Letzte Beiträge

 

21/06/2018: Reallöhne blieben auch Anfang 2018 leicht im Plus

 

Die Nominallöhne sind auch im ersten Quartal 2018 moderat angestiegen. Dank der seit Anfang 2017 merklich höheren Inflationsrate bleibt es aber dabei, dass die Beschäftigten nur noch ein geringes Reallohnplus für sich verbuchen können.

 

15/06/2018: Faktencheck über Reallohnverluste bleibt Anspruch schuldig

 

War die Lohnentwicklung in der Gruppe der Geringverdienenden in der Vergangenheit wirklich so katastrophal? Der MDR will per Faktencheck für Aufklärung sorgen, argumentiert aber sehr einseitig. Dabei wäre eine ausgewogenere Antwort kein Hexenwerk gewesen.

 

29/05/2018: Tarifbindung auf Talfahrt

 

Die Tarifflucht von Betrieben und Unternehmen hält unvermindert an. Das hat Folgen für den Schutz der Beschäftigten vor schlechter und schlecht entlohnter Arbeit. Doch verweist die Entwicklung auch auf ein tiefer liegendes, gravierenderes Problem.

 

16/05/2018: Wenn man die Leiharbeiter fragt...

 

Leiharbeit hat einen schlechten Ruf. Und das zu Recht, wie Arbeitsmarktanalysen regelmäßig zeigen. Fragt man die Betroffenen, so kommen über die strukturellen Missstände hinaus negative Erfahrungen am Arbeitsplatz ans Licht, die einen zusätzlichen Beitrag zur hohen Unzufriedenheit von Leiharbeitskräften leisten.

 

Presseschau: aktuelle Medienberichte

  • MINDESTLÖHNE

Für höheren Mindestlohn als 9,19 Euro gibt es keinen Grund

 

Vor der Empfehlung der Mindestlohn-Kommission zur künftigen Höhe der Lohnuntergrenze warnt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vor einer zu starken Erhöhung.

 

„Als Regelfall soll die Steigerung des Mindestlohns der Entwicklung des Tariflohnindexes ohne Sonderzahlungen folgen“, sagte IW-Tarifexperte Christoph Schröder (...). „Für einen höheren Anstieg sehen wir keinen Grund.“

 

Quelle: Businessinsider.de vom 24.06.2018

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  • BEFRISTUNG

Unzulässige Befristung

 

Arbeitgeber können die Befristung eines Vertrags damit begründen, dass kurzfristig mehr zu tun ist. Dieser vorübergehende betriebliche Bedarf muss aber klar absehbar und gut begründet sein – sonst ist die Befristung unwirksam.

 

Eine Befristung wegen vorübergehenden Bedarfs setzt voraus, dass der Bedarf nach Ablauf des Vertrags mit einiger Sicherheit nicht mehr existiert, so das Gericht. Dafür müsse der Arbeitgeber eine Prognose mit konkreten Anhaltspunkten erstellen.

 

Quelle: Mannheimer Morgen online vom 23.06.2018

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  • MINDESTLÖHNE

DGB fordert 10.000 Mindestlohn-Kontrolleure

 

„Das Personal der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) muss massiv aufgestockt werden (...). Mindestens 10.000 Stellen sind insgesamt nötig, um den Mindestlohn flächendeckend kontrollieren zu können.“

 

Bisher verfügt die FKS über rund 7200 Stellen. „Wenn wir die Untergrenze nicht endlich überall durchsetzen, geht das Vertrauen in den Rechtsstaat verloren“, so Körzell zur WirtschaftsWoche. „Rund 1,8 Millionen hart arbeitende Menschen werden noch immer um den Mindestlohn betrogen.“

 

Quelle: WirtschaftsWoche online vom 22.06.2018

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  • ERWERBSARMUT

Wer weniger als 969 Euro im Monat hat, gilt als arm

 

Trotz des Rekordstands bei der Beschäftigung und acht guten Konjunkturjahren ist das Armutsrisiko für Geringverdiener in Deutschland nicht geringer geworden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor.

 

Demnach stagnierte die Armutsrisikoquote nach den zuletzt verfügbaren Daten von 2016 bei 7,7 Prozent der Erwerbstätigen. Sie stagniert damit seit 2011. Die Armutsrisikoschwelle liegt nach gängiger EU-Festlegung bei 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens.

 

Quelle: RP online vom 22.06.2018

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  • LOHNENTWICKLUNG

Deutsche Reallöhne klettern weiter

 

Die Kaufkraft der Arbeitnehmer in Deutschland ist auch im ersten Quartal dieses Jahres weiter gestiegen. Die Menschen hatten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Reallohnplus von 1,1 Prozent in der Tasche. (...) Zuletzt waren die Reallöhne im dritten Quartal 2013 leicht gesunken.

 

Die nicht preisbereinigten Bruttoeinkommen haben sich in dem beobachteten Zeitraum für einzelne Berufs- und Bevölkerungsgruppen aber unterschiedlich entwickelt.

 

Quelle: Volksstimme.de vom 21.06.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Tarifliche Ausschlussfristen gelten nicht für Mindestlohn

 

Fristen, die die Mindestlohnfortzahlung bei kranken Arbeitnehmern einschränken, sind nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts unwirksam. Dies gelte nicht nur für entsprechende Vereinbarungen im Arbeitsvertrag, sondern auch für tarifliche Regelungen.

 

Das Gericht bezieht sich in seiner Entscheidung unter anderem auf eine Regelung im Mindestlohngesetz, nach der Vereinbarungen unwirksam sind, die etwa den Anspruch auf Mindestlohn beschränken.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 20.06.2018

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  • TEILZEIT

Wer Teilzeit arbeitet, bekommt weniger Bonus

 

Teilzeitbeschäftigte bekommen einer Studie zufolge seltener Prämien oder Boni auf ihr Gehalt (...), wie aus einer Langzeitstudie hervorgeht, die von Bundesarbeitsministerium und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch vorgelegt wurde.

 

Gute Aussichten auf zusätzliche Zahlungen haben demnach leitende Beschäftigte mit hohem Bildungsniveau. Mitarbeiter in Teilzeit oder mit befristeten Verträgen werden hingegen seltener in Boni-Programme aufgenommen. Gerade die Teilzeit-Komponente treffe häufig Frauen.

 

Quelle: WirtschaftsWoche online vom 20.06.2018

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  • BEFRISTUNG

Befristung als Lebensform

 

Sarah hatte innerhalb der letzten vier Jahre, an ein und derselben Hochschule, zehn Arbeitsverträge. (...) In der Regel hat sie zwei Jobs gleichzeitig an der Uni. Am Ende des Monats hat sie 600 Euro, und auch in Nürnberg sind die Mieten hoch.

 

Das Befristungsunwesen ist politisch gewollt. Es ist Teil einer Strategie, die Hochschulen und Universitäten in Unternehmen verwandelte und an den Interessen der privaten Wirtschaft ausrichtete.

 

Quelle: neues deutschland online vom 20.06.2018

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  • BEFRISTUNG

Personalrat gewinnt Streit um befristete Jobs beim Bamf

 

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat rechtswidrig fast 50 Mitarbeiter befristet eingestellt. Das hat das Verwaltungsgericht Ansbach entschieden.

 

Die Bundesbehörde mit Sitz in Nürnberg hatte die Sachbearbeiter im Herbst 2017 mit Zwei-Jahres-Verträgen angestellt, obwohl die Personalvertretung dem nicht zustimmte. Der Gesamtpersonalrat klagte daher gegen die eigene Behörde.

 

Quelle: Spiegel online vom 20.06.2018

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  • AUSBEUTUNG

Briefträger klagen über schwere Arbeit

 

Zusteller der Deutschen Post im Saarland beklagen sich über harte Arbeitsbedingungen. Mehrere Betroffene berichten dem SR von überlangen Arbeitszeiten und starker körperlicher Belastung. Überstunden seien die Regel, feste Pausen dagegen Mangelware.

 

„Man ist so lange gelaufen, bis keine Post mehr da war. Oft bis 16.00, 17.00 Uhr, ohne Pause natürlich. Also zehn Stunden war Durchschnitt. Samstags war noch schlimmer, wegen ‚Einkauf aktuell‘. Dann haben wir grundsätzlich elf, zwölf Stunden gemacht.“

 

Quelle: SR.de vom 19.06.2018

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  • BEFRISTUNG

Sachgrundlose Befristungen: Bundesregierung verfehlt eigene Ziele

 

Obwohl sie im Koalitionsvertrag eine Quote verlangt: Die Bundesregierung kann ihre Zielsetzung bei der Begrenzung sachgrundloser Befristungen selbst bei Weitem nicht erfüllen. Nur zwei Ministerien werden dem Ziel gerecht.

 

Nur in zwei der 16 Bundesministerien liegt der Anteil der Tarifbeschäftigten mit sachgrundlosen Befristungen unter der von der großen Koalition in ihrer Koalitionsvereinbarung festgelegten Zielmarke von 2,5 Prozent aller Tarifbeschäftigten.

 

Quelle: Focus online vom 18.06.2018

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Frauen in Bayern oft schlecht bezahlt

 

Im Freistaat sind nach Angaben der DGB-Vize-Landesvorsitzenden Verena Di Pasquale vor allem Frauen von atypischer Beschäftigung und Niedriglöhnen betroffen.

 

"Viele Frauen arbeiten unfreiwillig in kurzer Teilzeit, in Minijobs oder sind befristet beschäftigt", sagte Di Pasquale am Samstag in München beim zweiten Frauengipfel des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Im Ergebnis habe man es daher mit unsicherer und oft schlecht bezahlter Arbeit zu tun.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 17.06.2018

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  • BEFRISTUNG

Viele Hochschulmitarbeiter mit befristeten Verträgen

 

Von prekärer Beschäftigung an staatlichen Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns spricht die Linke. (...) Zwei von drei Wissenschaftlern an den Hochschulen des Landes und gut jeder Fünfte der sonstigen Mitarbeiter sind befristet beschäftigt.

 

Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor. Danach waren im Jahr 2016 von 4684 wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern der Hochschulen 3067 oder 65,5 Prozent befristet angestellt.

 

Quelle: Welt online vom 17.06.2018

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  • AUSBEUTUNG

Gewerkschaft macht Front gegen Lieferdienste

 

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Fahrer von Lieferdiensten wie Deliveroo und Foodora zu einem „Riders' Day” aufgerufen. (...) Im Fokus stünden Themen wie eine weitgehend fehlende Mitbestimmung, die Vielzahl befristeter Arbeitsverhältnisse sowie eine große Zahl von Solo-Selbstständigen in der Branche.

 

„Die Arbeitsbedingungen in der Branche sind höchst problematisch. Fast alle Fahrer sachgrundlos befristet”, sagte Zeitler. „Mit Hilfe der Befristung wird auch die Existenz von Betriebsräten verhindert."

 

Quelle: Berliner Zeitung online vom 16.06.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Grünes Licht für 9,54 Euro Mindestlohn bei öffentlichen Aufträgen

 

In Mecklenburg-Vorpommern rückt der bundesweit zweithöchste Mindestlohn für öffentliche Aufträge näher: Der Wirtschaftsausschuss des Landtags hat am Donnerstag grünes Licht für das neue Vergabegesetz des Landes gegeben.

 

Es sieht vor, dass Firmen künftig nur dann öffentliche Aufträge von Land und Kommunen bekommen, wenn sie ihren damit beschäftigten Mitarbeitern mindestens 9,54 Euro pro Stunde zahlen. Das sind 70 Cent mehr als der aktuelle gesetzliche Mindestlohn.

 

Quelle: neues deutschland online vom 15.06.2018

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  • BEFRISTUNG

Neues Urteil zur sachgrundlosen Befristung: Was jetzt gilt

 

Sachgrundlose Befristungen sind genau einmal erlaubt (...). Sogenannte Kettenarbeitsverträge, bei denen sich Mitarbeiter von Vertrag zu Vertrag hangeln müssen, bleiben nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts unzulässig.

 

An der gelebten Praxis der allermeisten Handwerksbetriebe ändert sich durch das aktuelle Urteil nichts. (...) durch die enge Zusammenarbeit in den Betrieben wisse man im Handwerk in der Regel nach einer gewissen Frist über die Eignung Bescheid. Mehrere sachgrundlose Befristungen aneinander zu ketten, sei daher im Handwerk unüblich.

 

Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung online vom 15.06.2018

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  • BEFRISTUNG

Verfassungsrichter schränken Befristung ein

 

Das Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch entschieden, dass Beschäftigte beim selben Unternehmen nicht mehrmals Arbeitsverträge erhalten dürfen, die ohne sachlichen Grund befristet sind.

 

Damit kippte der Erste Senat in Karlsruhe eine Rechtsprechung der Arbeitsrichter, wonach ein neuer Fristvertrag zulässig ist, wenn die letzte Beschäftigung bei dem Unternehmen drei Jahre zurückliegt.

 

Quelle: junge Welt online vom 14.06.2018

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  • TEILZEIT

Gibt es jetzt mehr Gleich­berechtigung?

 

Viele Frauen arbeiten in Teilzeit. Was bedeutet das Rückkehrrecht auf Vollzeit für sie? Und wer hat darauf keinen Anspruch? Die wichtigsten Fragen zur Brückenteilzeit.

 

Das Rückkehrrecht soll für alle Teilzeitvereinbarungen gelten, die ab dem 1. Januar 2019 in Betrieben ab 45 Arbeitnehmern abgeschlossen werden. Damit würde es für etwa 22 Millionen Beschäftigte gelten.

 

Quelle: Zeit online vom 14.06.2018

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  • MINIJOBS

Viele Minijobber arbeiten auf Abruf

 

Ein Anruf oder eine SMS, dann beginnt der Job auf Abruf - 4,5 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland verdienten 2016 so ihr Geld. Besonders häufig ist Arbeit auf Abruf unter Minijobbern verbreitet: Hier beläuft sich der Anteil auf zwölf Prozent.

 

Den Arbeitgebern biete diese Arbeitsform große Flexibilität, merken die Forscher an. Beschäftigte, die von Arbeit auf Abruf lebten, seien aber "mit ihrem Leben und ihrer Freizeit weniger zufrieden als andere". Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit seien "durchlässiger".

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 13.06.2018

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  • TEILZEIT

Kabinett beschließt Rückkehrrecht zu Vollzeit

 

Nach langem Ringen hat das Bundeskabinett das Recht auf befristete Teilzeit beschlossen. Die Union hatte das Vorhaben blockiert - und erst nach einem Zugeständnis von SPD-Arbeitsminister Heil zugestimmt.

 

Ab Januar 2019 sollen Vollzeit-Arbeitnehmer für einen Zeitraum von ein bis fünf Jahren in Teilzeit wecheln - und anschließend wieder auf Vollzeit zurückkehren können. Dem in der Union lange kritisierten Entwurf zufolge soll das Recht in Unternehmen ab 45 Mitarbeitern gelten.

 

Quelle: Spiegel online vom 13.06.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Altersarmut: Traurige Sackgasse für Rentner

 

Wer nicht von seiner Rente leben kann, bekommt (...) "Grundsicherung". (...). Ihre Zahl steigt in Bayern. In den letzten sieben Jahren von 57.000 auf 69.000. (...) Die Hans-Böckler-Stiftung hat ausgerechnet, wie schwer es ist, mit der Rente überhaupt über die Sozialhilfe zu kommen.

 

Durchschnittlich braucht man dazu eine Rente von 747 Euro. Ein Anlagenelektroniker müsste dafür 18 Jahre Vollzeit arbeiten, eine Krankenschwester 25 Jahre. Jemand mit Mindestlohn schafft es schon heute nicht mehr (...): notwendig wären 60 Arbeitsjahre.

 

Quelle: BR.de vom 13.06.2018

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  • TEILZEIT

Kabinett will Rückkehrrecht in Vollzeit verabschieden

 

Nach langem Ringen will das Bundeskabinett ein Recht auf Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitarbeit beschließen. (...) Die SPD wollte die sogenannte Brückenteilzeit schon in der letzten Legislaturperiode beschließen, die Union stand aber auf der Bremse.

 

Umstritten war bis zuletzt die Beweislastumkehr. Damit ist gemeint, dass die Arbeitgeber nachweisen müssen, keine passende Vollzeitstelle anbieten zu können. (...) Nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland hat Hubertus Heil seinen Entwurf noch entschärft.

 

Quelle: Zeit online vom 13.06.2018

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  • TEILZEIT

Brückenteilzeit: Regierung schwächt Gesetzespläne ab

 

Wann ist von einem freien Arbeitsplatz auszugehen? Den Passus zu dieser Frage hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil in seinem Gesetzesentwurf zur Brückenteilzeit ergänzt. Damit schwächt er ein Rückkehrrecht von Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung ab.

 

„Ein freier zu besetzender Arbeitsplatz liegt vor, wenn der Arbeitgeber die Organisationsentscheidung getroffen hat, diesen zu schaffen oder einen unbesetzten Arbeitsplatz neu zu besetzen“, heißt es in der Kabinettsvorlage.

 

Quelle: Hannoversche Allgemeine online vom 12.06.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Landesarmutskonferenz: Mindestlohn reicht nicht

 

Nach Ansicht der Landesarmutskonferenz Niedersachsen muss der Mindestlohn deutlich erhöht werden, um die Armut im Alter zu bekämpfen. Der Mindestlohn (...) reiche für eine armutsfeste spätere Rente nicht aus, sagte Geschäftsführer Klaus-Dieter Gleitze in Hannover.

 

Gleitze forderte eine Reduzierung und Regulierung der unsicheren Beschäftigungsverhältnisse und einen öffentlichen Beschäftigungssektor für Langzeitarbeitslose zu fairen tariflichen Bedingungen.

 

Quelle: NDR.de vom 11.06.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Mindestlohn hat Frisören mehr Wertschätzung gebracht

 

Der (...) Mindestlohn hat den Frisören nach Ansicht des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) nicht geschadet. (...) Vielmehr sei die Wertschätzung bei den Menschen für die Dienstleistung gestiegen, sagte ZV-Präsident Harald Esser.

 

Die 80 769 Salons in Deutschland hätten in der jüngsten Zeit von der hohen Konsumfreude der Verbraucher profitiert, erklärte Esser bei der Pressekonferenz zur Mitgliederversammlung des Verbands.

 

Quelle: Neue Presse online vom 11.06.2018

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  • NIEDRIGLÖHNE

Pflegeheime auf Tarif-Flucht

 

Herr Becker, wie viele Pfleger bekommen in Sachsen-Anhalt noch Tarifgehälter des öffentlichen Dienstes – also den TVöD? "Nur noch sehr wenige. Selbst kommunale Krankenhäuser und Pflegeheime haben meist Haustarife und zahlen weniger."

 

"Der Mindestlohn für die Pflegehilfe liegt bei etwa 1700 Euro. Die Pflegefachkräfte sind von diesem Mindestlohn oft nicht weit weg. Soweit wir wissen, bewegen sich die Monatsgehälter zwischen 2000 und 2500 Euro – im Vergleich zum Tariflohn des TVöD fehlen da immer noch 30 Prozent."

 

Quelle: Volksstimme.de vom 11.06.2018

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  • BEFRISTUNG

Heil peilt Gesetz zu Job-Befristungen binnen Jahresfrist an

 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will in den nächsten zwölf Monaten einen Gesetzentwurf zur Einschränkung sogenannter sachgrundloser Befristungen vorlegen. „(...) Für die Hälfte aller Befristungen gibt es keinen Sachgrund. Das muss aufhören“, sagte der SPD-Politiker.

 

Auch beim Staat gebe es „zu viele willkürliche Befristungen“, sagte Heil. „Das werden wir ändern.“ Im öffentlichen Dienst werde dasselbe Gesetz gelten wie in der Privatwirtschaft.

 

Quelle: Mittelbayerische.de vom 10.06.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Heil stellt höheren Mindestlohn in Aussicht

 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil rechnet mit einer kräftigen Erhöhung des Mindestlohns. (...) Angesichts der guten wirtschaftlichen Lage gehe er von einer kräftigen Erhöhung aus. "Die werde ich dann auch per Gesetz umsetzen", erklärte Heil.

 

Der Minister kündigte zudem schärfere Kontrollen zur Einhaltung des Mindestlohns an. "Wir haben Hinweise darauf, dass Arbeitgeber ihn noch immer unterlaufen."

 

Quelle: N-TV.de vom 10.06.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Geringverdiener sollen bei Caritas besser wegkommen

 

Die schiere Lohnerhöhung ist dabei nach übereinstimmender Aussage von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern nicht der größte Streitpunkt. (...) Schwieriger ist schon die Forderung der Arbeitnehmerseite, die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen abzuschaffen.

 

Der Hauptstreitpunkt aber ist die Forderung der Arbeitnehmerseite, die unteren Lohngruppen überdurchschnittlich von einer Lohnerhöhung profitieren zu lassen. Sie sollen mindestens 200 Euro mehr im Monat bekommen.

 

Quelle: Badische Zeitung online vom 09.06.2018

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  • TEILZEIT

Koalition einig über Brückenteilzeit

 

Umstritten war in der Union und bei den Arbeitgebern die im Gesetz vorgesehene, so genannte Beweislastumkehr: (...) Bisher musste der Arbeitnehmer in solchen Fällen beweisen, ob ein Vollzeitjob für ihn vorhanden ist und warum er dafür geeignet ist.

 

Die Arbeitgeber hatten durch die strengere Beweislastumkehr einen unzulässigen Eingriff in die unternehmerische Organisationshoheit moniert. (...) Die Formulierung stellt nun klar, dass der Arbeitgeber frei in seiner Entscheidung ist, ob er einen frei werdenden Vollzeitarbeitsplatz wieder besetzt oder nicht.

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung online vom 08.06.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Grüne fordern kostenlose Verhütungsmittel für Geringverdiener

 

Verhütung soll nicht daran scheitern, dass jemand kein Geld dafür hat. Die Bundestagsfraktion der Grünen fordert deshalb für Geringverdiener den kostenlosen Zugang zu ärztlich verordneten Verhütungsmitteln und Kondomen.

 

Versicherte hätten bis zum vollendeten 20. Lebensjahr Anspruch auf Versorgung mit ärztlich verordneten Verhütungsmitteln, heißt es weiter. Aber auch über diese Altersgrenze hinaus könnten Menschen in schwierigen wirtschaftlichen Situationen sein.

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung online vom 08.06.2018

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  • TEILZEIT

Zahl der erwerbstätigen Personen in Hessen steigt

 

Im Jahr 2016 leisteten die Erwerbstätigen in Hessen 4,60 Milliarden Arbeitsstunden. Gegenüber dem Jahr 2000 (4,53 Milliarden Arbeitsstunden) stieg diese Zahl nur leicht an. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Erwerbstätigen von 3,12 Millionen um 262 600 auf 3,38 Millionen Personen.

 

Der wesentliche Grund für die unterschiedliche Entwicklung von Stunden- und Kopfzahl ist die Zunahme der Teilzeitarbeit. Daraus ergibt sich für die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person ein Rückgang von 6,3 Prozent.

 

Quelle: Fuldainfo.de vom 07.06.2018

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  • SOLO-SELBSTSTÄNDIGE

Entlastung für Arbeitnehmer

 

Die Arbeitnehmer sollen vom kommenden Jahr an bei den Krankenkassenbeiträgen entlastet werden. (...) In dem Gesetz ist auch eine deutliche Entlastung für Kleinstunternehmer vorgesehen. Deren Mindestbeitrag wird auf 171 Euro im Monat halbiert.

 

Davon sollen laut Gesundheitsministerium 600 000 Solo-Selbstständige profitieren. Sie zahlen bisher häufig überhöhte Krankenkassenbeiträge, weil ihr Beitrag auf ein fiktives Mindesteinkommen berechnet wird, das sie gar nicht erreichen.

 

Quelle: Nordwest Zeitung online vom 07.06.2018

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  • BEFRISTUNG

Bamf muss erfahrene befristete Mitarbeiter entlassen

 

Mehrere Hundert erfahrene Mitarbeiter müssen durch Neueinstellungen ersetzt werden, weil sie nicht erneut auf befristeten Stellen eingesetzt werden können. (...) Demnach stehen dem Amt nur "1937 Stellen für eine dauerhafte Besetzung zur Verfügung", zitierte die Zeitung..

 

"Eine Entfristung aller rund 3200 befristeten Mitarbeiter" sei angesichts der Haushaltsvorgaben "leider nicht möglich" gewesen. Da der Bedarf an Mitarbeitern jedoch höher sei, "als mit den Dauerstellen gedeckt werden kann", würden nun neue befristete Stellen ausgeschrieben.

 

Quelle: Spiegel online vom 07.06.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Wem im Alter Armut droht

 

Um eine Rente auf Niveau der Grundsicherung zu bekommen, bräuchte Herr Hirsch – ceteris paribus – 26,2 Entgeltpunkte. Das entspricht 58 Prozent des deutschen Durchschnittslohns von gut 3000 Euro beziehungsweise einem monatlichen Bruttogehalt von 1834 Euro.

 

Knapp zehn Millionen Deutsche verdienen weniger als 1800 Euro monatlich. (...) Damit verdient fast jeder dritte deutsche Arbeitnehmer Stand jetzt nicht genug Geld, um später eine Rente über der Grundsicherung zu bekommen.

 

Quelle: WirtschaftsWoche online vom 06.06.2018

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  • PREKARISIERUNG

Reicht die Rente?

 

Nur etwa jeder siebte abhängig Beschäftigte (15 Prozent) erwartet, von der späteren gesetzlichen Rente gut leben zu können. Dagegen gehen 80 Prozent davon aus, dass sie „gar nicht“ oder „gerade so“ zurechtkommen werden.

 

Besonders ausgeprägt ist die Sorge um die Alterssicherung demnach bei Frauen in den mittleren Altersgruppen, bei Beziehern geringer Einkommen, bei Beschäftigten in Teilzeitarbeit und bei Menschen mit unsicheren Beschäftigungsperspektiven.

 

Quelle: NOZ.de vom 05.06.2018

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  • WERKVERTRÄGE

Mercedes-Werk in Bremen will Hunderte Stellen auslagern

 

Im Bremer Mercedes-Werk soll künftig mehr Arbeit als bisher an Fremdfirmen vergeben werden. Das hat buten un binnen aus Betriebsratskreisen erfahren. Demnach plane der Konzern in den kommenden beiden Jahren bis zu 400 Arbeitsplätze an externe Dienstleister auszulagern.

 

Durch die Fremdvergabe dürften in erster Linie Leiharbeiter ersetzt werden. Der Daimlerkonzern hat sich noch nicht zu den Plänen geäußert. Der Betriebsrat sieht noch großen Verhandlungsbedarf.

 

Quelle: butenunbinnen.de vom 04.06.2018

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  • BEFRISTUNG

Bundesregierung befristet fast 8000 Mitarbeiter sachgrundlos

 

Die Bundesregierung will laut Koalitionsvertrag den Anteil sachgrundloser Befristungen in Betrieben deutlich verringern. Doch den angepeilten Wert überschreitet sie bei ihren eigenen Mitarbeitern deutlich.

 

Die Bundesregierung beschäftigt derzeit einem Medienbericht zufolge 7877 Mitarbeiter befristet ohne Angabe eines konkreten Sachgrunds. Damit nutze die Regierung das Instrument der sachgrundlosen Befristung bei mehr als der Hälfte aller ihrer Befristungsfälle

 

Quelle: Welt online vom 04.06.2018

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  • TEILZEIT

Einigung bei Brückenteilzeit erst in absehbarer Zeit

 

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Erwartungen auf eine zügige Einigung der Koalitionsparteien im Streit über die sogenannte Brückenteilzeit gedämpft.

 

"Ich bin zuversichtlich, dass wir uns in absehbarer Zeit einigen und einen gemeinsamen Gesetzentwurf vorlegen werden", sagte Altmaier unserer Redaktion. Er betonte jedoch, dass man den Vorschlag von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gründlich auf dessen Auswirkungen prüfen müsse.

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung online vom 04.06.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Jeder zehnte Empfänger muss „aufstocken“

 

Jeder zehnte Arbeitslosengeld-Empfänger in Deutschland muss zusätzlich Hartz IV-Leistungen beziehen, um über die Runden zu kommen. Im alten Bundesgebiet sind es 9 Prozent der ALG-Empfänger, in den ostdeutschen Ländern 13,8 Prozent.

 

Im Jahresdurchschnitt 2017 gab es demnach bundesweit 74.855 sogenannte Aufstocker, also Menschen, die parallel Arbeitslosengeld und Hartz IV-Leistungen beziehen.

 

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten online vom 03.06.2018

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Atypische Beschäftigung in Baden-Württemberg leicht rückläufig

 

25 % der Kernerwerbstätigen in Baden-Württemberg waren 2016 atypisch beschäftigt, stellt das Statistische Landesamt Baden-Württemberg auf Basis der Ergebnisse des Mikrozensus fest.

 

Im Zeitraum von 2012 bis 2016 ist die Zahl der atypisch beschäftigten Personen um gut 40 000 auf 1,17 Millionen (Mill.) angestiegen, ihr Anteil an den Kernerwerbstätigen ist jedoch von 26 % auf 25 % zurückgegangen.

 

Quelle: Sinsheim-lokal.de vom 02.06.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Tschechische Fernfahrer klagen deutschen Mindestlohn ein

 

Mit Unterstützung deutscher Gewerkschaften setzen osteuropäische Lkw-Fahrer ihnen zustehenden Lohn durch, doch in (...) Tschechien mehren sich die Stimmen, die sich kritisch zu den Mindestlohnklagen in Deutschland äußern.

 

Der Prager Verkehrsminister Dan Tok etwa merkte nach dem Urteil im Fall Gabrhel an: »(...) Dieser Präzedenzfall führt dazu, dass in Deutschland niemand mehr eine tschechische Speditionsfirma beauftragt.« Auch Gewerkschaftschef Pomajbik befürchtet Nachteile.

 

Quelle: neues deutschland online vom 01.06.2018

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  • LEIHARBEIT

Jeder vierte Flüchtling hat einen Job

 

Von den Flüchtlingen, die seit 2015 aus Kriegs- und Krisenländern nach Deutschland gekommen sind, hat mittlerweile jeder Vierte eine Arbeit gefunden. Etwa jeder Fünfte hat demnach eine sozialversicherungspflichtige Anstellung.

 

Meist kämen die Zuwanderer in Jobs unter, in denen sie auch ohne gute Deutschkenntnisse klarkommen. Fast ein Drittel findet den Zahlen zufolge eine Anstellung in der Zeitarbeit.

 

Quelle: Berliner Morgenpost online vom 01.06.2018

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