ARCHIV - JULI 2014


  •  AUFSTOCKER:

31/07/2014: Kaum Veränderungen bei den Aufstockerzahlen im Jahr 2013

Die Zahl der Erwerbstätigen, die ihr zu geringes Einkommen mit Arbeitslosengeld II-Zahlungen aufstocken müssen, ist im Jahresverlauf 2013 ganz leicht zurückgegangen. Ihr Anteil an allen Beziehern von Hartz IV-Leistungen hat sich dabei kaum verändert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Aufstocker ist gegenüber 2012 hingegen minimal gestiegen.

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  •  ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

30/07/2014: Keine Entspannung: Atypische Beschäftigung in Brandenburg 2013 unverändert hoch

Die Ergebnisse des gestern vorgestellten Betriebspanels für das Land Brandenburg sind beunruhigend. Zwar ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse gestiegen, doch immer häufiger sind die Stellen nur befristet. Der Anteil der atypischen Beschäftigungsformen insgesamt ist mit 38 Prozent unverändert hoch.

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  • TEILZEIT:

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Teilzeit bleibt Frauensache

Die Kinderbetreuung erledigen weiterhin vor allem Mütter. Das zeigt der neue Report zur Gleichberechtigung. Kaum ein Mann mit minderjährigen Kindern arbeitet Teilzeit.

(...) Generell sind auch weniger Frauen erwerbstätig: 68 Prozent aller Frauen gehen einem Beruf nach, bei den Männern liegt die Quote bei 78 Prozent. Allerdings hat sich die Erwerbsquote seit 1992 verbessert: Damals waren nur 56 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Altern berufstätig. Vor allem arbeitet der Großteil der Frauen hierzulande in Teilzeit: 2012 betrug die Teilzeitquote der Frauen 45 Prozent. Dagegen waren nur 9 Prozent der Männer in einem Teilzeitjob beschäftigt. Der Anteil bei den Frauen hat seit 1992 sogar zugenommen: Damals hatten nur 30 Prozent der Frauen eine reduzierte Arbeitszeit.

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Quelle: Zeit Online vom 30.07.2014



  •  MINDESTLÖHNE:

Kabinett verabschiedet Verordnung: Erstmals Mindestlohn in der Fleischindustrie

Das Bundeskabinett hat die Verordnung des Arbeitsministeriums verabschiedet. Ab dem 1. August wird es erstmals bundesweit für alle Beschäftigten der Fleischwirtschaft einen Mindestlohn geben. Er gilt auch für Betriebe und Beschäftigte, die nicht tariflich gebunden sind.

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Quelle: Bundesregierung.de vom 30.07.2014



  •  MINIJOBS:

Wie in NRW Tausende Mini- in Vollzeitjobs umgewandelt wurden

Zwei Jahre lang hat das Land 2000 Minijobber in den vier Städten Dortmund, Duisburg, Unna und Bielefeld gefördert. Nun wurden ihre Jobs in Vollzeitstellen umgewandelt. Arbeitsminister Guntram Schneider wertete das 300.000 Euro teure Projekt als Erfolg, der wenn möglich ausgeweitet werden soll.

 

Zur Zielgruppe gehörten fast ausnahmslos sogenannte „Aufstocker“, also ALG II-Bezieher mit Minijobs. Die meisten der 2.000 Jobs konnten in der Dienstleistungsbranche umgewandelt werden.

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Quelle: DerWesten.de vom 30.07.2014



  • BEFRISTUNG:

Arbeitsmarkt: Viele jüngere Beschäftigte haben nur einen befristeten Job

Viele jüngere Beschäftigte in Bayern haben nur einen befristeten Job - oft endet ihr Vertrag nach rund drei Jahren. Selbst wenn man Auszubildende, Praktikanten und Umschüler abzieht, hatte 2012 fast jeder vierte Beschäftigte zwischen 15 und 25 Jahren keine längerfristige berufliche Perspektive - das zeigen am Dienstag veröffentlichte Zahlen des bayerischen Landesamtes für Statistik.

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Quelle: Focus online vom 29.07.2014



  • LEIHARBEIT:

Zeitarbeitsfirmen befürchten Pleiten: Die mögliche Streichung von rund 1200 Leiharbeitsplätzen bei Airbus bringt vor allem spezialisierte Personaldienstleister in Existenznot.

Der Abbau von Leihkräften bei Airbus bringt Zeitarbeitsfirmen in Bedrängnis. "Besonders gefährdet sind die kleinen, oft sehr stark von der Luftfahrtbranche abhängigen Personaldienstleister", sagt Annette Fahrendorf, Vorstandsmitglied des Zuliefererverbands Hanse-Aerospace. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen will Airbus in diesem Jahr die Verträge von bis zu 1200 Zeitarbeitern kündigen oder nicht verlängern. Betroffen sind vor allem Stellen in Entwicklungsabteilungen, weil bei dem Flugzeugbauer in den nächsten Jahren kein komplett neues Jetprogramm ansteht.

Anstelle der Zeitarbeiter setzt Airbus zunehmend auf Werkverträge. Zum Teil werden sie von den gleichen Personaldienstleistern übernommen, die vorher die Leihkräfte stellten – und von denen verrichten nun einige auf diese Weise zu schlechteren Konditionen im Prinzip die gleiche Arbeit wie bisher.

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Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 29.07.2014



  • LÖHNE:

Einkommensentwicklung: Abgehängt ohne Tarif

Die Löhne und Gehälter steigen in diesem Jahr erheblich, doch nimmt man die Periode seit dem Jahr 2000 in den Blick, dann sieht die Einkommensbilanz bescheiden aus: Die durchschnittlichen Bruttolöhne je Beschäftigtem sind heute real, also abzüglich der Preissteigerung, nicht höher als zur Jahrtausendwende. Deutlich besser ergangen ist es den Arbeitnehmern, die nach einem Tarifvertrag bezahlt werden, sie bekommen heute real gut zehn Prozent höhere Gehälter als vor vierzehn Jahren. (...)

 

"Angesichts der rückläufigen Tarifbindung, des wachsenden Niedriglohnsektors und der zunehmenden Teilzeit- und Minijobs schlug die Tarifentwicklung nicht auf die tatsächlich gezahlten Verdienste aller Beschäftigten durch", resümiert Reinhard Bispinck vom Tarifarchiv der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung.

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Quelle: Der Tagesspiegel online vom 28.07.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn für Bäcker in Niedersachsen ist passé

Kaum eingeführt, ist der Mindestlohn im niedersächsischen Bäckereihandwerk wieder Geschichte: Mit Auslaufen des aktuellen Tarifvertrags zum 31. Juli endet die sogenannte Allgemeinverbindlichkeit: Danach hatten alle Beschäftigten Anspruch auf den Tariflohn – auch wenn deren Betriebe zuvor weniger zahlten.

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Quelle: Neue OZ online vom 25.07.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn für den Agrarsektor angenommen

Der erstmalig für die Land- und Forstwirtschaft sowie für den Gartenbau vereinbarte tarifliche Mindestlohn ist heute von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und dem Gesamtverband der Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) sowie der Arbeitsgemeinschaft der gärtnerischen Arbeitgeberverbände (AgA) angenommen worden.
Damit gilt für die rund 750.000 Beschäftigten in Deutschland ab 1. Januar 2015 die neue tarifliche Regelung. Sie sieht vor, die unterste Lohngruppe - in die Saisonarbeiter fallen - in vier Schritten bis Ende 2017 auf 9,10 Euro pro Stunde anzuheben.

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Quelle: Pressemeldung der IG BAU vom 24.07.2014



  • WERKVERTRÄGE:

Nahles will Missbrauch von Werkverträgen eindämmen

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat nach dem gesetzlichen Mindestlohn das nächste Gesetz zur Regulierung des Arbeitsmarktes im Visier. Noch in diesem Jahr begännen Vorarbeiten für ein Gesetz, das die Nutzung sogenannter Werkverträge einschränken soll, kündigte Nahles in der Zeitschrift "Superillu" an. "Wir müssen die Werkverträge in Deutschland besser kontrollieren und etwas gegen ihren Missbrauch tun", zitiert die Zeitschrift die Ministerin.

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Quelle: Spiegel Online vom 22.07.2014