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Letzte Beiträge

 

17/08/2016: Betriebe haben mindestlohnbedingte Lohnkosten vielfältig kompensiert

 

Der gesetzliche Mindestlohn ist kein Jobkiller, soviel ist längst klar. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt das auch daran, dass die von der Mindestlohneinführung betroffenen Betriebe statt Personalabbau andere Wege gefunden haben, um gestiegene Lohnkosten zu kompensieren.  ->

 

02/08/2016: Die Aufstockerzahlen sind weiterhin leicht rückläufig

 

Seit 2011 ist die Zahl der Erwerbstätigen, die ihr zu geringes Gehalt mit Arbeitslosengeld II-Zahlungen aufstocken müssen, leicht rückläufig. Mit Einführung des Mindestlohns hat sich der Schrumpfungsprozess beschleunigt, ein Trend, der sich auch im ersten Quartal 2016 fortgesetzt hat. Gleichwohl bleibt der Einfluss der Lohnuntergrenze begrenzt.  ->

 

01/08/2016: Im Elektrohandwerk steigen die Mindestlöhne

 

Die seit Anfang 2016 bereits ausstehende Anhebung der Branchenmindestlöhne im Elektrohandwerk ist endlich vom Tisch. Ab heute gilt im Westen ein um 2,5 Prozent, im Osten ein um 5,4 Prozent höherer Mindestlohn. Auf eine bundeseinheitliche Lohnuntergrenze konnten sich die Tarifvertragsparteien aber erst für 2018 verständigen.  ->

 

Aktuelle Medienberichte

  • MINIJOBS:

Wenn ein Job nicht reicht

 

In Düsseldorf treten immer mehr Angestellte eine geringfügige Beschäftigung als Zweitstelle an. Die Mietkosten zwingen sie dazu, so der DGB.

 

Im Gespräch mit junge Welt erklärte Gewerkschaftssekretär Klaus Churt am Freitag, dass es sich um zwei gegenläufige Entwicklungen handle. So nehme die Zahl der geringfügigen Beschäftigungen (...) insgesamt ab. (...) Häufiger sei hingegen der Minijob als Zweitbeschäftigung anzutreffen. Das gelte nicht nur für Düsseldorf, so Churt.

 

Quelle: junge Welt online vom 22.08.2016

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  • MINDESTLÖHNE:

Arbeitgeber befürchten falsche Anreize durch Mindestlohn

 

Arbeitgeber im Land befürchten falsche Anreize für junge Menschen durch den Mindestlohn. «Der Mindestlohn ist ein Ausbildungsblockierer», sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger

 

Südwestmetall-Chef Stefan Wolf warnte: Für viele junge Menschen sei eine Beschäftigung mit Mindestlohn eine Konkurrenz zu einer Ausbildung. «Ich sehe jetzt schon die Tendenz dorthin.»

 

Quelle: Welt online vom 21.08.2016

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  • MINDESTLÖHNE:

Nicht alle Firmen zahlen Mindestlohn

 

Thüringens Logistikfirmen beklagen Lohndumping durch ausländische Speditionen. Vor allem osteuropäische Unternehmen vergüten ihren Fahrern weiterhin nicht den Mindestlohn von 8,50 Euro, sondern zwischen 1,50 und 4 Euro die Stunde.

 

«Dadurch können diese Unternehmen am Markt niedrigere Preise anbieten und gewinnen viele Aufträge.» Firmen aus Deutschland hätten dagegen große Probleme, die durch den Mindestlohn entstehenden Kosten auf die Kunden umzulegen.

 

Quelle: Welt online vom 20.08.2016

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  • WERKVERTRÄGE:

An Ausbeutung von Leiharbeitern hat sich nichts geändert

 

Der kommissarische Leiter des Offizialats Vechta, Prälat Peter Kossen, hat mit Blick auf die Kommunalwahlen die Ausbeutung von Werk- und Leiharbeitern kritisiert.

 

«Es hat sich nichts verändert», sagte er am Freitag zu den Arbeits- und Wohnbedingungen von Arbeitsmigranten, die als Schlachthofarbeiter oder Erntehelfer in Niedersachsen arbeiten. (...) Werkvertrags- und Leiharbeiter seien der Willkür und Gier krimineller Subunternehmer schutzlos ausgesetzt.

 

Quelle: Welt online vom 19.08.2016

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  • CROWDWORKING:

Interview zu Chancen und Risiken von Crowdworking

 

Wie funktioniert Crowdworking? Und für wen lohnt es sich? Im Interview erläutern Verena zu Dohna-Jaeger vom IG Metall-Vorstand und Dr. Nadine Müller vom ver.di Bundesvorstand, welche Risiken Crowdworking mit sich bringt und wie sich diese minimieren lassen.

 

Beim Crowdworking werden Arbeitsaufträge im Internet angeboten und teils vollständig über das Netz abgewickelt. Branchengrenzen gibt es bei dieser neuen Form des Arbeitens nicht. (...) Zu einiger Bekanntheit haben es die »Clickworker« gebracht.

 

Quelle: Bund-Verlag.de vom 18.08.2016

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  • BEFRISTUNG:

Elbkinder wegen befristeter Verträge in der Kritik

 

Die Stadt Hamburg als Arbeitgeber soll die Zahl der befristeten Arbeitsverträge reduzieren. (...) die Bürgerschaft hat dies vor gut einem Monat (...) beschlossen. Doch Hamburgs größter Kita-Betreiber, die Elbkinder, ignoriert das Vorhaben und stellt Erzieherinnen weiterhin befristet ein.

 

Das Brisante: Die Elbkinder sind ein städtisches Unternehmen. "Wir haben den Bürgerschafts­beschluss mit dem Arbeitgeber thematisiert. Der aber sieht sich nicht daran gebunden", sagt Elbkinder-Betriebsratsvorsitzende Marina Jachenholz.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 18.08.2016

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  • LEIHARBEIT:

Noch mehr Hungerlöhner

 

Ab 2017 wird es keinen Missbrauch bei Leiharbeit mehr geben. Das hat Andrea Nahles kürzlich vollmundig versprochen. Von wegen. Ihr Gesetzentwurf wird die Zahl der Niedrig- und Hungerlöhner weiter in die Höhe treiben.

 

Einige Zuarbeiter von Andrea Nahles schämen sich zwar für das Gesetzeswerk und die Lobhudelei ihrer Chefin. Doch laut will das keiner sagen. Die Botschaft ist klar: Ein Jahr vor der Wahl macht die Bundesregierung ihr Wahlkampf-Versprechen wahr.

 

Quelle: KontextWochenzeitung.de Nr. 281 vom 17.08.2016

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  • MINDESTLÖHNE:

Studie: Nur wenige Betriebe entlassen wegen Mindestlohns

 

Die Einführung des Mindestlohns hat nur in seltenen Fällen zu Entlassungen geführt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach gaben nur 4,7 Prozent der befragten Betriebe an, sich wegen des Mindestlohns von Mitarbeitern getrennt zu haben.

 

Zum Teil reagierten die Betriebe mit Preiserhöhungen auf die neue Vorschrift. Rund 18 Prozent gaben demnach an, dass sie ihre Waren oder Dienstleistungen teurer gemacht hätten.

 

Quelle: Spiegel online vom 17.08.2016

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  • MINDESTLÖHNE:

Staatsversagen bei der Mindestlohnkontrolle

 

Als Anfang 2015 der Mindestlohn eingeführt wurde, war von einem schlechten Witz die Rede, als das Hauptzollamt Osnabrück mit zwei zusätzlichen Beamten doppelt so viele Beschäftigungs-verhältnisse kontrollieren sollte. Heute sind es nicht zwei mehr, sondern 26 Beamte weniger.

 

Das ist nun kein schlechter Witz mehr, sondern ein Staatsversagen bei der Mindestlohnkontrolle. Was bringt die Einführung eines Gesetzes, wenn das Personal fehlt, um es zu kontrollieren?

 

Quelle: Neue OZ online vom 17.08.2016

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  • TEILZEITARBEIT:

Teilzeit-Beschäftigung: Worauf Arbeitnehmer Anspruch haben

 

8,25 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Teilzeit beschäftigt (...). Das Recht auf Teilzeit ist gesetzlich geregelt, einen Anspruch auf die Rückkehr in den Vollzeitjob gibt es bisher nicht.

 

Seit 2001 ist der Rechtsanspruch im Bedarfs- und Befristungsgesetz verankert – mit Einschränkungen: Der Arbeitgeber muss (...) mehr als 15 Angestellte haben, der Arbeitnehmer muss seit mindestens sechs Monaten dort beschäftigt sein.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 16.08.2016

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  • GERINGVERDIENER:

SPD schlägt Freibeträge für Sozialabgaben vor

 

Geringverdiener sollen nach dem Willen des SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel Freibeträge auf Sozialabgaben erhalten. (...) Das wäre "ein Instrument, das wirklich hilft", sagte er der "Rheinischen Post".

 

Haushalte mit niedrigen Einkommen seien nämlich überproportional stark von Sozialabgaben belastet. "Auch eine Reduzierung der Sozialabgaben für Familien mit Kindern wäre denkbar", sagte der SPD-Vize.

 

Quelle: Spiegel online vom 15.08.2016

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  • MINDESTLÖHNE:

Kein Beschäftigungseinbruch durch gesetzlichen Mindestlohn

 

Anders als von vielen Kritikern befürchtet hat der gesetzliche Mindestlohn die Beschäftigung in Berlin nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil: In Betrieben, die den Lohn anpassen mussten, wurde im vergangenen Jahr ein Beschäftigungszuwachs von fünf Prozent verzeichnet.

 

Das geht aus dem am Montag von Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD) vorgestellten Betriebspanel für das Jahr 2015 hervor. In ganz Berlin lag das Plus im Schnitt bei drei Prozent.

 

Quelle: Berliner Morgenpost online vom 15.08.2016

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  • TEILZEITARBEIT:

Apothekenleiter: Teilzeit erschwert Personalsuche

 

Apothekenleiter haben häufig Probleme, geeignetes Personal zu finden. Besonders bei Vollzeitkräften gestaltet sich die Suche oft schwierig (...). Grund für den Personalmangel ist die hohe Teilzeitquote unter Apothekenangestellten:

 

Weniger als die Hälfte von ihnen, etwa 40 Prozent, arbeitet in Vollzeit. Bei den einzelnen pharmazeutischen Berufsgruppen ist die Aufteilung ähnlich: Jeder sechste der angestellten Apotheker, PKA und PTA arbeitet der Umfrage zufolge in Teilzeit.

 

Quelle: Pharmazeutische Zeitung online vom 15.08.2016

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  • TEILZEITARBEIT:

Rückkehrrecht auf Vollzeit lässt auf sich warten

 

Um ihre Kinder zu betreuen, reduzieren sie ihre Arbeitszeit. (...) Doch wenn sich ihre Lebenssituation nach einigen Jahren ändert – und sie ihre Arbeitszeiten aufstocken wollen, stoßen sie häufig auf Widerstand ihrer Arbeitgeber.

 

Denn bislang gibt es noch kein Gesetz für ein Rückkehrrecht von Teil- auf Vollzeitstellen. Diese Gesetzeslücke wollten die Regierungsparteien (...) eigentlich noch in dieser Legislaturperiode schließen. Doch die Chancen stehen offenbar schlecht, dass dieses Vorhaben bald Realität wird.

 

Quelle: WAZ online vom 14.08.2016

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  • TEILZEITARBEIT:

"Frauen bekommen seltener Spitzenbewertungen"

 

Teilzeitbeschäftigte werden oft schlechter bewertet, sagt Cornelia Möhring von der Linkspartei. Trotz Quote stiegen Frauen daher seltener in Führungspositionen auf.

 

"Frauen bekommen seltener Spitzenbewertungen. Die sind aber Voraussetzung, um in eine Führungsposition aufzusteigen. Zudem werden Teilzeitkräfte regelmäßig schlechter beurteilt – und Frauen arbeiten öfter in Teilzeit."

 

Quelle: Zeit online vom 13.08.2016

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  • LEIHARBEIT:

Leiharbeit bei Globalfoundries wird Fall für den Richter

 

Dresdens größte Fabrik streicht Stellen, will aber gleichzeitig externe Mitarbeiter ins Werk holen. (...) Nun geht der Betriebsratsvorsitzende von Globalfoundries Dresden auch vor Gericht gegen die Personalpolitik der Mikrochip-Fabrik vor.

 

Adam wehrt sich dagegen, dass der Betrieb Hunderte Arbeitsplätze streicht, alle Leiharbeiter verabschiedet hat – aber nun trotz Abbaus doch wieder Leiharbeiter ins Werk holt.

 

Quelle: Sächsische Zeitung online vom 12.08.2016

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  • BEFRISTUNG:

Jeden Sommer wieder: arbeitslos

 

Während die meisten Schüler und Lehrer in den großen Ferien für das neue Schuljahr Kraft tanken können, haben bundesweit viele Tausend Lehrkräfte mit befristeten Arbeitsverträgen in diesen Sommerwochen ganz andere Sorgen.

 

Wie schon in den Vorjahren müssen sich viele der als Vertretungskräfte eingesetzten Pädagogen in diesen Wochen arbeitslos melden, weil ihr befristeter Arbeitsvertrag mit dem Ende des Schuljahres ausgelaufen ist. Die meisten sind jüngere Lehrkräfte bis zu 35 Jahren.

 

Quelle: neues deutschland online vom 10.08.2016

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  • CROWDWORKING:

Crowdworking: Freiheit mit kreativer Konkurrenz

 

Firmen ziehen sich aus ihrer Verantwortung zurück, lagern Arbeit an Selbstständige aus, die in der Crowd ums Überleben kämpfen. "Die soziale Absicherung wird einseitig von den Crowdworkern bestritten", kritisiert Nadine Müller von der Gewerkschaft Verdi.

 

"Wenn sich jemand freiwillig für die Selbstständigkeit entscheidet, ist das eine Sache", sagt Müller. "Doch wenn Menschen dazu getrieben werden, weil Unternehmen Kosten sparen wollen, ist das ein Problem."

 

Quelle: Zeit online vom 10.08.2016

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  • GERINGVERDIENER:

Das steckt hinter dem Trend zum Jobben mit 65+

 

Immer mehr Rentner in Hessen arbeiten. (...) Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind 6,7 Prozent der über 65-Jährigen erwerbstätig. Zum Vergleich: 2005 war es noch knapp die Hälfte, nämlich 3,7 Prozent.

 

Die Motive sind vielschichtig", meint Carola Burkert. (...) Die einen arbeiten also, um über die Runden zu kommen - die anderen, weil sie vor allem Spaß daran haben. Welche Gruppe größer ist, ist noch unklar.

 

Quelle: Hessenschau.de vom 09.08.2016

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  • GERINGVERDIENER:

Mit diesem Bruttolohn droht die Mager-Rente

 

Wer heute weniger als 22.800 Euro brutto im Jahr verdient, wird nach 40 Jahren Arbeit nicht einmal 720 Euro gesetzliche Rente bekommen - künftige Erhöhungen nicht eingerechnet. Das besagt die aktuelle Berechnung der deutschen Rentenversicherung.

 

Damit sie nicht in die Grundsicherung fallen, müssen Arbeitnehmer 40 Jahre lang mehr als 1.935 Euro pro Monat verdienen (23.280 Euro pro Jahr). Und selbst dann hätten sie nur eine Rente von 779 Euro.

 

Quelle: Focus Money online vom 09.08.2016

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  • CROWDWORKING:

Wenn Crowdworking wenig kostet

 

Das Internet ist zum Ort von Dumpingpreisen für Dienstleistungen aller Art geworden (...). Das will die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit jetzt ändern und hat dazu eine Expertise erarbeitet.

 

Dabei soll es um die Frage gehen, ob der Gesetzgeber das Heimarbeitsgesetz in Richtung Crowdworking novellieren kann oder soll. Ein Forschungsprojekt der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt) wird diesen Prozess unterstützen.

 

Quelle: Berliner Morgenpost online vom 08.08.2016

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  • MINDESTLÖHNE:

Arbeitgeber umgehen Mindestlohn: Vier Monate Praktikum für 120 Euro

 

Praktikanten werden trotz Mindestlohnregel immer wieder zu Minilöhnen oder zum Nulltarif beschäftigt, stellt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seiner aktuellen Studie "Faktencheck zum Praktikum und Mindestlohn" fest.

 

"Arbeitgeber sind sehr kreativ, wenn es darum geht, bei einem Praktikum den Mindestlohn zu umgehen", sagt Haggenmiller. So rechnen sie (...) zum Beispiel Gratisgetränke am Arbeitsplatz auf den Stundenlohn an, deklarieren freiwillige Praktika in Pflichtpraktika um oder verlangen, dass Praktikanten unbezahlte Überstunden leisten.

 

Quelle: Spiegel online vom 08.08.2016

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  • PREKARISIERUNG:

Düstere Perspektiven für junge Generation

 

Unsichere Jobs, geringe Einkommen: Der jungen Generation wird es in vielen Ländern schlechter gehen als ihren Eltern. Die Folge könnte eine zunehmende Unzufriedenheit mit der Politik sein.

 

Sollte sich das schwache Wachstum fortsetzen, so dürften in den kommenden zehn Jahren 70 bis 80 Prozent aller Haushalte sinkende oder stagnierende Einkommen verzeichnen, mahnt McKinsey. „Doch auch wenn die Konjunktur anzieht, verschwindet das Problem nicht“, heißt es weiter.

 

Quelle: Weser Kurier online vom 07.08.2016

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  • AUFSTOCKER:

Mehrheit der Hartz-Aufstocker gut qualifiziert

 

Gute Ausbildung? Fachkraft? Das schützt längst nicht mehr vor Niedriglöhnen: 52 Prozent und damit mehr als die Hälfte der Hartz-IV-Aufstocker mit sozialversicherungspflichtigen Jobs haben eine abgeschlossene Berufsausbildung und arbeiten als Fachkräfte.

 

Die Zahlen zeigen aber insgesamt, dass Aufstocken oft kein Problem zu geringer Qualifikation ist, sondern mehrheitlich gut Ausgebildete von Lohndumping betroffen sind, das mit staatlichen Leistungen kompensiert werden muss. Viele sind auch gezwungen, Teilzeit zu arbeiten.

 

Quelle: neues deutschland online vom 06.08.2016

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  • MINIJOBS:

Kaum Absicherung in Minijobs

 

Nicht einmal jeder fünfte geringfügig Beschäftigte im gewerblichen Bereich ist rentenversichert. Von den Minijobbern in Privathaushalten zahlt nur etwa jeder Siebte in die Rentenkasse ein. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor.

 

„Wenn im Umkehrschluss über 82 Prozent der Minijobber im gewerblichen und fast 86 Prozent im privaten Bereich ohne Rentenversicherung sind, dann kann von einer Altersvorsorge keine Rede sein“, sagt die grüne Sozialexpertin Brigitte Pothmer.

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung online vom 05.08.2016

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  • CROWDWORKING:

Crowdworking als Einkommensquelle bislang kaum von Bedeutung

 

Vor dem Hintergrund einer kontroversen Diskussion (...) hat eine Studie des ZEW (...) erstmalig die sozioökonomischen Hintergründe und Motive von Crowdworkern/-innen in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Crowdworking bisher noch zu einer marginalen Arbeitsform gehört:

 

Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer/innen arbeitet lediglich bis zu einer Stunde wöchentlich über die Crowdworkingplattform; rund 13 Prozent geben eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von mehr als drei Stunden an.

 

Quelle: Pressebox.de vom 04.08.2016

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  • TEILZEITARBEIT:

Väter wollen weniger arbeiten und mehr Familie

 

Jeder zweite Vater und jede vierte Mutter in Deutschland würde gern weniger Zeit mit Erwerbsarbeit verbringen, um dafür mehr Zeit für die Familie zu haben. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor.

 

Während Väter dem Papier zufolge sehr häufig Vollzeit arbeiten, gehen die meisten erwerbstätigen Mütter einer Teilzeitbeschäftigung nach. (...) 28 Prozent der erwerbstätigen Mütter wünschen sich mehr Zeit für den Job, so das Papier.

 

Quelle: neues deutschland online vom 04.08.2016

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  • LEIHARBEIT:

 Bamberger Soziologe: „Der Arbeitsmarkt verstärkt die soziale Ungleichheit“

 

Gleiche Bezahlung für Leiharbeiter nach neun Monaten (...). Dr. Olaf Struck gehen diese Regelungen nicht weit genug. Er sieht das Problem an anderer Stelle: „Eine konstante Qualifikation ist langfristig noch wichtiger als gleiche Bezahlung.“

 

Denn vielen Leiharbeitern fehlt die Qualifikation, um in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis zurückzukehren. Die Ursache dafür liegt laut Struck in der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. (...) Er empfiehlt, Leiharbeit mit Qualifikation zu verbinden.

 

Quelle: Franken-Tageblatt.de vom 03.08.2016

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  • BEFRISTUNG:

Mit Ferienbeginn arbeitslos

 

Ende Juli liefen die befristeten Verträge von 1362 Vertretungslehrern aus. So hoch war die Zahl noch nie (...). Während der sechs Ferienwochen müssen sich die befristet beschäftigten Lehrer arbeitslos melden.

 

"Um über die Ferien möglichst wenig Gehalt zahlen zu müssen, stellt der Senat seit Jahren zahlreiche Lehrkräfte extra befristet ein", kritisiert Linken-Politikerin Boeddinghaus. "Die Lehrer bekommen meist nach den Sommerferien wieder eine Anstellung".

 

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 03.08.2016

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  • TEILZEITARBEIT:

Vollzeit, Teilzeit, Vollzeit

 

Der Zahl der Erwerbstätigen in Teilzeit nimmt weiter zu (...). Union und SPD wollen noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz verabschieden, das Arbeitnehmern das Recht einräumt, aus Teilzeit wieder in eine Vollzeitstelle zurückzukehren.

 

Das Rückkehrrecht in Vollzeit soll dafür sorgen, dass Arbeitnehmer, die in Teilzeit arbeiten, etwa wegen Kindern, beizeiten auf ihre frühere Vollzeitstelle zurückkehren können. Bisher gibt es darauf keinen Anspruch.

 

Quelle: Süddeutsche.de vom 03.08.2016

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  • TEILZEITARBEIT:

Mehr Jobs, weniger Vollzeitstellen

 

Mit mehr als 20 000 Beschäftigten ist der Einzelhandel die viertgrößte Beschäftigungsbranche in Bremen. Gerade Frauen sind laut der Studie vom Rückgang der Vollzeitbeschäftigungen im Einzelhandel betroffen. (...) Mehr als 900 Vollzeit-Arbeitsplätze seien in den vergangenen Jahren abgebaut worden.

 

„Inzwischen hat nur noch gut jede vierte Frau ein Vollzeitarbeitsverhältnis“, betont Schierenbeck. Der Rest arbeite in Teilzeit oder in einem Minijob und verfüge damit über ein Gehalt, das in der Regel nicht existenzsichernd sei.

 

Quelle: Weser Kurier online vom 03.08.2016

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  • MINDESTLÖHNE:

Rente und Mindestlohn - auch hinter Gitter

 

Häftlinge sitzen im Gefängnis nicht einfach rum. Viele arbeiten. (...) Doch wer in der Haft etwas tut, wird dafür nur schlecht bezahlt. Außerdem ist die Arbeit nicht sozialversicherungspflichtig. Das wirkt sich vor allem auf das Alter aus: Viele ehemalige Gefangene sind von Altersarmut bedroht.

 

Das will die sogenannte Gefangenengewerkschaft ändern. (...) Matzke kämpft trotzdem für den Mindestlohn hinter Gittern: "Weil nach Mindestlohngesetz Gefangene dort nicht ausgegliedert sind. Wir fordern eine Eingliederung in die Rentenversicherung, in die Sozialversicherung allgemein".

 

Quelle: MDR.de vom 02.08.2016

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  • PREKARISIERUNG:

Arbeit? Welche Arbeit?

 

Alle reden vom „Jobwunder“ in Berlin – doch ein Gutteil der Bevölkerung bekommt vom neuen Aufschwung nichts mit oder arbeitet höchst prekär.

 

Das Gros der neuen Arbeitsplätze der letzten Jahre ist vor allem durch eine Verschiebung entstanden, wie die erwähnte Studie festhält: Immer weniger Menschen arbeiten Vollzeit, immer mehr haben Teilzeitstellen, Werksverträge, Minijobs, sind Leiharbeiter, Scheinselbstständige.

 

Quelle: taz.de vom 01.08.2016

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  • AUFSTOCKER:

Warum der Mindestlohn den Aufstockern kaum hilft

 

„Die Effekte des Mindestlohns auf die Aufstocker sind sehr gering“, sagt Joachim Möller, Direktor des staatlichen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (...). Laut Möller sind es (...) wohl weniger als 20.000 Personen, die speziell durch den Stundenlohn von 8,50 Euro nicht mehr auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind.

 

„Wir hatten mit 60.000 gerechnet“, räumt er ein. Der Grund dafür ist schnell gefunden. „Die meisten Aufstocker arbeiten nur wenige Stunden in der Woche“, sagt Möller. (...) Aktuell sind nur rund 177.000 dieser Personen Vollzeit beschäftigt.

 

Quelle: FAZ.net vom 01.08.2016

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  • MINDESTLÖHNE:

„Die Verbraucher akzeptieren höhere Preise“

 

Claudia Weinkopf, Mitglied der Mindestlohnkommission, spricht im Interview über die Erfahrungen mit der Lohnuntergrenze und die erste Erhöhung 2017.

 

"Vor der Einführung des Mindestlohns haben Umfragen ergeben, dass viele Menschen bereit sind, mehr zu bezahlen, wenn die Beschäftigten einen fairen Lohn erhalten. Die Stimmung in der Bevölkerung war einfach so, dass endlich eine Untergrenze gezogen werden sollte."

 

Quelle: Tagesspiegel online vom 01.08.2016

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  • MOBILE BESCHÄFTIGTE:

Aus deutschen Landen

 

Unter übelsten Bedingungen beschäftigt die Fleischindustrie Arbeiter aus Osteuropa. Das Ehepaar Petrov ist nun ausgestiegen.

 

„Eine Schande für Deutschland“ hat der Bundeswirtschaftsminister die Arbeitsbedingungen in deutschen Schlachthäusern genannt, und wer Ivan Petrov, 46 Jahre alt, zuhört, der weiß, dass Sigmar Gabriel recht hat.

 

Quelle: der Freitag online Nr. 30/16 vom 01.08.2016

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  • MINDESTLÖHNE:

Union will Mindestlohn für Praktikanten abschaffen

 

(...) auch Praktikanten muss, je nach Art und Länge der Hospitanz, Mindestlohn gezahlt werden. Die Folge: Laut verschiedenen Umfragen ist die Zahl der Praktikumsplätze deutlich zurückgegangen. Die Union fordert deshalb, den Mindestlohn für Studenten abzuschaffen

 

Pflichtpraktika sind davon zwar ausgenommen. Doch wer länger als drei Monate ein freiwilliges Praktikum macht, muss die 8,50 Euro pro Stunde bekommen. (...) Trotzdem sind Pflichtpraktika offenbar das neue Mittel der Wahl, um den Mindestlohn für Praktikanten zu umgehen.

 

Quelle: Welt online vom 01.08.2016

 


 

| © Markus Krüsemann | Kontakt: webmaster[at]miese-jobs.de