Letzte Beiträge

 

14/11/2018: Niedriglohnbeschäftigung 2016 auf unverändert hohem Niveau

 

Ob Jobboom, Lohnsteigerungen gerade auch bei den Geringverdienenden oder Einführung eines Mindestlohns: Der Niedriglohnsektor zeigt sich davon unberührt. Auch 2016 galt, dass mehr als jede/r fünfte abhängig Beschäftigte/r zu Löhnen unterhalb der Niedriglohnschwelle gearbeitet hat.

 

19/10/2018: Jeder zweite Aufstocker sozialversicherungspflichtig beschäftigt

 

Rund ein Viertel der knapp 4,26 Millionen erwerbsfähigen BezieherInnen von Hartz-IV-Leistungen geht einer Erwerbstätigkeit nach. Bei der anschließenden Frage nach dem Ausmaß der Erwerbsarmut gibt es allerdings unterschiedliche Meinungen.

 

11/10/2018: Minijobs setzen neuerlichen Wachstumskurs 2018 fort

 

Bei den Minijobs setzte sich der Aufwärtstrend Anfang 2018 fort. Zwar verlieren sie als ausschließlich ausgeübter Broterwerb weiter an Bedeutung, doch weil immer mehr Menschen eine geringfügige Beschäftigung als Nebenjob annehmen, weitet sich die umstrittene Beschäftigungsform nach einer Phase leichter Rückgänge wieder aus.

 

20/09/2018: Die Reallöhne steigen inflationsbedingt kaum noch an

 

Seit Anfang 2017 dämpft eine merklich höhere Inflationsrate die Entwicklung der Reallöhne. Auch im zweiten Quartal des Jahres 2018 sorgte der Anstieg der Verbraucherpreise dafür, dass die eher mäßigen Lohnerhöhungen sich kaum noch in einer Kaufkraftsteigerung niederschlagen.

 

Presseschau: aktuelle Medienberichte

  • SOLO-SELBSTSTÄNDIGE

40 Prozent der Solo-Selbstständigen bleiben unter Mindestlohn

 

Viele Selbstständige in Deutschland haben mit geringen Einkünften zu kämpfen. Das geht aus Zahlen des Bundesarbeitsministeriums für das Jahr 2016 hervor. Demnach blieben 40 Prozent der sogenannten Solo-Selbstständigen mit ihrem Gehalt unter dem Niveau des Mindestlohns.

 

Zudem teilte das Ministerium von Hubertus Heil (SPD) mit, dass von den rund vier Millionen Selbstständigen nur etwa eine Million gesetzlich zur Altersvorsorge verpflichtet war.

 

Quelle: RP online vom 20.11.2018

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  • LEIHARBEIT

Höchstens auf Dauer

 

Die Forderung, Leiharbeit gänzlich abzuschaffen, wird anscheinend nicht mehr ernsthaft erhoben. Zumindest nicht auf der DGB-Betriebsrätekonferenz, die sich »insbesondere« an Betriebsräte von Verleihfirmen wandte und entsprechend die Regulierung von Leiharbeit (und Werkverträgen) in den Mittelpunkt der Tagung stellte.

 

Ein einziger Interessenvertreter machte sich am Donnerstag auf der Konferenz für die Abschaffung dieses Beschäftigungsverhältnisses stark.

 

Quelle: junge Welt online vom 20.11.2018

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  • BEFRISTUNG

Die Last mit der Frist

 

87 Prozent der Beschäftigten an Hochschulen haben Zeitverträge. Gewerkschafter fordern, es solle weniger zeitlich begrenzte Arbeitsverhältnisse geben. Dafür haben sie ein paar gute Argumente.

 

Was der Anglistin Sorge bereitet, ist der Umstand, dass sie nicht weiß, ob sie den Job in vier Jahren noch haben wird. Sie wird dann sechsundfünfzig sein, und die Vorstellung, sich in diesem Alter noch einmal etwas Neues suchen zu müssen, findet sie beklemmend.

 

Quelle: FAZ.net vom 20.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Sächsischer Handwerkstag kritisiert geplanten Azubi-Mindestlohn

 

Nicht nur in Sachsen werden Lehrlinge sehr unterschiedlich bezahlt, je nach Branche und Beruf. Die Bundesregierung will das ändern und eine Mindestausbildungsvergütung einführen.

 

Vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen (...) hätte dies fatale Folgen, sagte der Präsident des Sächsischen Handwerkstages Roland Ermer am Montag in Dresden. Eine bundeseinheitliche Mindestausbildungsvergütung nehme keine Rücksicht auf die Wirtschaftskraft einzelner Branchen und Regionen.

 

Quelle: MDR.de vom 19.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Mindestlohn gilt auch für berufliche Fortbildung

 

Die Ausbildungsvergütung darf den Mindestlohn unterschreiten. Aber nicht jeder, der beruflich noch dazulernt, ist Auszubildender: Schließt eine Fortbildungszeit direkt an die Ausbildung an, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf den Mindestlohn - so das LAG Sachsen.

 

So kann ein Auszubildender für die Dauer der Berufsausbildung den gesetzlichen Mindestlohn (...) nicht verlangen. Schließlich geht es während der Lehrjahre darum, Kenntnisse und Fertigkeiten zu erlernen (§ 1 Abs. 3 BBiG). Hiervon ist allerdings die berufliche Fortbildung zu trennen.

 

Quelle: Bund-Verlag.de vom 19.11.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Mehr Geld für die Mittelschicht

 

Die Berliner SPD will mit einer deutlichen Einkommenssteigerung für Normal- und Geringverdiener das Vertrauen der einstigen Stammwähler zurückgewinnen. (...) Gleichzeitig sollen die Mitarbeiter in den unteren Lohngruppen höher eingestuft werden.

 

Tatsächlich können die SPD-Beschlüsse, wenn sie denn in der rot-rot-grünen Koalition umgesetzt werden, viele Berliner erheblich finanziell entlasten beziehungsweise besserstellen. (...) Ein generell höherer Mindestlohn im Land würde auch die darüberliegenden Gehälter hochdrücken.

 

Quelle: Berliner Morgenpost online vom 17.11.2018

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  • NIEDRIGLÖHNE

Niedriglohnsektor weitet sich aus

 

Trotz der guten Arbeitsmarktlage hat sich der Niedriglohnsektor in Deutschland ausgeweitet. Von Ende 2013 bis Ende 2017 stieg die Zahl der Vollzeit-Beschäftigten mit einem Niedriglohn um mehr als 150.000 auf knapp 4,2 Millionen.

 

Demnach nahm im Westen der Anteil der Arbeitnehmer mit einer geringen Bezahlung von 16,2 Prozent auf 16,7 Prozent zu. Im Osten ging er dagegen von 37,9 auf 33,6 Prozent zurück, liegt damit aber immer noch fast doppelt so hoch wie in den alten Bundesländern.

 

Quelle: Passauer Neue Presse online vom 17.11.2018

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  • LEIHARBEIT

Stilles Job-Aus für 1.000 Unsichtbare

 

Rund 1.000 Beschäftigte haben Ende Oktober (...) im BMW-Werk Regensburg ihre Arbeit verloren. Weil es sich aber um Leiharbeiter handelt, wird davon kaum Notiz genommen. Für die Stammbelegschaft gab es eine Erfolgsprämie, für die Leiharbeiter warme Worte zum Abschied.

 

Wie viele Leiharbeiter im BMW-Werk Regensburg insgesamt beschäftigt sind, ist nicht zu erfahren (...). Intern ist allerdings von etwa 3.000 Leiharbeitern die Rede.

 

Quelle: Regensburg-digital.de vom 16.11.2018

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  • LEIHARBEIT

Leiharbeit bleibt für die meisten Flüchtlinge eine Sackgasse

 

Nach einer Auflistung der Bundesregierung haben sich die Hoffnungen, über Leiharbeitsverträge Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren zu können, nicht erfüllt.

 

90 Tage nach dem Ende eines Leiharbeitsverhältnisses landen rund 80 Prozent aller syrischen, afghanischen und irakischen Staatsangehörigen nicht in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sondern in der Arbeitslosigkeit (54 Prozent), in geringfügiger Beschäftigung (knapp sechs Prozent) oder in neuer Leiharbeit (20 Prozent).

 

Quelle: RP online vom 16.11.2018

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  • ERWERBSARMUT

Arm trotz Arbeit - Warum viele Frauen so wenig verdienen

 

Dreiviertel aller Frauen zwischen 15 und 65 Jahren arbeiten in Deutschland. Mehr als die Hälfte von ihnen verdient maximal 1.500 Euro netto im Monat. Viele Frauen arbeiten in Teilzeit – oft wegen der Kindererziehung – oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen.

 

So wie Ulrike aus Neuss. „Ich muss alle möglichen Jobs annehmen, um überhaupt auf 1.500 Euro im Monat zu kommen“, erzählt die studierte Opernsängerin. Zurzeit hat sie neun verschiedene Jobs in drei Städten.

 

Quelle: WDR.de vom 15.11.2018

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  • LEIHARBEIT

Leiharbeit: Die jederzeit verfügbare Reserve

 

Der eigentliche Missbrauch der Leiharbeit liegt aber woanders: (...) Dass die Leiharbeit gerade jetzt auf einem Höchststand ist, zeigt, dass sie längst als strategisches Instrument zur schnellen Kostenreduktion im Falle kleinerer Schwankungen oder Unwägbarkeiten herangezogen wird.

 

Aber auch die Gewerkschaften agieren zweigleisig. Einerseits müssten sie (...) ein Interesse haben, Leiharbeit zu bekämpfen. Andererseits sind sie selbst nicht ganz unglücklich über die jederzeit verfügbare Reserve, mit der sich auch Interessen der Stammbelegschaften(...) pflegen lassen.

 

Quelle: SWP.de vom 15.11.2018

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  • NIEDRIGLÖHNE

Niedrige Löhne schaden der Gesellschaft

 

Gerade wegen des in der Gesellschaft tief verankerten Leistungsprinzips gilt wohl auch: Niedrige Löhne empfinden nicht nur Menschen, die dieses Einkommen beziehen, als zu niedrig - sondern fast alle Befragten.

 

Das Problem: Die niedrige Bezahlung schadet nicht nur den Niedriglohnempfängern selbst, sondern auch ihrem Arbeitgeber und sogar der Demokratie an sich. (...) Ob man sich gerecht bezahlt fühlt, hat also Folgen für das gesamte politische Gefüge im Land.

 

Quelle: NDR.de vom 14.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Der Mindestlohn ist keine Garantie gegen Armut

 

Der Mindestlohn hat seine wichtigste Zielsetzung erreicht. Er hat zu deutlichen Steigerungen des Stundenlohns am unteren Rand der Lohnverteilung geführt und entfaltet damit effektiv seine Wirkung als untere Lohngrenze.

 

Eine Anforderung, die der Mindestlohn als arbeitsmarktpolitisches Instrument nicht erfüllen kann, ist der umfängliche Schutz vor Armut. Ein Teil der Menschen in Deutschland ist trotz einer Beschäftigung bei stabiler Wirtschaftslage von Armut bedroht.

 

Quelle: Handelsblatt online vom 14.11.2018

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  • PREKARISIERUNG

Armutszeugnis für Deutschland

 

In Deutschland ist jeder zehnte Bürger überschuldet. In vielen Fällen sind aber nicht die Ausgaben das Problem, sondern Mini-Jobs und Arbeitslosigkeit, kommentiert (...) Barbara Schäder.

 

Der Schuldenatlas (...) macht deutlich, dass der Mindestlohn – jedenfalls in seiner bisherigen Form – nicht ausreicht, um Geringqualifizierten ein Auskommen zu sichern. Zwar tappt nicht jeder Mini-Jobber in die Schuldenfalle. Aber das Risiko, dass ihm dies schon bei kurzzeitiger Arbeitslosigkeit passiert, ist zu hoch.

 

Quelle: Stuttgarter-Zeitung.de vom 13.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Mindestlohn mit Kipppunkt

 

Haben sich all die Warner vor einem „Jobkiller“ (INSM) getäuscht? (...) Durch den Mindestlohn sei es „kaum zu negativen Externalitäten in Bezug auf die Beschäftigung“ gekommen, heißt es in einer jüngst vom IAB veröffentlichten Stellungnahme.

 

Nun aber wird von SPD-Seite ein Anstieg auf 12 Euro gefordert. IAB-Forscher Möller sieht das sehr kritisch. „Das kann man nicht befürworten.“ (...) Zwar wisse man nicht, wo der Punkt sei, an dem die Wirkung schädlich werde, doch sollte man keinen solchen Sprung wagen.

 

Quelle: FAZ.net vom 12.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Müller kündigt höheren Mindestlohn für Berlin an

 

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel angekündigt, den Landesmindestlohn in Berlin ab 2019 „von mindestens elf Euro schrittweise auf mindestens 12,63 Euro“ zu erhöhen.

 

Geht es nach Michael Müller, muss der Betrag regelmäßig so angepasst werden, dass er die Bezieher vor Altersarmut schützt. (...) Erst im September hatte der rot-rot-grüne Senat eine Erhöhung auf 10,50 Euro beschlossen.

 

Quelle: Tagesspiegel online vom 11.11.2018

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  • TEILZEIT

So klappt die Vier-Tage-Woche bei vollem Gehalt

 

Der Unternehmer Andrew Barnes senkte die Wochenarbeitszeit für seine Mitarbeiter von 40 auf 32 Stunden. Der Lohn der 240 Angestellten blieb gleich. Am Ende war der Chef so begeistert, dass er die Vier-Tage-Woche bei vollem Gehalt in seinem Unternehmen womöglich dauerhaft eingeführt.

 

Barnes (...) verwies (...) auf eine Untersuchung aus Großbritannien. Die hatte ergeben, dass Angestellte im Durchschnitt weniger als drei Stunden täglich tatsächlich arbeiten. Der Rest der Zeit wird demnach mit diversen Ablenkungen (...) verbracht.

 

Quelle: WirtschaftsWoche online vom 11.11.2018

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  • GERINGVERDIENENDE

Sigmar Gabriel fordert Mindestrente für Geringverdiener

 

Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel hat sich dafür ausgesprochen, bald eine Mindestrente für Geringverdiener einzuführen. (...) Wer mehr als 40 Jahre Vollzeit gearbeitet habe, solle im Alter mindestens 1000 Euro Rente haben. "Ich befürchte jedoch, dass die Koalition am Ende nur ein kompliziertes Modell beschließt, das viele Ausnahmen kennt und das niemand versteht".

 

Schon im Jahr 2016 hatte Gabriel für eine Mindestrente geworben. Auch in der eigenen Partei war er damit auf Widerstand gestoßen. Bis heute hält er die Ablehnung für einen Fehler.

 

Quelle: Spiegel online vom 10.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Bildungsministerin will Azubi-Mindestlohn auf 504 Euro festlegen

 

Azubis im ersten Jahr sollen 504 Euro erhalten. In den Folgejahren sollen es fünf, zehn und 15 Prozent mehr sein: konkret 529, 554 und 580 Euro pro Monat. Der höhere Lohn soll die berufliche Ausbildung attraktiver machen.

 

In welchem Maß die Unternehmen (...) betroffen sind, zeigt eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Bei einer Mindestausbildungsvergütung von 500 Euro im ersten Lehrjahr müssten rund elf Prozent aller Ausbildungsbetriebe ihren Lehrlingen mehr zahlen als heute.

 

Quelle: Handelsblatt online vom 08.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Die Suche nach den Mindestlohn-Betrügern

 

Nach Kontrollen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben Zollfahnder allein in Ostdeutschland mehr als 630 Ermittlungsverfahren gegen Arbeitgeber wegen nicht gezahlter Mindestlöhne eingeleitet – ein Plus von 25 Prozent.

 

Gleichzeitig sei aber der Zoll immer seltener in der Lage, die deutschlandweit 2,2 Millionen Betriebe überhaupt zu kontrollieren. „Rein statistisch muss bundesweit ein Betrieb nur alle 40 Jahre mit einer Kontrolle rechnen – in Ostdeutschland sogar nur alle 45 Jahre“, rechnete Zeitler vor.

 

Quelle: Sächsische Zeitung online vom 08.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Landtag spricht sich für höheren Mindestlohn aus

 

Der Thüringer Landtag hat sich für einen höheren Mindestlohn in Deutschland ausgesprochen. Redner aller Fraktionen begrüßten die für das nächste Jahr angekündigte Erhöhung auf 9,19 Euro als Schritt in die richtige Richtung. Das würde aber noch nicht reichen, hieß es.

 

Sozialministerin Werner setzt sich für eine Mindest-Untergrenze ein: Der Mindestlohn muss so hoch sein, dass ein Arbeitnehmer in Vollzeit und 45 Beitragsjahren so viel Rentenansprüche erwirbt, dass er im Alter nicht zum Sozialamt muss, wie die Ministerin sagte.

 

Quelle: MDR.de vom 07.11.2018

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  • LEIHARBEIT

Immer mehr Leiharbeiter in der Pflege

 

In Brandenburg arbeiten offenbar immer mehr Pflegekräfte als selbstständige Freiberufler oder bei Zeitarbeitsfirmen. Und in immer mehr Alten- und Pflegeheimen kommen Leiharbeiter zum Einsatz.

 

Fachlich sei ein andauernder Einsatz von Honorar- oder Leiharbeitskräften „kritisch“ zu beurteilen: Diese Mitarbeiter könnten Aufgaben „der Planung, Steuerung und Evaluation des individuellen Pflege- und Betreuungsprozesses“ nicht hinreichend wahrnehmen.

 

Quelle: SVZ.de vom 07.11.2018

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  • NIEDRIGLÖHNE

Zu niedrige Löhne in der Lebensmittelindustrie

 

Wohl keine Gewerkschaft ist so häufig mit Niedriglöhnen konfrontiert wie die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten. (...) Kein Bäcker in Sachsen bezahlt seinen Angestellten Tariflohn. (...) Im Gastgewerbe zahlt im Osten nur jedes zehnte Unternehmen Tarif.

 

Meistens ist der Mindestlohn das Maß der Dinge. Und manchmal nicht einmal der. In der Gastronomie werde das Mindestlohngesetz vielfach unterlaufen, beklagt Zeitler. Denn es gebe zu wenig Kontrollen.

 

Quelle: MDR.de vom 07.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Wirtschaftssenatorin Pop will höheren Vergabemindestlohn

 

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) plant eine Erhöhung des Mindestlohns, den Unternehmen ihren Beschäftigten als Voraussetzung für Aufträge des Landes zahlen müssen. "Wir wollen die Menschen am Wirtschaftswachstum teilhaben lassen", sagte sie.

 

Man orientiere sich dazu an den Eingangsstufen des Öffentlichen Dienstes. "Daraus ergibt sich ein Korridor zwischen 10,50 und 11,30 Euro, den wir als Vergabemindestlohn im Gesetz festlegen wollen."

 

Quelle: Berliner Morgenpost online vom 06.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Warum Forderungen nach einem höheren Mindestlohn wohlfeil sind

 

Die bisherigen Anhebungen des Mindestlohns sind nicht Pi-mal-Daumen festgelegt worden, sondern folgen einer ganz eigenen, zugleich in sich abgeschlossenen Dynamisierungslogik, die jede „politische Übergriffigkeit“ im Sinne einer deutlichen Anhebung verhindert.

 

Und das muss Olaf Scholz (...) wissen, dass seine markige Forderung nach 12 Euro Mindestlohn ohne eine grundlegende Reform des Mindestlohngesetzes sowie der Geschäftsordnung der Mindestlohnkommission auf lange Zeit das bleiben wird, was sie heute ist: Schall und Rauch.

 

Quelle: Makronom.de vom 05.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

SPD will Mindestlohn-Kommission ausbremsen

 

Aus Sicht von SPD und Gewerkschaften steigt der gesetzliche Mindestlohn nicht schnell genug. Nun soll die geplante Überprüfung bis zum Jahr 2020 für einen kräftigen Anstieg genutzt werden.

 

Hubertus Heil (SPD) kündigte Mitte voriger Woche an, bis 2020 ein neues Verfahren zur Mindestlohn-Festsetzung zu entwerfen. Ziel sei, die Lohnuntergrenze in Richtung zwölf Euro zu entwickeln. Zur Begründung verwies Heil auf die bis zum Jahr 2020 ohnehin vorgesehene Evaluation der bestehenden Gesetzesregelung.

 

Quelle: Stuttgarter-Nachrichten.de vom 05.11.2018

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  • CROWDWORK

So viele Menschen leben von Plattformarbeit

 

4,8 % der über 18-jährigen Deutschen suchen sich Arbeit über sogenannte Gigworking-, Clickworking- oder Crowdworking-Plattformen. Rund 70 % dieser 4,8 % wiederum erzielen damit ein Erwerbseinkommen, die meisten im Nebenverdienst.

 

Das berichtet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unter Berufung auf den Crowdworking-Monitor der Hochschule Rhein-Waal und des Online-Erhebungsinstituts Civey.

 

Quelle: Arbeitsschutz-Portal.de vom 05.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

Auch Arbeitsminister Heil für zwölf Euro Mindestlohn

 

Arbeitsminister Hubertus Heil hat seine Unterstützung für eine Mindestlohn-Erhöhung auf zwölf Euro bekräftigt. „Der Mindestlohn muss nach 2020 schnell weiter steigen. 12 Euro sind ein realistischer Wert”, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

 

Derzeit verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaften in einer politisch unabhängigen Kommission über die Höhe der Lohnuntergrenze. Heil kündigte an, das Verfahren zu überprüfen: „Ich teile das Ziel, schneller zu einem höheren Mindestlohn zu kommen”, sagte Heil.

 

Quelle: Berliner Zeitung online vom 03.11.2018

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  • MINIJOBS

Jeder Fünfte hat heute einen Mini-Job

 

Der Anteil der geringfügig Beschäftigten an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrug Ende März gut 23 Prozent, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht.

 

Auch nach Einführung des Mindestlohns 2015, der für viele Mini-Job-Anbieter höhere Lohnkosten bedeutete, ist die Zahl der 450-Euro-Jobs den Daten zufolge bis heute weiter um etwa 140.000 angestiegen.

 

Quelle: RP online vom 03.11.2018

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  • LEIHARBEIT

Katholische Unternehmer: Leiharbeit nicht nur negativ sehen

 

Der Bund Katholischer Unternehmer plädiert für einen differenzierten Blick auf die Leiharbeit in der Fleischindustrie. Der Bundesvorsitzende Ulrich Hemel wandte sich dagegen, die Leiharbeit nur negativ zu sehen.

 

Ein Unternehmer müsse das tun können, was die Gesetze zuließen, so Hemel am Freitag (...). Hemel verlangte eine differenzierte Sicht auf die Fleischbranche (...) Deren Firmen leisteten einen Beitrag zum Gemeinwohl, indem sie Nahrungsmittel produzierten.

 

Quelle: Domradio.de vom 02.11.2018

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  • TEILZEIT

Schluss mit Teilzeit: Millionen Deutsche wollen mehr arbeiten

 

Rund 2,4 Millionen Menschen wollten im vergangenen Jahr mehr tun und wünschten sich im Schnitt eine um 10,9 Stunden längere Wochenarbeitszeit (...). Im Mittel arbeiteten diese Menschen 28,5 Stunden pro Woche. Darunter waren viele Teilzeitbeschäftigte.

 

Maßgeblich für den Wunsch nach Aufstockung dürfte das Gehalt gewesen sein (...). In den Zahlen der Statistiker sind Menschen in Voll- und Teilzeit berücksichtigt. Teilzeitkräfte kamen im Schnitt auf 19,8 Stunden je Woche.

 

Quelle: Nordbayern.de vom 01.11.2018

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  • MINDESTLÖHNE

ifo-Institut-Präsident lehnt Forderung nach 12 Euro Mindestlohn ab

 

Professor Clemens Fuest, Präsident des ifo-Institutes und Mitglied der Mindestlohn-Kommission, lehnt im PNP-Interview die Scholz-Forderung nach 12 Euro Mindestlohn ab.

 

"Verlierer wären zum einen die Arbeitgeber – das sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmer – und zum anderen diejenigen, die wegen des höheren Mindestlohnes ihren Job verlieren oder erst gar keinen erhalten. Forderungen nach 12 Euro Mindestlohn sind Wahlkampfversprechen ohne Chance auf Realisierung."

 

Quelle: Passauer Neue Presse online vom 01.11.2018

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| © Markus Krüsemann | Kontakt: webmaster[at]miese-jobs.de