ARCHIV - DEZEMBER 2014


  • MINDESTLÖHNE:

Wer wenig kann, kriegt ein Problem

 

Von Neujahr an müssen mindestens 8,50 Euro pro Stunde gezahlt werden. Geringqualifizierte könnte das ihren Arbeitsplatz kosten.

 

Nicht zuletzt wird der Mindestlohn Politik und Wirtschaft dazu zwingen, Geringqualifizierte sehr viel stärker als bisher zu fördern. Denn „ein zu hoher Mindestlohn ist ein Hindernis gerade für arbeitslose Geringqualifizierte“, heißt es in einem Positionspapier der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

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Quelle: FAZ.net vom 31.12.2014

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  • GERINGVERDIENER:

Zahl der Niedriglohn-Jobs auf 1,7 Millionen gestiegen

 

Die Zahl der Niedriglohn-Jobs ist in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen zehn Jahren von 1,3 Millionen auf 1,7 Millionen gestiegen.

 

Die nordrhein-westfälische Regierung sieht in dem ab 2015 geltenden gesetzlichen Mindestlohn einen wichtigen Schritt, diese Abwärtsspirale zu stoppen. Arbeitsminister Guntram Scheider (SPD) bekräftigte am Dienstag in einer Mitteilung, dass Arbeitsschutz- und Zollbehörden im nächsten Jahr verschärft kontrollieren werden.

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Quelle: RP Online vom 30.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Bundesagentur-Chef: Mindestlohn für Arbeitsmarkt verkraftbar

 

Der Mindestlohn wird nach Einschätzung des Vorstandschefs der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, für den Arbeitsmarkt verkraftbar sein.

 

"Wir können zwar nicht ausschließen, dass in bestimmten Regionen und Branchen Arbeitsplätze verloren gehen, wir rechnen aber nicht mit schwerwiegenden Beeinträchtigungen", sagte Weise der Deutschen Presse-Agentur.

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Quelle: Die Welt online vom 24.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Der Mindestlohn kommt vor allem Frauen zugute

 

Vom 1. Januar an gilt die neue Lohnuntergrenze von 8,50 Euro die Stunde. Davon profitieren in Oberfranken 22 818 Beschäftigte und viele weitere sogenannte Minijobber.

 

"Am 1. Januar dürften vor allem Frauen die Sektkorken knallen lassen", sagt Marietta Eder, die Regionssekretärin des Deutschen Gewerkschaftsbundes für den Bezirk Oberfranken. Denn zwei Drittel der 22 818 Arbeitnehmer, die in Oberfranken nach der Statistik unterbezahlt sind und vom ersten Tag des neuen Jahres an den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn von 8,50 Euro bekommen, seien Frauen - genau 14 248 an der Zahl.

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Quelle: Neue Presse Coburg online vom 24.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Kostet der Mindestlohn doch keine Arbeitsplätze?

 

Wird er Jobs vernichten oder nicht? Das ist die zentrale Frage zur Einführung des Mindestlohns im neuen Jahr. (...) Nun liegen die ersten Prognosen der Bundesagentur für Arbeit vor, und sie fallen vorsichtig optimistisch aus.

 

„Die Frühindikatoren geben keinen Anlass zu der Annahme, dass im Januar wegen des Mindestlohns die Arbeitslosigkeit über das saisonübliche Maß hinaus ansteigen wird“, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit in NRW dieser Zeitung.

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Quelle: WAZ online vom 23.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Die wichtigsten Antworten zum Mindestlohn

 

Zum Start des Mindestlohns in Deutschland wächst die Spannung - profitieren wirklich die erwarteten rund vier Millionen Menschen? Was passiert in „Problembranchen“? Und wo bekommen Verbraucher den Mindestlohn zu spüren?

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Quelle: WirtschaftsWoche online vom 23.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Vom Friseur bis zum Taxi: Mindestlohn macht den Alltag teurer

 

Der Mindestlohn ist für viele Arbeitnehmer eine gute Nachricht. Den Preis dafür aber zahlen auch die Verbraucher. Viele Dienstleistungen werden teurer.

 

Ab Januar 2015 gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro. Was betroffene Arbeitnehmer freut, bleibt nicht ohne Folgen für die Geldbörsen der Verbraucher. Einige Beispiele:

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Quelle: Sächsische Zeitung online vom 23.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

So startet der Mindestlohn

 

8,50 Euro - weniger soll ab Neujahr fast niemand mehr in Deutschland verdienen. Für Ministerin Andrea Nahles ist der Start die zentrale Hürde. Gemischte Gefühle herrschen bei einem betroffenen Nachtportier.

 

Meist ist Herbert Reuter bei der Arbeit allein, draußen ist es längst dunkel, und es kann gefährlich werden. Kurz vor elf abends fängt der Nachtportier in einem Hotel am Berliner Kurfürstendamm an (...). Reuter ist einer von rund vier Millionen Menschen in Deutschland, die ab 1. Januar wegen des gesetzlichen Mindestlohns mehr verdienen sollen.

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Quelle: Märkische Onlinezeitung vom 23.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Gewerkschaften kündigen Hotline zum Mindestlohn im Norden an

 

Die Gewerkschaften im Norden wollen auf die Einhaltung des Mindestlohns ab Januar achten und eine Hotline für die betroffenen Arbeitnehmer schalten.

 

„Das Recht auf Mindestlohn darf nicht nur auf dem Papier stehen“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, in Hamburg. Es gehöre selbstverständlich zur Pflicht eines Unternehmers, der Aufträge an Geschäftspartner vergebe, auch dort die Einhaltung des Mindestlohnes sicherzustellen.

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Quelle: Focus online vom 23.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn: Arbeitgeber erwarten Probleme

 

Zum dem Start des gesetzlichen Mindestlohns am Neujahrstag rechnen Deutschlands Arbeitgeber noch mit vielen praktischen Problemen. Laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) können Arbeitnehmer Verstöße gegen die neue 8,50-Euro-Lohngrenze auch anonym melden.

 

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Einführung des Mindestlohns sei in Bezug auf die Praxis für viele Arbeitgeber noch mit zahlreichen Fragezeichen und Rechtsunsicherheiten verbunden. „Dies betrifft vor allem den Umgang mit flexiblen Arbeitszeiten sowie die Umsetzung der viel zu bürokratischen Dokumentationspflichten.“

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Quelle: Handelsblatt online vom 23.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn - wo Sie ab Januar mehr zahlen müssen

 

Wenn ab Januar der gesetzliche Mindestlohn gilt, müssen sich Verbraucher auf steigende Preise einstellen. Einiges wird sofort deutlich teurer, manche Dienstleistungen erst in einigen Monaten.

 

Ab Januar 2015 gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro. Was betroffene Arbeitnehmer freut, bleibt nicht ohne Folgen für die Geldbörsen der Verbraucher. Einige Beispiele:

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Quelle: Die Welt online vom 23.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn: Weniger Jobs, mehr Tricksereien?

 

Ab dem 1. Januar gilt der Mindestlohn von 8,50 Euro - eigentlich. Doch ob sich alle Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern daran halten werden oder ob der eine oder andere sich bemühen wird, den Mindestlohn zu umgehen, wird sich noch zeigen.

 

Treffen würden Tricksereien wohl vor allem schlechter Verdienende. Beispielsweise schreibt der Arbeitgeber im Hotelgewerbe vor, wie lange es dauern darf, ein Zimmer zu reinigen und bezahlt nur für diese Zeitvorgabe. Wenn es länger dauert, geht die Reinigungskraft leer aus.

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Quelle: NDR.de vom 22.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Wie der Mindestlohn das Taxi-Gewerbe verändert

 

Der Mindestlohn ändert das Geschäftsmodell bei den Mietfahrten radikal. Die Preise werden steigen – und damit die Zahl der Schwarzfahrten.

 

Zwischen 40 und 45 Prozent am Umsatz erhalten die rund 200.000 angestellten Taxifahrern in Deutschland bisher. Stundenlöhne sind unbekannt. Das wird nach dem 1. Januar 2015, wenn der gesetzliche Mindestlohn gilt, anders: Wie fast allen anderen Beschäftigten in Deutschland auch, stehen den Taxifahrern dann 8,50 Euro zu, egal ob die Wagen am Flughafen Schlange stehen oder auf Tour sind.

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Quelle: Berliner Zeitung online vom 22.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Kein Stellenabbau: Firmen warten Mindestlohn offenbar erst einmal ab

 

In wenigen Tagen tritt der Mindestlohn in Kraft. Trotz Warnungen von Arbeitgebern sehen Experten bisher keine Anzeichen, dass im großem Stil Jobs gestrichen werden. In einigen Branchen könnte es aber noch zu Problemen kommen.

 

"Uns liegen bisher keine belastbaren Hinweise vor, dass Unternehmen deswegen zusätzlich Stellen abbauen", sagte der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller, der "Berliner Zeitung".

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Quelle: Spiegel online vom 22.12.2014


  • LOHNENTWICKLUNG:

22/12/2014: Reallohnentwicklung 2014 mit drittem Quartalsplus in Folge

 

Nach einem Jahr der Reallohnverluste zeichnet sich für 2014 eine positivere Entwicklung ab. Dem leichten Plus in der ersten Jahreshälfte folgend sind die Löhne auch im dritten Quartal 2014 gestiegen.

 

Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) zu den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung (VVE) ist der Reallohnindex vom dritten Quartal 2013 bis zum dritten Quartal 2014 um 1,8 Prozent gestiegen. Dank einer äußerst niedrigen Inflationsrate war dies der höchste Anstieg seit dem zweiten Quartal 2011.

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  • MINDESTLÖHNE:

Diese Folgen hat der Mindestlohn für Beschäftigte

 

Millionen von Beschäftigten werden ab Januar mehr verdienen – dank Mindestlohn. Doch was hat das für Auswirkungen? Die Berliner Zeitung beleuchtet den möglichen Arbeitsplatzabbau und gibt einen Überblick über die vielen Übergangsregelungen, die genau das vermeiden sollen.

 

Die kommenden Monate werden spannend. (...) Sicher ist, dass der Mindestlohn am 1. Januar eingeführt wird, allerdings ist noch nicht ganz sicher, wer ihn alles bekommt. Das Bundesarbeitsministerium geht von 3,7 Millionen Beschäftigten aus, die mit 8,50 pro Stunde nach dem Jahreswechsel mehr als bisher verdienen werden.

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Quelle: Berliner Zeitung online vom 21.12.2014


  • MINDESTLÖHNE:

Arbeitsmarkt: Mindestlohn ist ein Experiment

 

Wirtschaftsexperten streiten darüber, welche Auswirkungen der Mindestlohn auf die Beschäftigtenzahlen haben könnte. Noch ist das eine Glaubensfrage. Die kommenden Monate werden spannend.

 

Wird der gesetzliche Mindestlohn dem Land nutzen oder eher schaden? Der Mindestlohn ist ein Experiment, mit ungewissem Ausgang. Die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute klaffen weit auseinander.

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Quelle: FR online vom 21.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn nicht ohne Risiko

 

Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit erwartet keinen gravierenden Personalabbau wegen des gesetzlichen Mindestlohns. „Uns liegen bisher keine belastbaren Hinweise vor, dass Unternehmen deswegen zusätzlich Stellen abbauen“, sagte der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller.

 

Möglich sei, dass Firmen erst später Jobs kappen. „Ich rechne aber nicht damit, dass es zu einem Abbau von mehreren Hunderttausend Stellen kommt“, sagte Möller mit Blick auf entsprechende Warnungen von einigen Forschern. Wahrscheinlicher sei, dass es lediglich vereinzelt zu Jobabbau kommt.

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Quelle: Berliner Zeitung online vom 21.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

BA-Chef erwartet kaum Folgen des Mindestlohns für den Arbeitsmarkt

 

Die Einführung des Mindestlohns am 1. Januar wird nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) insgesamt nur geringe Folgen für den Arbeitsmarkt haben.

 

„Ich glaube nicht, dass massenhaft Stellen verloren gehen“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

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Quelle: Focus online vom 20.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

19/12/2014: Hessischer Landtag verabschiedet überarbeitetes Tariftreuegesetz

 

Im Dezember 2013 hatten sich CDU und Grüne in ihren Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, das seit Juli 2013 bestehende hessische Vergabegesetz zu überarbeiten, um ein Tariftreuegesetz inklusive einer Regelung zum vergabespezifischen Mindestlohn auf den Weg zu bringen. Gestern Abend hat der hessische Landtag das Gesetz in dritter Lesung verabschiedet.

 

Laut Gesetz müssen Firmen, die sich um die Vergabe öffentlicher Aufträge des Landes Hessen, der Gemeinden sowie um Aufträge im öffentlichen Personennahverkehr bewerben, in Zukunft Erklärungen abgeben, in denen sie sich zur Einhaltung der gesetzlichen Tarifbedingungen (Tariftreue) und zur Zahlung eines vergabespezifischen Mindestlohns verpflichten.

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  • BEFRISTUNG:

Lohndrücker-Vorwürfe gegen die Post

 

Die Tarifrunde hat zwar noch nicht begonnen, doch schon werfen Betriebsräte und Gewerkschaftsvertreter dem Konzern nach Angaben der F.A.Z. Lohndrückerei, Erpressung und eine Spaltung der Belegschaft vor. Es geht um die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft.

 

„Ziel dieser neuen Firma ist es, dort künftig alle befristeten Mitarbeiter unterzubringen“, heißt es laut F.A.Z. in einer Betriebsratsinfo: „Das könnte dann mit neuen Arbeitsverträgen, mit verschlechterten Löhnen und Arbeitsbedingungen geschehen.“

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Quelle: FAZ.net vom 19.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn mischt Branche auf: Taxifahren wird teurer

 

Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro wird die Taxibranche verändern. Sicher scheint, dass die Fahrpreise steigen und das Angebot ausgedünnt wird. Offen bleibt die Frage, ob seriöse Unternehmen überleben.

 

Die kommunalen Zulassungsbehörden, die für die Festlegung des Fahrpreises zuständig sind, wollen den höheren Löhnen offenbar nicht im Wege stehen: In gut zwei Dritteln der 802 Tarifgebiete werde es spätestens im ersten Quartal 2015 Anpassungen bei den Taxipreisen zwischen 20 und 25 Prozent geben.

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Quelle: Focus online vom 19.12.2014

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  • LEIHARBEIT:

Mit der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung landen Erwerbslose häufig wieder auf der Straße

 

Leiharbeit rechnet sich. Beispielsweise für den Waffenhersteller Umarex mit Sitz im nordrhein-westfälischen Arnsberg. Dem verhalf sie zu einem Bombengeschäft, bis zum Sommer 2013. Dann begannen eine Absatzkrise in den USA und verschärfte Exportbestimmungen die Gewinne zu drücken. Deutlich mehr als 100 Zeitarbeiter wurden seitdem vor die Tür gesetzt.

 

An dem Fall zeigt sich noch mehr. Leiharbeit lädt nicht nur zum Missbrauch ein, in der Regel erweist sie sich auch als unbrauchbar, Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen. Dabei wird genau damit seit Bestehen der Hartz-Gesetzgebung ihr großflächiger Einsatz begründet.

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Quelle: junge Welt online vom 18.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

IG BAU berät Menschen, die befristet beschäftigt sind

 

Es geht um die Menschen, die in Duisburg und am Niederrhein einen „Job auf Zeit“ haben – einen befristeten Arbeitsvertrag. Sie bekommen jetzt Know-how und Hilfe von der IG Bauen-Agrar-Umwelt.

 

Die IG BAU Duisburg-Niederrhein startet die Aktion „Faire Arbeit – Jetzt: Für unbefristete Arbeit mit Perspektive“. Dabei informiert die Gewerkschaft, unter welchen Bedingungen Arbeitgeber überhaupt einen Job als befristete Beschäftigung anbieten dürfen. Ebenso geht es um die Rechte, die „Jobber auf Zeit“ haben.

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Quelle: Lokalkompass Duisburg online vom 17.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn: Aufzeichnungspflicht gelockert

 

Die Bundesregierung hat die Bürokratievorschriften beim gesetzlichen Mindestlohn gelockert. Arbeitgeber müssen nun nur bis zu einem Monatseinkommen von 2958 Euro Beginn, Dauer und Ende der Arbeitszeit dokumentieren und für zwei Jahre nachweisen. Die entsprechende Verordnung des Arbeitsministeriums passierte am Mittwoch das Kabinett.

 

Die Regelung betrifft neun Branchen, die nach dem Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit ohnehin strikteren Pflichten unterworfen sind. Dies sind unter anderem Bau- und Fleischwirtschaft, aber auch Gaststätten. Ursprünglich war eine Grenze von 4500 Euro vorgesehen.

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Quelle: Handelsblatt online vom 17.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Kabinett beruft Mitglieder der Mindestlohn-Kommission

 

Die Bundesregierung hat am Mittwoch wichtige Vorkehrungen für die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns am 1. Januar getroffen. Das Kabinett berief nach Angaben von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) die Mitglieder der unabhängigen Kommission, die künftig die Höhe des gesetzlichen Mindestlohnes festlegen wird.

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Quelle: Zeit online vom 17.12.2014

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  • GERINGVERDIENER:

„Die Lastenträger“ – Eine elende Bestandsaufnahme

 

Günter Wallraff hat gemeinsam mit dem Verein „work-watch“ ein Buch mit Reportagen und Hintergrundberichten herausgegeben, das sich dem Arbeitselend „ganz unten“ widmet. Dort stecken heute 25 Prozent der Erwerbstätigen fest, deren Löhne selbst bei Vollzeitjobs nicht reichen würden – um über die amtlich gemessene Armutsgrenze zu kommen

 

14 Autorinnen und Autoren haben sich auf den Weg in diesen Niedriglohnsektor gemacht und nicht nur finanzielle Ausbeutung gefunden. Was schon allein deshalb verdienstvoll ist, weil diese Gesellschaft das Phänomen „Arm durch Arbeit“ immer noch für ein Randphänomen hält.

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Quelle: Nachdenkseiten.de vom 17.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Krankenkassen sparen sich den Mindestlohn

 

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hat die gesetzlichen Krankenkassen weniger Tage vor dem Jahreswechsel davor gewarnt, den ab Januar geltenden allgemeinen Mindestlohn von 8,50 Euro zu unterlaufen.

 

Hintergrund der Warnung ist die Praxis vieler Krankenkassen, Versicherten, die zum Beispiel wegen eines Krankenhausaufenthalts eine Haushaltshilfe benötigen, die entstehenden Kosten nur mit einem Stundensatz von rund fünf Euro zu vergüten.

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Quelle: Handelsblatt online vom 17.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Tarifvertrag über Mindestentgelt wird allgemeinverbindlich

 

Der im vergangenen Sommer ausgehandelte Tarifvertrag über ein Mindestentgelt in der Landwirtschaft gilt aller Voraussicht ab dem kommenden Jahr flächendeckend. Nachdem der Tarifausschuss beim Bundesarbeitsministerium Ende November den Antrag der Tarifpartner auf Allgemeinverbindlicherklärung der Vereinbarung gebilligt hat, wird das Bundeskabinett eine entsprechende Verordnung in dieser Woche beschließen.

 

Die Tarifeinigung von GLFA, AgA und IG BAU sieht einen Stufenplan für eine schrittweise Anhebung der unteren Lohngrenze vor. In der untersten Lohngruppe, in die die Saisonarbeiter fallen, gilt damit ab 1. Januar 2015 ein Bruttostundenlohn in den alten Ländern von 7,40 Euro und in Ostdeutschland von 7,20 Euro.

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Quelle: top agrar online vom 17.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn führt zu neuer Nachweispflicht

 

Mit der Einführung des flächendeckenden Mindestlohns am 1. Januar 2015 nimmt auch die bürokratische Belastung der Betriebe zu. Die Bundesregierung will an diesem Mittwoch eine Verordnung beschließen, in der Dokumentationspflichten zum Mindestlohn geregelt werden.

 

In der Regierung war bis zuletzt umstritten, welche bürokratischen Belastungen mit dem Mindestlohn verbunden sein sollten. Mit dem Kabinettsbeschluss soll nun Klarheit herrschen.

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Quelle: Stuttgarter Zeitung online vom 17.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

Befristungen an Hochschulen: Humboldt-Uni streitet über prekäre Arbeit

 

Die Humboldt-Universität will wissenschaftlichen Mitarbeitern bessere Verträge geben als bisher. Kurzen Befristungen wird ein Riegel vorgeschoben, aber weiterhin bleibt es möglich, regelhaft nur halbe Stellen zu vergeben.

 

Nachwuchswissenschaftler sollen an der Humboldt-Universität künftig nicht mehr „so prekär beschäftigt sein, dass sie keinen festen Boden unter den Füßen haben“. Das erklärte HU-Präsident Jan-Hendrik Olbertz am Montag im Akademischen Senat (AS). Dazu hatten sich die Berliner Unis auch in den aktuellen Hochschulverträgen verpflichtet.

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Quelle: Der Tagesspiegel online vom 16.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Regierung beschränkt Bürokratieaufwand für Mindestlohn

 

Die Bundesregierung kommt der Wirtschaft entgegen und beschränkt die Dokumentationspflichten beim Mindestlohn auf Arbeitnehmer mit einem Monatseinkommen unter knapp 3000 Euro.

 

Dies sieht eine Verordnung vor, die nach einer Verständigung von Kanzleramt und Arbeitsministerium am Mittwoch das Kabinett passieren soll. Sie gilt für neun Branchen, darunter die Bau- und die Fleischwirtschaft.

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Quelle: Reuters Deutschland online vom 16.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Alle Durchschnittsverdiener müssen Arbeitszeit erfassen

 

Mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde könnten viele Unternehmen in Deutschland gerade noch so leben. Doch was ihnen wirklich Sorge bereitet, ist ein ganz anderer Paragraph in dem neuen Gesetz.

 

Was Manager und Lobbyisten so erregt, basiert auf knappen sechs Zeilen des neuen Mindestlohngesetzes. "Ein Arbeitgeber ist verpflichtet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit ... aufzuzeichnen", heißt es in Paragraph 17. Der Gesetzgeber will damit sicherstellen, dass sich die Arbeitgeber nicht um den Mindestlohn herummogeln. (...) Betroffen davon sind neben Reinigungsfirmen auch Unternehmen aus acht weiteren Branchen.

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Quelle: Die Welt online vom 16.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

DIHK warnt: Mindestlohn kostet 200.000 Jobs

 

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sieht wegen des Mindestlohns 200.000 Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr. Er fordert von der Bundesregierung eine massive Entlastung der Wirtschaft.

 

Rund 200.00 Arbeitsplätze in Deutschland könnten bereits im nächsten Jahr verloren gehen, sagte Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) der "Leipziger Volkszeitung" vom Dienstag. Er halte diese Schätzung "leider durchaus für realistisch".

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Quelle: Focus online vom 16.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

DGB: Mindestlohn hilft 590.000 Menschen im Land

 

Über das Für und Wider des Mindestlohns ist in den letzten Jahren viel gestritten worden. Nun belegt eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), dass allein in Niedersachsen ab dem kommenden Jahr rund 590.000 Menschen vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren werden.

 

Laut DGB hätten rund zwei Drittel aller Mini-Jobber ab Januar Anspruch auf einen höheren Stundenlohn. In Niedersachsen wären das knapp 350.000 Menschen. Aber auch rund 150.000 Vollzeitbeschäftigte könnten vom Mindestlohn profitieren.

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Quelle: NDR.de vom 16.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

DGB: 4400 Vollzeitkräfte im Kreis profitieren vom Mindestlohn

 

Wenn vom 1. Januar 2015 an der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gilt, werden nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Kreis Pinneberg etwa 4400 Vollzeitbeschäftigte mehr Geld im Portemonnaie haben.

 

"Über sieben Prozent der 55.835 Vollzeitbeschäftigten werden von der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns profitieren", sagt Andreas Sankewitz, Geschäftsführer der DGB-Region Schleswig-Holstein Südost. (...) Sankewitz ist überzeugt, dass der Mindestlohn zu mehr Gerechtigkeit führen wird.

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Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 16.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Mit dem Mindestlohn gehen viele Preise in Thüringen nach oben

 

Fast jedes zweite Thüringer Unternehmen wird mit der flächendeckenden Einführung der Mindestlöhne im neuen Jahr die Preise erhöhen. In Gaststätten und bei Taxen sind je nach Kalkulation Aufschläge bis zu einem Drittel zu befürchten.

 

Eine Umfrage unserer Zeitung ergab: Am meisten betroffen sind Handwerksbetriebe und Dienstleister, die bislang eher niedrige Löhne zahlten. Höhere Preise wurden beispielsweise bereits bei vielen Friseuren und Gaststätten eingeführt, um den Übergang abzufedern.

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Quelle: Ostthüringer Zeitung online vom 16.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

SOEP im DIW Berlin und IAB-Betriebspanel schaffen Datenbasis zur Evaluation

des Mindestlohns

 

Ab Januar 2015 wird die Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) im DIW Berlin gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und der Universität Potsdam gezielt Daten zur Evaluation des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns erheben.

 

Für die Evaluation des Mindestlohns wird der Fragenkatalog der SOEP-Erhebung erweitert, für die TNS Infratest Sozialforschung im Auftrag des DIW Berlin 2015 rund 25.000 Personen in etwa 15.000 Privathaushalten befragen wird.

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Quelle: Nachricht des DIW Berlin vom 15.12.2014

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

15/12/2014: Atypische Beschäftigung in NRW nach 2012 auch 2013 leicht rückläufig

 

Der bundesweit beobachtbare leichte Rückgang im Bereich der atypischen Beschäftigungsverhältnisse im Jahr 2013 lässt sich auf Landesebene nicht für alle Bundesländer bestätigen. In Nordrhein-Westfalen dagegen folgt die Entwicklung dem Bundestrend, das belegt der soeben erschienene Arbeitslosenreport 3/2014 der Freien Wohlfahrtspflege NRW.

 

Laut Arbeitslosenreport 3/2014 waren 2013 insgesamt 23,3 Prozent aller Kernerwerbstätigen in NRW atypisch beschäftigt. Damit ist der Anteil atypisch Beschäftigter im zweiten Jahr in Folge leicht rückläufig.

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  • MINDESTLÖHNE:

Warnstreiks bei Burger King und Mc Donald´s

 

Für die Arbeit im Fritten-Dunst wollen sich Mitarbeiter von Fast-Food-Ketten nicht mit dem Mindestlohn abspeisen lassen und streiken. Betroffen sind Restaurants von Burger King, Mc Donald´s und Starbucks. Die Gewerkschaft NGG streitet für höhere Löhne.

 

Dabei geht es vor allem darum, wie die Fast-Food-Ketten auf den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde reagieren. Die Gewerkschaft kritisiert (...), die Arbeitgeber wollten Leistungen aus dem Manteltarifvertrag wie Weihnachtsgeld oder Zuschläge kürzen, um die Erhöhung auf Mindestlöhne zu kompensieren.

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Quelle: RuhrNachrichten.de vom 15.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn: Ost-Firmen planen Preiserhöhungen und Personalabbau

 

Die Unternehmen in Ost- und Westdeutschland reagieren unterschiedlich auf die Einführung des Mindestlohnes. Das ist das Fazit aus einer Befragung des Dresdner Ifo-Instituts. Die ostdeutschen Firmen seien stärker betroffen und richteten sich entsprechend darauf ein, teilte das Institut am Montag mit.

 

Knapp 40 Prozent der betroffenen Ost-Firmen würden ihre Preise erhöhen, fast 27 Prozent einen Personalabbau in Erwägung ziehen. Im Westen sind es den Angaben zufolge nur 21 Prozent beziehungsweise 20 Prozent.

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Quelle: Ostthüringer Zeitung online vom 15.12.2014

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  • LEIHARBEIT:

Von Hartz IV in die Leiharbeit und wieder zurück

 

Mehr als 30 Prozent aller Arbeitslosen, die von Arbeitsagenturen und Jobcentern vermittelt werden, landen in der Zeitarbeit. Viele von ihnen stehen nach einem halben Jahr wieder auf der Straße, ergab eine Anfrage der Grünen an das Bundesarbeitsministerium.

 

Von den vermittelten Hartz-IV-Empfängern sind nach sechs Monaten fast 40 Prozent, nach einem Jahr sogar 54 Prozent wieder arbeitslos. "Leiharbeit ist keine Brücke in dauerhafte Beschäftigung, sondern eine Drehtür zurück in die Arbeitslosigkeit", kritisiert die grüne Arbeitsmarktpolitikerin Brigitte Pothmer.

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Quelle: Die Welt online vom 15.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn kostet schon jetzt Jobs

 

Die Einführung der allgemeinen Lohnuntergrenze von 8,50 Euro ab dem Jahreswechsel hat schon jetzt zur Konsequenz, dass zahlreiche Arbeitsverhältnisse gekündigt werden. (...) Betroffen sind Experten zufolge vor allem Praktikanten, die nach dem Schulabschluss in einem Krankenhaus oder in anderen Einrichtungen für ein Jahr das Personal unterstützen. Tatsächlich ist unserer Redaktion ein Fall aus der Region Niederrhein bekanntgeworden.

 

Das Problem aus Sicht der Arbeitgeber: Für Langzeitpraktika ab vier Monaten müsste vom ersten Tag an der Mindestlohn gezahlt werden. Bisher liegt die Vergütung aber oft deutlich darunter. So auch im Fall des Krankenhauses am Niederrhein.

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Quelle: RP online vom 15.12.2014

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  • AUFSTOCKER:

BA-Vorstand Heinrich Alt: "Mindestlohn bringt Steuerentlastung"

 

Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro wird nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) die Steuerzahler deutlich entlasten. "Wir werden schätzungsweise 60 000 Aufstocker weniger in der Grundsicherung haben, die als Singles dann so viel verdienen, dass sie nicht mehr zusätzlich auf Hartz IV angewiesen sind", sagte Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der BA, in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung.

 

Das sei "schön für diese Menschen und für den Steuerzahler, weil insgesamt die Ausgaben für Arbeitslosengeld II um 700 bis 900 Millionen Euro im Jahr sinken". Alt sieht der Einführung des Mindestlohns zum 1.Janur 2015 gelassen entgegen.

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Quelle: Süddeutsche.de vom 15.12.2014

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  • LEIHARBEIT:

IG Metall greift Umarex an - Profit durch billige Leiharbeit erzielt

 

Schwere Vorwürfe gegen den Neheimer Waffenhersteller Umarex erhebt die IG Metall Arnsberg. So sei der unternehmerische Erfolg in den vergangenen Jahren insbesondere auch durch preiswerte Leiharbeit zustande gekommen, wodurch Umarex Gewinne zulasten der Leiharbeiter erzielt habe.

 

Nun, wo es eine Absatzkrise für Kleinkaliber-Gewehre in den USA gebe, trenne sich der Waffenhersteller von den allermeisten Leiharbeitern. Schlechtes Beispiel für Personalpolitik.

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Quelle: WAZ online vom 14.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Gehalt als Motivationszulage: Wie löchrig ist der Mindestlohn?

 

Ein Mann kämpft um seinen Job. Wegen des Mindestlohns droht er ihn zu verlieren. Viele andere Arbeitnehmer klagen bei den Gewerkschaften über Umgehungsversuche. Kommt eine Welle von Tricksereien gegen die neue Lohnuntergrenze?

 

Der Schlag traf Michael Bauer unvorbereitet. Sein Vorgesetzter eröffnete dem 55-Jährigen im Oktober, dass sein Arbeitsvertrag gekündigt werde. Der Grund war der Mindestlohn. (...) Stattdessen sollte er eine Vereinbarung unterzeichnen, nach der es beim alten Lohn bleiben sollte - nur dass der nun „Motivationszulage“ heißen sollte.

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Quelle: FAZ.net vom 14.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Firmen wollen Mindestlohn umgehen: „Regierung erschafft Bürokratie-Monster“

 

Der Mindestlohn kommt zum 1. Januar - wirklich für alle? Viele Arbeitnehmer sollen von Firmen-Strategien zur Vermeidung der neuen Lohnuntergrenze betroffen sein.

 

Die Wirtschaft geißelt das Projekt von Arbeitsministerin Nahles als Bürokratie-Monster.

(...)

Quelle: Focus online vom 14.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

DGB: Umgehungsversuche beim Mindestlohn "Sauerei"

 

Gut zwei Wochen vor dem Start des Mindestlohns wirft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Arbeitgebern vor, gezielt die Umgehung der Lohnuntergrenze vorzubereiten. Anwälte berieten Unternehmen dabei, sagte das DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

 

"Eine der größten Lücken betrifft die Jugendlichen." Beim DGB suchten etwa Austräger Rat. Sie seien vom Arbeitgeber gefragt worden, ob Minderjährige in der Familie seien. "Auf diese sollte dann der Auftrag umgeschrieben werden, so dass der Mindestlohn entfällt - auch wenn weiter die Erwachsenen die Zustellung machen würden", sagte Körzell.

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Quelle: Zeit online vom 14.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Wirtschaft "geschockt" von Arbeitszeit-Überwachung

 

Unternehmen, die ihren Mitarbeitern den gesetzlichen Mindestlohn zahlen, müssen ihre Arbeitszeiten genau dokumentieren. Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft warnen vor einer "Bürokratie-Geißel".

 

Viele Betriebe reagierten "geschockt" auf die neue Pflicht, die Arbeitszeiten für zusätzliche Beschäftigtengruppen zu erfassen und zu dokumentieren, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der "Welt am Sonntag".

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Quelle: Die Welt online vom 14.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Gastgewerbe fürchtet Mindestlohn

 

Der gesetzliche Mindestlohn stellt arbeitsintensive Branchen wie das Gastgewerbe, laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband von Mecklenburg-Vorpommern, wirtschaftlich vor große Herausforderungen.

 

„Für den gleichen Umsatz ist im Gastgewerbe sechsmal mehr Personal nötig als im Einzelhandel“, sagt Dehoga-Geschäftsführer, Matthias Dettmann, auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Verband geht für Mecklenburg-Vorpommern von einer Steigerung der erforderlichen Personalkosten in Höhe von 20 bis 30 Prozent aus.

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Quelle: SVZ.de vom 13.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

Kritik an Hochschulen: Jeder Zweite hat nur befristeten Arbeitsvertrag

 

Die Zahlen sind bemerkenswert: 2013 waren stattliche 43 Prozent des hauptberuflichen Personals an den Hochschulen im Land nur befristet beschäftigt – 34 827 von 80 252 Personen. Als Grund gibt das Wissenschaftsministerium "das Fehlen von Stellen" an in der Antwort auf eine Anfrage des hochschulpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Martin Rivoir.

 

Die Hochschulpersonalstatistik differenziert das wissenschaftliche Personal auch nach Personengruppen. Danach sitzt umso fester im Sattel, wer höher qualifiziert und älter ist: 14 Prozent der Professorenstellen waren 2013 befristet, aber 82 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter hatten nur einen Zeitvertrag.

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Quelle: Badische Zeitung online vom 13.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn kein „großer Jobkiller“

 

Trotz der Konjunkturdelle geht die Bundesagentur für Arbeit von steigender Beschäftigung im kommenden Jahr aus. Auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit werde sich fortsetzen, allerdings langsamer als 2014, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag).

 

Stark negative Auswirkungen des ab 1. Januar geltenden Mindestlohns für den Arbeitsmarkt befürchtet Weise nicht. „Der Mindestlohn ist eingepreist und in unseren Prognosen schon berücksichtigt. Er wird nicht der große Jobkiller sein.“ Nach Einschätzung der BA-Experten könnte der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde auch dazu führen, dass einige Stellen künftig sogar schneller besetzt werden, wenn sie durch bessere Entlohnung attraktiver werden.

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Quelle: Handelsblatt online vom 13.12.2014

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  • MINIJOBS:

Steuern: Was Minijobber wissen müssen

 

Geringfügige Beschäftigungen sind bei Arbeitgebern beliebt, weil der Arbeitgeber eine Pauschalsteuer zahlt. Paradox dabei: Manchmal kann es aber günstiger sein, auf normale Steuern umzustellen.

 

Normalerweise wird ein Minijob vom Arbeitgeber pauschal versteuert - und zwar mit einem Satz von zwei Prozent. (...) Für Minijobber ohne zusätzliches sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis ist diese Verfahrensweise außerordentlich günstig. Statt der Pauschale können Arbeitnehmer auch die ganz normale Besteuerung ihres Minijobs wählen.

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Quelle: RP Online vom 13.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Bäckereien sorgen sich um ihre Existenz

 

Der Mindestlohn kommt. Auch nach Mülheim. Gerade Betriebe wie Bäckereien sind betroffen, denn sie arbeiten häufig mit geringfügig Beschäftigen – auf gut Deutsch: mit Aushilfen. Die Meinungen der Bäcker-Zunft gehen deshalb weit auseinander, was den Sinn eines Mindestlohns angeht.

 

Peter Hemmerle hat einige Filialen in Mülheim. Für ihn arbeiten 160 Leute in der Backstube und als Verkäufer, 18 von ihnen sind Aushilfen. (...) „Wenn eine Verkäuferin Steuerklasse 5 hat, kriegt sie unterm Strich in einer Stunde weniger Geld als eine ungelernte Kraft. Das kann dem Betriebsklima schaden“, so Hemmerle. Mit seinen Bedenken steht er nicht alleine da.

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Quelle: WAZ online vom 13.12.2014

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  • SOLO-SELBSTSTÄNDIGE:

12/12/2014: Hohe Einkommensspreizung, selten höhere Verdienste als Arbeitnehmer

 

Seit Mitte der 2000er Jahre gibt es in Deutschland etwa 2,1 Millionen Solo-Selbstständige. Anders als abhängig Beschäftigte besitzen sie als „eigener Chef“ eine höhere Unabhängigkeit, Flexibilität und Entscheidungsfreiheit sowie die Chance auf einen durch hohe Gewinne erreichbaren besseren Lebensstandard. Dafür müssen sie jedoch ein höheres Verdienstrisiko, Mehrarbeit und eine geringere soziale Absicherung in Kauf nehmen.

 

Hinsichtlich der Einkommensverteilung bei Solo-Selbstständigen und lohnabhängig Beschäftigten sind eine Reihe von Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass Solo-Selbstständige im Mittel (Median) weniger verdienen als abhängig Beschäftigte und dass nur ein sehr kleiner Teil von Existenzgründern es am Ende zu großen Reichtümern bringt. Ein Team dreier Wirtschaftswissenschaftler der Universitäten Jena und Potsdam hat erneut die Einkommen von Solo-Selbständigen und abhängig Beschäftigten verglichen.

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

Atypische Beschäftigung im Westerwaldkreis nimmt zu

 

Als atypische Beschäftigung gelten: Teilzeit, Leiharbeit und Minijobs. Für den Westerwaldkreis belegen die Zahlen, dass 2003 etwas über 55.840 sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse bestanden. In 2013 waren es 60.575, das heißt eine Zunahme um gut 4.700 Beschäftigte. Beim Blick ins Detail ändert sich die positive Bewertung der Situation jedoch.

 

Gab es 2003 im Landkreis 8.158 Teilzeitstellen, zeigt die Statistik in 2013 mehr als 14.454. Die Anzahl der Leiharbeiter stieg von 150 auf 1.122. Dazu kommen noch die nicht als sozialversicherungspflichtig angesehenen Minijobs: In der gleichen Zeit stieg ihre Zahl von knapp 17.437 auf mehr als 21.741, was einer Zunahme von einem Drittel entspricht.

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Quelle: WW-Kurier.de vom 12.12.2014

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  • LEIHARBEIT:

Rottweil: Leiharbeit nimmt zu

 

Im Sommer hat es im Landkreis Rottweil 1040 Leiharbeitskräfte gegeben. In den vergangenen vier Jahren sei zwar die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um 3,6 Prozent angestiegen, aber längst nicht alle davon könnten von ihrem Lohn ein Leben oberhalb der Armutsgrenze führen. Das teilt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Rottweil mit.

 

Auch die Leiharbeiter zählen zu den prekär Beschäftigten. Ihre Zahl stieg in den vergangenen vier Jahren um 22 Prozent an, nämlich von 450 auf 1040 Menschen, das ergibt zwei Prozent aller Sozialversicherungspflichten Beschäftigten im Landkreis.

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Quelle: Schwarzwälder Bote online vom 12.12.2014

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  • MINIJOBS:

CSU will Minijob-Dokumentation aushebeln

 

Die große Koalition hat ein neues Streitthema: Die CSU stellt sich gegen die verschärften Dokumentationspflichten für Minijobs und kurzfristige Arbeitsverträge, die ab Januar gelten sollen. Der CSU-Parteitag in Nürnberg stimmte am Freitag einem Antrag der Mittelstands-Union zu, in dem die Aussetzung der neuen Vorschrift gefordert wird.

 

Der Anlass: Ab 1. Januar gilt das Mindestlohngesetz. Arbeitgeber müssen dann bei Minijobbern und bei kurzfristig Beschäftigten Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit dokumentieren und die Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre lang aufbewahren.

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Quelle: Focus online vom 12.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Sozialverbänden fehlt Geld für Mindestlohn

 

Die Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro je Stunde bringt Verbände und Vereine in Bedrängnis. Die gesetzlich vereinbarte Lohnuntergrenze stehe zwar nicht zur Diskussion und werde von den Sozialverbänden unterstützt. Die zusätzlichen Lohnkosten für angestellte Mitarbeiter seien von vielen Vereinen aber nur schwer aufzubringen, erklärte Manfred Rehmer, Chef des Behindertenverbandes Schwerin.

 

Bei den knappen Etats könne der Mindestlohn nur durch Einsparungen an anderer Stelle aufgebracht werden. Der Grund: Trotz steigender Kosten hätten Land und Kommunen ihre Zuschüsse in den vergangenen Jahren nicht erhöht. Dadurch bleibe den Verbänden immer weniger Spielraum.

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Quelle: NNN.de vom 12.12.2014

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  • MINIJOBS:

Ilse Aigner will Arbeitgeber von Minijob-Bürokratie entlasten

 

Der Anlass von Aigners Kritik: Ab 1. Januar gilt das Mindestlohngesetz. Arbeitgeber müssen künftig bei Minijobbern Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit dokumentieren und die Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre lang aufbewahren.

 

Zusätzliche Bürokratie sei bei Minijobs nicht praktikabel, kritisierte Aigner. "Die Bundesregierung muss hier Ausnahmen schaffen."

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Quelle: Augsburger Allgemeine online vom 12.12.2014

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  • LEIHARBEIT:

Mercedes Mitarbeiter legen Arbeit nieder

 

Im Bremer Mercedes-Werk standen in der Nacht größtenteils die Bänder still. Aus Protest, unter anderem gegen die Leiharbeit, legten hunderte Beschäftigte spontan die Arbeit nieder. Geplant war der Warnstreik nach Radio Bremen Information nicht.

 

Grund für die Proteste ist das geplante Spar- und Rationalisierungspaket der Werksleitung. Demnach plant die Chefetage laut Betriebsrat etwa 140 Jobs in der Logistik auszulagern. Die Beschäftigten befürchten, dass das nur der Anfang ist und künftig noch deutlich mehr Arbeit von anderen Firmen übernommen wird.

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Quelle: Radio Bremen online vom 12.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

Nicht nur zur Weihnachtszeit

 

Bei der Post gibt es Proteste gegen befristete Stellen. Mit der Saison habe das nichts zu tun, sagt ver.di. Die Beschäftigten sollen dauerhaft gefügig gemacht werden. Ein Gesetz könnte Befristungen erschweren.

 

Postbeschäftigte wehren sich derzeit gegen die »skandalöse Befristungspolitik« des Managements. Statt am Fließband Pakete abzufertigen, nehmen sie an Betriebsversammlungen oder Kundgebungen auf der Straße teil. Es soll ein »Warnschuss für die Arbeitgeber« sein, sagt ver.di. Bislang ruft die Gewerkschaft in einzelnen Paketzentren immer nur zu zeitlich begrenzten Arbeitsniederlegungen auf.

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Quelle: neues deutschland online vom 11.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

11/12/2014: In der Gebäudereinigung soll der Branchenmindestlohn Ost auf Niveau
    des gesetzlichen Mindestlohns angehoben werden

 

Ab 2015 gilt in Deutschland ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde (brutto). Dort, wo Branchenverträge repräsentativer Tarifpartner existieren, kann in einer Übergangszeit bis Ende 2016 davon nach unten abgewichen werden.

 

In der Gebäudereinigung in Ostdeutschland sollte für den Bereich Innen- & Unterhaltsreinigung (Lohngruppe 1) der Branchenmindestlohn ab 2015 von 7,96 auf nur 8,21 Euro angehoben werden. Zu wenig, befanden beide Tarifvertragsparteien, und einigten sich auf eine Anhebung auf allgemeines Mindestlohnniveau.

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  • MINDESTLÖHNE:

72 500 profitieren in MV vom Mindestlohn

 

Fast jeder Dritte der in Vollzeit beschäftigten Arbeitnehmer in MV wird ab Januar vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren. Nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord werden in MV mehr als 72 500 Vollzeitbeschäftigte dann mit dem Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro in der Stunde entlohnt. Derzeit müssten diese mit einem Bruttoverdienst oft von deutlich unter 1500 Euro pro Monat auskommen. Das wird künftig mehr.

 

„Von Vollzeitarbeit muss jeder in Deutschland leben können“, fordert DGB-Vorsitzender Uwe Polkaehn. Die Bruttolöhne in MV seien laut DGB bislang die niedrigsten in ganz Deutschland. „Das laute Wehklagen der Arbeitgeber zeigt deutlich, wie viele von ihnen in der Vergangenheit ihr Geschäft mit Lohndumping gemacht haben“, sagt Polkaehn auf Nachfrage unserer Zeitung.

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Quelle: NNN.de vom 11.12.2014

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

10/12/2014: Beschäftigte im Land Brandenburg arbeiten zunehmend in Teilzeit

 

Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg hat heute den Arbeitsmarktbericht 2013/14 vorgelegt. Aus ihm geht u.a. hervor, dass die atypische Beschäftigung 2013 mit einem Anteil von 38 Prozent das Niveau des Vorjahres erreichte.

 

Ganz leicht zulegen konnte dagegen die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das geringe Plus von 0,2 Prozent basiert aber allein auf einer  Zunahme der (oft unfreiwilligen) Teilzeitbeschäftigung.

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  • WERKVERTRÄGE:

Fleischindustrie beutet Osteuropäer in großem Stil aus

 

Nach Recherchen der ZEIT werden 80 Prozent der Schlacht- und Zerlegearbeiten von Werk- vertragsarbeitern erledigt. Ein Gewerkschafter spricht von moderner Sklaverei.

 

In der deutschen Fleischindustrie werden osteuropäische Arbeiter mit Werkverträgen in großem Stil ausgebeutet. Dies sei nicht auf Einzelfälle beschränkt, berichtet die DIE ZEIT. Schätzungen gingen von mindestens 40.000 Werkvertragsarbeitnehmern in der deutschen Fleischindustrie aus, die unter anderem bereits 80 Prozent der Schlacht- und Zerlegearbeit erledigten.

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Quelle: Zeit online vom 10.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Zukunft jeder fünften Thüringer Bäckerei ungewiss

 

Die Thüringer Bäckerinnung befürchtet im kommenden Jahr ein Bäckereiensterben. Landesinnungsmeister Lutz Koscielsky sagte MDR THÜRINGEN, dass etwa jeder fünfte Bäcker in Thüringen vor existenziellen Problemen stehe. Grund ist laut Koscielsky der Mindestlohn, der ab Anfang 2015 gilt. Er führe dazu, dass allen Beschäftigten höhere Löhne gezahlt werden müssten. Schließlich müsse die ausgebildete Verkäuferin mehr verdienen als die ungelernte Hilfskraft, ergänzte Koscielsky.

 

Nach Angaben des Landesinnungsverbands des Thüringer Bäckerhandwerks trifft der Mindestlohn die traditionellen Bäckereien deutlich stärker als die industriell produzierenden Bäckereiketten. Während die industriellen Bäcker etwa vier Prozent ihrer Kosten für Personal aufwenden müssten, seien es bei den traditionellen Bäckern etwa 40 Prozent, sagte die Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes, Manuela Lohse, dem MDR.

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Quelle: MDR Thüringen online vom 10.12.2014

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  • LEIHARBEIT:

Betriebsversammlung: VW stockt weiter auf

 

Dem VW-Werk Kassel in Baunatal geht es gut. Das ist das Fazit von Betriebsrat und Werkleitung bei der Betriebsversammlung am Dienstag vor 4500 Beschäftigten. Im Jahr 2015 werde es noch mehr Arbeit geben, sagte Betriebsratschef Carsten Bätzold im Gespräch mit der HNA.

 

Konkret steht fest: 76 Leiharbeiter werden im ersten Quartal 2015 auf feste Stellen übernommen. 750 Leiharbeitsverträge werden im nächsten Jahr verlängert. Insgesamt verzeichnet Volkswagen dann noch 1200 Frauen und Männer in Zeitarbeit am zweitgrößten deutschen Standort mit aktuell 16 600 Beschäftigten.

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Quelle: HNA online vom 09.12.2014

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  • GERINGVERDIENER:

09/12/2014: OECD ist um wachsende Einkommensungleichheit besorgt, nicht
     aber um das Schicksal der Betroffenen

 

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sorgt sich um die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in vielen OECD-Ländern. Doch nicht das Schicksal der Geringverdiener und Einkommensarmen treibt sie um. Vielmehr geht es ihr um die Auswirkungen wachsender Einkommensungleichheit auf die wirtschaftliche Entwicklung, denn ein neues OECD-Arbeitspapier zeigt hier einen negativen Zusammenhang auf.

 

Wie die Organisation zu den Ergebnissen der Studie mitteilt, sei die Kluft zwischen Arm und Reich heute in vielen OECD-Ländern so groß wie seit 30 Jahren nicht mehr. Heute würden die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung im OECD-Raum neuneinhalb Mal mehr Einkommen erzielen als die ärmsten zehn Prozent. Die wachsende Einkommensungleichheit habe einen merklich negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung.

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  • GERINGVERDIENER:

Ungleichheit - nur eine Wachstumsbremse?

 

Wachsende Einkommensungleichheit führt laut einer Studie der OECD nicht nur zu ungleichen Bildungschancen, sondern hemmt auch das Wachstum von Volkswirtschaften. Umverteilung könnte helfen - nicht nur dem Wachstum.

 

Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist heute die Kluft zwischen Arm und Reich in vielen OECD-Ländern so groß wie seit 30 Jahren nicht mehr. So hätte sich zum Beispiel in Deutschland hat sich der Abstand zwischen Arm und Reich seit Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts stark erhöht: So verdienten die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung damals fünf Mal so viel wie die ärmsten zehn Prozent. Heute läge das Verhältnis bereits bei 7:1.

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Quelle: neues deutschland online vom 09.12.2014

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  • MINIJOBS:

Über 27 000 Minijobber im EN-Kreis

 

Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es derzeit über 27 110 Minijobber. Die meisten, 63 Prozent, sind Frauen. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin, die sich auf Zahlen der Arbeitsagentur beruft.

 

Insgesamt sei die Anzahl der Minijobs in den vergangenen zehn Jahren im Ennepe-Ruhr-Kreis um 14 Prozent gestiegen, heißt es. Die Hotel- und Gaststättenbranche habe sich dabei immer stärker zum „Minijob-Markt“ entwickelt: Vom Koch bis zur Kellnerin haben derzeit rund 2510 Beschäftigte im Kreis einen Arbeitsplatz, bei dem sie lediglich bis zu 450 Euro pro Monat verdienen, so die NGG.

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Quelle: WAZ online vom 09.12.2014

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  • ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

DIE LINKE: Normalarbeitsverhältnis muss Ziel bleiben

 

Die wirtschaftliche Situation in Schwerin hat sich im Vergleich zu jener, die beispielsweise noch vor zehn Jahren die Regel war, mittlerweile wesentlich gebessert. (...) Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Schwerinerinnen und Schweriner dabei auch die Sicherheit einer Beschäftigung im Normalarbeitsverhältnis genießen. Für viele Schweriner ist unbefristete Beschäftigung in Vollzeit noch keine Realität, wie die Antwort auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion in der Stadtvertretung zeigt.

 

Von insgesamt 48 068 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiteten im März 2014 lediglich 34 513 in Vollzeit und 13 117 in Teilzeit, davon 10 627 Frauen. 7142 Beschäftigte übten eine geringfügige Beschäftigung aus, davon 1701 im Nebenjob. 5441 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt.

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Quelle: Schwerin-lokal.de vom 09.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn und seine Folgen (4): Mühlhäuser Geschäfte wollen Stunden und Zulagen
    reduzieren

 

Die Reaktion im Mühlhäuser Einzelhandel, was die Einführung des Mindestlohns ab 2015 angeht, ist recht unterschiedlich. Besonders betroffen sind offensichtlich kleine Familiengeschäfte.

 

Dabei zeichnen sich erhebliche Belastungen in den Geschäftsbereichen ab, wo Zulieferer ihrerseits die Preise mit der Begründung Mindestlohn anheben oder wo man an den Endpreisen nicht rütteln kann. Eine Stippvisite.

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Quelle: Thüringer Allgemeine online vom 09.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Neuland Mindestlohn: Nicht alle werden profitieren

 

Zum 1. Januar kommt der Mindestlohn. Das Mindestlohngesetz regelt, dass niemand mehr für seine Arbeit mit weniger als 8,50 Euro pro Stunde entlohnt werden darf. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass es eine flächendeckende Lohnuntergrenze geben wird. Doch Vorsicht: Er muss nicht unbedingt gleich bezahlt werden.

 

Dafür sorgt eine vom Gesetzgeber geschaffene zweistufige Übergangsfrist: Bis Ende 2016 darf der gezahlte Stundenlohn noch unter 8,50 Euro liegen, wenn entsprechende Tarifvereinbarungen getroffen wurden. Dies ist etwa in der Fleischindustrie, bei den Friseuren, im Gartenbau sowie der Land- und Forstwirtschaft der Fall.

(...)

Quelle: Rhein-Zeitung online vom 08.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Gefährdet der Mindestlohn Jobs für Behinderte?

 

Anja Klotke ist eine von insgesamt 13 behinderten Mitarbeitern des Freiberger Hotels „Regenbogenhaus“. Mehr als die Hälfte der Hotelangestellten gehören zur Gruppe jener Menschen, die es wegen der Schwere ihres Handicaps auf dem ersten Arbeitsmarkt sehr schwer haben. Das vor 13 Jahren vom Verein „Regenbogenhaus“ gegründete Hotel bietet ihnen einen festen Arbeitsplatz. Ist der nun wegen des Mindestlohngesetzes in Gefahr?

 

„Natürlich müssen wir reagieren und unsere Löhne anpassen“, erläutert Johannes Kretzer, Geschäftsführer des Hotels. „Wir tun das zunächst mit einer Arbeitszeitverkürzung. Kündigen wollen wir keinem.“ Der 20-köpfige Mitarbeiterstamm solle erhalten bleiben. Zwar werde auch der Lohnzuschuss vom Kommunalen Sozialverband erhöht. Allerdings könnten damit nicht alle zusätzlichen Aufwendungen gedeckt werden. Somit stehe sein Haus vor einer finanziellen Herausforderung. „Aber wir sind bereit, diese anzunehmen“, sagt Kretzer.

(...)

Quelle: Sächsische Zeitung online vom 08.12.2014

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  • AUFSTOCKER:

Trotz Mindestlohns bedürftig

 

Wann sie das letzte Mal in Urlaub war? „Da fragen Sie mich was“, sagt Martina ratlos. „Das war 2007“, fällt es ihr dann doch noch ein. Seitdem fehlt das Geld dafür.

 

Sie wird es sich auch im kommenden Jahr nicht leisten können. Obwohl ihr Lohn doch eigentlich erhöht wird – um 1,21 Euro pro Stunde. 7,29 Euro verdient sie ­bisher. Ab Januar steht Martina der Mindestlohn von 8,50 Euro zu. Doch auch dann wird das ­erarbeitete Geld zum Leben nicht reichen. Martina ist eine so genannte Aufstockerin, bezieht ergänzend zum Lohn noch Hartz-IV-Leistungen.

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Quelle: WAZ online vom 08.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

Dreistündige Betriebsversammlung der Post: Paketzentren lahmgelegt

 

Mit Betriebsversammlungen in den Paketzentren haben am Freitagabend die Gewerkschaft Verdi und Betriebsräte gegen die aus ihrer Sicht zu hohe Zahl befristeter Jobs bei der Deutschen Post protestiert. Durch die Aktion sollte die Paketabfertigung über Stunden hinweg lahmgelegt werden. Geplant waren Versammlungen in 31 der 33 Paketzentren.

 

Der Landesbereichsleiter für Postdienste bei Verdi Bayern, Anton Hirtreiter, äußerte sich zufrieden über eine Betriebsversammlung im Paketzentrum Nürnberg/Feucht. Nach seinen Schätzungen nahmen rund 95 Prozent der Schichtmitarbeiter teil, darunter zahlreiche befristet Angestellte. Die Aktion sei ein "Warnschuss für die Arbeitgeber", sagte er der dpa.

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Quelle: Focus online vom 06.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

Nahles will Job-Befristungen eindämmen

 

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will gegen bestimmte befristete Arbeitsverhältnisse vorgehen. Sachgrundlose Befristungen sollten gekippt werden, sagte die Ministerin am zweiten Tag des Jusos-Bundeskongresses in Bielefeld.

 

Das entspricht Forderungen der SPD-Nachwuchsorganisation. "Sachgrundlose Befristungen gehören abgeschafft, auch wenn wir das nicht im Koalitionsvertrag festschreiben konnten", sagte Nahles vor 300 Delegierten. Die Regelung ist von Rot-Grün als Teil der Agenda 2010 zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes eingeführt worden und ermöglicht wiederholt zeitlich befristete Arbeitsverträge.

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Quelle: dpa via WEB.de vom 06.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Gewerbeaufsicht soll Mindestlohn-Verstöße aufdecken

 

Die Einhaltung des ab Januar geltenden gesetzlichen Mindestlohns sollte nach Ansicht der Linksparteispitze für eine Übergangszeit auch von der Gewerbeaufsicht übernommen werden. Das fordern die Vorsitzenden der Partei, Bernd Riexinger und Katja Kipping, in einem Diskussionspapier.

 

„Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Maßnahmen reichen nicht aus“, heißt es in dem Papier, das dem Handelsblatt (Online-Ausgabe) vorliegt. „Wir wollen deshalb für eine Übergangszeit auch die Gewerbeaufsicht in die Pflicht nehmen, um die Kontrolldichte ohne signifikante Mehrkosten zu erhöhen.“

(...)

Quelle: Handelsblatt online vom 06.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Gewerkschaften beklagen geringe Zahl der Kontrolleure

 

Illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit: Wenn die Mitarbeiter des Zolls bislang zum Außendienst ausrückten, waren sie vor allem der Schattenwirtschaft auf der Spur. Zum 1. Januar 2015 gibt es eine weitere Aufgabe: Ab dann wachen sie auch über die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns, der flächendeckend zum Jahreswechsel eingeführt wird.

 

Rund 10 000 Kontrolleure seien nötig, um die Umgehung von Mindestlöhnen aufzudecken, heißt es bei der IG Bau. Bei den deutschen Zollbehörden stehen laut Bundesfinanzministerium derzeit rund 6500 Mitarbeiter zur Verfügung, um gegen Schwarzarbeit vorzugehen und die Einhaltung der bereits existierenden Mindestlöhne in den einzelnen Branchen zu überprüfen. 2015 soll das Personal in diesem Bereich um 1600 Stellen aufgestockt werden. Reichlich spät, findet Verdi-Sprecher Schmitz.

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Quelle: Der Tagesspiegel online vom 06.12.2014

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  • MINIJOBS:

Die Putzfrau wischt für Mindestlohn

 

"Haushalte im Visier bewaffneter Zöllner", schreckt Ex-Wirtschaftswoche-Chefredakteur Roland Tichy auf seiner Internetseite alle auf, die in ihrem Haushalt eine Putzfrau beschäftigen: Ihnen drohten "eine Kontrolle der Zollfahndung, Hausdurchsuchung und saftige Strafen bis zu 30 000 EUR", wenn sie keine Aufzeichnungen über Beginn, Ende und Dauer der Arbeit ihrer Haushaltshilfe machen.

 

Das klingt dramatisch. Doch das Bundesarbeitsministerium gibt Entwarnung: Zwar ist eine Zeiterfassung grundsätzlich für alle Minijobs vorgeschrieben Aber Privathaushalte sind davon laut Gesetz ausdrücklich ausgenommen. Nur haben das die Juristen so kompliziert formuliert, dass es sich für Laien nicht auf Anhieb erschließt.

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Quelle: Südwest Presse online vom 05.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

Hamburger kämpfen gegen befristete Jobs

 

Für Jochen Meyer ist das Jahr am 30. Oktober zu Ende. Dann läuft sein Arbeitsvertrag aus. Der 49-Jährige ist im Bereich Passagierabfertigung am Hamburger Flughafen tätig. Zweimal wurde sein Beschäftigungsverhältnis bei einem Dienstleistungsunternehmen inzwischen verlängert, einmal für ein halbes und vor einigen Wochen noch mal für ein Jahr. Ob er im nächsten Jahr noch einen Job hat, wird er erst kurz vor Vertragende erfahren. Mit erheblichen Auswirkungen auf sein Leben.

 

So wie ihm geht es immer mehr Hamburgern. Im vergangenen Jahr ist die Zahl befristeter Beschäftigungsverhältnisse in der Hansestadt nochmals gestiegen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat die neuesten Ergebnisse des Mikrozensus ausgewertet, der jährlich vom Statistikamt Nord erhoben wird. Danach arbeitete 2013 bereits jeder achte Hamburger in einem befristeten Vertrag, die Auszubildenden nicht eingeschlossen. 2012 war es noch jeder zehnte.

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Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 05.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Folgen des Mindestlohns erst nach Jahren klar

 

Vom 1. Januar 2015 an hat nahezu jeder Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf einen Stundenlohn von mindestens 8,50 Euro. Das Prestigeprojekt der großen Koalition ist ein Experiment mit offenem Ausgang. Seit Monaten überbieten sich Forscher mit Prognosen. Einige erwarten keine negativen Effekte, andere mehr als eine Million zusätzliche Arbeitslose.

 

Doch belastbare Aussagen über die Auswirkungen werden offenbar frühestens nach weit mehr als einem Jahr vorliegen, zeigt eine Umfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unter führenden deutschen Arbeitsmarktforschern.

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Quelle: FAZ.net vom 05.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

Post will bei Neueinstellungen auf Kostenbremse treten

 

Bei der Deutschen Post ist ein offener Streit um befristete Einstellungen entbrannt. Die Zahl der von Verdi heftig kritisierten befristeten Beschäftigungsverhältnisse werde sich nur dann senken lassen, wenn bei Neueinstellungen eine "marktgerechte Bezahlung" durchgesetzt werde, erklärte der für das Brief- und Paketgeschäft zuständige Vorstand Jürgen Gerdes am Donnerstag.

 

Auf den Konzern könnten 2015 heftige Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft zukommen. Im nächsten Jahr stehen Tarifverhandlungen für 131.000 Beschäftigte in Deutschland an. Zudem läuft der zuletzt 2011 bis Ende 2015 verlängerte Beschäftigungspakt aus, der betriebsbedingte Kündigungen verhindert.

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Quelle: Reuters Deutschland online vom 04.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

Streit um drohenden Paket-Stau am Nikolaustag spitzt sich zu

 

Mit den bundesweit stattfindenden Betriebsversammlungen soll am Freitag die Paketabfertigung der Post über Stunden hinweg weitgehend lahmgelegt werden. In der Folge rechnet die Gewerkschaft ab dem Nikolaustag mit erheblichen Beeinträchtigungen bei der Paketzustellung. (...) Angesichts eines drohenden Paket-Staus am Nikolaustag kündigte die Deutsche Post am Donnerstag an, die Auswirkungen für die Kunden möglichst gering halten zu wollen.

 

Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis hatte zuvor die Personalpolitik der Deutschen Post scharf kritisiert. Der Beschäftigungsaufbau erfolge im wachsenden Paketgeschäft «praktisch ausschließlich über befristete und damit prekäre Arbeitsverhältnisse», so Kocsis.

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Quelle: Die Welt online vom 04.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Firmen planen Preiserhöhungen und Personalabbau

 

Etwas mehr als die Hälfte der von der Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns betroffenen Firmen will mit Preiserhöhungen, Personalabbau oder anderen Maßnahmen reagieren. Das teilte das Ifo-Institut in München am Donnerstag unter Berufung auf eine eigene Umfrage unter mehr als 6300 Unternehmen verschiedener Branchen mit. Demnach planen 57 Prozent der Firmen solche Schritte. 43 Prozent sehen keinen Grund für Änderungen.

 

Die Art der bevorzugten Reaktion unterscheidet sich laut Ifo je nach Wirtschaftsbereich. Dienstleister vor allem im Gastgewerbe wollen demnach bevorzugt mit steigenden Preisen reagieren (31 Prozent), während im Einzelhandel vor allem Personalabbau (29 Prozent) sowie reduzierte Arbeitszeiten für Mitarbeiter (33 Prozent) favorisiert werden.

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Quelle: Handelsblatt online vom 04.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Linke kritisiert Mindestlohn-Ausnahmen per Amtsbescheinigung

 

Mehr als eine Million Langzeitarbeitslose könnten ab kommendem Jahr quasi per amtlicher Bescheinigung vom Mindestlohn ausgenommen werden. Das sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion der Linken, Sabine Zimmermann, der Deutschen Presse-Agentur unter Berufung auf Angaben des Bundessozialministeriums.

 

Zimmermann kritisierte: "Es ist mehr als zynisch, Menschen eine amtliche Bescheinigung auszustellen, dass sie vom Mindestlohn ausgenommen sind und ihren Datenschutz auszuhebeln." (...) "Viele Erwerbslose befinden sein in einer Zwangslage." Von einem freiwilligen Einverständnis zur Datenübermittlung an Arbeitgeber zu sprechen, sei deshalb unrealistisch.

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Quelle: Zeit online vom 04.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Studie: Mindestlohn trifft Hessen wenig

 

Die Einführung des Mindestlohns gefährdet in Hessen weitaus weniger Arbeitsplätze als in den neuen Bundesländern. Eine Studie von zwei Wissenschaftlern aus Berlin und Magdeburg, die am Mittwoch von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft vorgestellt wurde, kommt zwar zum Ergebnis, dass in ganz Deutschland 570.000 Stellen bedroht sind. Doch während der Beschäftigungsabbau in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 4,4 Prozent betragen könnte, würde er mit einem Minus von maximal 1,3 Prozent in Hessen deutlich geringer ausfallen.

 

In der Studie wird angenommen, dass höhere Löhne nicht in jedem Fall dazu führen, dass die dadurch entstehenden Kosten entweder vom Unternehmer übernommen oder auf dessen Kundschaft abgewälzt werden.

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Quelle: FAZ.net vom 04.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

An Nikolaus werden kaum Pakete ausgeliefert

 

Angesichts einer Welle von Betriebsversammlungen in bundesweit nahezu allen Post-Paketzentren rechnet die Gewerkschaft Ver.di mit "erheblichen Beeinträchtigungen" für die Paketzustellung am bevorstehenden Nikolaustag. Hintergrund seien entsprechende Veranstaltungen, die am Freitagabend in mindestens 31 von bundesweit 33 Paketzentren geplant seien, berichtete ein Ver.di-Sprecher am Mittwoch.

 

Bei den Betriebsversammlungen wollen die Post-Beschäftigten gegen die aus ihrer Sicht zu hohe Zahl von befristeten Arbeitsverträgen protestieren. Nach Angaben der Gewerkschaft sind von bundesweit 131.000 Beschäftigten im Brief- und Paketbereich rund 24.000 Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen eingestellt.

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Quelle: Die Welt online vom 03.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Simulation: Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze in Ostdeutschland

 

Zwischen 250.000 und 570.000 Arbeitsplätze werden nach neuen Berechnungen durch den gesetzlichen Mindestlohn ab 1. Januar 2015 in Deutschland wegfallen. Das zeigt zumindest eine aktuelle Simulationsstudie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

 

Im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung könnten demnach in Ostdeutschland bis zu elfmal mehr Stellen wegfallen als in Westdeutschland. Die höchsten Arbeitsplatzverluste zeichnen sich den Forschern zufolge in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und in Sachsen-Anhalt ab, mit Beschäftigungseinbußen von zum Teil über vier Prozent.

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Quelle: Wirtschaftswoche online vom 03.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Voscherau wird Vorsitzender der Mindestlohnkommission

 

Der ehemalige Erste Bürgermeister von Hamburg und SPD-Politiker Henning Voscherau (73) wird der erste Vorsitzende der neuen Mindestlohnkommission. Darauf haben sich nach Informationen von SPIEGEL ONLINE der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) geeinigt.

 

Der Kommission werden neben Voscherau jeweils drei Vertreter von Gewerkschafts- und Arbeitgeberseite und auch zwei Wissenschaftler ohne Stimmrecht angehören.

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Quelle: Spiegel online vom 03.12.2014

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  • GERINGVERDIENER:

Lebenseinkommen im Generationenvergleich: Ungleichheit hat sich verdoppelt

 

Es wird immer ungerechter am Arbeitsmarkt. Erstmals hat eine Studie des Berliner Wirtschaftsforschungsinstituts DIW die Lebenseinkommen von Arbeitnehmern in unterschiedlichen Generationen untersucht. Das Ergebnis: Die Ungleichheit hat sich verdoppelt, wenn man Arbeitnehmer, die im Jahr 1935 geboren sind, mit Arbeitnehmern des Jahrgangs 1970 vergleicht.

 

Besonders hart trifft es die Bezieher niedriger Einkommen: Sie verdienen seit den 1950er-Jahren immer weniger. Für die jüngeren Arbeitnehmer sinken die Löhne und Gehälter sogar unter das Niveau der 1940 Geborenen. In anderen Worten: Wer früher geboren ist, hat im Lauf des Lebens mehr verdient.

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Quelle: Süddeutsche.de vom 03.12.2014

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  • BEFRISTUNG:

Postler protestieren erneut: Post wegen prekärer Arbeit in der Kritik

 

Erneut haben Mitarbeiter der Postniederlassung Göppingen gegen die hohe Zahl prekärer Arbeitsverhältnisse bei der Deutschen Post protestiert. Nach Angaben von Betriebsräten arbeiten im Einzugsbereich der Niederlassung derzeit rund 1100 Kollegen mit befristeten Verträgen, darunter sollen sich rund 500 Aushilfskräfte für das Weihnachtsgeschäft befinden.

 

Der Anlass für den Protest ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ein Verfahren, bei dem die Deutsche Post vor dem Arbeitsgericht eine sogenannte Zustimmungsersetzung erstreiten will. Damit könnte die Post die im Betriebsverfassungsgesetz vorgeschriebene Mitwirkung des Betriebsrats bei personellen Maßnahmen umgehen. Ins Rollen gekommen ist das Verfahren durch die Haltung des Betriebsrats, dem Arbeitgeber die Zustimmung zu versagen, weitere 26 Mitarbeiter erneut nur befristet einzustellen.

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Quelle: Stuttgarter Zeitung online vom 02.12.2014

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  • PREKÄRE BESCHÄFTIGUNG:

GEW kritisiert Goethe-Institut: Prekäre Sprachlehrer

 

80 Prozent der Sprachkurse am Goethe-Institut werden von prekär beschäftigten Honorarlehrkräften gehalten - das kritisiert die GEW. Dass gerade im Bildungsbereich besonders viele Lehrkräfte prekär beschäftigt sind, sei ein "Skandal".

 

An den Hochschulen klagen die Lehrbeauftragten schon lange über ihre unsicheren Arbeitsverhältnisse. Jetzt macht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf eine weitere Bildungs- und Kultureinrichtung aufmerksam, die aus Sicht der Gewerkschaft hochqualifizierte Lehrkräfte prekär beschäftigt. Das Goethe-Institut verlasse sich bei seinen Kursen hierzulande zum großen Teil auf Honorarkräfte, die deutlich schlechter gestellt seien als Festangestellte.

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Quelle: Der Tagesspiegel online vom 02.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Bitte möglichst billig

 

Tausende Abschlussarbeiten in Deutschland sind in Gefahr, weil große Konzerne den Bacheloranden und Masteranden den Mindestlohn lieber verweigern würden. Für die Betroffenen bedeutet das viel verlorenes Geld und viel verlorene Zeit.

 

Bislang wurden Bacheloranden und Masteranden, die drei bis fünf Monate in Unternehmen ihre Abschlussarbeiten schreiben und vorher dort ein Praktikum absolviert haben, wie Praktikanten bezahlt – also in der Regel nicht mit dem Mindestlohn. Ab dem 1. Januar 2015 steht diesen Praktikanten der Mindestlohn zu.

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Quelle: jetzt.sueddeutsche.de vom 02.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn: Die Tricks der Arbeitgeber

 

Ab Januar gilt der Mindestlohn, eigentlich. Doch wenige Wochen vor dem Start ist unter Arbeitgebern ein Wettstreit ausgebrochen: Wer umgeht das Gesetz am cleversten?

 

Sicher: Die große Mehrheit hält sich an die Gesetze. "Aber Arbeitgeber haben vielfältige Möglichkeiten, den Mindestlohn zu umgehen", warnt Claudia Weinkopf vom Institut Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen. Wie das funktioniert? Es gibt diverse Arten, den Staat um Steuern und Sozialabgaben zu betrügen. Eine kleine Auswahl aus dem Giftschrank mancher Arbeitgeber:

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Quelle: Zeit online vom 01.12.2014

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  • MINDESTLÖHNE:

Zoll will Einhaltung des Mindestlohns ab erstem Tag prüfen

 

Der Zoll wird die Einhaltung des ab 1. Januar geltenden gesetzlichen Mindestlohns genauestens überprüfen. "Die Prüfungen werden ohne Verzögerungen beginnen", sagte der zuständige Abteilungsleiter der Bundesfinanzdirektion West, Tino Igelmann, der «Bild»-Zeitung.

 

Ab dem 1. Januar werde es Überprüfungen in allen Branchen geben, doch würden auch Schwerpunkte gesetzt. Zu diesen zählt unter anderen das Hotel- und Gaststättengewerbe.

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Quelle: Westfälische Nachrichten online vom 01.12.2014

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  • MINIJOBS:

Sozialminister wollen Minijobs einschränken

 

Die Arbeits- und Sozialminister der Länder haben die Bundesregierung aufgefordert, Vorschläge für eine Reform der umstrittenen Minijobs vorzulegen. Dort, wo 450-Euro-Jobs reguläre Beschäftigung verhinderten, sollten sie komplett „beseitigt“ werden, heißt es in dem Antrag aus Niedersachsen.

 

Diesem hatten 14 von 16 Sozialministern zugestimmt. Als dauerhaftes oder alleiniges Beschäftigungsinstrument seien sie ungeeignet. Nur wenn es tatsächlich um einen zeitlich begrenzten Zuverdienst gehe, sei dies Beschäftigungsangebot wünschenswert, heißt es weiter. Dies beträfe Schüler, Studenten und Rentner.

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Quelle: Hannoversche Allgemeine online vom 01.12.2014