Letzte Beiträge

 

23/06/2017: Reallöhne im ersten Quartal 2017 kaum noch gestiegen

 

Nach drei Jahren in Folge mit erkennbar gestiegenen Reallöhnen lassen die Zahlen aus dem ersten Quartal 2017 Zweifel aufkommen, ob das so weitergeht. Zwar blieb die Entwicklung der Nominallöhne weiterhin positiv stabil, doch eine anziehende Inflationsrate sorgte dafür, dass das Lohnplus bei den abhängig Beschäftigten am Ende ziemlich mager ausfiel.  ->

 

16/06/2017: Von den wundersamen Wirkungen des Mindestlohns

 

Was wurde im Vorfeld der Mindestlohneinführung nicht alles spekuliert, gedroht, befürchtet und verheißen. Mittlerweile herrscht weitgehend Klarheit: Die Negativwirkungen sind geringer als selbst von Optimisten erwartet, die positiven Folgen überraschend zahlreich, und einige Effekte hatten, wenn überhaupt, wohl nur die Wenigsten erwartet. Wie wundersam.  ->

 

05/06/2017: Auch 2016 nur noch schwache Tarifbindung von Beschäftigten

 

Seit einigen Jahren arbeitet nur noch etwa die Hälfte aller Beschäftigten in Betrieben, für die ein Branchentarifvertrag gilt. Das war auch 2016 nicht anders. Die Tarifflucht von Unternehmen ist in den letzten Jahren zwar abgeflaut. Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht, denn eine Wende zum Besseren ist nicht in Sicht.  ->

 

26/05/2017: BA vermittelte auch 2016 ein Drittel der Arbeitslosen in Leiharbeit

 

Hauptsache die Quote stimmt? Nach Kritik hatte die Bundesagentur für Arbeit (BA) von Fehlentwicklungen gesprochen und Korrekturen bei der Vermittlung Arbeitsloser in Aussicht gestellt. Genutzt hat das offensichtlich wenig. Auch 2016 wurde fast jede/r dritte Arbeitslose in vergleichsweise schlecht bezahlte und oft nur kurz dauernde Leiharbeitsjobs vermittelt.  ->

 

Aktuelle Medienberichte

  • NIEDRIGLÖHNE

So lebt es sich im "Niedriglohn-Land"

 

Vor der Bundestagswahl startet MDR SACHSEN-ANHALT eine Reportage-Serie über Menschen, die Niedriglohn verdienen und sich oft nur mit mehreren Jobs oder staatlicher Hilfe über Wasser halten können. Teil 2 der Serie.

 

Angelika Finger will weg vom Hartz IV. Kein Minijobben und Aufstocken mehr. Was sie sucht: Arbeit, von der man leben kann. Im Niedriglohnbereich geht das nur mit einem Vollzeit-Job von 40 Stunden pro Woche.

 

Quelle: MDR.de vom 24.06.2017

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  • TEILZEIT

Frauen in der Teilzeitfalle

 

Das traditionelle Rollenbild ist in Deutschland noch immer weit verbreitet. Gründet ein Paar hierzulande eine Familie, ist es meistens die Frau, die auf eine Teilzeitstelle geht. Die Folgen hiervon können jedoch fatal sein.

 

Die Folgen der Teilzeitfalle seien niedrigere Stundenlöhne, geringere Karrierechancen und schlechtere Rentenaussichten. Auch im privaten Bereich wirke sich die Teilzeitfalle aus: Frauen würden die unbezahlte Arbeit im Haushalt oft zu großen Teilen übernehmen.

 

Quelle: Lübecker Nachrichten online vom 23.06.2017

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  • BEFRISTUNG

SPD: Soziale Gerechtigkeit, aber bitte nicht konkret!

 

"Zeit für mehr Gerechtigkeit" - heute wäre sie im Bundestag da gewesen. Doch die SPD hat sie verstreichen lassen und gegen den Gesetzentwurf der Linken gestimmt, der eine Abschaffung der sogenannten "sachgrundlosen" Befristung vorsieht.

 

Dabei ist die Abschaffung der "sachgrundlosen" Befristung eigentlich eines der großen Themen von Martin Schulz. Sie ist eine der zentralen Forderungen im Entwurf des SPD-Wahlprogramms (...). Doch Papier ist geduldig, schließlich stand Gleiches auch schon 2013 im SPD - Wahlprogramm.

 

Quelle: daserste.ndr.de vom 23.06.2017

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  • PREKARISIERUNG

Es droht die Abstiegsgesellschaft

 

Der Paritätische Gesamtverband kommt in seinem Jahresgutachten 2017 zur sozialen Lage in Deutschland zu einem alarmierenden Fazit: „Der soziale Zusammenhalt in Deutschland erodiert.“

 

Trotz einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wachse die Zahl der atypischen Beschäftigten, insbesondere bei jüngeren Menschen. Der Verband stellt fest, dass eine atypische Beschäftigung häufig prekär und mit „akuter und drohender Armut verbunden“ sei.

 

Quelle: Hintergrund.de vom 22.06.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Bonn fordert Mindestlohn von zwölf Euro

 

Laut einer Erhebung des Eduard Pestel Instituts (...) beziehen rund 40 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region Düsseldorf ein Bruttoeinkommen von unter 2500 Euro und weitere sechs Prozent haben nur einen Minijob (NRZ von Dienstag).

 

Bei dem heutigen Rentensystem heißt es in der Erhebung (...), dass hier im Jahr 2030 exakt 57,1 Prozent aller Rentnerinnen und Rentner weniger als 1000 Euro im Monat zum Leben haben werden. Über der Hälfte der heute Beschäftigten stünde also Armut im Alter bevor.

 

Quelle: NRZ.de vom 22.06.2017

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  • MINIJOBS

Forscher fordern Gleichstellung von Minijobs

 

Das Autorenteam um Professor Dr. Gerhard Bosch und Dr. Claudia Weinkopf entwickelt ein konkretes Konzept, um Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen. Die Kleinst-Arbeitsverhältnisse sollen nicht durch Fehlanreize zur Dauererwerbsform werden.

 

Anders als die meisten anderen Reformvorschläge hat sich das IAQ-Team auch mit den unterschiedlichen Zielgruppen befasst, da geringfügige Beschäftigung offensichtlich in unterschiedlichen Lebenslagen und für unterschiedliche Altersgruppen attraktiv ist.

 

Quelle: RP online vom 21.06.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Arbeitskammer warnt vor Altersarmut

 

Die Altersarmut nimmt im Saarland in den kommenden Jahren dramatische Züge an. Zu dieser Einschätzung kommt die Arbeitskammer (AK) des Saarlandes (...). Die Arbeitskammer betont in ihrem Bericht, dass die Altersarmut in erster Linie wegen der sinkenden Rentenansprüche zunehmen wird.

 

Außerdem sei die so genannte prekäre Beschäftigung im Saarland weit verbreitet. So würden knapp 20 Prozent aller Arbeitnehmer nur einen Niedriglohn von weniger als zehn Euro pro Stunde erhalten.

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung online vom 20.06.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Berliner Mindestlohn steigt auf 9,00 Euro

 

Der Berliner Mindestlohn wird von 8,50 auf 9 Euro die Stunde angehoben. Das beschloss der Senat am Dienstag. Das Mindestentgelt gilt für alle Mitarbeiter der Verwaltung, der Landesbetriebe und im öffentlich geförderten Beschäftigungssektor. Zudem müssen ihn alle Unternehmen ihren Mitarbeitern zahlen, die sich um öffentliche Aufträge des Landes bewerben.

 

In den Unternehmen, die Aufträge vom Land übernehmen, geht es Pop zufolge um einige Tausend Menschen, die zum Teil in nicht tarifgebundenen Firmen arbeiten. (...) In Berlin gibt es rund 1000 Vergabestellen, die öffentliche Aufträge vergeben.

 

Quelle: Welt online vom 20.06.2017

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  • MINIJOBS

Viele Minijobber bekommen nicht, was ihnen zusteht

 

Nach einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gezeigt erhielt nur knapp jeder zweite Minijobber den gesetzlichen Mindestlohn. Und viele werden auch um die ihnen zustehenden Sozialleistungen wie Urlaubsgeld oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gebracht.

 

Der gesetzliche Mindestlohn gilt auch für Minijobber. Der Arbeitgeber muss jede Arbeitsstunde mit 8,84 Euro entlohnen. Der Rahmen von 450 Euro ist also mit 50,9 Stunden pro Monat ausgeschöpft.

 

Quelle: WAZ online vom 20.06.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Sozialverband beklagt Lohngefälle in Deutschland

 

Der Sozialverband VdK Deutschland hat zunehmendes Lohngefälle in Deutschland beklagt. (...) 40 Prozent der Beschäftigen hätten seit Mitte der 1990er Jahre real weniger auf dem Gehaltszettel.

 

Die Lohnungleichheit sei ungerecht. Einkommensarmut sei Ursache für Altersarmut. «Deshalb brauchen wir eine neu ausgerichtete Arbeitsmarktpolitik», forderte Sing. Minijobs, Leih- und Zeitarbeit, befristete Jobs und der Niedriglohnsektor müssten eingeschränkt werden.

 

Quelle: Stern online vom 19.06.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Nahles will Lohngefälle in Deutschland verkleinern

 

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will das Lohngefälle in Deutschland verkleinern. „Das kann nicht so bleiben“, sagte die SPD-Politikerin. Sie kündigte an, dass einem Gespräch mit Spitzenvertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Sozialverbänden zu dem Thema weitere Treffen folgen sollten.

 

Nahles sagte (...) weiter, dass seit Mitte der 90er Jahre die oberen 60 Prozent Einkommenszuwächse gehabt hätten, die unteren 40 Prozent aber nicht.

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung online vom 19.06.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Wie Martin Schulz die Normalverdiener entlasten will

 

Um 15 Milliarden Euro will die SPD kleine und mittlere Einkommen entlasten und Reiche stärker zur Kasse bitten. (...) Den Solidaritätszuschlag für kleine und mittlere Einkommen will er abschaffen, den Spitzensteuersatz von 42 auf 45 Prozent anheben.

 

Geringverdiener bis zu einem Monatseinkommen von 1300 Euro sollen zudem im Bereich der Sozialbeiträge entlastet werden. (...) Bislang würden die „oberen Schichten privilegiert“, sagte Schulz (...). Es müsse Schluss damit sein, dass der Staat „Geschenke an die Reichen“ verteile.

 

Quelle: FAZ.net vom 19.06.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Nahles will höhere Löhne für Sozialberufe durchsetzen

 

Andrea Nahles (SPD) will höhere Löhne für Altenpfleger und andere Sozialberufe notfalls auch per Gesetz durchsetzen. (...) Die Ministerin will am Montag mit Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und Kirchen über einen Pakt für anständige Löhne verhandeln.

 

Die unteren 40 Prozent der Einkommensgruppen hätten seit 1995 real weniger auf dem Gehaltszettel gehabt, sagte Nahles weiter. Betroffen seien vor allem Beschäftigte in der Dienstleistungs- und Sozialbranche und dadurch besonders häufig Frauen.

 

Quelle: Welt online vom 19.06.2017

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  • LEIHARBEIT

Überlastung treibt Krankenpflegekräfte in die Leiharbeit

 

Immer mehr Krankenpfleger wechseln von ihrer Festanstellung in die Leiharbeit, weil sie sich als feste Kräfte überlastet fühlen. Das ergaben Recherchen von NDR 1 Niedersachsen und "Hallo Niedersachsen".

 

Offenbar sind die Arbeitsbedingungen in den Kliniken mittlerweile so schlecht, dass viele Krankenpflegekräfte nur noch den Weg in die Leiharbeit sehen, weil sie sich so besser vor Mehrarbeit geschützt sehen.

 

Quelle: NDR.de vom 18.06.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Knapp jeder vierte Arbeitnehmer erhält Niedriglohn

 

Der Anteil der Arbeitnehmer, die in Deutschland einen Niedriglohn beziehen, ist im europäischen Vergleich hoch. So verdienen 22,5 Prozent der Beschäftigten unter der Niedriglohnschwelle von 10,50 Euro pro Stunde.

 

Im Euroraum insgesamt kommen nur 15,9 Prozent der Arbeitnehmer mit Niedriglohn nach Hause und haben aber mehr in der Tasche als deutsche Niedriglöhner: Im Euroraum beginnt der Niedriglohn erst unterhalb von 14,10 Euro.

 

Quelle: RP online vom 17.06.2017

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  • PREKARISIERUNG

Ver.di warnt vor millionenfacher Altersarmut

 

Selbst wenn sie 45 Jahre Beiträge zahlen, erwartet fast ein Drittel der Arbeitnehmer ab 2030 eine Rente unter 800 Euro. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Gewerkschaft Ver.di.

 

Laut der Studie (...) ist davon auszugehen, dass bei dem derzeit gesetzlich möglichen Absinken des Rentenniveaus auf 43 Prozent bis 2030 selbst bei 45 Jahren Beitragzahlung rund 30 Prozent der Arbeitnehmer im Westen Deutschlands nur mit einer Rente von bis zu 800 Euro rechnen könnten. Im Osten liege dieser Wert sogar bei knapp 40 Prozent.

 

Quelle: Spiegel online vom 16.06.2017

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  • BEFRISTUNG

Befristeter Arbeitsvertrag nur bei ernsthafter Absicht zur Weiterbildung

 

Krankenhäuser müssen Ärzten in Weiterbildung auch tatsächlich eine angemessene Weiterbildung anbieten. Andernfalls ist eine Befristung des Arbeitsvertrages unwirksam, so dass der Arzt Anspruch auf eine feste Stelle hat, urteilte jetzt das Bundesarbeitsgericht.

 

Die Befristung der Arbeitsverträge von Ärzten in Weiterbildung ist nach einem entsprechenden Sondergesetz ausdrücklich zulässig. Danach gilt die Weiterbildung als "sachlicher Grund" (...). Voraussetzung ist aber, dass die beabsichtigte Weiterbildung die Beschäftigung prägt.

 

Quelle: Ärzte Zeitung online vom 16.06.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Berlin zieht beim Mindestlohn knapp am Bund vorbei

 

Als Berlin 2013 voranging und ein Landesmindestentgelt einführte, war das ein wichtiges bundesweites Signal. Nun erhöht Berlin erstmals diesen Mindeststundensatz für den öffentlichen Sektor und zieht an der Bundesregelung vorbei.

 

Allerdings fällt das Plus mit 16 Cent pro Arbeitsstunde auf neun Euro moderat aus. Viele Betroffene hätten von einer rot-rot-grünen Landesregierung sicherlich mehr erwartet, immerhin hat Rot-Grün in Schleswig-Holstein vor wenigen Monaten den Mindestlohn auf 9,99 Euro angehoben.

 

Quelle: Berliner Morgenpost online vom 15.06.2017

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  • BEFRISTUNG

Befristungen steigen rasant in SPD-Ministerien

 

Die SPD geißelt befristete Arbeitsverhältnisse. Umso brisanter sind deshalb neue Zahlen über Zeitverträge in verschiedenen Bundesministerien. (...) Denn ausgerechnet in den SPD-geführten Ministerien (...) legte die Zahl der Befristungen zuletzt besonders stark zu.

 

Im Familienressort wuchs die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse zwischen 2013 und 2016 um rasante 37,5 Prozent auf insgesamt 440. (...) Im Arbeitsministerium von Parteifreundin Andrea Nahles stieg die Zahl der befristet Beschäftigten im selben Zeitraum um 26 Prozent.

 

Quelle: FAZ.net vom 15.06.2017

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  • LEIHARBEIT

Höhere Fehlzeiten bei Zeitarbeit

 

Zeitarbeiter in Sachsen haben höhere krankheitsbedingte Fehlzeiten als konventionell Beschäftigte. Mit durchschnittlich 20,6 Fehltagen waren sie im vergangenen Jahr etwa 5,5 Tage mehr krankgeschrieben.

 

Durchschnittlich 4,9 Tage fehlten sächsischen Zeitarbeitnehmer aufgrund von Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfällen und ähnlichem. Im Vergleich zu anderen Beschäftigten (2,5 Tage) fehlten sie damit fast die doppelte Zeit.

 

Quelle: TK.de vom 14.06.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Wenn Erntehelfer um den Mindestlohn gebracht werden

 

Seit zwei Jahren steht auch Erntehelfern der Mindestlohn zu - für die Arbeit auf hessischen Spargelfeldern zum Beispiel. Das heißt nicht, dass ihn auch alle erhalten.

 

Doch der Mindest-Stundenlohn bleibt Theorie. Denn statt nach Arbeitszeit zahlt sein Arbeitgeber immer wieder auch nach Menge des geernteten Spargels. Dann kommt nach Popescus Erfahrung deutlich weniger heraus, als ihm mit Mindestlohn zusteht.

 

Quelle: Hessenschau.de vom 14.06.2017

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  • BEFRISTUNG

Jeder zehnte Arbeitnehmer hat Job auf Zeit

 

Inzwischen haben 3,2 Millionen Menschen nur ein befristetes Arbeitsverhältnis, so steht es in einer aktuellen Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), die dieser Redaktion vorliegt. Das seien gut neun Prozent aller Beschäftigten.

 

Mehr noch: 42 Prozent und damit fast die Hälfte aller neu abgeschlossenen Arbeitsverträge, würden zunächst nur befristet abgeschlossen, heißt es in der Studie weiter. Vor gut 30 Jahren (...) waren gerade einmal zwei Prozent aller neuen Stellen befristet.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 14.06.2017

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  • LOHNDUMPING

Zahlen viele Gastronomen Dumping-Löhne?

 

Gewerkschafter behaupten, dass die Köche und Kellner des Landes nicht von der Einführung des Mindestlohns profitieren, dass also hinter dem Herd und am Tresen immer noch viel zu oft zu wenig bezahlt werde.

 

Und das mache sich zwar im Geldbeutel der Beschäftigten bemerkbar, nicht aber in den Dienstplänen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des (...) Hauptzollamtes in Itzehoe. Die Zollfahnder, so die NGG, würden schlicht viel zu selten die etwa 386 Betriebe der Gastro-Branche im Kreis prüfen.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 13.06.2017

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  • LEIHARBEIT

Arbeitsbedingungen für langjährige Mitarbeiter immer schlechter

 

Zara betreibt in Deutschland 77 Filialen in 54 Städten. (...) Langjährige Mitarbeiter werden dort angeblich systematisch rausgeschmissen - und durch billige, ungelernte Arbeitskräfte ersetzt, die kaum ein Wort Deutsch sprechen (...), dafür sind sie viel biliger.

 

Sie sind nämlich gar keine echten Zara-Mitarbeiter. Sie kommen von Leiharbeitsfirmen. (...) Diese Leiharbeiter machen dann im Laden zwar dieselbe Arbeit wie Zara-Mitarbeiter, bekommen aber nicht den gleichen Lohn.

 

Quelle: RTL.de vom 12.06.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Zufriedener im Job

 

Die Einführung des Mindestlohns soll Arbeitsbedingungen verbessert und Beschäftigte insgesamt zufriedener gemacht haben - nicht nur wegen der höheren Bezahlung.

 

Forscher des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung kommen in einer Studie zu dem Ergebnis, dass sich für die Betroffenen zwar die Anforderungen erhöht hätten; die Arbeitszeit dagegen habe sich verringert, schreiben sie. Arbeitnehmer könnten daher Beruf und Familie besser in Einklang bringen.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 12.06.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Rechtsprechungs-Bilanz nach zwei Jahren

 

Vor über zwei Jahren wurde der gesetzliche Mindestlohn eingeführt. Eine Klagewelle hat er zwar nicht ausgelöst. Aber knapp 70 Urteile sind dazu bisher ergangen. Worüber wurde dabei hauptsächlich gestritten?

 

Welche Rechtsfragen zum Mindestlohngesetz sind mittlerweile geklärt und welche weiterhin offen? Diese Fragen beantworten Marta Böning und Micha Klapp, Referatsleiterinnen beim DGB-Bundesvorstand, im Heft 5/2017 der »Sozialen Sicherheit«.

 

Quelle: Bund-Verlag.de vom 12.06.2017

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  • LEIHARBEIT

Wann muss man Zeitarbeiter übernehmen?

 

Ein Museum (...) schloss über Jahre hinweg Verträge mit externen Dienstleistern (9AZR 735/15). Diese deckten den gesamten Besucherservice ab. (...) Das BAG hielt bei dieser Sachlage ein typisches Leiharbeitsverhältnis für gegeben. (...) Die Fremdfirma sei daher Verleiher.

 

Das alles wäre kein Problem, hätte der externe Dienstleister eine Erlaubnis zur Arbeitsüberlassung vorweisen können. Die aber lag nicht vor. Die klagende Arbeitnehmerin der Fremdfirma konnte daher aus guten Gründen ein Arbeitsverhältnis mit dem Museumsbetreiber geltend machen.

 

Quelle: FAZ.net vom 11.06.2017

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  • LOHNDUMPING

Die Lohntricks der Fleischindustrie

 

Lohntrick 1: Umkleide- und Vorbereitungszeit wird nicht bezahlt (...). Ihre Arbeitszeit wird erst angerechnet, wenn sie am Fließband steht. Ihre Vorbereitung nicht.

 

Lohntrick 3: Berufskleidung wird vom Lohn abgezogen (...). Westpol liegt außerdem der Lohnzettel einer Firma vor, auf dem Kosten für Kleidung verrechnet werden. Auf der Gehaltsabrechnung wird mit dem Posten "Berufskleidung" einfach der Lohn gekürzt.

 

Quelle: WDR.de vom 11.06.2017

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  • CROWDWORKING

Prekäre Jobs in der Arbeitswelt 4.0

 

Laptop an, einloggen, Geld verdienen (...). Das Problem: Die meisten Crowdworker sind Selbstständige, haben nur eine geringe soziale Absicherung und einen begrenzten Schutz vor unfairen Arbeitsbedingungen.

 

Rund eine Million Crowdworker sind der IG Metall zufolge in Deutschland auf insgesamt 32 Crowdworking-Plattformen aktiv. Ihr Potenzial wird immer häufiger auch von großen Unternehmen wie Airbus, BMW und Volkswagen genutzt.

 

Quelle: Tagesspiegel online vom 10.06.2017

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  • LEIHARBEIT

Gesetz sorgt für Unsicherheiten

 

Zwei neue Bestimmungen sorgen in der Branche der Personaldienstleister für Unsicherheit: die sogenannte Gleichbezahlungsregelung oder Equal Pay. Deren Kern ist die Pflicht, Leiharbeiter nach einer gewissen Zeit (...) genauso zu entlohnen wie das vergleichbare Stammpersonal.

 

„Das eigentliche Problem ist aber nicht, dass die Löhne nach oben gehen, sondern dass der Gesetzgeber versäumt hat, Equal Pay genau zu definieren“, schreibt Dr. Ralf Eisenbeiß, Pressesprecher von Franz&Wach.

 

Quelle: Haller Tagblatt online vom 10.06.2017

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  • CROWDWORKING

Crowdwork - eine neue Form der Leiharbeit?

 

"Crowdwork" spielt auf dem Arbeitsmarkt eine immer größere Rolle (...). Für die IG Metall untersuchte das Hugo-Sinzheimer-Institut die Bedingungen der Crowdworker. Problematisch sei dabei ihr unklares Arbeitsverhältnis zum Auftraggeber, so die Studie.

 

In Deutschland würden sie meist als Solo-Selbstständige (ohne angestellte Mitarbeiter) eingestuft. In der Dreiecksbeziehung zu Plattformen und Unternehmen könne man sie aber auch als Leiharbeiter sehen. Möglich wäre auch ein Status als Heimarbeiter.

 

Quelle: Inforadio.de vom 09.06.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

SPD erwägt höhere Spitzensteuer

 

Wie unsere Redaktion aus Expertenkreisen der Partei erfuhr, wird demnach ein früher greifender Höchststeuersatz von 45 Prozent erwogen. Dieser soll für Spitzenverdiener einem Stufenmodell folgen und künftig bereits ab einem Brutto-Jahreseinkommen von 200.000 Euro gelten.

 

Insgesamt will SPD-Chef Schulz mit seinem Konzept Geringverdiener entlasten (...). Geringverdiener mit Einkommen bis zu 1600 Euro, die keine Steuern zahlen, könnten dem Konzept zufolge direkt mit einem staatlichen Zuschuss entlastet werden.

 

Quelle: RP online vom 09.06.2017

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  • DUMPINGLÖHNE

Dumpinglöhne befördern Schlachttourismus

 

Die Agrarindustrie funktioniert wie andere Wirtschaftszweige: Arbeitsschritte werden aufgesplittet und dorthin verlagert, wo sich am meisten Gewinn erzielen lässt. Insofern ist es beunruhigend, dass es mittlerweile einen regelrechten Schlachttourismus nach Deutschland gibt.

 

Ob die hohen Importzahlen auf die niedrigen Lohn- und Arbeitsbedingungen bei uns zurückzuführen sind, kann eine Sprecherin von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) mangels „belastbarer Erkenntnisse“ nicht sagen.

 

Quelle: Bayerische Staatszeitung online vom 09.06.2017

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  • LEIHARBEIT

Prekär im Wolkenkratzer

 

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main steht (...) in der Kritik (...) auch als Arbeitgeber. Denn viele hochqualifizierte Leiharbeiter im IT-Bereich sind seit über fünf Jahren (...) unter schlechteren Bedingungen als die EZB-Kernbelegschaft im Einsatz.

 

Weil Leiharbeit als Dauerzustand nach der jüngsten Neufassung des deutschen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) unhaltbar ist, möchte das EZB-Management nun bestimmte (...) IT-Leistungen als Auftrag komplett an eine externe Firma vergeben.

 

Quelle: neues deutschland online vom 08.06.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Wird der Mindestlohn unterlaufen?

 

Verstöße gegen den gesetzlichen Mindestlohn werden im Landkreis Unterallgäu zu selten geahndet – vor allem im Gastgewerbe. Das bemängelt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.

 

Nach Angaben der NGG kontrollierte das zuständige Hauptzollamt Augsburg im vergangenen Jahr 210 Gastro-Betriebe. Das sind lediglich 4,5 Prozent aller Hotels und Gaststätten im Bereich der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Augsburger Zoll.

 

Quelle: Augsburger Allgemeneine online vom 08.06.2017

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  • BEFRISTUNG

Befristet und schlecht dran

 

Befristete Jobs sind ein Massenphänomen und dienen vielen Arbeitgebern als ausgedehnte Probezeit. (...) Im Jahr 2015 waren 3,2 Millionen Jobs befristet (9,3 Prozent aller Beschäftigten) und 42 Prozent aller Neueinstellungen waren befristet (2001: 32 Prozent).

 

Die sogenannte sachgrundlose Befristung war nicht immer Teil des Arbeitsmarktes. „Erfunden“ wurde sie 1985 mit dem Beschäftigungsförderungsgesetz. Der Gesetzgeber wollte den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, in diesem Fall mit Befristungen die Arbeitslosigkeit.

 

Quelle: FR online vom 08.06.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Mit allen Tricks gegen den Mindestlohn

 

Für viele Mitarbeiter gibt es neben einem offiziellen Vertrag noch inoffizielle Vereinbarungen. Mit denen werden sie deutlich schlechter gestellt. Die Umgehung des Mindeslohns ist erstmals Thema im Bericht der Bundesregierung zur Schwarzarbeit.

 

Zollbeamte stellten eine ganze Reihe "besonderer Vorgehensweisen" fest, die Firmen nutzten, um sich um die Zahlung des gesetzlichen Lohns zu drücken. So rechneten sie etwa Kost und Logis in die Bezahlung mit ein, vergüteten Arbeitsstunden mit Einkaufsgutscheinen statt mit Geld oder nutzten Praktikanten-Verträge, um Mitarbeiter billig zu beschäftigen.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 07.06.2017

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  • FLEXIBILISIERUNG

Arbeit auf Abruf: Ständig in Bereitschaft

 

Das berichten uns Verkäuferinnen von H&M, die anonym bleiben wollen. Sie sind fest angestellt. Allerdings nur mit Teilzeitverträgen. Garantiert sind ihnen nur 10 bis 20 Stunden pro Woche. Wenn Sie mehr arbeiten wollen, dann müssen sie spontan auf Abruf bereit stehen.

 

Doch H&M zeigt nur die Spitze des Eisbergs, prekäre Festanstellungen sind anscheinend der neue Trend im bundesdeutschen Einzelhandel. (...) Maximale Flexibilität für den Arbeitgeber auf Kosten der Arbeitnehmer.

 

Quelle: BR.de vom 07.06.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Gutachten stellt EU-Ausnahme beim Lkw-Transit infrage

 

Laut der neuen Mobilitätsstrategie, die die EU-Kommission jetzt vorgelegt hat, müssen gebietsfremde Lkw-Fahrer für die Zeit auf deutschen Autobahnen nicht nach dem hiesigen Mindestlohn bezahlt werden.

 

Ein Rechtsgutachten im Auftrag des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) und des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) gelangt nun zu dem Schluss, dass unser Mindestlohn aber auch für Lkw-Fahrer aus anderen Mitgliedstaaten gelten müsste.

 

Quelle: Verkehrsrundschau.de vom 06.06.2017

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  • LEIHARBEIT

Zeitarbeit sieht knapp 60.000 Arbeitsplätze bedroht

 

Keine Branche musste sich in den vergangenen Jahren auf so viele gesetzliche Änderungen einstellen wie die Zeitarbeit. Trotz mancher Befürchtung hat das den Geschäften keinen Abbruch getan. Im vergangenen Jahr stieg der Branchenumsatz um 6 Prozent.

 

Doch nach den jüngsten Änderungen durch die große Koalition zum 1. April dieses Jahres fürchten die Personalverleiher spürbare Folgen für die Geschäftsentwicklung, wenn die Neuerungen voll zum Tragen kommen.

 

Quelle: FAZ.net vom 06.06.2017

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  • LEIHARBEIT

»Früher wurden drei Euro die Stunde gezahlt«

 

Kabinett hebt Mindestlohn für Leiharbeiter an. Wann aber gilt die Untergrenze, wann der Tarifvertrag, und wann ist gleicher Lohn für gleiche Arbeit zu zahlen? Gespräch mit Klaus Abel.

 

Wozu braucht es den Mindestlohn für Leiharbeiter überhaupt, wenn es doch einen Tarifvertrag gibt, der von allen acht DGB-Verbänden unterzeichnet wurde? "Der Tarifvertrag ist nicht allgemeinverbindlich. Das bedeutet, die Regelung gilt nur für jene Firmen, die im Arbeitgeberverband sind, der mit uns verhandelte."

 

Quelle: junge Welt online vom 06.06.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Mindestlohn-Verstöße im Gastgewerbe

 

Im Vergleich zu anderen Branchen wird im Gastgewerbe am häufigsten gegen das Mindestlohngesetz verstoßen. Das geht aus der aktuellen Zoll-Bilanz des Bundesfinanzministeriums hervor.

 

Obwohl im vorigen Jahr weniger Betriebe kontrolliert wurden, nahmen die Verstöße zu. So hat sich in Thüringen und Süd-West-Sachsen die Zahl der Ermittlungsverfahren verdreifacht. Das Hauptzollamt Dresden verzeichnet sogar einen fast 10-fachen Anstieg.

 

Quelle: MDR.de vom 06.06.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Mehr als drei Millionen Riesterverträge ausgesetzt

 

Jeder Fünfte der rund 16,5 Millionen Deutschen mit Riester-Vertrag zahlt derzeit keine Beiträge ein. (...) Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor.

 

"Viele, die einen Vertrag haben, können irgendwann die Beiträge nicht mehr aufbringen." Zimmermann führt das unter anderem auf die prekäre Situation von Geringverdienern zurück. Diese bräuchten das Geld für ihr tägliches Überleben.

 

Quelle: Zeit online vom 05.06.2017

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  • TEILZEIT

Gescheitertes Rückkehrrecht – vertane Chance

 

Lange Phasen der Teilzeit wirken sich nicht nur auf die Karriere, sondern auch auf das Gehalt und die Rente aus. Eine Regelung zu finden, nach Elternzeit wieder in Vollzeit arbeiten zu können, hält Sarah Ryglewski längst überfällig.

 

Frauen arbeiten häufig in Branchen wie dem Einzelhandel, in denen Teilzeit die Regel ist, oder haben keine Möglichkeit, nach Pflege- oder Erziehungspausen wieder zu ihrer früheren Arbeitszeit zurückzukehren. Aus dem Recht auf Teilzeit wird die Teilzeitfalle.

 

Quelle: Weser Kurier online vom 04.06.2017

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  • PREKARISIERUNG

Reichtum durch Niedriglohn

 

Einzelhandel: Konzerne scheffeln Milliarden auf Kosten der Beschäftigten. Mehr prekäre und schlecht bezahlte Jobs. Gewerkschaft leistet Widerstand:

 

Mittlerweile arbeiten laut Bundesregierung nur noch 1,19 Millionen Einzelhandelsbeschäftigte in Vollzeit. 1,13 Millionen haben einen Teilzeitvertrag und 680.000 sind Minijobber. Viele von ihnen würden gerne länger arbeiten, doch die Unternehmen setzen auf Teilzeit, um ihre Arbeitskräfte noch flexibler einsetzen zu können.

 

Quelle: junge Welt online vom 03.06.2017

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  • BEFRISTUNG

Befristete Stellen in den Ministerien mehr als verdoppelt

 

Die Zahl der Mitarbeiter mit einem Zeitvertrag in den Landesministerien hat sich seit 2009 mehr als verdoppelt - von 57 auf 131. In den Ministerien sind insgesamt 2210 Menschen beschäftigt.

 

In mehr als zehn Prozent der aktuellen Fälle ist die Befristung den Angaben zufolge ohne sachlichen Grund erfolgt. (...) Bundesweit sind 2,8 Millionen Arbeitnehmer nur auf Zeit angestellt.

 

Quelle: Ostsee Zeitung online vom 02.06.2017

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  • AUSBEUTUNG

Der Fleischindustrie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ans Leder gehen

 

Wir werden hier Zeugen eines ganz normalen parlamentarischen Vorgangs, dass man ein bereits fortgeschrittenes Gesetzgebungsverfahren als Gesetzgebungshülle für ein anderes Vorhaben verwendet, das man an dieses Verfahren anhängt, um das schnell auf den Weg bringen zu können.

 

Das man die andere Seite damit kalt erwischt hat, wird auch an dieser Reaktion erkennbar, die man der Meldung Fleischkonzerne sollen für Subunternehmer haften entnehmen kann: »Der (...) Hauptgeschäftsführer Michael Andritzky sprach von einer "Nacht- und Nebel-Aktion".«

 

Quelle: Aktuelle Sozialpolitik, Blogeintrag vom 02.06.2017

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  • AUFSTOCKER

Mehr als jeder vierte Hartz-IV-Empfänger erwerbstätig

 

Trotz steigender Reallöhne und der Einführung des Mindestlohns waren im September 2016 rund 1,2 Millionen Erwerbstätige von Hartz-IV-Leistungen abhängig. Der Grund: Diese sogenannten Aufstocker arbeiten als Minijobber und Teilzeitkräfte in Niedriglohnbranchen.

 

Die meisten Aufstocker (16 Prozent) sind in der KFZ-Branche beschäftigt. (...) Insbesondere die Niedriglohnbranchen Gastgewerbe und Reinigungsdienste sind mit jeweils 12,7 Prozent und 10 Prozent häufig bei Aufstockern vertreten.

 

Quelle: O-Ton-Arbeitsmarkt.de vom 02.06.2017

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Beschäftigungswunder Deutschland?

 

Folgt man den öffentlichen Verlautbarungen von Politik und Presse sieht die Lage auf dem Arbeitsmarkt bestens aus: Vollbeschäftigung sei fast erreicht, es vollziehe sich seit zehn Jahren ein Beschäftigungswunder.

 

Eine aktuelle Studie des Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) kommt jedoch zu einem ganz anderen Ergebnis: Das deutsche „Beschäftigungswunder“ basiert zum erheblichen Teil auf einer Zunahme der atypischen Beschäftigung.

 

Quelle: Gegenblende.DGB.de vom 01.06.2017

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  • AUSBEUTUNG

Ausgebeutet auf dem Schlachthof

 

Am Donnerstag kündigten Abgeordnete überraschend an, die Missstände in deutschen Schlachthöfen einzudämmen. (...) Es herrschten undurchschaubare Verhältnisse bis hin zu kriminellen Machenschaften.

 

Das Gesetz sieht deshalb eine sogenannte Generalunternehmerhaftung vor: Zahlt ein Subunternehmer seinen Schlachtern weniger Lohn als ihnen zusteht, soll dafür künftig der Schlachthofbetreiber verantwortlich gemacht werden.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 01.06.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Hartz IV trotz Mindestlohn

 

Der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde reicht bei einem Vollzeitjob in 44 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland nicht für ein Leben ohne Hartz IV. So sind etwa in Münster, Stuttgart, München, Köln oder Bonn die Wohnkosten so hoch, dass Alleinstehende ohne Kinder bei 37,7 Wochenstunden und Mindestlohn-Bezahlung ergänzend staatliche Leistungen beziehen müssen.

 

Alleinerziehende mit einem Kind unter sechs Jahres, die Vollzeit arbeiten und den aktuellen Mindestlohn erhalten, sind fast flächendeckend zusätzlich auf Hartz IV angewiesen.

 

Quelle: SVZ.de vom 01.06.2017

 


 

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