ARCHIV - SEPTEMBER 2014


  • BEFRISTUNG:

Unterschriften gegen befristete Post-Stellen

 

Die Deutsche Post AG schließt seit fast einem Jahr grundsätzlich lediglich befristete Arbeitsverträge ab. Obwohl es genug zu tun gibt in der Brief- und Paket-Auslieferung werden Zustellerinnen und Zusteller nur auf Zeit eingestellt. Das gleiche gilt für die meist teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter in den Brief- und Paketzentren.

 

Gegen diese Befristungspolitik hat die Gewerkschaft Verdi jetzt hessenweit Unterschriften bei den Post-Beschäftigten gesammelt. In der Niederlassung Brief Frankfurt haben gut 1500 Kollegen unterschrieben und rufen so die Niederlassungsleitung auf, für alle 977 befristet Beschäftigten eine unbefristete Anstellung zu realisieren.

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Quelle: Frankfurter Neue Presse online vom 30.09.2014


  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

Immer mehr Minijobs und Teilzeit in SH

 

Jede zweite Stelle in Schleswig-Holstein ist keine reguläre Beschäftigung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord fordert „eine neue Ordnung der Arbeit“.

 

Teilzeit, Minijobs und Leiharbeit sind für immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein die Regel. Fast jeder zweite Job im Land ist kein reguläres Beschäftigungsverhältnis mehr. Das geht aus am Montag veröffentlichten Zahlen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Demnach lag der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigung an den rund 1,15 Millionen abhängig Beschäftigten im Norden im vergangenen Jahr bei 47,3 Prozent – und damit höher als im Bundesschnitt (43,3 Prozent).

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Quelle: shz.de vom 30.09.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Zum 1. Oktober 2014 8,80 Euro Mindestlohn in Bremen

 

Das Land Bremen erhöht zum 1. Oktober den Mindestlohn um 30 Cent auf 8,80 Euro pro Stunde. Damit sei der Senat einer Empfehlung der Landesmindestlohnkommission gefolgt, teilte die Senatspressestelle am Montag mit.

 

Im Bereich der Beschäftigungsförderung werde durch Anpassung der Altverträge und Altbescheide mit jährlichen Mehrkosten von 72.000 Euro gerechnet.

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Quelle: Weser Kurier online vom 29.09.2014


  • BEFRISTUNG:

29/09/2014: Regional unterschiedliche Ausweitung befristeter Jobs

 

Unter den Befristungen steigt die Zahl der ohne Sachgrund befristeten Arbeitsverträge stetig an. 2013 hatten sie bereits einen Anteil von 48 Prozent an allen befristeten Arbeitsverträgen erreicht. Die Linkspartei wollte es genauer wissen. Sie hat die Bundesregierung gefragt, wie sich die befristete Beschäftigung in den einzelnen Bundesländern in den vergangenen 20 Jahren entwickelt habe. Jetzt liegt die Antwort vor.

 

Erkennbar wurden zunächst unterschiedliche Entwicklungsverläufe in den alten und den neuen Bundesländern: Während sich die Zahl der befristet Beschäftigten in den westlichen Bundesländern von 1996 bis 2013 jeweils mindestens verdoppelt habe, seien sie in den ostdeutschen Ländern mit Ausnahme Brandenburgs zurückgegangen oder nahezu gleich geblieben.

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  • MINDESTLÖHNE:

Tarifverhandlungen bei Mc Donald's & Co: Rache für den Mindestlohn

 

Die großen Fastfood-Ketten haben einen Weg gefunden, die Einführung des Mindestlohns auszuhebeln: Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie sämtliche Zuschläge werden einfach abgeschafft. Unterm Strich bliebe den Beschäftigten weniger als heute.

 

Der gesetzliche Mindestlohn rückt näher und die deutsche Wirtschaft hat sich in weiten Teilen darauf eingestellt. (...) Anpassungspläne besonderer Art haben nun Fastfood-Ketten und andere Großgastronomen vorgelegt, die im Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) zusammen geschlossen sind. Der Verband präsentierte in der vergangenen Woche zum Start der Tarifverhandlungen, die an diesem Mittwoch in die zweite Runde gehen, ein bemerkenswertes Angebot für die mehr als 100.000 Beschäftigten: Es soll teils sogar zweistellige Entgeltsteigerungen bis zum Mindestlohnniveau geben, was unterm Strich aber Lohneinbußen von einigen hundert oder sogar mehreren tausend Euro pro Jahr bedeuten würde.

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Quelle: Berliner Zeitung online vom 29.09.2014


  • AUFSTOCKER:

Wenn selbst Jobs zum Kostenfaktor werden

 

Vom Bund durchaus gewollt, von der Kommune kritisiert: Die steigende Zahl von Minijobs reißt immer größere Löcher ins Stadtsäckel. Es sind die geringfügig Beschäftigten und seltener auch die, die trotz einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit über 450-Euro-Niveau nicht genug Geld zum Leben nach Hause bringen, die der Stadt einen noch dickeren Strich durch die Hartz-IV-Rechnung machten als in den vergangenen Jahren schon: Die Zahl der so genannten Ergänzer, die zusätzlich zu ihrem Einkommen Leistungen vom Job-Center bekommen, ist in Essen drastisch gestiegen.

 

„Die Minijobs sind ein eigener Arbeitsmarkt geworden“, sagt Sozialdezernent Peter Renzel. Das Plus von nahezu 15 Prozent mehr Ergänzern ist allerdings eine alarmierende Entwicklung nicht nur aus arbeitsmarktpolitischen, sondern auch aus fiskalischen Gründen.

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Quelle: WAZ online vom 29.09.2014


  • BEFRISTUNG:

"Wer unbequem ist, wird nicht weiterbeschäftigt"

 

Berufsanfänger bekommen oft nur noch Arbeitsverträge auf Zeit – der befristete Job ist in vielen Branchen Standard, besonders im Westen. Die Befristung wirkt auf viele wie eine verlängerte Probezeit.

 

Insgesamt arbeiteten in Deutschland 2013 mehr als 2,6 Millionen Menschen in befristeten Jobs, rund 300.000 weniger als noch vor drei Jahren. (...) Ständig gestiegen ist in den vergangenen Jahren allerdings der Anteil der Befristungen ohne sachlichen Grund: Im vergangenen Jahr waren es mit 48 Prozent jeder zweite Vertrag.

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Quelle: Die Welt online vom 28.09.2014


  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

26/09/2014: Fast jeder zweite Job ist kein Normalarbeitsverhältnis mehr

 

Seit annähernd zwei Jahrzehnten gewinnen atypische Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit, Befristungen, Teilzeitbeschäftigung oder Minijobs gegenüber dem sog. Normalarbeitsverhältnis (vollzeitnahe, unbefristete Beschäftigung ohne Leiharbeit) stetig an Bedeutung. Aktuelle Auswertungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler Stiftung zeigen, dass sich der Bedeutungsverlust der Normalarbeit weiter fortsetzt.

 

Einem Artikel in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Böckler Impuls zufolge waren im Jahr 2013 deutschlandweit 45,3 Prozent aller Arbeitsverhältnisse Minijobs, Teilzeitstellen oder Leiharbeit.

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  • WERKVERTRÄGE:

Lürssen-Werft: Standards für Werkverträge

 

Arbeitnehmer, die im Rahmen sogenannter Werkverträge auf der Lürssen-Werft tätig sind, genießen künftig einen besseren Schutz. Das Schiffbauunternehmen mit Standorten in Bremen und Lemwerder hat mit seinem Betriebsrat eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen. Sie sieht Mindeststandards bei der Bezahlung, bei der Unterbringung sowie beim Arbeits- und Gesundheitsschutz vor.

 

Die jetzt unter Mitwirkung der Industriegewerkschaft (IG) Metall abgeschlossene Betriebsvereinbarung verpflichtet Werkvertragspartner der Lürssen-Werft unter anderem zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohnes. Auch die Bereitstellung angemessener Unterkünfte ist zu garantieren, wenn die Werkvertragsarbeiter über einen längeren Zeitraum vor Ort sind.

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Quelle: Weser Kurier online vom 26.09.2014


  • MINDESTLÖHNE:

So weit kommt eine Durchschnitts-Familie mit dem Mindestlohn

 

8,50 Euro Mindestlohn. Klingt erstmal nicht schlecht, um Ungerechtigkeiten auszugleichen - aber reicht das wirklich? Wir haben verglichen, was eine deutsche Durchschnittsfamilie im Monat ausgibt. Und wie weit eine dreiköpfige Familie im Schnitt mit dem Mindestlohn kommt.

 

Ohne Mindestlohn wäre vermutlich noch weniger Geld in der Kasse. Aber auch mit einem gesicherten Stundenlohn von 8,50 Euro liegt das Haushaltseinkommen deutlich unter dem Durchschnitt. Und unter der Armutsgrenze. Wir haben eine Beispielrechnung aufgestellt.

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Quelle: WAZ online vom 26.09.2014


  • EINKOMMENSENTWICKLUNG:

25/09/2014: Einkommenspolarisierung und Umverteilung werden sich fortsetzen

 

Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends muss als eine Dekade der Einkommenspolarisierung und der zunehmenden sozialen Ungleichheit charakterisiert werden. Während immer mehr Menschen nur noch niedrige Einkommen erzielen konnten, wuchs die Gruppe der Wohlhabenden nicht nur, sie konnte auch immer größere Teile des gesellschaftlichen Reichtums auf sich vereinen.

 

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung hat in einer aktuellen Studie versucht, durch einen Blick auf die Ursachen der Einkommensumverteilung die weitere Entwicklung abzuschätzen. Indem sie ihren Blick dabei auf den Zusammenhang zwischen Konjunktur und Einkommensverteilungen konzentrieren, kommen sie zu interessanten Schlussfolgerungen.

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  • MINDESTLÖHNE:

Ambivalenter Fortschritt: Allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn mit Ausnahmen

 

Das Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns ist als Artikel 1 des Tarifautonomiestärkungsgesetzes mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft getreten. »Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer« hat Anspruch auf Zahlung eines Arbeitsentgelts mindestens in Höhe des Mindestlohns, der ab Januar 2015 8,50 Euro brutto »je Zeitstunde« beträgt.

 

Abweichend hiervon gibt es Ausnahmeregelungen für einzelne Personengruppen und zeitlich befristete Übergangsregelungen vor allem für Tarifverträge. Zudem wird das Arbeitnehmer-Entsendegesetz auf alle Branchen ausgedehnt, um die Verankerung allgemeingültiger Branchen-Mindestentgelte oberhalb des Niveaus des gesetzlichen Mindestlohns zu ermöglichen

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Quelle: Sozialismus Aktuell vom 25.09.2014


  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

Sindelfingen: DGB kritisiert Leih- und Fremdarbeit

Leiharbeit, befristete Arbeitsverhältnisse und Werkverträge – immer mehr Menschen haben unsichere Arbeitsverhältnisse und sind laut dem DGB-Landesbezirksvorsitzenden Nikolaus Landgraf Arbeitnehmer zweiter Klasse. "Das fängt damit an, dass sie vom Kantinenessen und anderen sozialen Leistungen ausgeschlossen sind und gipfelt in einem erhöhten Arbeitsdruck und einer geringeren Bezahlung", sagte Jörg Munder, der DGB-Regionalsekretär, bei einem Treffen der Gewerkschafter im Böblinger Arbeiterzentrum.

 

"Die Arbeitsverdichtung und die dadurch wachsende Belastung der Beschäftigten nehmen deutlich zu", stellte Landgraf fest. Vor diesem Hintergrund müssten besonders die mit einem geringeren Lohn verpflichteten Leiharbeitskräfte und Mitarbeiter mit Werkverträgen auf ein höheres Einkommen gebracht werden.

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Quelle: Stuttgarter Zeitung online vom 25.09.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn setzt Werkstättle unter Druck

 

Dass der Mindestlohn am 1. Januar 2015 kommt, findet Rüdiger Semet eigentlich gut. Dass auch das Werkstättle künftig 8,50 Euro Stundenlohn bezahlen muss, macht das Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Vereins allerdings ratlos. „Finanziell steht das Werkstättle unter großem Druck“, sagt er. Allein 130.000 Euro jährlich müsste es mehr aufwenden, wenn es seinen Mitarbeitern bei gleichbleibenden Arbeitszeiten den gesetzlichen Mindestlohn bezahlen müsste.

 

Das Werkstättle hat es sich zur Aufgabe gemacht, Langzeitarbeitslose zu unterstützen, indem sie dort beschäftigt werden. Im Idealfall sollen sie soweit gestärkt werden, dass sie auf dem Arbeitsmarkt wieder eine Chance haben. Zurzeit arbeiten dort 160 Männer und Frauen. Den Mitarbeitern wird eine Beschäftigung geboten, die zwar bezahlt wird – teils jedoch weit unter dem Mindestlohn von 8,50 Euro.

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Quelle: Schwäbische.de vom 25.09.2014


  • WERKVERTRÄGE:

Missbrauch von Werkverträgen

 

Der Petitionsausschuss setzt sich für gesetzgeberische Maßnahmen im Kampf gegen den missbräuchlichen Einsatz von Werkverträgen ein. In der Sitzung am Mittwochmorgen beschlossen die Abgeordneten daher einstimmig, eine dahingehende Petition dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales als Material zu überweisen und den Fraktionen zur Kenntnis zu geben. Ein ausdrückliches Verbot missbräuchlich abgeschlossener Werkverträge erachtet der Ausschuss hingegen als „nicht notwendig“.

 

In der Petition wird gefordert, mit gesetzlichen Regelungen die Umgehung von Tariflöhnen durch den Abschluss von Werkverträgen zu verhindern. Zur Begründung wird darauf verwiesen, dass viele Firmen durch den Abschluss von Werkverträgen versuchen würden, „die Stundenlöhne niedrig zu halten“.

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Quelle: Pressemeldung des Deutschen Bundestages vom 24.09.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Höherer Mindestlohn für Abfallwirtschaft

 

Ab 1. Oktober gilt für alle Beschäftigten der Abfallwirtschaft bundesweit ein Mindestlohn von 8,86 Euro. Das Bundesarbeitsministerium hat die Verordnung jetzt dem Kabinett vorgelegt. Damit müssen auch Betriebe den Mindestlohn zahlen, die nicht tariflich gebunden sind.

 

Die Abfallwirtschaft hat seit dem 24.06.2014 einen neuen Tarifvertrag. Er bezieht auch die Straßenreinigungs- und Winterdienste ein. In der Branche sind rund 180.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tätig.

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Quelle: Pressemitteilung der Bundesregierung vom 24.09.2014


  • LEIHARBEIT:

Stadt Duisburg stopft Personallücken mit Leihkräften

Erstmals auch in der Kernverwaltung. Bei den Wirtschaftsbetrieben wurden in Spitzenzeiten bis zu 200 Leiharbeiter beschäftigt. Deren Zahl ist mittlerweile gesunken. Insgesamt steigt die Zeit- und Leiharbeit in Duisburg stark an. Sie gilt mittlerweile als „Normalität“.

 

Man muss bundesweit lange suchen, um so viel Leiharbeit im öffentlichen Dienst zu finden, wie hier. Insbesondere die Wirtschaftsbetriebe (WBD) haben das Instrument intensiv genutzt. Bis zu 200 Beschäftigte kamen zu Spitzenzeiten vor sechs bis acht Jahren von Leihfirmen, bei insgesamt 1700 Mitarbeitern, berichtet Verdi-Personalrat Marcus Drewes, der auch um die Besonderheit weiß, dass der öffentliche Dienst in Duisburg auf Leihkräfte setzt: „In anderen Städten kennen viele dieses Thema nicht.“

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Quelle: WAZ online vom 23.09.2014


  • LOHNENTWICKLUNG:

23/09/2014: Reallöhne sind auch im zweiten Quartal 2014 leicht gestiegen

 

Mit ganz leicht steigenden Reallöhnen scheint die Lohnentwicklung 2014 etwas positiver zu verlaufen als in 2013, dem Jahr der Reallohnverluste. Nach dem leichten Plus im ersten Quartal sind die Löhne auch im zweiten Quartal real gestiegen.

 

Wie das Statistische Bundesamt (DESTATIS) in einer Pressemitteilung zu den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung (VVE) bekannt gab, seien die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste von vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmer/innen im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich im zweiten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,2 Prozent gestiegen.

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  • LEIHARBEIT:

Nachfrage nach Zeitarbeitern extrem hoch

Die Nachfrage nach Zeitarbeitskräften ist einem Zeitungsbericht zufolge nirgendwo in Deutschland so groß wie in Sachsen. Derzeit arbeiten im Freistaat knapp 50.000 Menschen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, wie die „Leipziger Volkszeitung“ am Dienstag unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtet.

 

Allein in den vergangenen zwölf Monaten seien knapp 5.000 Zeitarbeitsverhältnisse hinzugekommen, was einem Anstieg von 11,2 Prozent entspreche. Damit liege Sachsen bundesweit an der Spitze.

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Quelle: Sächsische Zeitung online vom 23.09.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Taxiunternehmen kündigen Fahrern wegen Mindestlohns

 

Der Mindestlohn in der Taxibranche steigt zum Jahreswechsel auf 8,50 Euro. Taxiunternehmen in Niedersachsen haben deshalb nun mit der Kündigung von Fahrern begonnen.

 

„Es gibt Fälle von Verkleinerungen von Betrieben mit Kündigungen“, sagte Gunther Zimmermann vom Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN). „Welches Ausmaß das annehmen wird, wissen wir noch nicht.“ Allerdings stünden in Niedersachsen in der Taxibranche 5000 bis 7000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Am Arbeitsgericht in Hannover wird am Dienstag der Fall eines Unternehmens verhandelt, das vorsorglich bereits allen seinen 65 Fahrern gekündigt hat.

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Quelle: FAZ.net vom 23.09.2014


  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

22/09/2014: Leichter Rückgang atypischer Beschäftigung in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2012

 

Im Jahr 2012 ist einer Auswertung von Daten des Mikrozensus durch das Statistische Bundesamt zufolge die Zahl der atypisch Beschäftigten bundesweit erstmals seit Jahren wieder gesunken, ein Trend der jetzt auch für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern bestätigt worden ist.

 

Das Statistische Landesamt des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat einen nach Erwerbsformen differenzierten Bericht zur Entwicklung der Erwerbstätigkeit im Land veröffentlicht. Danach ist der Anteil der atypisch Beschäftigten an allen Kernerwerbstätigen im Jahre 2012 von 22,2 Prozent (2011) auf 20,7 Prozent zurückgegangen. Gesunken ist auch ihre absolute Zahl.

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  • BEFRISTUNG:

Postler fordern unbefristete Verträge

 

Die Postbeschäftigten im Zustellstützpunkt Bayreuth nutzen ihre Frühstückspause, um auf die Missstände bei der Deutschen Post AG wegen der viel zu hohen Befristungsquote aufmerksam zu machen.

 

Weit über 300 gelbe Luftballons halten die Zusteller in ihren Händen. Jeder Luftballon steht für einen befristet Beschäftigten in der Niederlassung Brief Bayreuth mit insgesamt gut 2000 Beschäftigten.

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Quelle: Frankenpost online vom 22.09.2014


  • NIEDRIGLÖHNE:

Lehrtätigkeit auf ALG II-Niveau

 

Unter der Privatisierung im Bildungswesen leidet auch der Weiterbildungssektor. Dort sind prekäre Beschäftigungsverhältnisse mittlerweile die Regel. (...) Seit Jahren sinken aufgrund eines ruinösen Wettbewerbs der Anbieter die Gehälter und Honorare für die Lehrkräfte in der Weiterbildung.

 

Maßgeblich vorangetrieben wurde diese Entwicklung von der Bundesagentur für Arbeit (BA) - einem der Hauptfinanzierer. Seit 2012 ist zwar für die von der BA finanzierten Weiterbildungsmaßnahmen ein Mindestlohn festgeschrieben. Er liegt aktuell bei 11,65 Euro/Stunde (Ost) bzw. 13 Euro (West) und wird zum 1. Januar 2015 auf 12,50 Euro/Stunde (Ost) und 13,35 Euro/Stunde (West) steigen. Doch die Lohnuntergrenze gilt nur, wenn der Träger mehr als 50 Prozent der Maßnahmen in diesem Bereich wahrnimmt. Viele Träger versuchten deshalb ihr Kursangebot so zu gestalten, dass die BA-Maßnahmen einen Anteil unterhalb von 50 Prozent einnehmen.

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Quelle: neues deutschland online vom 20.09.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Subunternehmer im Ausland müssen keinen Mindestlohn zahlen

 

Öffentliche Auftraggeber in Deutschland sind nicht berechtigt, von Subunternehmern im Ausland die Zahlung des deutschen Mindestlohns zu verlangen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag klargestellt. Das höchste EU-Gericht entschied damit zu Ungunsten der Stadt Dortmund, die einen Auftrag zur Digitalisierung von Akten vergeben wollte. Um diesen Auftrag hatte sich die deutsche Bundesdruckerei beworben, die die Akten wiederum zu einem kostengünstigen Subunternehmer nach Polen bringen wollte.

 

Die Stadt Dortmund wandte sich gegen das Vorhaben der Bundesdruckerei und verwies auf ein Gesetz Nordrhein-Westfalens, laut dem bestimmte öffentliche Dienstleistungsaufträge nur an Unternehmen vergeben werden dürfen, die ihren Beschäftigten mindestens 8,62 Euro pro Stunde zahlen. Dieses Gesetz bezeichnete der EuGH nun als unverhältnismäßig. Er verwies darauf, dass die Akten-Digitalisierung komplett in Polen erledigt werden sollte, wo die Lebenshaltungskosten viel niedriger seien als in Deutschland.

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Quelle: neues deutschland online vom 18.09.2014


  • BEFRISTUNG:

Arbeiten mit über 65 - Statt Ruhestand: befristet weiterarbeiten

 

Arbeitgeber schicken nicht jeden ihrer Beschäftigten gerne in den Ruhestand. Doch eine Weiterbeschäftigung mit vollem Kündigungsschutz scheuen sie. Neu ist jetzt: Wer die gesetzliche Altersgrenze erreicht hat, kann beim selben Arbeitgeber befristet weiterbeschäftigt werden.

 

Wenn beide Seiten einverstanden sind, kann zwischen dem Arbeitgeber und einem Arbeitnehmer, der das gesetzliche Rentenalter erreicht hat, ein befristeter Arbeitsvertrag geschlossen werden. Bei Ablauf der Befristung kann der Arbeitnehmer keinen Kündigungsschutz geltend machen. Die Befristung kann aber – im beiderseitigen Einvernehmen – verlängert werden, sogar mehrfach.t

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Quelle: Bayerischer Rundfunk online vom 17.09.2014


  • TEILZEIT:

Über 60-Jährige sollen nur noch drei Tage arbeiten

 

Weniger Arbeiten im Alter? Die Gewerkschaft IG BCE unternimmt vor der nächsten Tarifrunde einen Vorstoß. Sie will eine Drei- oder Vier-Tage-Woche für Beschäftigte ab 60 Jahren - mit Lohnausgleich.

 

„Ab 60 Jahren sollen künftig auch eine Drei- oder eine Vier-Tage-Woche möglich sein“, sagte IG- BCE-Vorstand Peter Hausmann (...). „Es geht darum, die Belastungen zu verringern, dann können die Beschäftigten auch länger in den Betrieben gehalten werden.“

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Quelle: Wirtschaftswoche online vom 17.09.2014


  • WERKVERTRÄGE:

Werkverträge: Recherchen auf der Hütte

 

Welche Hebel gibt es, um Werkvertragsarbeit fairer zu machen? Betriebsräte und Arbeitsdirektoren aus der Stahlindustrie arbeiten an kreativen Lösungen – dank Montanmitbestimmung und unterstützt von dem Stahltarifvertrag in NRW.

 

Beim Stahlproduzenten ArcelorMittal Bremen GmbH machte der Betriebsrat dem Arbeitgeber mit einem eindrucksvollen Säulendiagramm deutlich: Mitarbeiter von Fremdfirmen arbeiten nicht selten bis zu zehn, teilweise sogar zwölf Stunden und mehr. (...) Die nackten Zahlen zeigten, dass Werkvertragsarbeiter die gesetzlichen Arbeitszeiten regelmäßig deutlich überschritten.

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Quelle: Magazin Mitbestimmung, Ausgabe 09/2014, S. 45 ff.


  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

15/09/2014: Atypische Beschäftigung ist mit besonderen Arbeitsbelastungen verbunden

 

Das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.nrw) hat Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen in Form von repräsentativen telefonischen Interviews zu ihrer Situation am Arbeitsplatz befragt. Neben der allgemeinen Erhebung zur Beschäftigungslage waren auch Belastungssituationen, die aus der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeit und der vermehrten Tätigkeit in atypischen Beschäftigungsformen resultieren, Bestandteil der Befragung.

 

Wie sich zeigte unterscheiden sich die subjektiven Wahrnehmungen der Belastungen und Beanspruchungen bei Beschäftigten in Normalarbeitsverhältnissen und bei Beschäftigten in atypischer Beschäftigung deutlich. Ähnliches gilt auch für Aussagen zum betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz.

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  • NIEDRIGLÖHNE:

Talfahrt der deutschen Löhne

 

Ab Mitte der 1990er-Jahre werden die Gehaltszuwächse immer geringer.  Real, also nach Abzug der Inflation, sinken die Stundenlöhne von Millionen Beschäftigten sogar, und zwar über viele Jahre. Das belegt eine Analyse, die das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni Duisburg-Essen erstellt hat und die dieser Zeitung vorliegt.

 

In Westdeutschland sind demnach von 1995 bis 2012 die Reallöhne in allen Einkommensgruppen gesunken. Einen dramatischen Rückgang erlebten Geringverdiener: Ihre realen Stundenlöhne stürzten um 20 Prozent ab, Normalverdiener hatten 8,5 Prozent, Besserverdiener 2,3 Prozent weniger.

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Quelle: FR online vom 15.09.2014


  • MINDESTLÖHNE:

15/09/2014: Keine Einigung bei Mindestlohn für Taxifahrer

 

Die ab 2015 drohende Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde hat die Taxibranche, in der Löhne von im Schnitt unter sieben Euro die Regel sind, dazu veranlasst, durch Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di einen eigenen Mindestlohn-Tarifvertrag abzuschließen.

 

Ziel war es, den Stundenlohn der Fahrer schrittweise an den allgemeinen Mindestlohn heranzuführen, der so erst ab 2017 gelten würde. Am vergangenen Wochenende sind die Verhandlungen über eine Schonzeit gleich in der ersten Runde gescheitert.

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  • TEILZEIT:

40 Prozent mehr Teilzeit-Arbeit als im Jahr 2000

 

In Deutschland arbeiten einem Medienbericht zufolge inzwischen 40 Prozent mehr Menschen in Teilzeit als zur Jahrtausendwende. Die Zahl der Erwerbstätigen mit reduzierter Stundenzahl habe von 6,8 auf 9,6 Millionen zugelegt, schreibt die "Passauer Neue Presse" am Samstag. Das gehe aus den Antworten des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor.

 

Die Zahl der Vollzeit-Beschäftigten ist den Angaben zufolge von 2001 bis 2012 leicht von 25,95 auf 25,92 Millionen gesunken. 7,8 Millionen der Teilzeit-Beschäftigten sind demnach Frauen. Das entspreche einem Anteil von mehr als 80 Prozent. Fast jeder zweite Teilzeit-Job umfasse weniger als 20 Wochenstunden.

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Quelle: tz online vom 13.09.2014


  • AUFSTOCKER:

Der Kampf der Jobcenter: Mindestlohn als Lichtblick

 

100 Euro Bruttolohn im Monat. Was sich anhört, als fehlten bei der Zahl ein bis zwei Nullen, ist für einige Menschen in Deutschland Realität: Ihre Arbeitgeber zahlen Hungerlöhne und lassen den Staat die Differenz zum Hartz-IV-Niveau ausgleichen. Das ist nicht nur dreist, sondern auch sittenwidrig, urteilte das Arbeitsgericht Eberswalde vor einiger Zeit in einem besonders extremen Fall.

 

Um Sozialmissbrauch schnell zu erkennen und gegen ihn vorzugehen, beschäftigen einige Jobcenter in Berlin und Brandenburg mittlerweile eigene Fachleute. (...) Dafür werden die sogenannten Aufstocker einzeln unter die Lupe genommen. Das sind diejenigen Arbeiter, die wegen ihres niedrigen Lohns auf staatliche Zuwendungen angewiesen sind, um mit ihrem Einkommen wenigstens auf den Arbeitslosengeld-II-Satz zu kommen. Ihr Gehalt werde dabei mit dem branchenüblichen Standard verglichen - liegt es deutlich darunter, wird bereits gezahltes Geld zurückgefordert.

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Quelle: SVZ.de vom 12.09.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Rheinland-Pfalz: Mindestlohn für öffentliche Aufträge bleibt gleich

 

Für öffentliche Aufträge gibt es in Rheinland-Pfalz einen Mindestlohn. Jedes Jahr prüft eine Kommission, ob er so bleibt oder steigt. Diesmal kamen die Mitglieder auf keinen gemeinsamen Nenner.

 

Der Mindestlohn bei öffentlichen Aufträgen in Rheinland-Pfalz wird im kommenden Jahr wohl nicht steigen. Erstmals hat sich die zuständige Kommission nicht einigen können. Deshalb konnte das Kabinett auch keiner Empfehlung der Vertreter von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Sachverständigen zustimmen oder sie ablehnen. Derzeit liegt der Mindestlohn für öffentliche Aufträge ab 20.000 Euro bei 8,90 Euro pro Stunde. Die Regelung gilt nicht für den öffentlichen Nahverkehr auf Straße und Schiene.

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Quelle: Die Welt online vom 11.09.2014


  • BEFRISTUNG:

Verdi will unnötig befristete Arbeitsverträge abschaffen

 

Nach dem deutschlandweiten Aufruf zur Aktion “Unbefristet” startet der Hamburger Landesverband am Freitag einen Flashmob vor dem Rathausmarkt. Der ‘Mob’ richtet sich dabei dabei gegen befristete Arbeitsverträge, sogenannte “Kettenbefristungen”, so eine Mitteilung. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die allgemein hohe Quote befristeter Arbeitsverhältnisse in Hamburger Betrieben und appelliert an Politik und Wirtschaft.

 

Jede/r zehnte Beschäftigte arbeite demnach in Hamburg befristet. Im Fokus stünden hier die Verträge “ohne Sachgrund und Befristungen in der Dauerschleife – so genannte Kettenbefristungen”. „Wir machen Druck gegen den Befristungswahn, denn Befristung bedeutet große Unsicherheit in der Lebens- und Familienplanung und das bedeutet Stillstand im Leben der Betroffenen“, sagt ver.di Landesleiter Berthold Bose.

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Quelle: Altona Info online vom 10.09.2014


  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

08/09/2014: Atypische Beschäftigung in Baden-Württemberg auch 2013 gestiegen

 

Auch im Südwesten der Republik haben atypische und prekäre Beschäftigungsverhältnisse in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Nachdem Mitte des Jahres das Statistische Landesamt für Rheinland-Pfalz wie in den Jahren zuvor Anteile von über 25 Prozent messen musste, hat nun das Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) aktuelle Zahlen zur Entwicklung und zur Struktur atypischer Beschäftigung im Land Baden-Württemberg für das Jahr 2013 vorgelegt.

 

Wie die Badische Zeitung dazu schreibt, würden immer mehr Menschen im Südwesten demnach nur mit zeitlich begrenzten Verträgen oder ohne Vollzeitjob arbeiten. Laut Studie sei allein der Anteil von Teilzeit- und befristeter Beschäftigung in Baden-Württemberg zwischen 2000 und 2013 um mehr als die Hälfte gestiegen.

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  • MINDESTLÖHNE:

Pflegemindestlohn steigt schrittweise bis 2017

 

Der Mindestlohn für Pflegehilfskräfte steigt in den kommenden Jahren in mehreren Schritten. Ab 1. Januar 2015 soll er im Westen Deutschlands auf 9,40 Euro pro Stunde und im Osten auf 8,65 Euro erhöht werden, wie das Bundesarbeitsministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Darauf hat sich die Pflegekommission, in der Arbeitgeber und Arbeitnehmer vertreten sind, nach monatelangen Verhandlungen geeinigt. In zwei weiteren Schritten steigt der Mindestlohn bis Januar 2017 dann weiter auf 10,20 Euro im Westen und 9,50 Euro im Osten.

 

Die bisherige Mindestlohnregelung läuft Ende 2014 aus. Derzeit gilt für Pflegehilfskräfte im Osten Deutschlands ein Mindestlohn von acht Euro und im Westen von neun Euro. Seit Februar hatte die Pflegekommission in schwierigen Verhandlungen um eine Anschlussregelung gerungen. Der neue Mindestlohn gilt für rund 780.000 Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen.

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Quelle: Handelsblatt online vom 05.09.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Bedenken gegen Vergabegesetz

 

Das geplante Vergabegesetz der schwarz-grünen Koalition stößt auf Widerstand bei Unternehmensverbänden, aber teilweise auch bei Kommunen. CDU und Grüne wollen regeln, dass keine öffentlichen Aufträge an Firmen vergeben werden, die ihren Beschäftigten weniger zahlen als den Mindest- oder Tariflohn. Auch soziale und ökologische Kriterien können dem Entwurf zufolge eingefordert werden.

 

Die Vertreter von Industrie und Handwerk befürchten eine Zunahme der Bürokratie, die vor allem von mittelständischen Firmen nicht zu leisten wäre. Außerdem lehnen sie die vorgesehene Verpflichtung ab, für Subunternehmer zu haften, die von ihnen beauftragt werden.

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Quelle: Frankfurter Rundschau online vom 04.09.2014


  • NIEDRIGLÖHNE:

03/09/2014: OECD übt Kritik an Niedriglöhnen und Beschäftigungsqualität

 

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihren alljährlichen Beschäftigungsausblick vorgelegt. Er bewertet die jüngsten Entwicklungen und kurzfristigen Prognosen für die Arbeitsmärkte im OECD-Raum und in wichtigen Schwellenländern. Für Deutschland findet die OECD hinsichtlich der qualitativen Aspekte der Beschäftigung auch kritische Worte.

 

Anders als 2012 wird zwar die wachsende Lohnungleichheit nicht mehr moniert. Sorge bereiten der OECD nun aber die Langzeitarbeitslosigkeit und die Arbeitsplatzunsicherheit von befristeter Beschäftigung. Und plötzlich sind auch sinkende Löhne kritikwürdig.

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  • LEIHARBEIT:

Forderung des CDU-Sozialflügels: Schneller mehr Geld für Leiharbeiter

 

Die Große Koalition will, dass Leiharbeiter künftig nach neun Monaten das Gleiche verdienen wie die Stammbelegschaft. Die Pläne stoßen auf Kritik. Der CDU-Arbeitnehmerflügel fordert eine schnellere Gleichstellung.

 

Der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, hält die von der Bundesregierung geplante Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) schon jetzt für hinfällig. „Wenn 56 Prozent der Leiharbeitsverhältnisse nach weniger als 3 Monaten und beinahe drei Viertel nach 9 Monaten beendet sind, geht die geplante 9-Monatsfrist ins Leere“, sagte der CDU-Politiker Handelsblatt Online. „Leiharbeitnehmer sollten nach einer angemessenen Einarbeitungszeit, spätestens nach 3 Monaten, zu denselben Bedingungen beschäftigt werden, wie die Stammbelegschaft.“

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Quelle: Handelsblatt online vom 02.09.2014


  • NIEDRIGLÖHNE:

Kampf gegen Lohndumping an Bord

 

Immer mehr Seeleute werden mit Minigehältern abgespeist. Ver.di startet Aktionswoche in deutschen Häfen.

 

"Die Entwicklung zum 'Mallorca auf See' wird mit Niedriglöhnen für die Seeleute bezahlt", kritisiert Klaus Schroeter von der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di. Der Preiswettbewerb unter den Anbietern wie Aida oder Costa fordert seine Opfer: Als einziger Kreuzfahrer fährt noch die MS "Deutschland" unter deutscher Flagge. Während die Mechaniker oder Servicekräfte auf dem als "ZDF-Traumschiff" bekannt gewordenen Luxusschiff sich über Monatslöhne von 4000 Euro freuen können, müssen sich andere Seeleute mit einem Bruchteil davon begnügen: Oft reicht der Verdienst gerade einmal an den weltweiten Mindestlohn von 700 Dollar, also umgerechnet 530 Euro, heran.

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Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 02.09.2014