Letzte Beiträge

 

22/09/2017: Sind sachgrundlose Befristungen wirklich unverzichtbar?

 

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sieht in sachgrundlosen Befristungen kein Problem. Vor einiger Zeit hat sie ein Argumentationspapier vorgelegt, in dem sie sich nachdrücklich dafür ausspricht, Arbeitsverträge sachgrundlos befristen zu können. Die darin vorgetragenen Gründe allerdings überzeugen nicht.

 

21/09/2017: Hohes Nominallohnplus hebt Reallöhne im 2. Quartal 2017

 

Nach einem Hoch der Reallohnsteigerungsrate im 1. Quartal 2016 ging die Entwicklung in den Sinkflug über. Dank eines kurz darauf wieder einsetzenden Trends stetig steigender Nominallöhne brachte das 2.Quartal 2017 den abhängig Beschäftigten trotz kaum veränderter Inflationsrate wieder ein erkennbares Lohnplus.

 

06/09/2017: Das Befristungsunwesen weitet sich aus

 

Noch im vorletzten Jahr sah es so aus, als könnte der Befristungswahn seinen Zenit überschritten haben. Die Zahlen für das Jahr 2016 dagegen zeigen kein verändertes Einstellungsverhalten bei den Unternehmen. Jobs auf Zeit sind wieder auf dem Vormarsch. Vor allem junge Beschäftigte bringt das in eine schwierige Lage.

 

16/08/2017: Keine Wende bei der atypischen Beschäftigung

 

Mit dem Beschäftigungsaufbau des vergangenen Jahres ist auch die Zahl der atypisch Beschäftigten wieder gestiegen. Ihr Anteil an allen Kernerwerbstätigen ist seit drei Jahren nahezu unverändert. Definiert man „reguläre Beschäftigung“ strenger, treten die Konturen eines gespaltenen Arbeitsmarkts noch schärfer hervor.

 

Presseschau: aktuelle Medienberichte

  • MINIJOBS

Mindestlohn hilft Minijobbern mehr als Vollzeit-Kräften

 

Von der Einführung des Mindestlohns Anfang 2015 haben Minijobber finanziell fast doppelt so stark profitiert wie Vollzeit-Beschäftigte. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Linken-Anfrage hervor.

 

Demnach stiegen die Nominallöhne - das ist der ausgezahlte Lohn ohne Berücksichtigung der Kaufkraft - von Minijobbern 2015 und 2016 um insgesamt 8,2 Prozent. Sie nahmen damit fast doppelt so schnell wie die Nominallöhne der Vollzeitbeschäftigten zu (plus 4,9 Prozent).

 

Quelle: RP online vom 23.09.2017

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  • LEIHARBEIT

Zeitarbeit erreicht Eine-Million-Marke

 

Die Zeitarbeit ist der Jobmotor Nummer eins in Deutschland. In diesen Tagen übersteigt die Belegschaft der etwa 11.000 Zeitarbeitsfirmen die Marke von einer Million Menschen, das sind doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren.

 

Es bleibt der Vorwurf, die Verleiher würden ihren Arbeitskräften »Hungerlöhne« zahlen. In der Tat verdient ein entliehener Arbeitnehmer im Schnitt nur 1842 Euro monatlich, das sind knapp 60 Prozent eines Durchschnittslohnes. Doch hat dies auch strukturelle Gründe.

 

Quelle: neues deutschland online vom 22.09.2017

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  • PREKARISIERUNG

Studie: Junge Deutsche leben immer prekärer

 

Laut einer neuen Studie der Leeds University Business School beschreibt bereits jeder dritte Deutsche zwischen 18 und 30 Jahren seine Lebensumstände als prekär, über die Hälfte der 15 bis 24-Jährigen arbeitet unter „atypischen Arbeitsverhältnissen“, also ohne klassische Festanstellung.

 

Die Sache ist nur: So wirklich wahrhaben wollen das offenbar die Wenigsten, weswegen sie sich trotz ihrer geringen Einkünfte lieber mit der Mittelklasse identifizieren als mit „denen da unten“.

 

Quelle: jetzt.de vom 21.09.2017

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  • MINIJOBS

Nur 18 Prozent der Mini-Jobber sorgen für Alter vor

 

Nur 18 Prozent der Mini-Jobber im gewerblichen Bereich zahlen in die Rentenkasse ein. In Privathaushalten sind es sogar nur etwas über 14 Prozent. Das geht aus Angaben des Bundesarbeitsministeriums zu einer Anfrage (...) hervor.

 

Laut Pothmer verzichtet die Mehrheit der Minijobber nicht nur auf Rentenansprüche, sondern riskiert auch Nachteile etwa bei der Erwerbsminderungsrente, bei Kinderberücksichtigungszeiten oder beim Ansammeln von Beitragszeiten.

 

Quelle: NOZ.de vom 21.09.2017

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  • LEIHARBEIT

Metallindustrie unterläuft Regeln zu Leiharbeit

 

Seit April gelten neue Regeln, um Leiharbeiter zu schützen. Sie dürfen zum Beispiel nur noch 18 Monate lang in einem Unternehmen arbeiten. Doch große Teile der Metallbranche halten sich noch nicht daran und nutzen die Übergangsfrist aus.

 

Schon 13 regional geltende Tarifverträge erlauben Abweichungen von der gesetzlichen Regelung, wonach Leiharbeiter höchstens 18 Monate lang in einer Firma eingesetzt werden dürfen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor.

 

Quelle: NOZ.de vom 21.09.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Zoll meldet mehr Verstöße gegen Mindestlohn

 

Wird der Mindestlohn von 8,84 Euro auch tatsächlich von allen Firmen gezahlt? Der Zoll hat im ersten Halbjahr 2017 die Zahl der unangekündigten Kontrollen deutlich erhöht - und deutlich mehr Lohndrücker ertappt.

 

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" belief sich die Zahl der Verstöße demnach auf 2433 Fälle. In den ersten sechs Monate des Jahres 2016 waren es hingegen nur 1711 gewesen. Der Anstieg beträgt also gut 40 Prozent.

 

Quelle: Spiegel online vom 21.09.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Grundsatzurteil: Mindestlohn für Nachtzuschläge und Feiertage

 

Die höchsten deutschen Arbeitsrichter stellten mit einem Urteil klar, dass für Nachtzuschläge, die nach dem tatsächlichen Stundenverdienst berechnet werden, der Mindestlohn als untere Basis gilt.

 

Auch für die Vergütung von Feiertagen sei der Mindestlohn fällig, entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Für den Präzedenzfall sorgte eine sächsische Montagearbeiterin aus einer kleinen Kunststofftechnikfirma mit 80 Beschäftigten.

 

Quelle: N-TV.de vom 20.09.2017

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  • AUSBEUTUNG

Immer mehr Arbeitnehmer arbeiten auch an Sonntagen

 

Immer mehr Arbeitnehmer arbeiten regelmäßig an Sonn- und Feiertagen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Grünen-Fraktion hervor.

 

Demnach stieg die Zahl der Erwerbstätigen, die ständig sonn- und feiertags arbeiten, 2016 um 5,2 Prozent gegenüber 2013 auf knapp 6,1 Millionen. Bei den abhängig Beschäftigten nahm sie um 7,3 Prozent auf knapp fünf Millionen zu.

 

Quelle: RP online vom 20.09.2017

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  • LEIHARBEIT

»Als Leiharbeiter ist man ziemlich rechtlos«

 

Daniel Grüneke ist Schiffbauer und seit knapp zehn Jahren unfreiwillig in der Leiharbeit. (...) "Viele Unternehmen setzen dauerhaft Leiharbeiter ein, zum Beispiel die Werften bei uns. Da stellt sich schon die Frage: Wie lange können »Auftragsspitzen« dauern?"

 

"Die Arbeitsagentur überhäuft mich zwar mit Angeboten, sobald ich mich dort wieder arbeitslos melde. Zu fast 100 Prozent kommen die aber von Leihfirmen. Ich bin gezwungen, diese Jobs anzunehmen, da das Amt mir sonst die Bezüge kürzt."

 

Quelle: junge Welt online vom 19.09.2017

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  • MINIJOBS

DGB warnt vor Anhebung der Minijobgrenze

 

CDU und FDP fordern eine Anhebung der Minijobgrenze von 450 Euro auf bis zu 550 Euro Monatsgehalt. (...) Der DGB steht diesen Plänen äußerst kritisch gegenüber:

 

Laut einer Berechnung des DGB wären von einer Anhebung der Minijobgrenze rund 500.000 ausschließlich geringfügig Beschäftigte betroffen. (...) Sie hätten zwar bei einer Anhebung der Verdienstgrenze einen höheren Netto-Monatslohn, würden aber gleichzeitig aus den sozialen Sicherungssystemen fallen.

 

Quelle: O-Ton-Arbeitsmarkt.de vom 19.09.2017

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  • POLARISIERUNG

Politik muss Ungleichheit stärker bekämpfen

 

Für Wirtschaftsforscher steht fest: Die Politik tue zu wenig gegen Ungleichheit im Lande. Die Wissenschaftler schlagen ein Modell aus drei Säulen vor, damit die sozialen Unterschiede nicht noch größer werden.

 

Für die untere Einkommensgruppe sei etwa eine raschere Steigung des Mindestlohns nötig. Zudem müsse der Hartz-IV-Regelsatz „angemessen“ hoch sein und sich an der Mindestlohn-Anpassung orientieren.

 

Quelle: Handelsblatt online vom 18.09.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Im Dienste von Europas Niedriglöhnern

 

Winter leitet die Hamburger Servicestelle für Arbeitnehmerfreizügigkeit. (...) Sie ringen um Gerechtigkeit für jene Menschen, die zum Arbeiten aus den ärmlichen Ecken der EU (...) gekommen sind und oft Dumpinglöhne sowie prekäre Lebensverhältnisse ertragen müssen.

 

Die Hamburgische Bürgerschaft beschloss 2011 die Eröffnung dieser Anlaufstelle, weil die ungeregelte Zuwanderung bulgarischer und rumänischer Arbeiter nicht mehr zu übersehen war. Sie dienten sich zu Niedrigpreisen an, am sogenannten Tagelöhnerstrich.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 17.09.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Mehr Armut trotz Wachstums?

 

Die von Armut Bedrohten werden zwar mehr, aber sie werden nicht ärmer, erklärt Holger Lengfeld (...). Zwischen 1991 und 2015 haben die fünf Prozent der Ärmsten reale Verluste beim verfügbaren Einkommen erlitten, alle anderen aber haben Zugewinne verbucht.

 

Dies ist nur scheinbar ein Widerspruch zur Beobachtung, dass sich die Bruttolöhne auseinanderentwickelt haben. Denn der Sozialstaat sorgt durch Umverteilung dafür, dass sich die Schere(...) wieder weitgehend schließt. Dennoch verbleibt ein kleiner Spalt. Genau der ist für einen Teil des Anstiegs des Armutsrisikos verantwortlich.

 

Quelle: Tagesspiegel online vom 16.09.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Bundesweite Zollkontrolle

 

Hunderte Zöllner waren Anfang der Woche im gesamten Bundesgebiet im Einsatz, um eine groß angelegte Kontrolle im Speditions- und Logistikgewerbe durchzuführen. (...) Danach überprüften sie unter anderem, ob der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wurde oder ob Leistungsbetrug vorliegt.

 

Während der zweitägigen Kontrollen des Hauptzollamtes Hannover (...) und des Hauptzollamts Hamburg-Stadt (...) ergaben sich 60 Verdachtsfälle auf das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträge. In 32 Fällen wurde vermutlich der Mindestlohn nicht gezahlt.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 15.09.2017

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Wie Altersarmut verhindert werden kann

 

Die Agenda 2010 hat Minijobs, Teilzeitarbeit, Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge gefördert, mit der Behauptung, nur so könne man weniger Qualifizierte zu einem Job verhelfen und ihnen eine Chance für eine (...) besser bezahlte Beschäftigung geben. Genau das aber ist nicht eingetreten.

 

Die sinkende Arbeitslosigkeit wurde mit mehr prekären Arbeitsverhältnissen und geregelter Armut erkauft. Der Anteil der Niedriglohnempfänger an den Beschäftigten ist unverändert hoch. (...) Das wird zu wachsender Altersarmut führen.

 

Quelle: FR online vom 15.09.2017

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Und die Ungleichheit hat doch zugenommen

 

Der zweite Widerspruch ist die Behauptung, die atypische Beschäftigung hätte in Deutschland nicht zugenommen, gemeint sind Arbeitsplätze mit geringen Löhnen oder prekären Beschäftigungsverhältnissen.

 

Atypische Beschäftigungsverhältnisse haben für Menschen mit hohen Einkommen in der Tat abgenommen. Für Menschen mit mittleren und geringen Einkommen haben sie jedoch in den letzten 20 Jahren und seit 2005 zugenommen.

 

Quelle: Zeit online vom 15.09.2017

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  • LEIHARBEIT

Zeitarbeiter haben wesentlich höhere Fehlzeiten

 

Während manche Zeitarbeit als tolle Lösung für flexible Arbeit sehen, erklärt die Techniker Krankenkasse (TK), welche negativen Auswirkungen sie auf die Beschäftigten hat: Zeitarbeiter haben höhere Fehlzeiten als regulär Beschäftigte:

 

Sie waren im Jahr 2016 im Durchschnitt 20,3 Tage krank – und das sind satte 5,6 Tage mehr als die Beschäftigten der übrigen Branchen mit 14,7 Tagen. Kein Wunder, denn die unsicheren Arbeitsverhältnisse stellen eine psychische Belastung dar, die auf die Gesundheit schlagen kann.

 

Quelle: Arbeitsschutz-Portal.de vom 14.09.2017

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  • MINIJOBS

Jede dritte Beschäftigung im Taunus ist ein Nebenberuf

 

So gut, wie der Name klingt, entwickeln sich die sogenannten Minijobs nicht immer. Für die einen sind die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (...) ein willkommener und oft dringend notwendiger Nebenverdienst, für andere hingegen ist es der Weg in eine berufliche Sackgasse.

 

Auch die Arbeitsagentur sieht die Risiken der Minijobs und versucht gegenzusteuern. (...) Laut einer Studie Familienministeriums schaffen nur 14 Prozent aller Frauen nach ihren Minijobs wieder den Schritt in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

 

Quelle: Taunus-Zeitung.de vom 14.09.2017

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  • SOLO-SELBSTSTÄNDIGE

Einzelfirmen am Bau erhalten Geld zurück

 

Rund 6 000 Solo-Selbstständige am Bau in Sachsen erhalten von der Sozialkasse der Branche Geld zurück. Die von den Tarifparteien getragene Soka-Bau erklärt auf ihrer Website, den Einzug der jährlichen Ausbildungsumlage von mindestens 900 Euro zu stoppen.

 

Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom August, wonach Einzelbetriebe keine Arbeitgeber im herkömmlichen Sinn sind. (...) Der Mindestbeitrag sollte für eine solidarische Finanzierung der Berufsausbildung sorgen.

 

Quelle: Sächsische Zeitung online vom 14.09.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Geringverdienern in Wilhelmshaven fehlt angemessene Förderung

 

Auch Geringverdiener könnten Wohneigentum bilden, wenn der Staat die Wohnbauförderung reaktivieren würde. Das sagt das von der Wirtschaft beauftragte Pestel-Institut.

 

Demnach kann in der Stadt Wilhelmshaven die Wohneigentumsquote von derzeit 31 Prozent noch gesteigert werden. (...) Voraussetzung ist, dass der Staat sie dabei durch ein Programm mit langfristigen Krediten über die KfW-Förderbank unterstützt und ihnen Sicherheit bei den Zinsen gibt.

 

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung online vom 13.09.2017

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  • AUFSTOCKER

Viele Osteuropäer sind "Aufstocker"

 

Die Quote der sogenannten Aufstocker unter den Hartz-IV-Beziehern aus Bulgarien und Rumänien sei mit 40,8 Prozent "auffallend hoch", heißt es in einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (...). Wichtigster Grund (...) sei ihre vergleichsweise geringe Bezahlung.

 

Die Annahme, dass viele Betroffene nur einer geringfügigen Beschäftigung oder einem Mini-Job nachgingen, um über diesen Weg ergänzende staatliche Hilfe zu erhalten, bestätige sich nicht. 65 Prozent aller erwerbsfähigen Bulgaren und Rumänen in Deutschland seien erwerbstätig, 55 Prozent von ihnen in einem sozialversicherungspflichtigen Job.

 

Quelle: RP online vom 13.09.2017

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Normale Vollzeitarbeit verliert an Wert

 

Der Gewerkschaftsbund in Baden-Württemberg fordert von der Politik, nach der Bundestagswahl den langjährigen Aufbau der atypischen Beschäftigung zu bremsen. Die feste Vollzeitarbeit mache noch mehr als die Hälfte aller Beschäftigungsverhältnisse im Südwesten aus, sei aber auf dem Rückzug.

 

Der DGB beruft sich in seiner aktuellen Datenanalyse auf Zahlen der statistischen Ämter. (...) Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Werkverträge und Befristungen, was mit der schwierigen statistischen Erfassung begründet wird.

 

Quelle: Stuttgarter Zeitung online vom 12.09.2017

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  • PREKARISIERUNG

Europas neue Reservearmee

 

Zig Millionen EU-Bürger müssen sich mit unsicheren und gering entlohnten Jobs durchschlagen, die ihnen keine Lebensperspektive bieten – mit wachsender Tendenz (...). Doch warum hat die von Soziologen so genannte „Prekarisierung“ der Arbeit ein solches Ausmaß erreicht?

 

Bei der Regulierung der Arbeitsmärkte - folgen Europas Regierungen und die EU-Kommission seit Jahren Annahmen und Theorien, die sich als falsch und wirklichkeitsfremd erwiesen haben; - setzten Kommissare und Finanzminister der Eurogruppe systematisch Flächentarifverträge außer Kraft, bekämpften Gewerkschaften und förderten so Ungleichheit und Prekarisierung.

 

Quelle: Tagesspiegel online vom 12.09.2017

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  • SOLO-SELBSTSTÄNDIGE

Ohne Soloselbstständige geht es nicht

 

Sieben von zehn Unternehmen halten freie Mitarbeiter im IT-Bereich für unverzichtbar. Sie erledigen rund ein Fünftel der Arbeit, meldet der aktuelle Etengo-Freelancer-Index.

 

Dabei wird es immer komplizierter, den passenden Soloselbstständigen zu finden: 25 Prozent der Unternehmen haben das Gefühl, auf dem Freelancer-Markt schwieriger die geeignete Fachkraft für Projekte zu finden. (...) Grund dafür sind die begrenzten Budgets der Unternehmen, denn IT-Freelancer sind teuer.

 

Quelle: Handelsblatt online vom 11.09.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Niedriglohnland Erzgebirge: An den Rand gedrängt

 

Der Landkreis im Südwesten von Sachsen ist laut Bundesregierung der mit dem niedrigsten monatlichen Bruttoeinkommen. (...) Warum zahlen die Arbeitgeber hier niedrigere Löhne als in anderen Regionen?

 

"Da gibt es viele viele Gründe. Der Wichtigste ist, dass sie es gewohnt waren, in Zeiten des "Personalwirtschaftlichen Paradieses" - Professor Michael Behr hat diese Theorie entwickelt - dass die gewohnt waren nach dem ostdeutschen Umbruch, immer genug Leute zu bekommen."

 

Quelle: Deutschlandfunk.de vom 11.09.2017

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  • MINDESTLÖHNE

So wenig Rente bekommen Sie, wenn Sie nur den Mindestlohn verdienen

 

Wer nur den Mindestlohn bekommt, muss im Alter mit einer Mini-Rente rechnen. Selbst wer durchgängig Arbeit hatte kann nicht auf ein dickes finanzielles Polster hoffen, wie unsere folgenden Rechnungen für eine im Jahr 1980 geborene Arbeitnehmerin zeigen.

 

Rechnung 1: Mindestlohn, nie arbeitslos, keine Kinder: 393 Euro Rente. Mit 67 Jahren bekommt die Musterrentnerin eine Rente von 393 Euro im Monat. Voraussetzung: Sie hat mit 16 angefangen zu arbeiten, war nie arbeitslos und hat nicht wegen Kindern ausgesetzt.

 

Quelle: Focus online vom 11.09.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Weber: "Der Mindestlohn ist schädlich"

 

Der Arbeitgeber-Verbandschef Klaus-Dieter Weber im Volksstimme-Gespräch vor der Bundestagswahl. (...) "Ich finde, die Unternehmer zahlen gute Löhne. Ohnehin gibt es für die These, dass tarifgebundene Unternehmen besser zahlen, keine seriöse Statistik."

 

"Gerade Firmen in Sachsen-Anhalt erwirtschaften noch nicht die Erträge, wie Unternehmen aus dem Westen. Den Mindestlohn betrachte ich dabei als schädlichen Faktor, weil dadurch die Renditen und Margen in den Unternehmen geringer werden."

 

Quelle: Volksstimme.de vom 11.09.2017

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  • PREKARISIERUNG

Die Deregulierung der Arbeitsmärkte drängt Millionen Europäer in Armut

 

Die wachsende Zahl der Arbeitnehmer in unsicheren, befristeten Arbeitsverhältnissen sowie gering entlohnten Teilzeitjobs ist Folge einer fehlgeschlagenen Deregulierung der europäischen Arbeitsmärkte und schadet der Wirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Recherche des Journalistenteams Investigate Europe.

 

Die Not mit den miesen Jobs hat viele Gesichter: Mal sind es Werkverträge ohne Kranken- und Sozialversicherung, mal sind es Teilzeitjobs, die nicht zum Leben reichen. Mal müssen sich die Betroffenen von einem befristeten Vertrag zum nächsten hangeln, oder sie müssen als Scheinselbstständige und Leiharbeiter ihr Dasein fristen.

 

Quelle: Tagesspiegel online vom 10.09.2017

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  • BEFRISTUNG

Wanka (CDU) beklagt zu viele befristete Verträge in der Wissenschaft

 

Bundesbildungsministerin Wanka hat an die wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland appelliert, Mitarbeiter längerfristig einzustellen. Sie erwarte (...), dass mit jungen Wissenschaftlern faire Verträge abgeschlossen würden, sagte die CDU-Politikerin

 

Wanka beklagt schon länger, dass es zu viele Befristungen gebe und viele davon zu kurz seien. (...) Ein pauschales Verbot lehnt die Ministerin aber weiterhin ab. Ohne Befristungen komme das Wissenschaftssystem zum Stillstand, betonte sie.

 

Quelle: Deutschlandfunk.de vom 10.09.2017

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  • LEIHARBEIT

Weniger Leiharbeiter auf deutschen Werften

 

Im deutschen Schiffbau hat sich die Beschäftigung in den vergangenen Jahren stabilisiert und Leiharbeit sowie befristete Einstellungen haben abgenommen. Das ist das Ergebnis der jährlichen Betriebsrätebefragung im Auftrag der IG Metall Küste.

 

Der Anteil der Leiharbeiter auf den Werften sei von einstmals 16,3 auf 12,0 Prozent zurückgegangen. 94 Prozent der ausgelernten Lehrlinge würden übernommen; nur 13 Prozent aller neu eingestellten Mitarbeiter erhielten zunächst einen befristeten Vertrag.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 09.09.2017

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  • PREKARISIERUNG

„Immer mehr Altersarmut“

 

Angesichts der steigenden Zahl von Teilzeitjobs und prekären Beschäftigungsverhältnissen hat der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB vor Altersarmut in großem Ausmaß gewarnt. Vor allem Frauen seien betroffen, sagte am Donnerstag Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger, bei der Präsentation des Rentenreports für die Hansestadt.

 

Allein in Hamburg arbeiteten schon jetzt 70 bis 75 Prozent der Frauen in Teilzeit oder hätten Minijobs. Entsprechend niedrig seien dann die Renten.

 

Quelle: Welt online vom 08.09.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Neun von zehn Fahrern verdienen schlecht

 

In Deutschland gilt der Mindestlohn. Ein Garant für ein gerechtes Einkommen ist er allerdings nicht. Viele Branchen haben mit schlechter Bezahlung zu kämpfen. Ganz vorn mit dabei: Das Taxi-Geschäft (...). Neun von zehn Taxifahrern arbeiten für niedrige Löhne.

 

Von den mehr als 39.000 Vollzeitbeschäftigten der Branche verdienten zuletzt 87,7 Prozent weniger als die Niedriglohnschwelle von 2056 Euro brutto im Monat. Das zeigen Daten der Bundesagentur für Arbeit. Die Hälfte der Fahrer verdiente 1503 Euro brutto oder weniger.

 

Quelle: N-TV.de vom 07.09.2017

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  • SOLO-SELBSTSTÄNDIGE

Deutsche schulden den Krankenkassen mehr als sieben Milliarden Euro

 

Der größte Teil des Schuldenbergs entfällt auf die Selbstständigen. (...) Weil man früher davon ausgegangen ist, dass Selbstständige in der Regel gut verdienende Unternehmer mit Angestellten sind, wurde ein Mindestbeitrag festgelegt.

 

Ein Mindestbetrag machte Sinn, als Selbstständige in der Regel Firmen mit Angestellten betrieben. Doch inzwischen wird die Szene von Solo-Selbstständigen ohne Angestellte mit eher niedrigen Einkommen dominiert.

 

Quelle: Berliner Zeitung online vom 07.09.2017

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  • MINIJOBS

Union will umstrittene Minijobs „mitwachsen” lassen

 

Minijobs sind in Deutschland ebenso verbreitet wie umstritten. Im Juni 2017 übten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bundesweit gut 7,47 Millionen Menschen eine geringfügige Beschäftigung aus (...), die Stundenentgelte sind zumeist niedrig.

 

Nun soll der Minijob wachsen. Die Union hat angekündigt, in der kommenden Legislaturperiode die Verdienstgrenze künftig an die allgemeine Lohnentwicklung koppeln und somit jährlich anheben zu wollen. „Wir realisieren den mitwachsenden Minijob“, heißt es im Wahlprogramm.

 

Quelle: Berliner Zeitung online vom 07.09.2017

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  • TEILZEIT

Gefangen in der Teilzeitfalle

 

Der Anteil der Frauen im Erwerbsalter zwischen 15 und 65 Jahren, die einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts von 47 Prozent im Jahr 1960 auf mittlerweile fast 75 Prozent gestiegen.

 

Ein Viertel mehr Frauen im Job, aber nur ein Vierzehntel mehr Arbeit: das macht klar, wie hoch der Anteil der Teilzeit- und Minijobs ist. Mittlerweile arbeiten 58 Prozent der berufstätigen Frauen in Deutschland in Teilzeit. Einen solch hohen Anteil erreicht kein anderes Land in Europa.

 

Quelle: Berliner Zeitung online vom 06.09.2017

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  • BEFRISTUNG

Jeder Zweite wird nur befristet eingestellt

 

Der Anteil befristeter Jobs bei sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Betroffen sind nicht mehr nur Jüngere, sondern zunehmend auch Ältere.

 

Besonders deutlich stieg er bei Beschäftigten zwischen 30 und 39 Jahren: Wurden 2015 noch 38 Prozent von ihnen befristet eingestellt, waren es 2016 bereits 49 Prozent. Auch bei den über 50-Jährigen erhöhte sich der Anteil der befristeten Neueinstellungen.

 

Quelle: RP online vom 06.09.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Aufstocker, Minijobber, Niedriglöhner - arm dran im reichen Deutschland

 

In allen Regionen in Sachsen - außer in den Großstädten - arbeiten mindestens 40 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor. In den Grenzgebieten geht sogar die Hälfte der Menschen für einen Monatslohn von nur knapp 2.000 Euro brutto arbeiten.

 

In Thüringen zeigt sich die Lage im Kyffhäuserkreis, in Sachsen-Anhalt im Landkreis Stendal ähnlich brisant. Auch hier arbeitet die Hälfte aller Beschäftigten nur für einen niedrigen Lohn. In Leipzig, Chemnitz und Dresden liegt der Anteil der Niedriglöhner bei 30 Prozent.

 

Quelle: MDR.de vom 05.09.2017

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  • CROWDWORK

„Fair Crowd Work“ bewertet Plattformen aus Arbeitnehmersicht

 

Für Crowdworking-Beschäftigte gehört es zum Alltag von Plattform und Kunden mit „Sternchen“ für ihre Arbeitsqualität bewertet zu werden. Gewerkschaften aus Deutschland, Österreich und Schweden drehen mit faircrowd.work jetzt den Spieß um und bewerten ihrerseits diese Plattformen.

 

Noch sind nicht alle Plattformprofile vollständig. Um auch mittelfristig eine sinnvolle Orientierungshilfe für potentielle Plattformnutzerinnen und – nutzer liefern zu können, dürfte aber ohnehin eine laufende Aktualisierung erforderlich sein.

 

Quelle: Netzpolitik.org vom 05.09.2017

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  • TEILZEIT

Neuer Boom auf dem Jobmarkt

 

Dank der guten Lage am Arbeitsmarkt sind in Deutschland zuletzt mehr Stellen entstanden. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg im zweiten Quartal um 2,2 Prozent, die der Vollzeitbeschäftigten um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

 

"Die durchschnittliche Arbeitszeit in Teilzeitjobs liegt heute um fast 100 Stunden pro Jahr höher als noch 2004", sagte Weber. Der Grund: Heute gebe es mehr reguläre Teilzeitstellen, die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten gehe seit Jahren zurück.

 

Quelle: Spiegel online vom 05.09.2017

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  • BEFRISTUNG

»Befristet Beschäftigte verhalten sich noch konformer«

 

Um abweichende Meinungen im Betrieb zu stärken, fordert der Arbeitsrechtler Wolfgang Däubler die Abschaffung sachgrundloser Befristungen.

 

Heißt das, Beschäftigte nehmen ihr Recht auf Meinungsfreiheit oft nicht wahr?: "Das ist so. Allerdings finde ich das nicht vorwerfbar. Wenn ich meine Meinungsfreiheit voll ausschöpfe, dann habe ich es schwer im Betrieb."

 

Quelle: neues deutschland online vom 05.09.2017

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  • BEFRISTUNG

Tausende Bamf-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

 

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet mehr als tausend befristet eingestellten Mitarbeitern keine Weiterbeschäftigung an. Knapp 3700 Mitarbeiter sind derzeit befristet beschäftigt (...). Von 1050 Entscheidern, deren Verträge enden, dürfen 800 bleiben.

 

Groß ist der Unmut unter den "Befristeten" auch deshalb, weil neue Mitarbeiter eingestellt werden, während sie selbst um ihren Arbeitsplatz bangen. Auch die neuen Stellen sind befristet auf zwei Jahre.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 04.09.2017

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  • TEILZEIT

Teilzeit für Frauen ein "Job-Killer"

 

Frauen werden im öffentlichen Dienst immer noch stark benachteiligt (...). Die Studie weist nach, dass Frauen zwar mehr als die Hälfte der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in NRW ausmachen (58,7 Prozent), aber in den höheren Besoldungsgruppen (...) stark unterrepräsentiert sind.

 

Vor allem in der Gruppe der 31- bis 47-Jährigen werden Frauen bei der Beförderung offenbar benachteiligt. Laut Studie hängt dies vor allem mit der Teilzeitbeschäftigung zusammen. Der Anteil der Ganztagsbeschäftigten sinkt bei Frauen in der genannten Altersgruppe von 90 auf 40 Prozent.

 

Quelle: Neue Westfälische online vom 04.09.2017

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Prekäre Arbeitsverhältnisse in vielen NRW-Schulen

 

Wie viele Menschen in NRW an Offenen Ganztagsschulen unter welchen Bedingungen arbeiten, weiß niemand. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Eine WDR-Umfrage unter allen Grundschulen in NRW liefert Anhaltspunkte.

 

Ergebnis: Ein Großteil arbeitet in Teilzeit, als Honorarkräfte oder als Minijobber - oft nur befristet. (...) Dadurch, dass sich die Honorarkräfte selbst versichern, sparen die Träger die Sozialabgaben. Handelt es sich hier mitunter um Scheinselbständige?

 

Quelle: WDR.de vom 03.09.2017

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  • TEILZEIT

Warum weniger arbeiten mehr bringt

 

In Vollzeit arbeiteten die Deutschen im Jahr 2017 durchschnittlich 41,4 Stunden pro Woche. Teilzeitbeschäftigte eingerechnet, waren es durchschnittlich 35,2 Stunden. (...) Aber ist es nicht trotzdem noch zu viel?

 

Verkürzte Arbeitszeiten als die Norm – Beraterin Engelsdorfer und Arbeitsforscher Hien wissen, wie gering die Akzeptanz in der Wirtschaft dafür ist. (...) „Wir haben überwiegend Arbeitgeber, die sehr traditionell denken und sich nur sehr schwer für neue Überlegungen öffnen".

 

Quelle: Augsburger Allgemeine online vom 03.09.2017

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  • BEFRISTUNG

Wissen rund um befristete Arbeitsverträge

 

Für manche ist es die Chance auf einen Neueinstieg, für andere eine Übergangslösung: Ein befristeter Arbeitsvertrag. 8,4 Prozent der Erwerbstätigen ab 25 waren 2015 in Deutschland nur auf Zeit angestellt – 1991 waren es nur 5,9 Prozent.

 

Doch während der Arbeitgeber davon profitiert, wenn er kurzfristig etwa einen Engpass überbrücken kann, haben Arbeitnehmer meist keine Vorteile durch die Befristung. „Wer die Wahl hat, sollte einen unbefristeten Vertrag nehmen“, sagt Nathalie Oberthür.

 

Quelle: Ludwigsburger Kreiszeitung online vom 02.09.2017

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  • MINDESTLÖHNE

»Häufig werden dreißig Überstunden nicht bezahlt«

 

Gewerkschaft NGG verhandelt über Branchenmindestlöhne für die Fleischwirtschaft. Gespräch mit Thomas Bernhard (...). Was für eine Regelung wollen Sie für die Zukunft?

 

Die tariflich vereinbarten Mindestlöhne fast aller anderen Branchen liegen bereits über dem gesetzlichen. Das ist auch ihr Sinn und Zweck. Wir erwarten also, dass sich auch der Mindestlohn der Fleischwirtschaft deutlich von der gesetzlichen Untergrenze abhebt. (...) Zumindest ein Teil der Arbeitgeber hat Interesse an einem ordentlichen Tarifvertrag mit uns.

 

Quelle: junge Welt online vom 02.09.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Die Schattenseiten des deutschen Beschäftigungsbooms

 

Unter Kanzlerin Merkel wurden in Deutschland Millionen Stellen geschaffen. Doch unter der glänzenden Oberfläche gären ungelöste Probleme. Denn unter den Bundesbürgern sind nicht nur Gewinner. (...) Die Arbeitsmarktreformen und moderate Lohnpolitik fordern (...) ihren Tribut.

 

Deutschland hat heute einen der größten Niedriglohnsektoren weltweit, allein 4,7 Millionen Arbeitnehmer sind ausschließlich geringfügig Beschäftigte, also Minijobber, in vielen Berufen sind die Einkommensmöglichkeiten sogar in der Vollzeit mager.

 

Quelle: Welt online vom 01.09.2017

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  • PREKARISIERUNG

Erzwungene Flexibilität

 

Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft fordert Maßnahmen gegen prekäre Beschäftigung an den Hochschulen (...). Die Arbeitsbedingungen in der deutschen Wissenschaft »verschlechtern sich seit Jahren«, konstatierte Fabian Frenzel vom NGAWiss bei der Pressekonferenz.

 

Befristungen von unter einem Jahr und die Unterbezahlung oder gar Nichtentlohnung von Lehrtätigkeiten seien inzwischen der Regelfall. Nicht wenige junge Beschäftigte seien gezwungen, mit Hartz IV aufzustocken.

 

Quelle: junge Welt online vom 01.09.2017

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