Letzte Beiträge

 

14/11/2017: Fast jede/r Zehnte von Erwerbsarmut betroffen. Und nun?

 

Eurostat-Daten zeigen, dass seit drei Jahren in Folge fast jede/r zehnte Erwerbstätige trotz Arbeit von Armut bedroht ist. Über die Ursachen dieser Entwicklung herrscht mehr oder weniger Klarheit. Wenn eine gegensteuernde Arbeitsmarktpolitik aber weiterhin ausbleibt, was bedeutet das für den generellen Stellenwert von Arbeit?

 

06/11/2017: Aufstocker - Das langsame Schrumpfen ging Anfang 2017 weiter

 

Seit einigen Jahren nun schon geht die Zahl der erwerbstätigen EmpfängerInnen von Hartz IV-Leistungen langsam aber recht stetig zurück. Doch gerade bei den Aufstockern mit höheren Erwerbseinkommen und bei den in Vollzeit Beschäftigten tut sich zu wenig. Abhilfe könnte von der Politik kommen.

 

01/11/2017: Agrarbranche zahlt zwei Monate lang mindestens 9,10 Euro

 

Kurioses gibt es in Sachen Branchenmindestlohn von der Agrarbranche zu vermelden. Für die nächsten zwei Monate wird die Lohnuntergrenze auf 9,10 Euro angehoben. Ab 2018 gilt dann nur noch der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro. Immerhin ist dann aber Schluss mit den Ausnahmeregelungen.

 

13/10/2017: Die Minijobs im Nebenjob breiten sich auch 2017 weiter aus

 

2016 hatte sich der von der Einführung des Mindestlohns angestoßene Abwärtstrend bei den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen nicht fortgesetzt. Auch im ersten Quartal des Jahres 2017 zeigen sich wieder leichte Zuwächse. Sie beruhen darauf, dass die steigende Nachfrage nach Minijobs im Nebenjob ungebrochen ist.

 

Presseschau: aktuelle Medienberichte

  • MINDESTLÖHNE

Mehr als 50 Verstöße entdeckt

 

Bei einer bundesweiten Zoll-Schwerpunktkontrolle gab es auch in Hamburg Razzien im Hotel und Gaststättengewerbe. 66 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führten (...) Kontrollen im gesamten Hamburger Stadtgebiet durch – und entdeckten dutzende Verdachtsfälle.

 

„Das Ergebnis dieser Kontrolle zeigt, dass im Bereich des Gaststättengewerbes die gesetzlichen Bestimmungen noch unzureichend beachtet werden“, sagt Pressesprecherin Kristina Severon. Deshalb sei die Arbeit des Zolls auch als Präventivmaßnahme unerlässlich, so Severon.

 

Quelle: Hamburger Morgenpost online vom 17.11.2017

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  • TEILZEIT

Teilzeitbeschäftigte in EU - nur 6,7 Prozent Männer

 

Bei der Teilzeitbeschäftigung in der EU ist in fast allen 28 Staaten der Anteil der Männer deutlich geringer als jener der Frauen. Im Durchschnitt sind es 6,7 Prozent der Männer und 29,8 Prozent der Frauen, die teilzeitbeschäftigt sind.

 

Auf Platz drei rangiert Deutschland mit 7,8 Prozent Männern und 46,4 Prozent Frauen sowie einem Unterschied von 38,5 Prozentpunkten. (...) Eurostat verweist darauf, dass es sich bei den Daten um Arbeitnehmer zwischen 25 und 49 Jahren handelt.

 

Quelle: Volksblatt.li vom 17.11.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

DIW-Chef Fratzscher mahnt höhere Löhne an

 

Das Problem sei, dass einige vom Aufschwung profitierten, andere nicht, sagte er im Deutschlandfunk. Viele Menschen mit geringem Einkommen würden auch von Steuererleichterungen nicht erreicht, weil sie kaum Steuern zahlten.

 

Gebraucht würden höhere Löhne. Die Menschen müssten (...) einen fairen Wert für ihre Arbeit bekommen, forderte Fratzscher. Wenn das gelinge, ließen sich viele Armutsprobleme lösen. Der Mindestlohn in Deutschland sei aber mit 8,84 Euro immer noch relativ gering.

 

Quelle: Deutschlandfunk.de vom 16.11.2017

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  • MINDESTLÖHNE

NGG verlangt mehr Mindestlohn-Kontrollen

 

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die während einer bundesweiten Razzia festgestellten Verstöße gegen das Mindestlohngesetz als „alarmierend“ bezeichnet und mehr Kontrollen verlangt.

 

Die Höhe der Verstöße weist für Zeitler darauf hin, dass die Kontrollen nicht ausreichend sind. Es würde immer noch weniger kontrolliert als vor 2014, vor der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns.

 

Quelle: AHGZ.de vom 16.11.2017

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  • MINIJOBS

Minijobs – Brücke oder Sackgasse?

 

THESE: Für viele kann ein Minijob zur Falle werden. Laut Analyse von Correctiv geraten oft Frauen, die gern halbtags arbeiten würden, hinein, weil sie sonst keine Stelle finden. Oftmals bleiben sie dann länger als nur für eine Übergangszeit darin.

 

Heisterkamp sagt: „Das kann ich bestätigen. Die Gefahr besteht, dass es zu einer Sackgasse wird. Das ist immer dann der Fall, wenn man zu lange in einer solchen, geringfügigen Beschäftigung bleibt.“

 

Quelle: Münsterlandzeitung online vom 15.11.2017

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  • PREKARISIERUNG

Armutsfalle Alleinerziehend

 

Die Situation von Alleinerziehenden und ihren Kindern ist alarmierend. (...) Mittlerweile lebt jede fünfte Familie in NRW in dieser Konstellation und 40 Prozent dieser Ein-Eltern-Familien sind auf Hartz IV angewiesen.

 

Die Gründe sind strukturell bedingt: Wer alleine für kleine Kinder sorgen muss, hat meistens nicht die Möglichkeit, Vollzeit zu arbeiten (...). Und wer in Berufen mit unüblichen Arbeitszeiten tätig ist, steht ebenfalls vor dem großen Problem: Wer versorgt die Kinder, wenn ich arbeite?

 

Quelle: Blick-aktuell.de vom 15.11.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

In der Gastronomie arbeiten 70 Prozent zu Niedriglöhnen

 

Wer in Spielhallen, Restaurants oder in einem Friseursalon arbeitet, verdient besonders oft nur einen Niedriglohn – und zwar auch dann, wenn er einen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob hat. Das geht aus einer neuen Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor.

 

Konkret erhalten Beschäftigte in Casinos und Wettbüros einen mittleren Lohn von rund 1700 Euro brutto pro Monat. Damit verdienen fast 72 Prozent von ihnen unterhalb der Niedriglohnschwelle von derzeit 2100 Euro im Monat. Die Gehälter (...) in der Gastronomie liegen (...) zu gut 70 Prozent unter dieser Schwelle.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 14.11.2017

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  • ERWERBSARMUT

Trotz Arbeit droht jedem Zehnten die Armut

 

Aktuell ist fast jeder zehnte Erwerbstätige in Deutschland armutsgefährdet. Das geht aus aktuellen Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat hervor, auf die die Linken im Bundestag aufmerksam gemacht haben.

 

Waren im Jahr 2006 noch 5,5 Prozent der Erwerbstätigen von Armut bedroht, sind es im vergangenen Jahr 9,5 Prozent gewesen (...). Demnach ist die Armutsgefährdung von Beschäftigten in den vergangenen zehn Jahren deutlich angestiegen, zuletzt aber etwas gesunken.

 

Quelle: Berliner Zeitung online vom 13.11.2017

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  • TEILZEIT

So arbeitet Deutschland

 

Montag bis Freitag, rund acht Stunden am Tag, spätestens zur Tagesschau zu Hause - so sieht er aus, der Normal-Arbeitsplatz in Deutschland. Oder besser: die gängige Vorstellung davon. (...) Doch die Norm ist dieser Arbeitsalltag im Jahr 2017 nicht mehr.

 

Nur noch sechs von zehn Arbeitnehmern arbeiten Vollzeit, die anderen vier Teilzeit. Anfang der Neunzigerjahre war das Verhältnis noch acht zu zwei. (...) Ein Grund für den stark gestiegenen Anteil ist, dass Mütter deutlich häufiger einer Erwerbsarbeit nachgehen als früher.

 

Quelle: Spiegel online vom 13.11.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Land für einheitlichen Mindestlohn in der Pflege

 

Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) will auf der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) des Bundes und der Länder Anfang Dezember in Potsdam einen Antrag für einen bundesweit einheitlichen Pflegemindestlohn einbringen.

 

Hintergrund ist eine Empfehlung der Pflegekommission des Bundes, wonach der Mindestlohn in der Pflege in den nächsten drei Jahren von bisher 10,20 Euro schrittweise auf 11,35 Euro im Westen und von 9,50 Euro auf 10,85 Euro im Osten steigen soll.

 

Quelle: Ärzte Zeitung online vom 13.11.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Dank Mindestlohn: Immer weniger Billig-Salons in Thüringen

 

Der Trend zu Billig-Salons ist nach Einschätzung des Friseurhandwerks in Thüringen und Sachsen-Anhalt rückläufig. Grund dafür sei die Einführung des Mindestlohns.

 

Nur auf einen möglichst niedrigen Preis für Schneiden, Waschen und Föhnen zu setzen, sei nicht möglich, wenn der Mindestlohn gezahlt werden müsse, sagte Landesinnungsmeisterin Sybille Hain am Sonntag in Erfurt.

 

Quelle: Tag24.de vom 12.11.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Jamaika einig bei Geringverdiener-Rente

 

Die Jamaika-Unterhändler für die Themenbereiche Arbeit, Soziales, Gesundheit und Pflege haben sich im Grundsatz auf eine Rente für Geringverdiener geeinigt. „Uns eint der Wille, dass jemand, der länger gearbeitet hat, im Alter mehr haben soll als die Grundsicherung“, heißt es in einem Papier der Verhandlungsgruppe.

 

Wie genau das Rentenmodell aussehen soll, ist noch offen. Eine Entscheidung soll bis Ende 2018 fallen.

 

Quelle: Handelsblatt online vom 11.11.2017

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  • MULTIJOBBER

Arbeitsmarkt: Zahl der Zweitjobber steigt stark

 

Seit Jahren steigt die Zahl der Nebenjobber in Deutschland. (...) Bis 2003 habe die Zahl der Mehrfachbeschäftigten bei etwa 1,25 Millionen stagniert und sei dann sprunghaft angestiegen, sagt Weber. Aktuell liegt sie deutschlandweit bei 3,07 Millionen.

 

Weber stellt einen Zusammenhang zur Hartz-II-Reform von 2003 her. (...) Damit wurden geringfügige Beschäftigungen attraktiver – es bleibt mehr „Netto vom Brutto“. Es verwundert daher nicht, dass über 80 Prozent der Nebenberufe Minijobs sind.

 

Quelle: FNP.de vom 11.11.2017

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  • NIEDRIGLÖHNE

Fahrer klagt gegen die Niedriglöhne der Post

 

Die Post beschäftigt osteuropäische Speditionen, um Briefe und Pakete in Deutschland zu transportieren. Die Angestellten bekommen oft weniger als den Mindestlohn. Ein tschechischer Fahrer wehrt sich jetzt juristisch gegen die Bezahlung.

 

Etwa die Hälfte aller Fahrer, die für die Deutsche Post Briefe und Pakete befördern, das schätzt die Gewerkschaft Verdi, seien keine direkten Angestellten des Konzerns. Rund 3000 von ihnen arbeiteten demnach für "Servicepartner", wie sie die Post nennt.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 11.11.2017

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  • MINDESTLÖHNE

SPD-Generalsekretär Heil für zwölf Euro Mindestlohn

 

Der scheidende SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat den Vorstoß von SPD-Vize Olaf Scholz für einen Mindestlohn von zwölf Euro unterstützt. “Diese Idee ist richtig und notwendig”, sagte Heil der “Welt”. “Nötig ist eine Lohnuntergrenze, die vor Armut, nicht zuletzt im Alter, schützt.”

 

“Die Schwampel-Koalition darf dieses Gesetz nicht durchlöchern. Wir hingegen reden darüber, wie man den Mindestlohn verbessern kann.” Es sei “nicht verboten, über die derzeitige Rechtslage hinaus zu denken”.

 

Quelle: Fuldainfo.de vom 10.11.2017

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  • PREKARISIERUNG

Immer mehr Deutsche sind verschuldet

 

Zum vierten Mal in Folge ist die Zahl der verschuldeten Menschen in Deutschland gestiegen. (...) Mit 6,9 Millionen waren zum Stichtag am 1. Oktober (...) 0,9 Prozent mehr Menschen deutlich in den roten Zahlen als 2016, wie aus dem neuen Schuldneratlas der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht.

 

Einen der wesentlichen Gründe für die wachsende Überschuldung trotz positiver Wirtschaftslage sieht Creditreform in der Zunahme geringfügiger und befristeter Beschäftigungsverhältnisse.

 

Quelle: Tagesschau.de vom 09.11.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Arbeitgeber kritisieren Scholz-Vorstoß

 

Die von der Bundesregierung eingerichtete Mindestlohn-Kommission reagiert erstmals direkt auf den Vorstoß des Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), den Mindestlohn in absehbarer Zeit auf 12 Euro anzuheben.

 

Schulte ist für die Arbeitgeberseite eines von insgesamt sieben stimmberechtigten Mitglieder der Kommission. „Herr Scholz missachtet die Unabhängigkeit der Mindestlohn-Kommission und die dortige Rolle der Sozialpartner, die sich bei Anpassungen allein an der Tariflohnentwicklung zu orientieren haben“.

 

Quelle: WirtschaftsWoche online vom 09.11.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Fast jeder Fünfte von Armut oder Ausgrenzung bedroht

 

Trotzdem sind rund 16 Millionen Menschen von Armut und Ausgrenzung bedroht. Der Sozialverband VdK appelliert deswegen an die künftige Bundesregierung: Das Problem dürfe nicht länger kleingeredet werden.

 

Dringenden Handlungsbedarf sieht der VdK in verschiedenen Politikfeldern: "Ein wachsender Niedriglohnbereich, ein Mindestlohn, mit dem man kaum über die Runden kommt (...), kaum Beschäftigungschancen für Langzeitarbeitslose (...)".

 

Quelle: Volksstimme online vom 08.11.2017

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  • CROWDWORK

Ombudsstelle für Crowdworker eingerichtet

 

Die Gewerkschaft IG Metall hat gemeinsam mit dem Deutschen Crowdsourcing-Verband und acht Crowdworking-Plattformen eine Ombudsstelle eingerichtet. Ziel sei es, Streitigkeiten zwischen Crowdworkern, Auftraggebern und Plattformen außergerichtlich zu klären.

 

Die Ombudsstelle soll außerdem die Einhaltung einer freiwilligen Selbstverpflichtung überwachen, mit der sich die Plattformen auf Mindeststandards für einen fairen Umgang mit Crowdworkern verständigt haben.

 

Quelle: Zeit online vom 08.11.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Scholz-Offensive stößt auf wenig Verständnis

 

Die Forderung nach 12 Euro Mindestlohn von Olaf Scholz hat nicht wenige in der Hotellerie- und Gastronomiebranche überrascht und eine breite Diskussion ausgelöst.

 

„Grundsätzlich bekommen wir in der Gastronomie keine Leute mehr und dazu trägt auch der niedrige Lohn bei“, sagt Bernd Lieblein, Inhaber von zwei Domino´s in Würzburg. (...) Das andere Problem sei, so vermutet der Würzburger Gastronom, dass sich schon heute ein Teil der Gastrobetriebe mangels Kontrollen nicht an den Mindestlohn halten würden.

 

Quelle: AHGZ.de vom 08.11.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Höherer Mindestlohn in Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft

 

Für Waldarbeiter, Gärtner, Erntehelfer und andere Beschäftigte der Branche ist zum November der Mindestlohn gestiegen. Sie verdienen jetzt 9,10 Euro pro Stunde - ein Anstieg um 5,8 Prozent, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) am Dienstag mitteilte.

 

«Gerade wer als Aushilfe auf dem Bauernhof, in der Gärtnerei oder im Forstbetrieb arbeitet, hat jetzt deutlich mehr in der Tasche», sagte der Bezirksvorsitzende Ralf Eckardt. Das Plus belaufe sich auf 87 Euro zusätzlich am Monatsende.

 

Quelle: Welt online vom 07.11.2017

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  • BEFRISTUNG

Wirksamkeit befristeter Arbeitsverträge von Fußballspielern?

 

Der Kläger ist seit Anfang 2014 bei der Beklagten, die den Spielbetrieb von Viktoria Köln durchführt, als Berufsfußballspieler beschäftigt. Mit seiner Klage wendet sich der Kläger gegen die Befristung seines Arbeitsvertrags zum 30.06.2017.

 

Das Arbeitsgericht Köln hielt die Befristung des Arbeitsvertrags aufgrund der Besonderheiten im Bereich des Profifußballs für wirksam. Die „Eigenart der Arbeitsleistung“ rechtfertige ungeachtet der geringeren Verdienstmöglichkeiten auch in der Regionalliga die Befristung.

 

Quelle: Münster-Journal.de online vom 06.11.2017

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  • MINDESTLÖHNE

"Der Mindestlohn - ein zahnloser Tiger"

 

Vollzeitbeschäftigt und trotzdem reicht das Geld nicht, erst recht nicht im Alter. Armutsforscher Butterwegge sieht daher den Niedriglohnsektor kritisch und fordert hier politische Maßnahmen.

 

"8,50 Euro in der Stunde, heute 8,84 Euro reichen nicht aus, wenn man Vollzeit arbeitet, um aus der Armutszone herauszukommen. Dieser Mindestlohn reicht erst recht nicht aus, um aus dem Problem der Altersarmut herauszukommen".

 

Quelle: Domradio.de vom 05.11.2017

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  • BEFRISTUNG

Thüringer Lehrerverband fordert unbefristete Stellen

 

Der Thüringer Lehrerverband (TLV) hat von Kultusminister Helmut Holter (Linke) gefordert, Lehrer unbefristet einzustellen. Die von Holter für die kommenden beide Jahre angekündigten 300 zusätzlichen Stellen seien in der Regel befristet, kritisierte der TLV-Vorsitzende Rolf Busch.

 

Im bundesweit leer gefegten Arbeitsmarkt für Lehrer könne sich niemand für ein solches Angebot erwärmen. Wenn zudem junge Lehrer lediglich immer neue befristete Arbeitsverträge bekämen, führe dies zu Frustration und Perspektivlosigkeit.

 

Quelle: Thüringer Allgemeine online vom 05.11.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Viele Spediteure tricksen beim Mindestlohn

 

Seine Mission: Er will ausländische Lkw-Fahrer über ihre Rechte aufklären. Denn viele arbeiten für deutsche Unternehmen, erhalten aber nicht den vorgeschriebenen Mindestlohn. Doch die Trucker (...) sagen: Klar werden wir betrogen, aber es gibt für uns keine Alternative.

 

Höchst problematisch ist aus seiner Sicht, dass sich auch deutsche Transportfirmen immer weiter verschachteln, um gesetzliche Regelungen wie Mindestlöhne zu umschiffen. Neueste Masche: Fahrer erhalten einen geringen Grundlohn, aber doppelt so hohe Spesen, damit die Sozialabgaben gedrückt werden.

 

Quelle: MOZ.de vom 04.11.2017

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  • MINDESTLÖHNE

Scholz fordert Mindestlohn von zwölf Euro

 

Solche Töne kennt man bislang nur von der Linkspartei: SPD-Vize Olaf Scholz hat sich für eine deutliche Anhebung des Mindestlohns ausgesprochen. (...) Sein Vorschlag: "Wir sollten den Mindestlohn in einem überschaubaren Zeitraum auf zwölf Euro pro Stunde anheben".

 

Scholz begründete seine Forderung unter anderem mit der Altersvorsorge. Die Lohngrenze müsse künftig hoch genug sein, damit niemand, der Vollzeit arbeite, im Alter auf öffentliche Hilfe angewiesen sei.

 

Quelle: Zeit online vom 03.11.2017

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG

Vollbeschäftigung muss Anspruch jeder Regierung sein

 

Frage: Welche Weichen sollte die künftige Regierung darüber hinaus auf dem Arbeitsmarkt stellen? Fratzscher: "Die Qualität der Arbeit muss verbessert werden. Es gibt sehr viel atypische Beschäftigung."

 

"Mehr als jeder fünfte Arbeitnehmer ist in atypischer Beschäftigung, das heißt im Niedriglohnbereich, in prekären Arbeitsverhältnissen oder wider Willen in Teilzeit. Es muss bessere Arbeit zu guten Bedingungen und Löhnen geben."

 

Quelle: Nordwest Zeitung online vom 03.11.2017

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  • GERINGVERDIENENDE

Risiko für Altersarmut: Im Osten künftig doppelt so hoch wie im Westen

 

Das Risiko, im Alter eine Rente unterhalb der Armutsgrenze zu beziehen, wird sich in den nächsten Jahren vor allem in Ostdeutschland deutlich erhöhen. (...) Das Armutsrisiko steigt durch Zeiten der Arbeitslosigkeit, versicherungsfreie Jahre und Niedriglohnjobs.

 

Auch, wer durchgehend gearbeitet hat, kann von Sozialhilfe abhängig werden. Zum Beispiel Menschen, die heute Mindestlohn oder etwas mehr verdienen, könnten später in Altersarmut landen, so der Wirtschaftsforscher Geyer.

 

Quelle: MDR.de vom 01.11.2017

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  • PREKARISIERUNG

Flexibles Tagelöhnertum

 

Es gibt viele Formen prekärer Beschäftigung in Deutschland. In der öffentlichen Debatte geht es dabei hauptsächlich um Minijobs, Leiharbeit, Scheinselbstständigkeit durch Werkverträge und sachgrundlose Befristungen.

 

Weniger bekannt ist, dass bis zu 1,5 Millionen Angestellte zwar sozialversicherungspflichtige Arbeitsverträge haben, in denen allerdings »kapazitätsorientierte, variable Arbeitszeiten« vereinbart sind.

 

Quelle: neues deutschland online vom 01.11.2017

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| © Markus Krüsemann | Kontakt: webmaster[at]miese-jobs.de