Letzte Beiträge

 

16/05/2018: Wenn man die Leiharbeiter fragt...

 

Leiharbeit hat einen schlechten Ruf. Und das zu Recht, wie Arbeitsmarktanalysen regelmäßig zeigen. Fragt man die Betroffenen, so kommen über die strukturellen Missstände hinaus negative Erfahrungen am Arbeitsplatz ans Licht, die einen zusätzlichen Beitrag zur hohen Unzufriedenheit von Leiharbeitskräften leisten.

 

01/05/2018: Drei Handwerksbranchen heben heute ihre Mindestlöhne an

 

Die ab heute höheren Branchenmindestlöhne im Maler- und Lackiererhandwerk, im Gerüstbauerhandwerk sowie im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk liegen längst schon weit oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns. Im Hinblick auf eine auskömmliche Altersrente besteht aber weiterhin Nachbesserungsbedarf.

 

23/04/2018: EU-Kommission setzt atypische Beschäftigung auf die Agenda

 

Vor dem Hintergrund der sogenannten „europäischen Säule sozialer Rechte“ soll ein aktuell verhandelter Vorschlag für eine Richtlinie über transparente und verlässliche Arbeitsbedingungen in der EU zu mehr Transparenz und gestärkten Rechten beitragen. Sind die Vorschläge ein Schritt in die richtige Richtung?

 

01/04/2018: Trotz Lohnanhebung erhalten viele Leiharbeiter nur Niedriglöhne

 

Heute steigen die Löhne in der Arbeitnehmerüberlassung in allen Entgeltgruppen um 2,8 bzw. vier Prozent. Ein Großteil der Leiharbeitsbeschäftigten bleibt trotzdem im Niedriglohnsektor stecken. Dabei hätte es auch ganz anders kommen können, wenn die Gewerkschaften mit ihrer Forderung nach „Equal Pay“ ernst gemacht hätten.

 

Presseschau: aktuelle Medienberichte

  • TEILZEIT

Arbeitgeber halten mal wieder was für unzumutbar

 

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall fordert Nachbesserungen beim geplanten gesetzlichen Rückkehrrecht vom Teilzeit- zum Vollzeitjob (...). Konkret fordern die Arbeitgeber demnach eine Verschärfung der sogenannten Zumutbarkeitsgrenze.

 

Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander argumentiert nun, dass es bereits heute schon eine Reihe von Teilzeitansprüchen gebe - etwa nach dem Elternzeit-, dem Pflegezeit- oder dem Teilzeit- und Befristungsgesetz. Die Zumutbarkeitsgrenze müsse diese Teilzeitverhältnisse mitberücksichtigen.

 

Quelle: Spiegel online vom 23.05.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Mindestlohn-Verstöße häufig bei Minijobs

 

Der Arbeitsmarktforscher Gerhard Bosch von der Universität Duisburg-Essen kritisiert, dass gegen den Mindestlohn besonders oft in prekären Beschäftigungsverhältnissen verstoßen wird.

 

Die Lohnuntergrenze werde neben schwer zu kontrollierenden Kleinstbetrieben vor allem bei Minijobs nicht eingehalten (...). »Regelverstöße sind bei den Minijobs an der Tagesordnung.«

 

Quelle: neues deutschland online vom 23.05.2018

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  • TEILZEIT

Fast jeder dritte Sachse arbeitet nur in Teilzeit

 

Knapp 30 Prozent der Beschäftigten in Sachsen arbeiten in Teilzeit. Das sind fast fünf Prozent mehr als noch im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor.

 

Überdurchschnittlich stark hat die Teilzeitbeschäftigung bei Männern zugenommen (Plus 8,4 Prozent). Bei den Frauen gibt es ein Plus von 3,6 Prozent. Bei den Vollzeitbeschäftigten gab es ein Plus von 0,6 Prozentpunkten.

 

Quelle: Leipziger Volkszeitung online vom 22.05.2018

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  • BEFRISTUNG

Thüringen: Fachkräftemangel sorgt für weniger befristete Jobs

 

Die Zahl der Arbeitnehmer in Thüringen mit befristeten Arbeitsverträgen sinkt. Vor zwei Jahren habe es noch etwa 73.000 befristet Beschäftigte gegeben, sagte ein Sprecher des Thüringer Arbeitsministeriums in Erfurt.

 

»In Zeiten, in denen es immer schwerer wird, qualifizierte Fachkräfte zu finden, müssen sich die Unternehmen als attraktive Arbeitgeber präsentieren«, sagte der Sprecher. »Dazu tragen befristete Arbeitsangebote in der Regel nicht bei.«

 

Quelle: neues deutschland online vom 22.05.2018

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  • ERWERBSARMUT

Trotz Vollzeitjobs am Existenzminimum

 

»Wir kommen zurecht, nur Unvorhergesehenes darf nicht passieren, sonst kann auch der Gang zur Eisdiele unerschwinglich werden«, schildert die junge Frau ihre finanzielle Situation. Mancher Tag beginnt mit dem Gedanken: Bitte lass mein Auto nicht kaputtgehen.

 

Die 34-Jährige steht exemplarisch für eine Gruppe, die (...) beständig wächst: All jene, die täglich arbeiten gehen, keine Sozialhilfeleistungen beziehen – und mit ihrem »Geradeso-Verdienst« dennoch ständig in Geldnot sind.

 

Quelle: Bonner Generalanzeiger online vom 22.05.2018

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  • LEIHARBEIT

Letzter Ausweg Leiharbeit

 

In vielen Krankenhäusern und Altenheimen ist die Personaldecke extrem dünn. Das verschlechtert die Arbeitsbedingungen. Immer mehr Pflegekräfte wechseln deshalb zu Zeitarbeitsfirmen.

 

Noch ist Leiharbeit in der Pflege kein Massenphänomen. Von den insgesamt 3,3 Millionen Arbeitsplätzen in der Gesundheits- und Pflegebranche hat die Leiharbeit lediglich einen Anteil von 1,3 Prozent(...). Doch in der Pflegebranche wächst die Leiharbeit rapide.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 21.05.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Leben mit Hartz IV: Schuften als Reinigungskraft für neun Euro pro Stunde

 

Schuften für den Mindestlohn – und dann reicht es am Ende des Monats doch nicht. Das ist für viele Deutsche Alltag. Denn mehr Menschen denn je verdienen ihr Geld hierzulande mit Minijobs, unfreiwilliger Zeitarbeit oder in Zeitverträgen.

 

Auch wenn viele Menschen vom Mindestlohn profitieren haben Arbeitnehmer in Deutschland oft Probleme, wenn sie auf Dauer nicht über den Mindestsatz hinauskommen oder Kinder haben. Besonders Großstadtbewohner mit Mindestlohnjobs haben es schwer.

 

Quelle: RTL.de vom 21.05.2018

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  • TEILZEIT

Heil erwartet keine weitere Verzögerung der Brückenteilzeit

 

Trotz anhaltenden Ringens über das geplante Recht für Arbeitnehmer auf eine Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit erwartet Arbeitsminister Hubertus Heil eine zügige Umsetzung.

 

Der Gesetzentwurf komme noch vor der Sommerpause ins Kabinett, sagte Heil im SWR. Dann könne es der Bundestag rasch beschließen. Davor müsse der Gesetzentwurf aber noch in den beteiligten Ministerien abgestimmt werden.

 

Quelle: Zeit online vom 19.05.2018

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  • TEILZEIT

Brücke in den Job

 

Ein neues Gesetz könnte das schlechte Image der Teilzeitarbeit verbessern. Allerdings nutzt es eher den Vätern als den Müttern, meint Soziologin Mareike Bünning.

 

"Von der Teilzeit scheint ein negatives Signal auszugehen. Auch wenn Väter nur einige Monate Teilzeit nehmen, wird das als Hinweis gewertet, dass sie sich nicht richtig engagieren. Studien belegen, dass Väter tatsächlich von Vorgesetzten und Kollegen im Betrieb schief angeschaut werden, wenn sie Teilzeit arbeiten wollen."

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 18.05.2018

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  • LEIHARBEIT

Party der Ausbeuter

 

Leiharbeit ist bei den Bossen beliebt. Die Beschäftigten haben kaum Rechte, können schnell gefeuert werden und sind im Vergleich zum Stammpersonal günstig zu haben. Gewerkschaftliche Organisierung ist schwer. Die Spaltung der Belegschaften in den Betrieben wird vorangetrieben.

 

Am Donnerstag feierte die Branche Geburtstag. (...) Der IGZ-Bundesvorsitzende Christian Baumann gab die Marschrichtung vor. Ziel sei die allgemeine Akzeptanz der Zeitarbeit als Normalarbeitsverhältnis.

 

Quelle: junge Welt online vom 18.05.2018

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  • LEIHARBEIT

Zeitarbeit hat ein Imageproblem

 

Laut einer Umfrage bringen 28 Prozent der Deutschen die Leiharbeit in erster Linie mit negativen Aspekten wie Niedriglöhnen und Ausbeutung von Arbeitnehmern in Verbindung. Unter den Menschen, die persönlich Erfahrung mit Zeitarbeit gemacht haben, schließen sich sogar knapp 50 Prozent dieser Aussage an.

 

Das zeigt eine repräsentative Allensbach-Erhebung, die am Donnerstag an­lässlich des Bundeskongresses des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) in Münster vorgestellt worden ist.

 

Quelle: Westfälische Nachrichten online vom 18.05.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Mindestlohn von zwölf Euro für Hamburg kommt

 

Hamburg führt einen Landesmindestlohn von zwölf Euro je Stunde ein. Das hat die Bürgerschaft am Mittwoch beschlossen. Der Mindestlohn wird für alle Beschäftigten der Stadt sowie für alle Mitarbeiter städtischer Betriebe und Unternehmen gelten.

 

Die Umsetzung des Mindestlohns könne dabei auch schrittweise erfolgen, teilten die Fraktionen von SPD und Grünen mit, auf deren Antrag der Mindestlohn eingeführt wird. (...) Bis Anfang des Jahres 2020 soll der Senat die neuen Regelungen umgesetzt haben.

 

Quelle: Welt online vom 17.05.2018

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  • BEFRISTUNG

Die Post bleibt stur

 

Die Post hält es für richtig, die Entfristung von Arbeitsverträgen mit Bedingungen zu verknüpfen - etwa dass Mitarbeiter nur wenige Tage krank sein dürfen. Der Konzern argumentiert, Angestellte müssten für den Job körperlich fit sein.

 

"Wir werden an den Eckpunkten festhalten, denn sie haben sich in der Praxis bewährt und sind arbeitsrechtlich nicht zu beanstanden", sagte Thomas Ogilvie, 41, im Vorstand der Post für Personal zuständig, der Süddeutschen Zeitung.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 17.05.2018

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  • BEFRISTUNG

Sorgt die Koalition für weniger befristete Jobs?

 

Im Fernsehen scheint es manchmal so, als sei Regieren sehr einfach. Da verkündet Bundesfinanzminister Olaf Scholz (...): "Ich habe angewiesen, dass wir für alle Behörden und Folgebehörden (...) dafür sorgen werden, dass die Befristungsquoten gesenkt werden."

 

So läuft das: Der Minister ordnet an, schon gibt es weniger befristete Arbeit. Beim Millionenpublikum dieser Sendung in der vorvorigen Woche dürfte das gut angekommen sein. Denn befristete Arbeitsverträge gelten vielen als ein sozialpolitischer Skandal.

 

Quelle: Zeit online vom 16.05.2018

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  • LEIHARBEIT

Zeitarbeit führt nach wie vor zu Frust

 

Zwei Jahre hat der ehemalige Binnenschiffer als Zeitarbeitnehmer bei einem Metallbetrieb in Varel gearbeitet. (...) Als der Vertrag auslief und er hätte übernommen werden müssen (...), wurde ihm stattdessen vor einigen Monaten der Stuhl vor die Tür gesetzt.

 

Die Beschäftigung bei der Zeitarbeitsfirma wäre zu schlechteren Konditionen erfolgt, was Müller nicht akzeptieren wollte. Gleiches Geld für gleiche Arbeit, zumal der Betrieb seit Monaten unter Vollauslastung fährt. Die beabsichtigte Schlechterstellung verletzte seinen Gerechtigkeitssinn.

 

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung online vom 16.05.2018

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  • TEILZEIT

Teilzeitgesetz: Nahles wirft Union Blockade vor

 

Bereits in einer Woche soll das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Doch nun ist Streit zwischen Union und SPD über das Gesetz (...) ausgebrochen. "CDU und CSU blockieren beim Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit", sagte die Partei- und Fraktionschefin der SPD, Andrea Nahles.

 

Dem Vernehmen nach hat die Union vor allem wegen dieser Erweiterung der Beweislast Bedenken. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) wollte auf Nachfrage nicht Stellung beziehen.

 

Quelle: RP online vom 16.05.2018

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  • ERWERBSARMUT

Wenn Arbeit zu Armut führt

 

Arm trotz Arbeit - eine Realität in Deutschland. Rund 3,7 Millionen Menschen in Deutschland verdienen mit ihrem Vollzeitjob weniger als 2000 Euro brutto im Monat. Rein statistisch gesehen, verdient somit fast jeder fünfte Arbeitnehmer so wenig.

 

371.000 Menschen sind abhängig beschäftigt und gleichzeitig beziehen sie Hartz IV. Ein Drittel von ihnen arbeitet nicht Vollzeit, sondern hat nur einen Minijob. (...) Doch rund 205.000 Arbeitnehmer arbeiten in Vollzeit und bekommen trotzdem Hartz IV vom Staat.

 

Quelle: Stern.de vom 15.05.2018

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  • BEFRISTUNG

Weitere Kritik an Gelber Post

 

Fast jeder fünfte Brief- und Paketzusteller bei der Deutschen Post AG soll nach Informationen der „Bild am Sonntag“ nur einen befristeten Vertrag haben. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf Konzernunterlagen, dass etliche davon angeblich weniger als drei Monate Laufzeit haben.

 

Der Zeitung zufolge beschäftigte die Post AG im Bereich „Brief“ Ende des vergangenen Jahres insgesamt 14 780 befristet eingestellte Kräfte. Hinzu kommen sollen 10 335 nicht ständig befristet Beschäftigte und sogenannte Abrufkräfte.

 

Quelle: NWZonline.de vom 14.05.2018

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  • TEILZEIT

Jeder Vierte Thüringer arbeitet in Teilzeit

 

In Thüringen arbeiten so viele Frauen und Männer in Teilzeit wie noch nie. Ihre Zahl hat nach Angaben des Landesarbeitsamtes mit 213 692 im Juni 2017 einen neuen Höchststand erreicht. Das seien 16 Prozent mehr als im Juni 2013 mit 183 577 Teilzeitbeschäftigten.

 

Damit arbeitet mit 27 Prozent mehr als jeder vierte Beschäftigte im Freistaat in Teilzeit. Die Zahl der Vollbeschäftigten ging im gleichen Zeitraum minimal um 0,1 Prozent auf 588 000 zurück.

 

Quelle: Welt online vom 14.05.2018

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  • TEILZEIT

Deutlich mehr Teilzeit-Arbeit in Sachsen-Anhalt

 

Immer mehr Sachsen-Anhalter arbeiten in Teilzeit. Ihre Zahl stieg binnen vier Jahren um fast 16 Prozent, wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit in Halle mitteilte.

 

Im Juni 2013 gab es demnach rund 200 500 Teilzeitbeschäftigte im Land, im Juni 2017 dann schon knapp 232 000. Das habe 29 Prozent aller Beschäftigten entsprochen. Unterdessen sei die Zahl der Vollzeitbeschäftigten in den vier betrachteten Jahren um 0,9 Prozent gesunken.

 

Quelle: Volksstimme.de vom 13.05.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Für Rente über Grundsicherung ist Mindestlohn von 12,63 Euro nötig

 

Nach Berechnungen der Bundesregierung müsste der Mindestlohn deutlich höher als heute liegen, um im Alter eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu gewährleisten. (...) Demnach müsste der Mindestlohn 12,63 Euro betragen.

 

Dem Ministerium zufolge liegt der durchschnittliche Bruttobedarf von Empfängern der Grundsicherung im Alter derzeit bei 814 Euro – jedenfalls dann, wenn sie nicht in Alterseinrichtungen leben.

 

Quelle: Welt online vom 12.05.2018

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  • MINDESTLÖHNE

DGB fordert kräftige Anhebung des Mindestlohns

 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) verlangt eine deutliche Anhebung des Mindestlohns. Bei der nächsten Sitzung der von der Regierung eingesetzten Mindestlohnkommission im Juni wollten sich die Gewerkschaften für eine spürbare Erhöhung des Mindestlohns stark machen.

 

Die Mindestvergütung solle sich laut Gesetz an den jeweils letzten Tariferhöhungen orientieren, aber auch an der allgemeinen Wirtschaftslage, erläuterte Hoffmann. Die sei extrem gut. "Also muss es auch einen ordentlichen Zuschlag geben".

 

Quelle: Zeit online vom 12.05.2018

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  • BEFRISTUNG

7219 Arbeitsverträge bei der Bundesagentur für Arbeit sachgrundlos befristet

 

In der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern der Bundesbehörde arbeiten zurzeit 7219 Mitarbeiter auf Basis sachgrundlos befristeter Verträge. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor.

 

Das Bundesarbeitsministerium betont (...), dass die Zahl der Beschäftigten, die im Bereich der Bundesagentur ohne Angabe von Gründen über keinen unbefristeten Arbeitsvertrag verfügen, im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sei.

 

Quelle: Focus online vom 10.05.2018

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  • LEIHARBEIT

Leiharbeiter beim Einkommen deutlich unter dem Durchschnitt

 

Beim Verdienst liegen Leiharbeitskräfte deutlich unter dem Durchschnitt. So betrug ihr Einkommen bei einer Vollzeitstelle Ende 2016 im Mittel 1816 Euro brutto im Monat - gegenüber 3133 Euro für Vollzeitbeschäftigte über alle Branchen hinweg.

 

Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die ergänzende Hartz-IV-Leistungen beziehen, ist in der Leiharbeit überdurchschnittlich hoch. Während im Juni 2017 über alle Branchen hinweg 2 Prozent der Beschäftigten Arbeitslosengeld II bezogen, lag dieser Anteil in der Leiharbeit bei 5 Prozent.

 

Quelle: Pforzheimer Zeitung online vom 10.05.2018

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  • TEILZEIT

Mütter im Norden arbeiten selten in Vollzeit

 

Erwerbstätige Mütter sind in Schleswig-Holstein ganz überwiegend in Teilzeit beschäftigt. Wie das Statistikamt Nord am Mittwoch berichtete, lebten im Jahr 2016 im nördlichsten Bundesland rund 281 000 Mütter mit mindestens einem minderjährigen Kind.

 

Nicht ganz zwei Drittel von ihnen waren aktiv erwerbstätig und davon 72 Prozent in Teilzeit. Bei Müttern mit einem minderjährigen Kind betrug der Anteil 67 Prozent und bei zwei Kindern 78 Prozent.

 

Quelle: LN-online.de vom 09.05.2018

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  • TEILZEIT

Teilzeit-Gesetz bald im Kabinett

 

Trotz anhaltender Kritik geht Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) davon aus, dass sich die Bundesregierung noch in diesem Monat auf das geplante Rückkehrrecht von Teilzeit- in Vollzeit-Jobs verständigt.

 

„Ich bin zuversichtlich, dass wir im Mai damit ins Kabinett kommen“, versicherte Heil (...). Derzeit sei der Gesetzentwurf noch in der Ressortabstimmung zwischen den einzelnen Ministerien. „Das sieht im Moment ganz ordentlich aus.“

 

Quelle: Focus online vom 08.05.2018

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  • CROWDWORK

Gegen die moderne Sklaverei

 

Nach dem Uber-Prinzip verfahren auch Firmen, die im Internet Arbeitsangebote an Crowd-Worker vermitteln: Wer mitmacht, ist Unternehmer in eigener Sache, kann daher keine Arbeitnehmerrechte geltend machen und wird nur bezahlt, wenn das Unternehmen mit den Ergebnissen zufrieden ist.

 

Um dieser Form moderner Sklaverei zu begegnen, plädiert die Böckler-Stiftung für eine Haftung der Auftraggeber: Per Gesetz sollen jene, die Leistungen bestellen, alle Pflichten eines Arbeitgebers übernehmen.

 

Quelle: FR online vom 08.05.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Hamburgs Bürgermeister Tschentscher für zwölf Euro Mindestlohn

 

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) will eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland erreichen. „Damit man auch im Alter von seiner Rente leben kann, muss der Mindestlohn bei zwölf Euro liegen“, sagte Tschentscher.

 

Mit seinem Vorstoß zielt Tschentscher auf ein schrittweises Vorgehen. „Wir werden in Hamburg den Anfang machen. Für alle öffentlichen Unternehmen wollen wir mit den Gewerkschaften Tarifverträge vereinbaren, die zu einem Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde führen."

 

Quelle: Handelsblatt online vom 07.05.2018

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  • BEFRISTUNG

Scholz will Einstellungspraxis bei der Post nicht hinnehmen

 

Wer zu oft krank ist oder nicht schnell genug arbeitet, der bekommt bei der Post häufiger keinen festen Vertrag. Der Finanzminister will, dass sich das ändert. Scholz sagte, er nehme diese Praxis nicht hin, sie sei nicht in Ordnung und nicht gut.

 

Bei der Post könne der Bund den Einfluss nehmen, den er habe. Seit 1995 ist die Deutsche Post privatisiert, der Bund ist aber noch indirekt an der früheren Behörde beteiligt. Scholz kündigte zudem an, die zunehmende Zahl befristeter Arbeitsverhältnisse zurückzudrängen.

 

Quelle: Zeit online vom 07.05.2018

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  • BEFRISTUNG

Post: Entfristung von Arbeitsverträgen abhängig von Krankheitstagen

 

Die Deutsche Post macht die Entfristung von Arbeitsverträgen laut einem Medienbericht von den Krankheitstagen eines Mitarbeiters abhängig. (...) Zudem dürfen Postboten in drei Monaten nicht mehr als 30 Stunden länger für ihre Touren gebraucht haben als vorgesehen.

 

Auf Anfrage der Zeitung bestätigt ein Sprecher die Konzernvorgaben, sprach aber von einer „verantwortungsbewussten“ Entfristungspolitik (...). Innerhalb des letzten Jahres habe die Post rund 9000 befristete Arbeitsverhältnisse in unbefristete überführt.

 

Quelle: FR online vom 06.05.2018

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  • TEILZEIT

Wirtschaftsrat der CDU kritisiert geplantes Teilzeitgesetz

 

Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats sieht mit dem Teilzeitgesetz eine neue „Bürokratiekeule“ kommen – zum Nachteil für Frauen. (...) Es sei zu befürchten, „dass die Gesetzesinitiative zum Einstellungshemmnis für Frauen wird“.

 

Denn mittelständische Betriebe wären oftmals überfordert, Vollzeitarbeitsplätze für ihre Teilzeitbeschäftigten zu schaffen. Einige würden daher davor zurückschrecken, Arbeitskräfte einzustellen, bei denen ein Wechselwunsch wahrscheinlich sei.

 

Quelle: DerWesten.de vom 06.05.2018

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  • MULTIJOBBER

Minijob statt Feierabend:

 

Die Zahl der Menschen mit mehreren Jobs steigt einem Medienbericht zufolge immer weiter an. (...) 2016 gab es bundesweit 3,13 Millionen Mehrfachbeschäftigte, im vergangenen Jahr waren es 3,26 Millionen.

 

Die Tendenz zu mehreren Jobs setze sich seit Jahren fort, heißt es weiter. 2004 seien erst 1,86 Millionen Menschen mit mindestens zwei Stellen registriert gewesen, das waren demnach 1,4 Millionen Multi-Jobber weniger als im vergangenen Jahr.

 

Quelle: Focus online vom 05.05.2018

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  • TEILZEIT

Wechsel in Teilzeit ohne Grund möglich

 

Arbeitnehmer haben grundsätzlich das Recht, aus Vollzeit in Teilzeit zu wechseln. Einen Grund dafür müssen sie dem Arbeitgeber nicht nennen, erklärt der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

 

Ein paar andere Voraussetzungen gibt es aber: So besteht der Anspruch auf Teilzeit nur, wenn jemand länger als sechs Monate bei einem Arbeitgeber mit mindestens 15 Mitarbeitern beschäftigt ist.

 

Quelle: RP online vom 05.05.2018

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  • TEILZEIT

Teilzeit-Interessenten wollen Arbeit oft nur kurz reduzieren

 

Jeder dritte an einer befristeten Teilzeit Interessierte möchte (...) seine wöchentliche Arbeitszeit nur für wenige Monate reduzieren. Diese Beschäftigten würden daher nicht von dem geplanten gesetzlichen Anspruch auf eine sogenannte Brückenteilzeit profitieren.

 

Nach der bisher von der rot-schwarzen Bundesregierung geplanten Regelung sollen Arbeitgeber Wünsche von Beschäftigten nach einer befristeten Teilzeitregelung ablehnen können, wenn diese ein Jahr unter- oder fünf Jahre überschritten würde.

 

Quelle: Focus online vom 04.05.2018

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  • MINDESTLÖHNE

"Zwei Millionen werden um den Mindestlohn betrogen"

 

Gewerkschaftschef Reiner Hoffmann fordert die Regierung auf, die zugesagten zusätzlichen 1600 Stellen zur Kontrolle der Regelung zu schaffen.

 

Hoffmann: Wir brauchen bessere Kontrollen. 2015 hat der damalige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble 1600 zusätzliche Stellen beim Zoll dafür versprochen. Da tritt man jetzt, drei Jahre später, immer noch auf der Stelle.

 

Quelle: Augsburger Allgemeine online vom 04.05.2018

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  • BEFRISTUNG

Unternehmen wollen GroKo-Plänen ausweichen

 

Die Pläne der Bundesregierung, die sogenannte sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen einzuschränken, dürfte in der Wirtschaft massive Umgehungsstrategien provozieren.

 

Eine (...) Umfrage der Verbände „Die Familienunternehmer“ und „Die Jungen Unternehmer“ bei knapp 600 Managern zeigt nun: Von den Firmen, die von der Neuregelung betroffen wären, würden laut Umfrage nur acht Prozent mehr unbefristete Stellen schaffen, 27 Prozent hingegen vermehrt Zeitarbeiter einsetzen – und 45 Prozent vermehrt auf Befristungen mit Sachgrund ausweichen.

 

Quelle: WirtschaftsWoche online vom 04.05.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Arbeitsminister Heil will Großreform bei Rente

 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will (...) noch vor der Sommerpause ein erstes Rentenpaket vorlegen. Vorschläge für die geplante Großreform soll die neue Rentenkommission der Bundesregierung machen, die Heil in Berlin präsentierte.

 

Voraussichtlich kommendes Jahr solle eine Grundrente für langjährig Geringverdiener auf den Weg kommen. (...) Aufgabe sei es, Armut im Alter zu vermeiden und Alterssicherung abzusichern.

 

Quelle: Zeit online vom 03.05.2018

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  • BEFRISTUNG

Wenn sich Lehrer von Vertrag zu Vertrag hangeln müssen

 

Bildung wird in Bayern großgeschrieben. Gleichzeitig stellt der Staat aber immer mehr Pädagogen nur befristet an. Viele junge Lehrer sind deshalb verzweifelt. An Lebensplanung können sie nicht denken.

 

Eine Anfrage der SPD-Fraktion beim Kultusministerium ergab, dass die Zahl der befristet beschäftigten Lehrer von 2012 bis 2016 an Grund- und Mittelschulen um knapp 50 Prozent, an Realschulen sogar um fast 70 Prozent gestiegen ist.

 

Quelle: Welt online vom 02.05.2018

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  • TEILZEIT

Gesetzentwurf zur befristeten Teilzeit vorgelegt

 

Künftig sollen alle Beschäftigten in Betrieben ab einer Größe von 45 Arbeitnehmern ein Recht auf eine befristete Teilzeitphase bekommen. Sie soll zwischen einem Jahr und fünf Jahre lang sein können.

 

Das Gesetz soll laut Heil für alle neuen Fälle gelten, also für alle Teilzeitvereinbarungen, die ab dem 1. Januar 2019 geschlossen werden. Bei Betrieben zwischen 45 und 200 Mitarbeitern soll dieser Anspruch nur einem pro 15 Mitarbeitern gewährt werden.

 

Quelle: neues deutschland online vom 02.05.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Juso-Chef fordert zwölf Euro Mindestlohn

 

Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert hat zum Tag der Arbeit eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens zwölf Euro je Stunde noch in dieser Wahlperiode gefordert.

 

„Um den Mindestlohn armutssicher zu machen, müsste er schon heute zwölf Euro oder mehr betragen“, sagte der Chef der SPD-Nachwuchsorganisation.

 

Quelle: FAZ.net vom 01.05.2018

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