ARCHIV - OKTOBER 2014


  • AUFSTOCKER:

31/10/2014: Aufstockerzahlen im ersten Quartal 2014 kaum noch rückläufig

 

Die Zahl der Erwerbstätigen, die ihr zu geringes Einkommen mit Arbeitslosengeld II-Zahlungen aufstocken müssen, ist in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 nur noch ganz leicht rückläufig gewesen. Der schwache Trend des Jahres 2013 setzt sich damit auf denkbar niedrigstem Niveau fort.

 

Nach Angaben des von der Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlichten neuesten Analytikreports zur Grundsicherung für Arbeitssuchende sind im März 2014 knapp 1,3 Millionen Aufstocker gezählt worden. Das sind rund 2.500 weniger als im Vorjahresmonat, was einem kaum erwähnenswerten Rückgang von gerade mal 0,2 Prozent entspricht.

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  • NIEDRIGLÖHNE:

Lehrbeauftragte an der Uni kämpfen für bessere Honorare

 

Die freiberuflichen Lehrbeauftragten, die Gast-Professoren, Dozenten und Studenten aus dem Ausland in der deutschen Sprache fit machen, beklagen, zwischen Lehranspruch und Bezahlung klaffe eine große Lücke. Gerechnet auf den gesamten Arbeitsaufwand, abzüglich der Beiträge für die Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung, bringe die Arbeitsstunde gerade 14,78 Euro ein, die dann noch versteuert werden müssen. Sie und andere Honorarkräfte aus dem Sprachbereich wollen jetzt für bessere Honorare und Arbeitsbedingungen kämpfen.

 

Für die 47 Lehrbeauftragten im Sprachbereich der Universität Konstanz haben Honorarkräfte einen Forderungskatalog aufgestellt, den sie am Donnerstag, 6. November, an einem Stand im Foyer der Universität präsentieren. Sie schließen sich damit einem bundesweiten Aktionstag der Sprachlehrbeauftragten an.

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Quelle: Südkurier online vom 31.10.2014


  • NIEDRIGLÖHNE:

Aktionswoche der Lehrbeauftragten: „Lehraufträge sind prekär“

 

Die Lehrbeauftragten an Hochschulen gelten als "akademisches Prekariat". Jetzt machen sie mit einem Aktionstag auf ihre Situation aufmerksam - und fordern unter anderem feste Stellen für Daueraufgaben.

 

An den Berliner Unis übernehmen Lehrbeauftragte bis zu 16 Prozent der regulären Lehre, an Kunst- und Musikhochschulen sind es 30 bis 46 Prozent. Dabei verdienten sie mit 22,50 bis 35 Euro in der Stunde nicht einmal halb so viel wie ein fest angestellter W2-Professor mit 82 Euro, kritisieren Lehrbeauftragte, die von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), von der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) und von eigenen Bundeskonferenzen vertreten werden.

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Quelle: Der Tagesspiegel online vom 30.10.2014


  • MINIJOBS:

Minijob im Haushalt gesucht? Neues Portal für Haushaltshilfen startet

 

Ein neues Internetportal für Haushaltsjobs soll Minijobber und private Haushalte zusammenbringen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) gab am Donnerstag in Bochum den Startschuss für das neue Stellenportal für Haushaltshilfen.

 

Mit dem Angebot wollen die Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See und das Bundesarbeitsministerium den steigenden Bedarf nach Unterstützung im Haushalt bedienen. Gleichzeitig hoffen sie, dass durch bessere Information auch in den privaten vier Wänden seltener schwarz gearbeitet wird.

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Quelle: Die Welt online vom 30.10.2014


  • GERINGVERDIENER:

28/10/2014: Die Armutsgefährdung von Erwerbstätigen ist erneut gestiegen

 

Das Statistische Bundesamt hat heute Ergebnisse aus der jährlich EU-weit durchgeführten statistischen Erhebung „Leben in Europa“ vorgestellt. Laut Pressemitteilung sei der Anteil der armutsgefährdeten Personen unverändert hoch geblieben.

 

Erneut gestiegen ist dagegen der Anteil der von Armut gefährdeten Erwerbstätigen. Laut Pressebericht habe die Armutsgefährdungsquote bei den überwiegend Erwerbstätigen ab 18 Jahren im Berichtsjahr 2013 (Erhebungsjahr 2012) bei 8,6 Prozent gelegen.

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  • GERINGVERDIENER:

Arbeitslose in Deutschland: Arm trotz Jobwunder

 

In Deutschland hat die Beschäftigung einen Rekordwert erreicht, die Zahl der Erwerbstätigen steigt seit Jahren. Trotz des viel gepriesenen „Jobwunders“ ist die Zahl der armen Menschen hierzulande nicht gesunken. Unter den Erwerbstätigen gibt es sogar mehr armutsgefährdete Männer und Frauen als in den vergangenen Jahren.

 

Arm trotz Jobwunder – dafür gibt es mehrere Gründe: Deutschland hat inzwischen einen großen Niedriglohnsektor, viele Menschen sind prekär beschäftigt. So sind Arbeitnehmer mit einer befristeten Stelle sehr häufig armutsgefährdet, hier liegt der Anteil bei 17 Prozent, erläutert der Forscher Eric Seils von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, der Daten von Eurostat ausgewertet hat.

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Quelle: Berliner Zeitung online vom 28.10.2014


  • MINIJOBS:

30 Jahre falsche Beschäftigungspolitik und eine fatale Weichenstellung

 

„Zahl der Minijobber hat sich verdoppelt“, so titelte Der Tagesspiegel und mit ihm eine Reihe anderer Zeitungen am vergangenen Freitag. (…) Was für ein Aufreger. Als wären die Minijobs plötzlich wie Pilze aus dem Boden geschossen. Dabei ist die geringfügige Beschäftigung nicht erst seit heute die nach der Teilzeitbeschäftigung am weitesten verbreitete „atypische“ Beschäftigungsform in Deutschland.

 

Die Geschichte der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse beginnt im Jahr 1977. Mit Einführung des Sozialgesetzbuches SGB IV wurde die Möglichkeit geschaffen, einer abgabenbegünstigten geringfügigen Beschäftigung nachzugehen: wer weniger als 15 Stunden pro Woche arbeitete, der wurde von der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen befreit.

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

Kreis Schleswig-Flensburg: Teilzeit und Minijob auf dem Vormarsch

 

48,7 Prozent aller Jobs im Kreis Schleswig-Flensburg waren 2013 keine „Normalarbeitsverhältnisse“, mit denen der Lebensunterhalt gesichert werden kann. Gewerkschaft und Arbeitgeber interpretieren die Zahlen ganz unterschiedlich.

 

Weit über dem Bundesdurchschnitt liegt der Kreis bei der Zahl gering bezahlter Beschäftigungsverhältnisse. In jedem zweiten Job reicht der Verdienst nicht aus, um davon seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

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Quelle: Schleswiger Nachrichten online vom 28.10.2014


  • NIEDRIGLÖHNE:

Prekariat unterrichtet Prekariat

 

Es ist so zermürbend", sagt Marcus Bender. Da hat man ein Pädagogik-Diplom, ist zudem Energieelektroniker und noch Fachausbilder für den Sanitätsdienst, arbeitet 39 Stunden die Woche mit jungen Leuten, die kaum die einfachsten Wörter kennen, und dann verdient man weniger als am Bau.

 

Bender arbeitet in einer der sogenannten Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB). Solche Kurse zahlt die Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Teilnehmer sollen hinterher eine Lehre beginnen. Doch obwohl die Ausbilder oft hochqualifiziert sind, werden sie mit einem Mindestlohn von 13 Euro brutto die Stunde abgefertigt. So wie auch in anderen staatlich finanzierten Bildungsprogrammen. Das hat Folgen für die Qualität der Kurse und für die Anbieter.

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Quelle: Suedeutsche.de vom 27.10.2014


  • WERKVERTRÄGE:

DGB fordert Mitwirkungsrecht des Betriebsrats bei Werkverträgen

 

Ertzment Tsilingir arbeitete sieben Tage die Woche, zehn Stunden pro Tag als Farbsprüher auf einer Werft nahe Wismar. Er lebte in einer heruntergekommenen Unterkunft, die ihm sein Arbeitgeber beschafft hatte. Im Sommer, nach knapp zwei Monaten, war seine Arbeit getan, aber auf den versprochenen Lohn wartete er vergebens. Fälle wie dieser heizen eine Debatte über den Einsatz von Werkverträgen in Deutschland an.

 

Werkverträge werden von Unternehmen genutzt, um Dienstleistungen von externen Arbeitern ausführen zu lassen, die oft günstiger sind als die nach Tarifvertrag bezahlte Stammbelegschaft. "Das ist ein Geschäftsmodell, bei dem mitunter systematisch Schindluder mit Arbeitskräften getrieben wird", mahnt DGB-Chef Reiner Hoffmann im Interview. (...) Betriebsräte sollen künftig bei solchen Verträgen mitwirken können, fordert der DGB-Chef.

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Quelle: Die Welt online vom 24.10.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Zeitungsverleger kritisieren Sonderregelung beim Mindestlohn

 

„Die Privilegierung, die wir beim Mindestlohn erhalten sollten, läuft so, wie sie ausgeführt ist, komplett ins Leere“, sagte am Donnerstag der Erste Vorsitzende des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger, Andreas Scherer. Die Regelung gelte nur für reine Zeitungszusteller, die es aber kaum noch gebe.

 

Die meisten Austräger verteilten auch Prospekte und Briefe. „So kommen für uns bundesweit Kosten von zusätzlich 220 Millionen Euro auf uns zu“, sagte Scherer bei den Medientagen München.

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Quelle: FOCUS online vom 23.10.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Gezeter über den Mindestlohn

 

Schon lange vor der Verabschiedung des inzwischen beschlossenen, in der geplanten Umsetzung allerdings reichlich löchrigen, „allgemeinen“, gesetzlichen Mindestlohns verging kaum ein Tag, an dem nicht ein Wirtschaftslobbyist oder Politiker lauthals die angeblichen Folgen des Mindestlohns anprangerte: „Mindestlohn kostet Hunderttausende Arbeitsplätze!“, „Arbeitsplätze durch Mindestlohn in Gefahr!“, Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze!“.

 

Diese Schlagzeilen durchziehen regelmäßig die Aufmacher fast aller großen Medien und erzeugen so den Eindruck, dass es sich bei diesem Szenario um eine unwidersprochene und unumstößliche Wahrheit handeln würde. Doch es ist vielmehr nur das beständige, öffentliche Wiederkäuen von Phrasen, die nicht nur durch schon angefertigte Studien nicht empirisch belegt werden können, sondern die auch verschiedene makroökonomische Logiken und Zusammenhänge außer Acht lassen.

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Quelle: Nachdenkseiten.de vom 22.10.2014


  • NIEDRIGLÖHNE:

Nicht mal der Mindestlohn: SPD kritisiert Niedriglöhne an Unis

 

An bayerischen Universitäten wird wissenschaftlichen Mitarbeitern und studentischen Hilfskräften bisher oft nicht einmal der Mindestlohn bezahlt, der ab Januar 2015 gesetzlich festgeschrieben ist. Darauf haben die Hochschulpolitiker der Landtags-SPD, Isabell Zacharias und Georg Rosenthal, gestern hingewiesen.

 

Die SPD-Politiker kritisieren, dass über 80 Prozent der rund 23000 wissenschaftlichen Mitarbeiter nur befristet beschäftigt sind und gerade einmal die Hälfte der studentischen Hilfskräfte mehr als den Mindestlohn bekommen.

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Quelle: Augsburger Allgemeine online vom 21.10.2014


  • LEIHARBEIT:

21/10/2014: Immer noch ist jede dritte Jobofferte der BA ein Leiharbeitsangebot

 

Die starke Ausbreitung von Leiharbeit in den vergangenen Jahren hat zur Folge, dass immer mehr Jobangebote aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung kommen. Besonders stark hat sich dieser Trend beim Arbeitsangebot der Bundesagentur für Arbeit (BA) niedergeschlagen. Seit Mitte 2010 ist etwa jede Dritte bei der BA gemeldete offene Stelle ein Angebot einer Leiharbeitsfirma. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

 

Im Juli 2010 hatte der Fall der Stadt Memmingen für Aufsehen gesorgt. Dort hatte etwa die Hälfte aller offenen Stellen der Agentur für Arbeit aus Arbeitsangeboten von Leiharbeitsfirmen bestanden. Wie FR-online kurze Zeit später berichtete, sollte bundesweit mehr als jede dritte im Juni 2010 angebotene neue Stelle nach Angaben der BA mit einem Leiharbeiter besetzt werden.

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  • LEIHARBEIT:

Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt: Zahl der Leiharbeiter im Land sinkt

 

Die Zahl der Leiharbeiter in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Sie sank 2013 von etwa 24.700 auf gut 22.300 - 2011 waren es sogar noch nahezu 26.300. Die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit begründete den Rückgang unter anderem damit, dass eine Reihe von Zeitarbeitern eine Festanstellung bei entleihenden Unternehmen bekommen hätten.

 

Zu den Branchen mit den höchsten Quoten von Leiharbeitern zählen in Sachsen-Anhalt die Metallerzeugung und -bearbeitung sowie der Metallbau, wo fast 5000 Zeitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2013 beschäftigt waren. Ebenfalls zu den Branchen mit hohen Leiharbeiterquoten gehören die Logistik- und Verkehrsunternehmen, in denen gut 4800 Mitarbeiter auf Zeit beschäftigt waren.

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Quelle: Mitteldeutsche Zeitung online vom 21.10.2014


  • NIEDRIGLÖHNE:

20/10/2014: Einkommensarmut ist immer häufiger Ursache für Überschuldung

 

Seit neun Jahren veröffentlicht das Institut für Finanzdienstleistungen (iff) seinen alljährlichen Überschuldungsreport, der die Situation der von privater Überschuldung betroffenen Menschen in Deutschland analysiert. Während sich in den vorangegangenen Jahren die Analyse regelmäßig auf fünf Hauptursachen von Überschuldung (Arbeitslosigkeit, gescheiterte Selbständigkeit, Scheidung, Konsumverhalten und Krankheit) konzentrieren konnte, ist dem Überschuldungsreport 2014 erstmals ein sechster wesentlicher Überschuldungsgrund zugefügt worden: Einkommensarmut.

 

Wie die Auswertung der Daten von mehr als 50.670 überschuldeter Haushalte ergab, hat sich an der Überschuldungsituation insgesamt nur wenig zum Positiven geändert. Auch für die Zukunft gehen die Autoren von einer Zementierung der angespannten Überschuldungssituation im Land aus, denn zu geringe oder unregelmäßige Einkommen würden deutlich häufiger als Hauptgrund für die Überschuldung genannt als noch vor wenigen Jahren.

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn ab 2015: Schwarzarbeitsfahndern fehlt massiv Personal

 

Ab 2015 gilt der flächendeckende Mindestlohn. Doch wer prüft, dass er eingehalten wird? Alle geplanten 1600 neuen Stellen bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit wird es nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen voraussichtlich erst ab 2019 geben.

 

Schon heute arbeitet die Finanzkontrolle Schwarzarbeit an der Belastungsgrenze. Im August waren laut Bundesrechnungshof 600 der rund 6500 Stellen unbesetzt. Der Chef der Zollgewerkschaft, Dieter Dewes, forderte angesichts des gesetzlichen Mindestlohns ab 2015 zudem bis zu 2500 neue Kontrolleure.

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Quelle: Spiegel Online vom 20.10.2014


  • WERKVERTRÄGE:

Dumpinglöhne und Union Busting bei Werkvertragsunternehmen

 

Der Verdrängungswettbewerb in den Betrieben treibt immer hässlichere Blüten. Seit vielen Jahren sind es Leiharbeiter, die zu wesentlich schlechteren Arbeitsbedingungen in den Firmen immer mehr Arbeit von der Stammbelegschaft übernehmen. Noch lohnender ist es aber offenbar für die Unternehmen, auf Werkvertragsunternehmen statt auf Leiharbeiter zurück zu greifen. Lukrativ wird dieses Geschäftsmodell, weil diese Unternehmen nicht nur durch Dumpinglöhne auffallen.

 

Einen Höhepunkt in der Geschichte der Skandale setzt jetzt die Firma HL Logistik GmbH, die zudem durch unglaubliches Union Busting (zu Deutsch etwa: Bekämpfung von Gewerkschaften) von sich reden macht.

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Quelle: fokus-werkvertraege.de


  • NIEDRIGLÖHNE:

Prekarisierung - Normalfall Hungerlohn

 

In der Weiterbildung zählt, was billig ist. In keinem anderen Bildungsbereich ist prekäre Beschäftigung so verbreitet wie hier. Hungerlöhne, Scheinselbständigkeit, miese Arbeitsbedingungen – für den Sozialwissenschaftler Stefan Sell ist das der »Normalfall«.

 

Vor allem bei den Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BA) grassiert das Dumpingprinzip. Zum Zug kommt nur, wer sich unter Wert verkauft. Immerhin begehrt jetzt ein breites Bündnis aus Gewerkschaften und Verbänden gegen die Zustände auf.

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Quelle: junge Welt online vom 17.10.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Taxiunternehmen in Bremen-Nord: Keine Angst vor dem Mindestlohn

 

Taxifahren wird teurer. Ab 1. Januar gilt der Mindestlohn, Taxiunternehmer müssen ihren Fahrern von da an 8,50 Euro die Stunde zahlen. Eine Erhöhung der Fahrpreise ist beim Senat beantragt. Richtig so, meint ein Unternehmer aus Blumenthal.

 

Manche glauben, dass wegen des Mindestlohns Fahrer entlassen werden müssen. (...) Das hat Gert Rinow nicht vor. Im Gegenteil: Der 56-Jährige hat ein Taxiunternehmen in Blumenthal und will im November einen achten Mitarbeiter einstellen, sobald der seine Prüfung bestanden hat. Eine Fahrpreiserhöhung fände er gut. „Das ist allmählich mal fällig“, meint Gert Rinow.

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Quelle: Weser Kurier online vom 16.10.2014


  • WERKVERTRÄGE:

Schlupflöcher schließen, Missbrauch eindämmen

 

Beim BPM Forum ging es dieses Mal um Werkverträge und Zeitarbeit. Dabei waren sich sowohl Wirtschaftsvertreter als auch die Politiker über den grundsätzlichen Nutzen dieser arbeitsmarktpolitischen Instrumente einig. Uneinigkeit herrschte erwartungsgemäß beim angestrebten Maß der Regulierung.

 

Bisher habe die Bundesregierung den Koalitionsvertrag buchstabengetreu umgesetzt, ob das denn so weitergehe, fragte Moderatorin Eva Quadbeck die beiden Politiker in der Runde (...). Eine berechtigte Frage, waren doch die meisten der knapp 100 Gäste ins Berliner Quadriga Forum gekommen, um mehr darüber zu erfahren, ob, wann und wie der Einsatz von Fremdpersonal weiter reguliert werden soll.

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Quelle: humanresourcesmanager.de vom 16.10.2014


  • MINIJOBS:

15/10/2014: Zahl der Minijobs ist zum Jahresbeginn 2014 wieder angestiegen

 

Nachdem das nur noch leichte Wachstum bei den geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen im vierten Quartal 2013 quasi zum Erliegen gekommen war, scheint sich zu Beginn des Jahres 2014 der leichte Beschäftigungsaufbau bei den Minijobs wieder fortzusetzen.

 

Wie aus den von der Bundesagentur für Arbeit (BA) vorgelegten Quartalszahlen zum Stichtag 31. März 2014 hervorgeht, sind im ersten Quartal etwas mehr als 7,35 Millionen Personen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung nachgegangen. Das sind etwa 100.000 mehr als im Vorjahresquartal, was einem leichten Anstieg um 1,4 Prozent entspricht.

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn macht Benzin teurer

 

Zum 1. Januar 2015 kommt der Mindestlohn. Dieser dürfte sich auch auf den Benzinpreis niederschlagen. Betreiber von Tankstellen beschäftigen ihre Arbeiter meist auf Stundenlohn-Basis.

 

Die in diesen Wochen stark fallenden Preise für Benzin und Diesel könnten im neuen Jahr steigen. Was nichts mit der Situation auf dem Ölmarkt zu tun haben muss. Vielmehr ist es die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015. Diese Erhöhung der Lohnkosten bringt die Tankstellenpächter in Bedrängnis, beschäftigen sie doch größtenteils Mitarbeiter auf Stundenlohn-Basis, der in den meisten Fällen unter acht Euro liegt.

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Quelle: shz.de vom 15.10.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Vorboten des Mindestlohns: Preise hoch, Urlaubsgeld runter

 

Ab 2015 gilt der gesetzliche Mindestlohn. Gastro-Konzerne, Taxiunternehmen und Zustellagenturen suchen jetzt nach Wegen, um ihn zu kompensieren.

 

In vielen Unternehmen wird hoch- und runtergerechnet, um die Kosten trotz der höheren Stundenlöhne moderat zu halten. Freiwillige Sonn- und Feiertagszuschläge abschaffen, das Urlaubsgeld kürzen, Akkordleistung neu berechnen oder einfach die Preise erhöhen ? Es gibt viele Wege, um einen höheren Grundlohn zu kompensieren.

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Quelle: taz.de vom 14.10.2014


  • BEFRISTUNG:

Gewerkschaft fordert Ende der Befristungs-Strategie bei der Post

 

Zwölf Prozent der Briefzusteller der Deutschen Post im Saarland sind befristet beschäftigt. Und es werden mehr. Die Gewerkschaft Verdi fordert jetzt ein Umdenken.

 

Für Steven Schmelzer hat der Jahreswechsel wenig Positives. Denn dann droht schon wieder die Arbeitslosigkeit. Ende Februar läuft sein Vertrag bei der Deutschen Post als Zusteller in Blieskastel aus. Es ist bereits der vierte befristete Vertrag in Folge.

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Quelle: Saarbrücker Zeitung online vom 14.10.2014


  • BEFRISTUNG:

Kritik an befristeten Uni-Jobs nimmt zu: Forschen auf Zeit – und ohne festen Vertrag

 

Die meisten wissenschaftlichen Mitarbeiter an Hessens Hochschulen haben befristete Verträge. Gewerkschaften sehen Handlungsbedarf und fordern: Dauerverträge für Daueraufgaben.

 

Ein Job mal für drei Jahre, mal nur für zwei Monate: Zahlreiche wissenschaftliche Mitarbeiter an den Hochschulen in Hessen und bundesweit bekommen einen Vertrag nach dem anderen. Gewerkschaften ist das ein Dorn im Auge: „Über lange Jahre hinweg ist nicht klar, ob eine wissenschaftliche Karriere auf Dauer möglich ist“, sagt Roman George von der GEW Hessen. Die Kritiker sehen Handlungsbedarf und Politik sowie Hochschulen in der Pflicht.

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Quelle: Frankfurter Neue Presse online vom 14.10.2014


  • LEIHARBEIT:

Sparprogramm bei Volkswagen könnte Leiharbeiter treffen

 

Bei seinem Milliardensparprogramm könnte Europas größter Autokonzern Volkswagen auch Arbeitsplätze streichen. VW werde zwar kein Stammpersonal abbauen, sagte Vorstandschef Martin Winterkorn dem "Spiegel" laut Vorabmeldung. Zugleich machte er aber deutlich: "Vielleicht werden wir weniger Leiharbeiter einsetzen."

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Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 13.10.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Friseure bekommen mehr Lohn und weniger Trinkgeld

 

Durch den Mindestlohn sind die Löhne der Friseure gestiegen. Aber auch die Preise für einen neuen Haarschnitt. Ob die Kunden jetzt seltener kommen?

 

Die Friseure stellten fest, dass die Preiserhöhungen als Folge des Mindestlohns nicht glatt akzeptiert werden. Die Kunden fragen schon nach, warum die Preise erhöht werden. Jeder vierte Kunde wolle ganz genau wissen, ob nach Einführung des Mindestlohns auch mehr Geld auf dem Konto des einzelnen Angestellten ankomme. „Sobald die Mitarbeiter das bejahten, war das Thema für den Kunden in Ordnung“, heißt es in der Auswertung von 230 Mitarbeiterbefragungen.

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Quelle: FAZ.net vom 13.10.2014


  • AUFSTOCKER:

Jeder dritte Taxi-Fahrer braucht Hartz IV

 

Angestellte Taxifahrer zählen zu den am schlechtesten bezahlten Beschäftigten in Deutschland. Jeder Dritte von ihnen verdient so wenig, dass er zusätzlich auf Hartz IV angewiesen ist. Das geht aus einer unserer Zeitung vorliegenden Datenübersicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor.

 

Demnach sind von den rund 100.000 bei der BA registrierten Arbeitnehmern im Taxi-Gewerbe 33.000 sogenannte Aufstocker, weil ihr Lohn unter dem staatlich garantierten Existenzminimum liegt. Das tatsächliche Ausmaß dürfte noch größer sein, denn selbstständige Taxifahrer werden in dieser Statistik nicht erfasst.

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Quelle: Saarbrücker Zeitung online vom 11.10.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Gesetzlicher Mindestlohn bringt höhere Tarife in Billiglohn-Branchen

 

Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum Jahresbeginn 2015 hat schon vor dem Start der neuen Regeln Bewegung in die Tarifwerke einzelner Billiglohn-Branchen gebracht. Nach einer am Freitag veröffentlichten Zusammenstellung des Statistischen Bundesamtes nutzten verschiedene Tarifpartner die Möglichkeit, mit einem Tarifvertrag für eine Übergangszeit noch unter der Grenze von 8,50 Euro Stundenlohn zu bleiben.

 

So erhalten etwa die lange Jahre tariflosen Fleischer im Oktober 2015 einen Branchen-Mindestlohn von 8,60 Euro. Wäscherei-Mitarbeiter müssen bis zum Juli 2016 auf einen Stundenlohn von 8,75 Euro warten. Ähnliche Regelungen wurden für das Friseurhandwerk sowie für Zeitarbeiter und Gebäudereiniger in Ostdeutschland erzielt, die bislang noch unter 8,50 Euro Stundenlohn liegen.

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Quelle: T-Online.de vom 10.10.2014


  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

09/10/2014: Zum Wissensstand über Leiharbeit, Werkverträge und Solo-Selbstständigkeit

 

Unter den atypischen Beschäftigungsverhältnissen haben neben der Leiharbeit auch Werkvertragsarbeit und Solo-Selbstständigkeit in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Während die Entwicklung bei der Leiharbeit relativ gut dokumentiert ist, ist der Kenntnisstand zur Entwicklung und zu den Strukturen von Werkvertragsarbeit und Solo-Selbstständigkeit lückenhaft.

 

Im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung haben die Sozialwissenschaftlerinnen Alexandra Manske und Tine Scheffelmeier eine Literaturrecherche durchgeführt und den aktuellen Wissensstand aufgearbeitet sowie Forschungslücken identifiziert. Das jetzt dazu vorgelegte Diskussionspapier bietet eine Zusammenfassung der Literatur zu den drei Beschäftigungsformen.

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn: Taxifahren wird empfindlich teurer

 

Das Taxifahren in Deutschland wird zum Teil deutlich teurer. Wegen der Einführung des Mindestlohns zum 1. Januar 2015 haben die Verbände der Taxiunternehmen in Hunderten Städten und Landkreisen Tariferhöhungen von bis zu 30 Prozent beantragt. Einige Kommunen haben sie bereits beschlossen.

 

Die neue gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro gilt auch für die 200.000 angestellten Taxifahrer, die bislang in der Regel mit 40 bis 45 Prozent am Umsatz beteiligt sind. Damit kommen sie derzeit inklusive der Wartezeiten auf ein Stundensalär von 6 bis 6,50 Euro.

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Quelle: Sueddeutsche.de vom 08.10.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Bezahlung von Wissenschaftlern: Das promovierte Prekariat

 

Viele in der Republik sind zu Recht erfreut über den geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro. Viele Hungerlöhne aber werden bleiben - und einfach verschwiegen: weil die Betroffenen individualisiert und miserabel organisiert sind, weil die Gewerkschaften sich nicht darum kümmern, und weil die Institutionen, die eine Fürsorgepflicht hätten, kläglich versagen.

 

Die Rede ist von 90.000 wissenschaftlichen Lehrbeauftragten an den Universitäten und Fachhochschulen. Sie schultern zwischen 30 und 40 Prozent des curricular vorgeschriebenen Lehrdeputats. Sie ermöglichen die oft kaum zu schaffende Erfüllung der vorgeschriebenen Studienanforderungen. Kurz: Sie sind unverzichtbar für die Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs. Aber sie werden behandelt wie der letzte Dreck.

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Quelle: Sueddeutsche.de vom 07.10.2014


  • PREKÄRE BESCHÄFTIGUNG:

Jeder 5. Deutsche arbeitet für einen Niedriglohn – Heute ist Welttag für menschenwürdige Arbeit

 

Der Internationale und Europäische Gewerkschaftsbund hat den 7. Oktober zum Welttag für menschenwürdige Arbeit ausgerufen. Auch die SPD nimmt diesen Tag als Anlass, erneut auf die mangelhafte Situation am deutschen Arbeitsmarkt hinzuweisen.

 

Befristungen, unbezahlte Praktika, Leiharbeit und vermehrt auch Werkverträge – diese prekären Beschäftigungsverhältnisse werden immer noch von Unternehmen missbraucht. Unsichere und schlecht bezahlte Arbeitsverhältnisse haben in den letzten Jahren rasant zugenommen. Heute arbeitet jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland für einen Niedriglohn und die junge Generation wird in prekäre Beschäftigungsverhältnisse abgedrängt.

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Quelle: presse-augsburg.de vom 07.10.2014


  • BEFRISTUNG:

Jobchancen junger Wissenschaftler

 

An den Universitäten sind 89,7 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis befristet beschäftigt; viele von ihnen haben Verträge mit einer Laufzeit von unter einem Jahr. Das geht aus dem Bundesbericht für den wissenschaftlichen Nachwuchs (BuWiN) 2013 hervor, auf den sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (18/2638) beziehen

 

Die Abgeordneten wollen unter anderem wissen, wie hoch der Anteil befristeter Beschäftigter beim wissenschaftlichen Nachwuchs an den außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist.

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Quelle: Pressemeldung des Deutschen Bundestages vom 01.10.2014


  • MINDESTLÖHNE:

01/10/2014: Mindestlohn in der Abfallwirtschaft steigt auf 8,86 Euro

 

Für die rund 180.000 Beschäftigten in der Abfallwirtschaft gilt vom heutigen Tag an ein um 18 Cent auf 8,86 Euro erhöhter Mindestlohn. Die Lohnsteigerung von knapp 2,1 Prozent gegenüber der letzten Erhöhung im Februar 2013 reicht dank einer sehr niedrigen Inflationsrate für ein geringes Reallohnplus.

 

Kurz vor Auslauf der fünften Mindestlohnverordnung zum 30.06.2014 hatten sich die Tarifparteien am 24.06.2014 auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt und beantragt, die vereinbarten Mindestlöhne für alle Arbeitgeber der Branche erneut für allgemeinverbindlich zu erklären.

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