.12.2017

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  • BEFRISTUNG

Befristung für späteres Studium ist zulässig

 

Eine Befristung ist auch zulässig, wenn sie auf Wunsch des Angestellten zustande kommt (...). Allerdings ist der Mitarbeiter dann auch daran gebunden. Klägerin in dem Fall war eine Frau, die mit ihrem Arbeitgeber ein befristetes Arbeitsverhältnis vereinbart hatte.

 

Grund dafür war, dass sie nach Ende des Arbeitsvertrag studieren wollte. Später änderte sie ihre Meinung und wollte nun ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Der Arbeitgeber lehnte das ab, daraufhin zog die Frau vor das Arbeitsgericht Freiburg - und scheiterte.

 

Quelle: FR online vom 04.12.2017

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  • SOLO-SELBSTSTÄNDIGE

Paketboten unter Druck

 

Der Boom des Online-Versandhandels hat das Paketgeschäft durcheinandergewirbelt. Branchenprimus DHL und Konkurrenten wie UPS , Hermes und DPD finden gar nicht genug Zusteller, um das enorme Marktwachstum abzudecken.

 

Der enorme Druck auf die Branche und der Personalmangel sorgten teils für „wenig durchsichtige Beschäftigungsverhältnisse“ (...). Für angebliche „Solo-Selbständige“ gelten dabei die Arbeitszeitgrenzen von maximal zehn Stunden und der Mindestlohn nicht.

 

Quelle: FAZ.net vom 04.12.2017

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  • TEILZEIT

Weg mit der Falle!

 

Ein Rückkehrrecht in Vollzeit trifft aus zwei Gründen den Nerv der Zeit. Erstens könnte so Arbeitszeit-Flexibilität über den Lebensverlauf hinweg ermöglicht werden. Menschen sind in unterschiedlichen Lebensphasen verschieden stark belastet.

 

Zweitens würde ein Rückkehrrecht dazu beitragen, die starre Trennung von Teilzeit und Vollzeit aufzulösen. In Teilzeit gibt es oft geringere Löhne, weniger Weiterbildungsmöglichkeiten und schlechtere Karriereoptionen.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 03.12.2017

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  • PREKARISIERUNG

Erwerbslage von Kulturschaffenden prekär

 

Die Erwerbslage von Kulturschaffenden in Deutschland ist laut eines Medienberichts insgesamt weiter prekär. Das geht aus den Zahlen der Künstlersozialkasse hervor.

 

Demnach verdient ein Maler mit seiner Kunst im Durchschnitt weniger als 12.000 Euro im Jahr. Ein Opernsänger komme auf 11.200 Euro und ein experimenteller Künstler auf lediglich 9.100 Euro im Schnitt. Und das, obwohl die Einkommen aus künstlerischen Tätigkeiten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent gestiegen sind.

 

Quelle: Deutschlandfunk.de vom 03.12.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Billiger als Zeitarbeiter

 

In Cottbus bestreikt Verdi die Altenheime von Pro Seniore (...). Der überwiegende Teil der Beschäftigten hatte seit 2006 keine Lohnerhöhungen erhalten, obwohl Heimbewohner und Kostenträger jährlich mehr für Pflege- und Betreuung zahlen müssen.

 

Die beiden Einrichtungen wiesen in den Jahresabschlüssen von 2015 einen Gewinn von über 500.000 Euro aus. Diese Ergebnisse würden wesentlich höhere Löhne und Gehälter ermöglichen, erklärte der Gewerkschafter.

 

Quelle: junge Welt online vom 02.12.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Hier sind wir das Billiglohnland

 

Durch Dumpinglöhne in Deutschland werden in Dänemark Tausende Jobs vernichtet (...). „Die Wahrnehmung hierzulande ist ja immer: Wir sind das Hochlohnland (...) Hier im Grenzgebiet ist es anders – da ist Deutschland für Dänemark das Problem.“

 

Während es etwa bei Ingenieuren keine allzu großen Differenzen gab, verdienten niedriger Qualifizierte in Deutschland zum Teil nicht einmal halb so viel wie beim nördlichen Nachbarn. Zum Beispiel bei Speditionen oder in der Fleischindustrie.

 

Quelle: Magazin-Mitbestimmung.de vom 01.12.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

„Der Staat ist jetzt erpressbar“

 

Der Staat hat sich (...) nicht nur weitgehend aus dem sozialen Wohnungsbau verabschiedet, sondern zugleich einen riesigen Niedriglohnsektor geschaffen. Die Folgen werden jeden Tag offensichtlicher: (...) Für Geringverdiener wird das Wohnen dabei zur Existenzfrage.

 

Die Privatisierung von Wohnungsbeständen des Bundes, der Länder und vieler Kommunen hat die wohnungspolitischen Handlungsmöglichkeiten vielerorts massiv reduziert. Der Staat ist dann in Notsituationen erpressbar.

 

Quelle: Freitag.de vom 01.12.2017

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  • MINIJOBS

Immer mehr Senioren bessern Rente mit Minijob auf

 

Immer mehr Senioren bessern ihre Rente mit einem Minijob auf. Zum Stichtag 31. März 2017 gingen 14 606 über 65-Jährige im Nordosten einer geringfügigen Beschäftigung nach, fast 1500 mehr als ein Jahr zuvor.

 

Die Zahl ist ein neuer Höchststand. Am 31. März 2011 waren den Angaben zufolge landesweit 9526 Minijobber im Rentenalter registriert. Seither steigt ihre Zahl stetig.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 01.12.2017

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  • PREKARISIERUNG

Prekärer Jobboom

 

Ebenfalls am Donnerstag meldete die Bundesagentur rund 747.000 offene sozialversicherungspflichtige Stellen im vergangenen Monat. (...) Ein Blick in das Zahlenwerk zeigt allerdings: Es ist vor allem der prekäre Arbeitsmarkt, der wächst.

 

So fällt mit mehr als 293.000 Jobangeboten mehr als jedes dritte in die Kategorie »sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen«. Das Gros davon, fast 250.000 Stellen, sind Angebote von Zeitarbeitsfirmen.

 

Quelle: junge Welt online vom 01.12.2017

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  • BEFRISTUNG

Befristete Arbeitsverträge werden zum Regelfall

 

In Deutschland gibt es verschiedene Möglichkeiten, Arbeitsverträge zu befristen (...) – und findige Arbeitgeber, die teils überschwänglich davon Gebrauch machen. Eigene Regeln gibt es nicht nur für junge Mediziner, die immer wieder über „Kettenbefristungen“ und Ausnutzung klagen.

 

Auch nahezu der gesamte wissenschaftliche Nachwuchs an Hochschulen ist mit Verfallsdatum beschäftigt. Darüber hinaus macht es das Teilzeit- und Befristungsgesetz möglich, Beschäftigte generell nur auf Zeit einzustellen, was der öffentliche Dienst und die private Wirtschaft reichlich nutzen.

 

Quelle: Südwest Presse online vom 01.12.2017

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| © Markus Krüsemann | Kontakt: webmaster[at]miese-jobs.de