Letzte Beiträge

 

14/11/2018: Niedriglohnbeschäftigung 2016 auf unverändert hohem Niveau

 

Ob Jobboom, Lohnsteigerungen gerade auch bei den Geringverdienenden oder Einführung eines Mindestlohns: Der Niedriglohnsektor zeigt sich davon unberührt. Auch 2016 galt, dass mehr als jede/r fünfte abhängig Beschäftigte/r zu Löhnen unterhalb der Niedriglohnschwelle gearbeitet hat.

 

19/10/2018: Jeder zweite Aufstocker sozialversicherungspflichtig beschäftigt

 

Rund ein Viertel der knapp 4,26 Millionen erwerbsfähigen BezieherInnen von Hartz-IV-Leistungen geht einer Erwerbstätigkeit nach. Bei der anschließenden Frage nach dem Ausmaß der Erwerbsarmut gibt es allerdings unterschiedliche Meinungen.

 

11/10/2018: Minijobs setzen neuerlichen Wachstumskurs 2018 fort

 

Bei den Minijobs setzte sich der Aufwärtstrend Anfang 2018 fort. Zwar verlieren sie als ausschließlich ausgeübter Broterwerb weiter an Bedeutung, doch weil immer mehr Menschen eine geringfügige Beschäftigung als Nebenjob annehmen, weitet sich die umstrittene Beschäftigungsform nach einer Phase leichter Rückgänge wieder aus.

 

20/09/2018: Die Reallöhne steigen inflationsbedingt kaum noch an

 

Seit Anfang 2017 dämpft eine merklich höhere Inflationsrate die Entwicklung der Reallöhne. Auch im zweiten Quartal des Jahres 2018 sorgte der Anstieg der Verbraucherpreise dafür, dass die eher mäßigen Lohnerhöhungen sich kaum noch in einer Kaufkraftsteigerung niederschlagen.

 

Presseschau: aktuelle Medienberichte

  • PREKARISIERUNG

Arbeitnehmer wechseln immer schneller ihren Job

 

Arbeitnehmer in Deutschland haben zusehends kürzere Beschäftigungsverhältnisse. Ende vergangenen Jahres dauerten sie bei bestehenden sozialversicherungspflichtigen Jobs im Mittel 51,2 Monate, (...) 2016 waren es 53,6 Monate und 2005 noch 58,3 Monate gewesen.

 

Zu Ursachen für kurze Beschäftigungszeiten gehörten Projektstellen, Befristungen im früheren Job, Entlassungen und Eigenkündigungen wegen schlechter Arbeitsbedingungen, sagte Zimmermann.

 

Quelle: WirtschaftsWoche online vom 09.12.2018

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  • MULTIJOBBER

Thüringen: Mehr Menschen haben zwei Jobs

 

In Thüringen haben nach Angaben von Experten immer mehr Menschen einen zweiten Job. Verdienten sich 2013 rund 30 500 Menschen zum Ersteinkommen etwas durch einen geringfügig entlohnten Job dazu, waren es in diesem Jahr 35 700 Menschen und somit 5200 mehr.

 

Die Gründe seien vielfältig. Dazu zählten ein geringes Einkommen, Lücken durch Teilzeit sowie größere finanzielle Vorhaben und Anschaffungen. Die meisten Nebenjobber arbeiten im Tourismus, in der Gastronomie, im Büro und in Reinigungsberufen.

 

Quelle: Thüringer Allgemeine online vom 09.12.2018

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  • NIEDRIGLÖHNE

Weg aus Niedriglohnsektor für Ostdeutsche besonders schwer

 

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen arbeiten 36 Prozent der Erwerbstätigen im Niedriglohnsektor. Das habe verschiedene Gründe (...). Deutlich weniger Arbeitnehmer seien gewerkschaftlich organisiert. (...) Außerdem sei die Größe der Unternehmen relevant:

 

Bleibt die Frage: Wie kommt man raus aus dem Niedriglohn? Indem man einen Arbeitgeber findet, der mehr zahlt als 10 Euro die Stunde. Und genau das sei eben nicht so einfach, sagt Irene Dingeldey vom Institut für Arbeit und Wirtschaft.

 

Quelle: MDR.de vom 08.12.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Bofinger plädiert für höheren Mindestlohn

 

Der Ökonom Bofinger hat sich für einen höheren Mindestlohn ausgesprochen. In Deutschland gebe es einen deutlichen Spielraum, um den Mindestlohn stärker zu erhöhen als bisher, sagte er im Deutschlandfunk.

 

Die bisherigen Anhebungen hätten die gleiche Größenordnung wie die Inflationsrate. Dies sei deutlich zu wenig. Bofinger machte deutlich, dass ein höherer Mindestlohn den privaten Verbrauch ankurbeln könnte.

 

Quelle: Deutschlandfunk.de vom 08.12.2018

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  • LOHNENTWICKLUNG

Keine Angst!

 

Ein Dauerbrenner in Sachen Angstmache lautet: Höhere Löhne vernichten Jobs. Das stimmt so zum Glück nicht, wie eine Datenanalyse (...) recht eindrucksvoll zeigt.

 

So stagnierten die Reallöhne in den Jahren von 2000 bis 2008, was keineswegs einen Jobboom ausgelöst hat. (...) In den folgenden Jahren sind die Reallöhne dann um zehn Prozent gestiegen, und siehe da: Parallel dazu hat sich die Zahl der Menschen mit einem sozialversicherungspflichtigen Job um satte 4,5 Millionen erhöht.

 

Quelle: neues deutschland online vom 08.12.2018

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  • TEILZEIT

Wer ab 2019 befristete Teilzeit nehmen kann

 

Bisher konnten Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit zwar verringern, sie später aber nicht einfach wieder aufstocken. (...) Mit der Änderung des Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBFG) kommt (...) das Recht, ohne Gründe nennen zu müssen, zeitlich befristet weniger zu arbeiten.

 

Von den rund 37 Millionen deutschen Arbeitnehmern haben etwa 22 Millionen das Recht auf Brückenteilzeit. Nämlich jene, die 1. in Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern arbeiten und 2. länger als sechs Monate in einem Unternehmen beschäftigt sind.

 

Quelle: Impulse.de vom 07.12.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Eine Blamage für die Wissenschaft

 

Für die tradierte Wirtschaftswissenschaft ist die Einführung des Mindestlohnes ein wissenschaftliches Waterloo. Sie hat nicht nur keine Erklärung dafür, weshalb die Prognosen ihrer Modelle derart weit neben der Realität liegen. Sie ist in ihrem analytischen Kern erschüttert.

 

Es dürfte interessant werden, wie die deutsche Arbeitsmarktforschung mit ihrem kompletten Versagen in der Mindestlohndebatte umgeht – bislang verhält sie sich nach dem Motto: ‚Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?‘

 

Quelle: FR online vom 06.12.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Viele Alleinerziehende haben selbst mit Vollzeit-Job weniger als Hartz-IV

 

Alleinerziehende verdienen selbst in Vollzeit in der Regel ein Einkommen unterhalb des Hartz-IV-Regelsatzes, wenn sie nur den Mindestlohn bekommen.

 

Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervorgeht, die unserer Redaktion vorliegt, dürfte ein Mindestlohnempfänger mit einem Kind unter sechs Jahren maximal 336 Euro für Miete und Nebenkosten ausgeben, um nicht auf staatliche Transferleistungen angewiesen zu sein.

 

Quelle: Augsburger Allgemeine online vom 06.12.2018

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  • TEILZEIT

Mehr als ein Fünftel der langjährig Versicherten erhält nur Niedrigrente

 

Wie die Böckler-Stiftung am Donnerstag auf der Grundlage einer Untersuchung der Universität Duisburg-Essen mitteilte, sind in erster Linie Frauen betroffen - sei es wegen langjähriger Teilzeit oder langer Kindererziehungszeiten.

 

Das IAQ forderte zur Verbesserung der Lage einen "stärkeren sozialen Ausgleich" in der Rentenversicherung. Zudem würde eine "vollzeitnahe Beschäftigung bei guter Bezahlung" den Betroffenen helfen.

 

Quelle: Focus online vom 06.12.2018

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  • NIEDRIGLÖHNE

Kein Niedriglohn für junge Richter und Beamte

 

Das BVerfG hat eine baden-württembergische Besoldungsregelung gekippt, die Beamten- und Richtergehälter für die ersten drei Jahre des Dienstverhältnisses in bestimmten Besoldungsgruppen reduzieren sollte.

 

Beamte und Richter müssten nicht stärker als andere zur Konsolidierung öffentlicher Haushalte beizutragen, lautet die Begründung. (...) Die Einschränkungen seien sachlich nicht gerechtfertigt, da ein nachvollziehbares Konzept für die Haushaltskonsolidierung fehle.

 

Quelle: Bund-Verlag.de vom 06.12.2018

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  • PREKARISIERUNG

Wenn die Rente nicht zum Leben reicht

 

Trotz wirtschaftlicher Spitzenwerte steigt die Zahl der Menschen, die von ihrer Rente nur schwer leben können. (...) "Nach Mikrozensus-Daten des Statistischen Bundesamtes 2017 waren 16 Prozent der Rentner und Pensionäre von Altersarmut betroffen“.

 

Und gibt es „Gebiete“ in Deutschland, wo die Altersarmut besonders ausgeprägt ist? Nach Ansicht von Butterwegge sind es die Landstriche, wo die Arbeitslosigkeit hoch und die Löhne niedrig waren. Das sei zum Beispiel in Ostdeutschland so gewesen.

 

Quelle: Frankfurter Neue Presse online vom 05.12.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Diskussion um geplanten Landesmindestlohn

 

Herr Neumann-Redlin. Sie sprechen als Vertreter der Unternehmer. (...) Die Bremer SPD-Fraktion will einen Landesmindestlohn von 10,93 Euro einführen. Was sagen Sie zu diesem Beschluss?

 

"Der Landesmindestlohn suggeriert, Probleme zu lösen, was er nicht kann. Aus unserer Sicht ist er zutiefst unsozial. (...) Wir wollen Armut und Altersarmut vermeiden. Das schafft ein zu hoher Mindestlohn nicht."

 

Quelle: Weser Kurier online vom 05.12.2018

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  • MINIJOBS

Beim Krankengeld gehen Minijobber leer aus

 

Das Krankengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (...). Da Minijobs versicherungsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, können aus der geringfügigen Beschäftigung grundsätzlich keine Krankengeld-Ansprüche entstehen.

 

Bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind Minijobber aber "herkömmlichen" Arbeitnehmern nahezu gleichgestellt. Der Arbeitgeber ist hier in der Pflicht, den Lohn bis zu sechs Wochen unverändert lang weiter zu zahlen.

 

Quelle: Focus online vom 04.12.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Mindestlohn in der Pflege steigt um 50 Cent pro Stunde

 

Der Mindestlohn für Beschäftigte in Pflegeheimen wird zum Jahreswechsel angehoben. Zum 1. Januar (...) gilt für den Westen und Berlin ein Stundenlohn von mindestens 11,05 Euro und für den Osten eine Mindestgrenze von 10,55 Euro pro Stunde.

 

Im April des vergangenen Jahres hatte sich eine Pflegekommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern darauf geeinigt, dass der Mindestlohn in der Pflege bis 2020 auf rund elf Euro steigt - auf 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten.

 

Quelle: Täglicher Anzeiger online vom 04.12.2018

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  • TEILZEIT

Sachsens Männer arbeiten immer häufiger Teilzeit

 

Fast jeder dritte Sachse arbeitet in Teilzeit. Das ist ein neuer Rekord. Obwohl vorwiegend Frauen in Teilzeit beschäftigt sind, wird das Arbeitszeitmodell auch bei Männern immer beliebter.

 

Allein in den letzten zwölf Monaten ist nach Berechnungen der Landesarbeitsagentur die Teilzeitbeschäftigung von Männern mehr als doppelt so kräftig gestiegen wie die der Frauen. Wobei klassische Halbtagsjobs ebenso unter Teilzeit fallen wie die 32-Stunden-Woche.

 

Quelle: Leipziger Volkszeitung online vom 04.12.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Jedem dritten Beschäftigten droht eine Mini-Rente

 

12,8 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden – so, wie sie heute arbeiten – nur eine Rente unterhalb der staatlichen Grundsicherung bekommen. Und das, wenn sie nach immerhin 45 Berufsjahren in den Ruhestand gingen.

 

Das sind bundesweit 42 Prozent aller Beschäftigten, die in Vollzeit, Teilzeit oder ausschließlich geringfügig arbeiten. (...) Dies geht aus einer Renten-Analyse des Pestel-Instituts hervor. Die Wissenschaftler (...) haben dabei für die Gewerkschaft NGG amtliche Statistiken ausgewertet.

 

Quelle: lifePR.de vom 03.12.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Verfallklausel und Mindestlohn – das BAG zu einer Gretchenfrage

 

„Sag, wie hältst Du’s mit dem Mindestlohn?“ Wer immer in den letzten Jahren arbeitsvertragliche Verfallklauseln zu gestalten hatte, sah sich unvermittelt dieser Frage gegenüber. Das BAG hat sie nun am 18.09.2018 (Az. 9 AZR 162/18) geklärt.

 

Verfallklauseln in Arbeitsverträgen, die ab dem 01.01.2015 abgeschlossen werden, müssen den gesetzlichen Mindestlohn von ihrem Geltungsbereich ausnehmen, anderenfalls sind sie wegen Intransparenz gem. § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB insgesamt unwirksam.

 

Quelle: Blog.Handelsblatt.com vom 03.12.2018

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