ARCHIV - AUGUST 2014


  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn für Gerüstbauer erhöht

 

Ab 1. September gilt für Gerüstbauer bundesweit ein Mindestlohn von 10,25 Euro. Erfasst werden auch Betriebe und Beschäftigte, die nicht tariflich gebunden sind. Denn die Tarifvertragsparteien lassen den Mindestlohn für Gerüstbauer zum zweiten Mal in Folge für allgemeinverbindlich erklären.

 

Der neue Tarifvertrag im Gerüstbauerhandwerk gilt seit dem 12. Februar 2014 für etwa 21.000 Beschäftigte. Die Tarifparteien hatten beantragt, die vereinbarten Mindestlöhne für alle Arbeitgeber der Branche für allgemeinverbindlich zu erklären.

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Quelle: Pressemitteilung der Bundesregierung vom 27.08.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Bäcker: Verhandlung über Mindestlohn gescheitert

 

Das Bäckerhandwerk und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) konnten sich nicht über einen flächendeckenden Mindestlohn einigen. Bäcker in strukturschwachen Regionen hätte die Vereinbarung Zeit gebracht.

 

Es wurde hart verhandelt doch am Ende konnten sich die Tarifgemeinschaft der Landesinnungsverbände des Deutschen Bäckerhandwerks und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nicht auf den Abschluss eines bundesweiten Mindestlohntarifvertrages für die Beschäftigten des Bäckerhandwerks einigen.

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Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung online vom 27.08.2014



  • LEIHARBEIT:

Es gibt immer weniger Leiharbeiter

Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine aktuelle Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervorgeht, ist die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland bereits im dritten Jahr in Folge rückläufig. Ende 2013 zählte die Bundesagentur für Arbeit 814.580 Leiharbeitnehmer, 822.379 waren es im Jahr zuvor und Ende 2011 sogar noch 871.726. Hintergrund ist offenbar der Fachkräftemangel, der die Branche unter Druck setzt.

 

Die Gewerkschaften werden es sicher gerne hören: Die robuste Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sorgt offenbar dafür, dass der Markt für Leiharbeiter schrumpft. Zeitarbeitsfirmen können auf immer weniger Personal zurückgreifen, das sie auf dem Wege der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung Unternehmen zur Verfügung stellen, ohne dass diese reguläre Stellen schaffen müssen. Allerdings vollzieht sich die Entwicklung nur langsam.

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Quelle: derwesten.de vom 27.08.2014



  • MINIJOBS:

Zahl der geringfügig Beschäftigten gestiegen

In deutschen Haushalten gibt es einem Zeitungsbericht zufolge deutlich mehr legale Beschäftigungsverhältnisse als noch vor einigen Jahren. Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse sei von 119.000 im Jahr 2005 auf knapp 320.000 im Juni 2014 gestiegen, berichtete die „Rheinische Post“ am Dienstag unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion.

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Quelle: Handelsblatt online vom 26.08.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Bäcker verhandeln über Branchen-Mindestlohn

Für Branchen, die noch in diesem Jahr eine eigene Lohnuntergrenze beschließen, gilt der gesetzliche Mindestlohn erst ab 2017. Das Bäckerhandwerk ist nach Informationen der Deutschen Handwerks Zeitung in Verhandlung getreten. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und eine Tarifgemeinschaft der Landesinnungsverbände des Bäckerhandwerks haben Gespräche über einen Mindestlohntarifvertrag für das Bäckerhandwerk aufgenommen.

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Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung online vom 26.08.2014



  • LEIHARBEIT:

IG Metall stellt Umfrage zu Leiharbeit und Werkverträgen vor

Wie steht es mit der Leiharbeit und Werkverträgen in der deutschen Luftfahrtbranche? Dies wollte jetzt die IG Metall wissen, und ist mit ihrer Umfrage unter Betriebsräten zu interessanten Zahlen gekommen.

 

Etwa jeder achte Mitarbeiter in der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie ist ein Leiharbeiter. Bundesweit beträgt der Branchendurchschnitt nach den jüngsten Zahlen der IG Metall Küste derzeit 12,6 Prozent. Deutlich höher liegt die Quote in Norddeutschland. Hier wird der Anteil an Leiharbeitern mit 18 Prozent angegeben.

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Quelle: Airliners.de vom 25.08.2014



  • LEIHARBEIT:

Leiharbeit auf konstantem Niveau

Die Leiharbeitsbranche bleibt im Saarland Arbeitgeber für rund 10.500 Menschen. Sank die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor während der Krisenjahre 2008 und 2009, hat sie Ende 2013 wieder das Niveau der Vorjahre erreicht.

 

Insgesamt entfallen rund drei Prozent der etwa 363.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse im Saarland auf die Leiharbeit. Deutlich höher ist der Anteil der Leiharbeit bei Neueinstellungen. Knapp 40 Prozent der Veträge entfallen auf die Leiharbeitsbranchen.

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Quelle: SR online.de vom 25.08.2014



  • BEFRISTUNG:

Grüne: Abbau befristeter Arbeitsverhältnisse würde entlasten

Die Grünen fordern durch eine Reduzierung befristeter Arbeitsverhältnisse den psychischen Druck auf Arbeitnehmer zu verringern. "Es ist richtig, der zunehmenden Entgrenzung der Arbeitszeit einen Riegel vorzuschieben", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katja Dörner, mit Blick auf die Debatte um ein "Recht auf Feierabend". "Ein erster Baustein sollte die Abschaffung sachgrundloser Befristungen und die Eingrenzung der Befristungsmöglichkeiten allgemein sein."

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Quelle: Berliner Umschau online vom 25.08.2014



  • LEIHARBEIT:

Zeitarbeitsbranche hat noch immer ein Imageproblem

Zuletzt war die Zahl der Zeitarbeitsverträge rückläufig – doch viele Unternehmen schätzen weiter das flexible HR-Instrument. Die Branche hat aber nach wie vor ein schlechtes Image, zeigt eine Studie: Das Wissen über Zeitarbeit ist gering; die Bezahlung wird zu negativ eingeschätzt.

 

Eine deutliche Mehrheit von 82,7 Prozent der Arbeitnehmer und Arbeitssuchenden glaubt, die Tariflöhne der Zeitarbeitsbranche lägen weit unter 8,50 Euro und müssten deutlich angehoben werden, um den Mindestlohn von 8,50 im Jahr 2016 zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Arbeitsmarkt 2014 – Perspektive der Arbeitnehmer", die von dem Zeitarbeitsunternehmen Orizon in Auftrag gegeben wurde.

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Quelle: Haufe.de vom 25.08.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Taxifirmen wollen Mindestlohn aufschieben

Die deutschen Taxiunternehmer wollen noch verhindern, dass sie schon ab Januar 2015 den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde bezahlen müssen. Der Deutsche Taxi– und Mietwagenverband verhandelt deshalb im September mit der Gewerkschaft Verdi über einen eigenen Mindestlohn–Tarifvertrag, wie beide Seiten dem Nachrichtenmagazin FOCUS bestätigten. Die Taxifirmen wollen erreichen, dass der Stundenlohn der Fahrer schrittweise steigt, so dass die 8,50 Euro erst 2017 gelten.

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Quelle: FOCUS online vom 25.08.2014



  • LEIHARBEIT:

22/08/2014: Re-Regulierung der Leiharbeit wird wirkungslos verpuffen

Bei der weitgehend von gesetzlichen Beschränkungen befreiten Leiharbeit will die Große Koalition zurückrudern und ein paar Re-Regulierungen vornehmen. Die geplante Reform des Arbeitnehmerüberlassungsrechts sieht zum Einen eine Begrenzung der Überlassungshöchstdauer vor. Der maximale Zeitraum, den ein Unternehmen einen Leiharbeiter einsetzen darf, soll von bisher 24 auf 18 Monate verkürzt werden. Zum Anderen soll die Entlohnung neu geregelt werden. Zukünftig sollen Leiharbeiter spätestens nach einer Überlassungsdauer von neun Monaten beim selben Entleiher die gleiche Entlohnung erhalten wie ein vergleichbarer Stamm-Mitarbeiter. Die Korrekturen könnten allerdings Kosmetik bleiben, weil kaum ein Leiharbeiter von ihnen profitieren wird.

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  • BEFRISTUNG:

Jeder zehnte Hamburger hat einen befristeten Arbeitsvertrag

Die Gewerkschaft Ver.di stellt die grundlose zeitliche Begrenzung von Jobs an den Pranger. In Hamburg liegt die Quote über dem Bundesschnitt. Vor allem junge Frauen sind besonders stark betroffen.

 

Vor allem für junge Arbeitnehmer ist es fast schon zur Normalität geworden: Bei Neueinstellungen erhalten 42 Prozent von ihnen nur einen befristeten Arbeitsvertrag – im Jahr 2001 waren es erst 32 Prozent. Besonders die jungen Frauen machen diese Erfahrung, bei ihnen liegt die Befristungsquote bei der Neueinstellung sogar bei 47 Prozent.

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Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 22.08.2014



  • LEIHARBEIT:

Zeitarbeit: Neues Gesetz bringt nur wenigen Leiharbeitern was

Die Reform des Zeitarbeiter-Gesetzes, das die Bundesregierung 2015 abschließen will, betrifft den Großteil der Leiharbeiter gar nicht. Demnach sollen die Leiharbeiter künftig nach neun Monaten genauso viel verdienen wie die Stammbelegschaft und höchstens 18 Monate verliehen werden dürfen. 2013 wurden aber 56 Prozent der Leiharbeitsverhältnisse nach weniger als drei Monaten schon wieder beendet. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Partei Die Linke hervor, die unserer Zeitung vorliegt. „Die geplanten Änderungen sind reine Augenwischerei“, sagte Klaus Ernst, Abgeordneter der Linken im Bundestag, „denn fast niemand wird davon profitieren.“

 

Quelle: Stuttgarter Nachrichten online vom 21.08.2014



  • LEIHARBEIT:

20/08/2014: Regionalstudie zur Entwicklung der Leiharbeit in NRW erschienen

Dem Bundestrend folgend hat sich Leiharbeit auch in Nordrhein-Westfalen zu einer festen Größe auf dem Arbeitsmarkt entwickelt. So ist die Zahl der Leiharbeiter von knapp 69.000 im Jahr 2003 auf rund 168.000 im Jahr 2013 angestiegen. Parallel dazu hat sich auch in NRW die Zahl der Verleihbetriebe erhöht.

 

In der Reihe IAB-Regional des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist jetzt eine Studie erschienen, die einen systematischen Überblick zur Entwicklung der Leiharbeitsbranche in Nordrhein-Westfalen für die Jahre 2003 bis 2013 geben will.

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  • MINDESTLÖHNE:

Fast alle Zeitungszusteller haben Anspruch auf den vollen Mindestlohn – Gewerkschaft fordert zu Betriebsratsgründungen auf

Die meisten der rund 300.000 Zeitungszustellerinnen und -zusteller in Deutschland haben Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde, der ab Januar 2015 gilt, stellt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fest. Denn die gesetzliche Mindestlohn-Ausnahme gilt nur für solche Zeitungsboten, die ausschließlich Zeitungen oder Anzeigenblätter in Briefkästen werfen. Da aber fast alle Zeitungszustellerinnen und –zusteller für die Verlagsunternehmen neben dem Hauptprodukt Zeitung auch Werbeprospekte und Briefe austragen, fallen sie nicht unter den reduzierten Mindestlohn von 6,37 Euro im Jahr 2015, sondern müssen den vollen Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde erhalten.

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Quelle: ver.di-Pressemitteilung vom 19.08.2014



  • WERKVERTRÄGE:

Etwa 2.600 Werkvertragskräfte bei Airbus

Die Luftfahrtindustrie dürfte ihre Rolle als Jobmotor im Norden in der nächsten Zeit nicht mehr in dem gewohnten Maß spielen. Jedenfalls gilt das für das dominierende Unternehmen der Branche: "In den nächsten Jahren werden wir darum kämpfen müssen, die Stammbelegschaft zu halten", erwartet Rüdiger Lütjen, der Konzernbetriebsratsvorsitzende der Airbus Group.

 

(...) gleichzeitig verändere sich die Struktur der Beschäftigung, die Firmen setzten weiter im großen Stil auf Leiharbeit und verstärkt auf Werkverträge. Während die Quote der Zeitarbeiter – in Norddeutschland sind es 5647 Personen im Vergleich zu 29.692 Festangestellten in den erfassten Betrieben – gegenüber dem vergangenen Jahr leicht auf 19 Prozent gesunken ist, prognostizieren rund 40 Prozent aller befragten Betriebsräte eine Zunahme der Werkverträge. Für den Norden schätzt die IG Metall die Quote der Werkvertragskräfte in der Luftfahrtindustrie auf bereits knapp 15 Prozent.

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Quelle: Die Welt online vom 19.08.2014



  • MINDESTLÖHNE:

18/08/2014: Wahlkampf-Gutachten: Mindestlohn bedroht bis zu 60.000 Jobs in Sachsen

Andreas Knabe, Ronnie Schöb und Marcel Thum, Forscher des Dresdener ifo-Instituts, sind bekannt für drastische Prognosen zur Beschäftigungswirkung von Mindestlöhnen. Zuletzt hatten sie im Frühjahr modellgerechnet, dass der kommende gesetzliche Mindestlohn bis zu 900.000 Arbeitsplätze in Deutschland gefährden könnte. Nun haben sie im Auftrag des FDP-geführten Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr eine Prognose zu den Beschäftigungswirkungen des Mindestlohns in Sachsen und seinen Kreisen und kreisfreien Städten erstellt. Laut einer Pressemeldung des Wirtschaftsministeriums könnten ihren Schätzungen zufolge je nach Berechnungsmodell 30.000 oder auch 60.000 Arbeitsplätze in Sachsen verloren gehen.

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  • BEFRISTUNG:

Familienministerin Schwesig: „Befristete Jobs wirken wie die Anti-Baby-Pille“

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat eine weitere Ursache für Deutschlands Kinderarmut entdeckt: befristete Arbeitsverträge. „Befristete Jobs wirken wie die Anti-Baby-Pille“, sagt sie in einem Interview mit dem Magazin Focus. Viele junge Paare erlebten massive Unsicherheit in der Arbeitswelt, zum Beispiel mit befristeten Verträgen - so diagnostiziert es Schwesig. „Da fehlt vielen die Planungssicherheit“, sagt sie. „Es ist bitter, wenn Paare, die Kinder wollen, erst einmal keine Perspektive sehen.“

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Quelle: FAZ.net vom 17.08.2014



  • BEFRISTUNG:

IG Bau will mehr Rechte für Reinigungskräfte

Die Gewerkschaft IG Bau will den Kündigungsschutz für Reinigungskräfte stärken – und so für gesicherte Jobperspektiven sorgen. Der Druck auf Gebäudereiniger nehme ständig zu. In der Gebäudereinigung sind befristete Arbeitsverträge laut IG-Bau-Chef Feiger ein grundlegendes Problem. Viele Beschäftigte seien nur für die Reinigung eines bestimmten Gebäudes befristet angestellt. "Die Arbeitnehmer tragen das volle Risiko, ob ihr Unternehmen den Vertrag für das Objekt verlängert bekommt oder nicht." Dies müsse gesetzlich verboten werden.

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Quelle: Die Welt online vom 15.08.2014



  • TEILZEIT:

Arbeiten auf Abruf

Agnes Rossmüller (Name geändert) kann vorher nie sagen, wie viel Geld sie am Ende des Monats verdient haben wird. Rossmüller arbeitet Teilzeit als Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft, laut Vertrag 13 Stunden pro Monat. "Der Rest darüber ist flexibel", sagt sie. In der Regel ist sie deutlich häufiger im Einsatz als die im Vertrag vereinbarte Stundenzahl. Im Juni waren es 68 Stunden im Monat, im Mai 46 und im April 38,5. Wie häufig sie im Laden steht und wie viel Geld sie verdient, hängt davon ab, wie groß der Bedarf ihres Arbeitgebers ist. Agnes Rossmüller hat sich auf einen Vertrag mit flexiblen Arbeitsstunden eingelassen.

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Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 14.08.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Wer hat recht – Bäcker oder Friseur?

Sachsens größter Bäcker geht auf Schrumpfkurs: Werner Raddatz hat angekündigt, mehr als 100 seiner 535 Beschäftigten zu entlassen. Wegen des Mindestlohns werde er einige seiner 95 Verkaufsstellen schließen.

 

Deutschlands größter Friseur geht in die Offensive: Michael Klier hat testweise in einigen Salons die Löhne erhöht, voriges Jahr zunächst auf 6,50 Euro. Zugleich erhöhte Klier die Preise fürs Haareschneiden (...). Klier warb bei den Kunden um Verständnis mit dem Schild „Faire Preise – faire Löhne“.

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Quelle: Sächsische Zeitung online vom 14.08.2014



  • WERKVERTRÄGE:

CDA Niedersachsen fordert Stärkung von Arbeitnehmerrechten bei Missbrauch von Werkverträgen

Dem zunehmenden Missbrauch von Werkverträgen soll nach dem Willen der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Niedersachsen durch eine Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches entgegengesteuert werden. Dr. Max Matthiesen MdL, Vorsitzender der CDA in Niedersachsen und zugleich sozialpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, wird deutlich: „Es geht so nicht weiter! Arbeitnehmerrechte werden ausgehöhlt, weil Unternehmen zunehmend nicht mehr Arbeitsverträge, sondern Werkverträge abschließen." Die Folgen für die Werktätigen seien gravierend: mangelnde soziale Absicherung, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, prekäre Lebensverhältnisse.

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Quelle: Hannoversche Zeitung online vom 14.08.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Politikerin für Mindestlohn für Prostituierte

In Deutschland arbeiten viele Menschen als Prostituierte. Das Statistische Bundesamt schätzt ihre Zahl auf 400.000, fünf Prozent davon sollen Männer sein, der überwiegende Teil Frauen. Eine Grünen-Politikerin schlägt angesichts dessen nun vor, einen Mindestlohn in dieser Branche einzuführen. „Im Verhältnis zu Kunden sollte geprüft werden, ob Mindestentgelte normiert werden können“, zitiert die „Bild“-Zeitung die Bremer Frauen-Senatorin Anja Stahmann dazu.

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Quelle: FAZ.net vom 12.08.2014



  • MINIJOBS:

6,9 Millionen: Immer weniger Mini-Jobber im Gewerbe

Die Zahl der gewerblichen Minijobs geht bundesweit leicht zurück - auf 6,9 Millionen. Das geht aus dem Quartalsbericht der Minijob-Zentrale der Knappschaft-Bahn-See (KBS) hervor, der unserer Zeitung vorab vorliegt. Rechnet man die Minijobber in Privathaushalten dazu, liegt die Zahl insgesamt bei 7,2 Millionen. Seit 2004 stieg die Zahl der Minijobber stetig an, im Februar 2012 waren es 7,45 Millionen.

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Quelle: Rhein Zeitung online vom 12.08.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Kontrolle mangelhaft

Der Mindestlohn kommt, aber wer kontrolliert ihn? Das Bundesarbeitsministerium erklärte sich Ende vergangener Woche gegenüber jW für nicht zuständig und verwies an das Finanzministerium. Dort ist im Zoll der Bereich »Finanzkontrolle Schwarzarbeit« angesiedelt. Die Dienststelle soll künftig mehr als vier Millionen zusätzliche Arbeitsverträge überwachen. Dafür sind 1.600 neue Jobs für Kontrolleure eingeplant, wie ein Sprecher des Finanzministeriums auf jW-Nachfrage bestätigte. Für die Gewerkschaften ist das viel zu wenig.

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Quelle: junge Welt online vom 12.08.2014



  • MINIJOBS:

Mindestlohn/Zeitungszusteller/Minijobs/Brandenburg: “Deine Chance” oder purer Zynismus?

In Brandenburg sind zwei Drittel aller Langzeiterwerbslosen von Armut gefährdet. (...) Wenn das keine “Manövriermasse” für Arbeitgeber ist, was dann? Und als ein wahrer Meister des Manövrierens hat sich jetzt die nach eigenen Angaben mit 646.270 Exemplaren “auflagenstärkste Wochenzeitung im Land Brandenburg” erwiesen.

 

Auf einem roten Stoppschild, das direkt oben auf der Titelseite, rechts neben dem Namen der Zeitung prangt, heißt es: “Deine Chance! 300 Minijobs zu vergeben! Mehr dazu auf Seite ??” (...) Endlich, da ist sie, meine Chance, werden sich viele unmittelbar gedacht haben. Und dann noch so vertraut: “Deine Chance!”

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Quelle: Wirtschaft und Gesellschaft vom 11.08.2014



  •  MINIJOBS:

Arbeitgeber fürchten den Wegfall der Minijobs

Nach der Einführung des Mindestlohns am 1. Januar 2015 könnten zahlreiche Minijobs verlorengehen. Davor warnen Arbeitgeber. Derzeit sind etwa 7,4 Millionen Arbeitnehmer in solchen Jobs geringfügig beschäftigt. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hält die Folgen des Mindestlohns von 8,50 Euro für Mini-Jobber für "kaum abzuschätzen". "Es ist möglich, dass die Zahl der Mini-Jobs sinkt, weil die Unternehmer den Betriebsfrieden schützen wollen", sagt Geschäftsführerin Sandra Warden. Sie kritisiert, dass Mini-Jobber 8,50 Euro netto erhalten, während er für regulär Beschäftigte brutto gilt.

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Quelle: RP Online vom 08.08.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Taxiunternehmer ringen mit Verdi um Tarifvertrag

Die Taxibranche wird äußerst hart von der Einführung des Mindestlohns im kommenden Jahr getroffen: "Die Lohnstrukturen sind zwar hierzulande sehr unterschiedlich, bundesweit gilt aber: Die 8,50 Euro werden bislang durchgängig unterschritten", sagt Thomas Grätz, Geschäftsführer des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes (BZP).

 

Der BZP will verhindern, dass es zu Massenentlassungen kommt, und hat sich deshalb durchgerungen, erstmals auf Bundesebene in Tarifverhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi einzutreten. "Wir stehen vor schwierigen Verhandlungen, denn wir müssen nun erst einmal klären, was die Unternehmer unter einer Stunde verstehen", sagte eine Verdi-Sprecherin.

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Quelle: RP Online vom 08.08.2014



  •  AUFSTOCKER:

Hartz IV für 736 Dormagener - trotz Job

Wenn das Geld trotz Arbeit nicht reicht, sind viele dennoch auf Unterstützung angewiesen und müssen beim Jobcenter einen Antrag auf Arbeitslosengeld II stellen. In Dormagen leben 736 Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, obwohl sie erwerbstätig sind und auch Sozialabgaben zahlen. Doch es reicht nicht, um damit den Lebensunterhalt zu zahlen. Sie müssen aufstocken.

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Quelle: NGZ Online vom 06.08.2014



  •  TEILZEIT:

Arbeitsrecht: Wie Chefs Teilzeit ausnutzen - und wie Sie sich wehren

Wer Teilzeit arbeitet, verdient zwar weniger, ist dafür aber flexibler. Das hat auch mancher Chef erkannt - und setzt seine Teilzeitkräfte spontan auf Abruf ein. Doch die müssen sich nicht alles gefallen lassen. So ist es rechtlich nicht in Ordnung, dass der Arbeitgeber Beschäftigte spontan für eine Schicht einteilt, sagt Arbeitsrechtler Hans-Georg Meier. Arbeitnehmer haben einen Anspruch darauf, mindestens vier Tage vor ihrem Einsatz davon zu wissen.

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Quelle: Spiegel Online vom 05.08.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Mindestlohn in NRW: Arbeitsminister kündigt Betriebsprüfungen an

NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) droht Schwarzen Schafen mit scharfen Kontrollen beim Mindestlohn. "Die Arbeitsschutzämter werden den Zoll massiv unterstützen, dass der gesetzliche Mindestlohn vom 1. Januar 2015 an eingehalten wird", sagte Schneider unserer Zeitung. Probleme befürchtet der Minister vor allem in Teilen der Dienstleistungsbranche, in der vielfach Lohndumping betrieben wird.

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Quelle: General-Anzeiger online vom 05.08.2014



  •  LEIHARBEIT:

05/08/2014: Leiharbeiter haben eine deutlich geringere Arbeits- und Lebenszufriedenheit

Leiharbeit zählt sicher nicht zu den attraktivsten Möglichkeiten, per Lohnarbeit seinen Lebensunterhalt zu sichern. So verdienen Leiharbeiter meist deutlich weniger. Hinzu kommen in der Regel kurze Einsatz- und Beschäftigungszeiten sowie ein hohes Risiko, arbeitslos zu werden. Zudem sind Leiharbeitsbeschäftigte vergleichsweise häufiger harter körperlicher Arbeit und ungünstigen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Kein Wunder also, dass der Studie einer Leiharbeitsfirma zufolge jeder zweite Leiharbeiter unzufrieden mit seinem Job ist.

 

Drei Wirtschaftswissenschaftler der RWTH Aachen haben die Zufriedenheit von Leiharbeitnehmern jetzt zum Thema einer empirischen Analyse von Daten des SozioÖkonomischen Panels (SOEP) gemacht, um Unterschiede in der Arbeits- und Lebenszufriedenheit zwischen Arbeitnehmern in Leiharbeit im Vergleich zu Normalbeschäftigten und zu arbeitslosen Personen aufzudecken.

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  • MINDESTLÖHNE:

Kontrolle des Mindestlohns wird den Zoll überfordern

Ab Januar 2015 gilt der gesetzliche Mindestlohn. Aber wer überprüft eigentlich, ob sich auch alle Arbeitgeber daran halten? Der Zoll hat jetzt eingeräumt, dass ihm für flächendeckende Kontrollen noch auf Jahre hinaus das Personal fehlt. Die NRW-Landesregierung verspricht Amtshilfe.

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Quelle: DerWesten.de vom 04.08.2014



  •  WERKVERTRÄGE:

Arbeitnehmerentsendung: Zahnlose Nachbesserung

Im April hat das EU-Parlament eine Richtlinie zur Durchsetzung der Entsenderichtlinie von 1996 verabschiedet, mit der Werkvertrags­nehmer und Leiharbeiter aus Mittel- und Osteuropa besser geschützt werden sollen. Doch Gewerkschafter warnen vor einer Mogelpackung.

 

Eigentlich hätte jetzt einiges besser werden können für die entsendeten Arbeiter auf Baustellen, in Schlachthöfen und Werften. Denn Mitte April hat das Europäische Parlament die neue sogenannte Durchsetzungsrichtlinie für die Entsenderichtlinie verabschiedet. Sie sollte Sozial- und Lohndumping in der EU verhindern. Doch das Gegenteil ist der Fall, befürchten Experten. „Die Richtlinie ist ein Kompromiss aus zu vielen Interessen und eher eine Bedrohung der jetzigen Situation von entsendeten Arbeitern als eine Verbesserung“, sagt Veronica Nilsson, Sekretärin beim Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB). Der IG-BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger spricht von einer Mogelpackung.

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Quelle: Magazin Mitbestimmung, Ausgabe 07+08/2014, S. 40-41.



  • BEFRISTUNG:

Statistisches Bundesamt: Weniger Arbeitnehmer haben einen befristeten Vertrag

Die Beschäftigung in Deutschland legt kräftig zu, doch die Zahl der sogenannten atypischen Arbeitsverhältnisse – darunter die befristete Beschäftigung – geht zurück. Das zeigen neue Daten des Statistischen Bundesamts für 2013, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegen. Im Jahresdurchschnitt waren diesen Angaben zufolge 2,61 Millionen Arbeitnehmer mit einem zeitlich befristeten Vertrag tätig, das waren 128.000 oder 4,7 Prozent weniger als noch 2012.

 

Grundlage der neuen Daten ist der jährliche Mikrozensus, eine breit angelegte Befragung von 60.000 Haushalten in ganz Deutschland. Bemerkenswert an den neuen Ergebnissen ist, dass fast alle Formen der atypischen Beschäftigung im Jahresvergleich abgenommen haben – während umgekehrt die Zahl der traditionellen Normalarbeitsverhältnisse kräftig gestiegen ist.

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Quelle: FAZ.net vom 04.08.2014



  •  WERKVERTRÄGE:

Südwestmetallchef: Werk-Verträge bleiben wie sie sind

Bei der Tarifeinigung in der Stahlindustrie wurden erstmals in einer Schlüsselbranche verbindliche Standards für Werkverträge vereinbart. Ein Vorbild für die Metallbranche ist das allerdings nicht, wie Südwestmetallchef Stefan Wolf betont. (...) Eine ähnliche Einigung werde es in der Metallbranche nicht geben, sagte Wolf. «Das halte ich für undenkbar. Das ist ein Thema, das wir nicht angehen werden.»

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Quelle: Reutlinger General-Anzeiger online vom 02.08.2014



  •  BEFRISTUNG:

Gerichtsurteil: Tausende Forscher können auf Entfristung hoffen

Tausende wissenschaftliche Mitarbeiter an Hochschulen können auf unbefristete Verträge hoffen, wenn sie im Rahmen eines Landesprojekts angestellt sind. Das Arbeitsgericht Gießen gab am Freitag einem Mitarbeiter recht, der an der örtlichen Universität über zehn Jahre insgesamt 16 befristete Verträge erhalten hatte. Die letzte Befristung sei ungültig, weil diese zu einem LOEWE-Projekt des Landes Hessen gehörte, entschied das Gericht.

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Quelle: FAZ.net vom 01.08.2014



  • MINDESTLÖHNE:

Ein Jahr Mindestlohn im Friseurhandwerk

6,50 Euro Stundenlohn sind nicht die Welt – und blieben dennoch bis zum vergangenen Jahr für viele Friseurangestellte unerreichbar. Zum 1. August 2013 hatten sich Handwerk und die Gewerkschaft ver.di auf eine bundesweite Lohnuntergrenze geeinigt, die gerade im weitgehend tariffreien Osten zum neuen Mindestlohn werden soll. Ein Jahr später sprechen die Tarifpartner vor der nächsten Stufe von einem Erfolg, auch weil sich die zusätzlichen Kosten über höhere Preise an die Kunden weitergeben ließen.

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Quelle: schwäbische.de vom 01.08.2014



  •  MINDESTLÖHNE:

01/08/2014: Höhere Mindestlöhne für Maler- und Lackierergesellen

Vom heutigen Tag an gelten für die Gesellen des Maler- und Lackiererhandwerks höhere Mindestlöhne. Für Ungelernte ändert sich zunächst nichts. Hier bleibt die Lohnuntergrenze noch bis Mai 2015 bei bundesweit 9,90 Euro pro Stunde (brutto).

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  • MINDESTLÖHNE:

01/08/2014: Gaaanz sanfter Einstieg der Fleischbranche in den Mindestlohn

Die Fleischbranche hat es geschafft, auf dem unvermeidlichen Weg in den allgemeinen Mindestlohn noch ein paar Einsparungen rauszuholen. Anfang Mai hatte das Parlament den Weg für den Mindestlohn in der Fleischbranche freigemacht. Nach Aufnahme ins Entsendegesetz und Allgemeingültigkeitserklärung ist heute ist die erste Stufe der Vereinbarung in Kraft getreten.

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